1. FC Köln (Frauenfußball)

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1. FC Köln
Logo
Voller Name 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.
Ort Köln
Gegründet 13. Februar 1948 (1. FC Köln)
1974 (Grün‑Weiß Brauweiler Frauen)
1. Juli 2009 (Zusammenschluss)
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Südstadion
Plätze 14.944
Präsident Werner Spinner
Vorstand Markus Ritterbach
Harald Schumacher
Trainer Marcus Kühn
Homepage www.fc-koeln.de
Liga 2. Bundesliga
2015/16 12. Platz (Bundesliga)
Heim
Auswärts

Der 1. FC Köln (vollständiger Name: Erster Fußball-Club Köln 01/07 e. V.) ist der größte Sportverein in Köln. Der Klub entstand am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07. Die Frauenfußball-Abteilung wurde jedoch erst am 1. Juli 2009 durch den Übertritt des FFC Brauweiler Pulheim 2000 e.V. zum 1. FC Köln gegründet, der damit die Vereinsgeschichte fortführt; dieser war selbst am 1. Juni 2000 durch die Ausgliederung der Frauenfußball-Abteilung des SV Grün-Weiß Brauweiler als eigenständiger Verein gegründet worden. Der Verein wurde als Grün-Weiß Brauweiler einmal Deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger. Die erste Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln spielte in der Saison 2015/16 in der Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grün-Weiß Brauweiler (1974 bis 2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des SV Grün-Weiß Brauweiler

1974 gründete Thomas Meyer eine Trainingsgemeinschaft, aus der die Frauenmannschaft von Grün-Weiß Brauweiler hervorging. Meyer sollte in den folgenden fast 20 Jahren die Mannschaft trainieren, die von Anfang an in der Verbandsliga Mittelrhein, damals die höchste Spielklasse, spielte. 1980 und 1986 musste der Verein die einzigen Abstiege hinnehmen, schaffte aber beide Mal den sofortigen Wiederaufstieg. 1987 verselbständigte sich die Frauenfußballabteilung innerhalb des Vereines, und die Weichen für den steilen Aufstieg wurden gestellt. Zwischen 1989 und 1991 holte der Verein dreimal in Folge den Mittelrheinpokal. Die Qualifikation für die 1990 eingeführte Bundesliga wurde allerdings verpasst.

1991 holte der Verein dies nach und schaffte im gleichen Jahr noch die größte Sensation der DFB-Pokalgeschichte. Als bisher einziger Zweitligist gewann Brauweiler den Pokal durch einen 1:0-Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister TSV Siegen. Ein Jahr später stellte Brauweiler den Rekord für den besten Aufsteiger aller Zeiten auf. Die Grün-Weißen stürmten auf Anhieb ins Finale. Dort musste man sich allerdings Siegen mit 0:2 geschlagen geben. Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich zwischen Brauweiler und Siegen eine große Rivalität. 1993 verlor Brauweiler im Pokalfinale nach Elfmeterschießen gegen Siegen.

Friedhelm Fröhlich übernahm im Sommer 1993 das Traineramt. Wieder verlor Brauweiler das Meisterschaftsfinale gegen Siegen, gewann aber den Pokal und den Supercup - gegen Siegen. Im Februar 1994 wurde erstmals der DFB-Hallenpokal der Frauen ausgespielt, und Brauweiler trug sich als erster Verein in die Siegerliste ein. Brauweilers Ruf als "ewiger Zweiter" sollte sich weiter festigen. 1995 verlor man das Meisterschaftsfinale gegen den FSV Frankfurt, nachdem Brauweiler erstmals Sieger der Nordgruppe geworden war. Anfang 1996 wurde Dr. Hans-Jürgen Tritschoks neuer Trainer. Unter ihm sollte 1997 der Fluch endlich besiegt werden: Brauweiler besiegte den FC Rumeln-Kaldenhausen nach Elfmeterschießen und wurde erstmals Deutscher Meister. Eine Woche später gewann Brauweiler durch einen 3:1-Sieg über den FC Eintracht Rheine den Pokal. Außerdem gewann Brauweiler zum zweiten Mal den Supercup.

Nach einem vierten Platz in der erstmals eingleisigen Bundesliga geriet Brauweiler 1999 mit einer stark verjüngten Mannschaft in Abstiegsgefahr. Erst am letzten Spieltag konnte man sich durch einen 1:0-Sieg über den FFC Heike Rheine aus eigener Kraft retten.

FFC Brauweiler Pulheim (2000 bis 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des FFC Brauweiler Pulheim 2000

Am 1. Juli 2000 wurde aus der Frauenfußballabteilung des SV Grün-Weiß Brauweiler der FFC Brauweiler Pulheim. Sportlich musste sich die Mannschaft nach einem Zwischenhoch wieder nach unten orientieren, besonders nachdem Bettina Wiegmann und Maren Meinert in die US-amerikanische Profiliga WUSA gewechselt waren. 2003 kehrte Friedhelm Fröhlich auf die Trainerbank zurück. Auch er konnte 2004 den Abstieg nicht verhindern.

Brauweiler spielte nun in der neu geschaffenen 2. Bundesliga. Überlegen sicherte sich die Mannschaft die Meisterschaft der Nordgruppe und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Im Oberhaus angekommen konnte Brauweiler erst am letzten Spieltag durch ein 1:1 gegen den VfL Sindelfingen die Klasse halten. Nachdem einige Leistungsträgerinnen ihre Karriere beendet hatten, musste Brauweiler mit einer kaum konkurrenzfähigen Mannschaft in die Saison 2006/2007 gehen. Ohne auch nur einen einzigen Punkt zu gewinnen, stieg die Mannschaft in die 2. Bundesliga ab.

Die sportliche Talfahrt setzte sich auch in der 2. Bundesliga Süd fort. Am 9. April 2008 musste der Verein aufgrund von Steuerforderungen des Finanzamts einen Insolvenzantrag stellen. Die Mannschaft belegte erneut den letzten Platz und wurde in die drittklassige Regionalliga West durchgereicht. In der Saison 2008/2009 gelang der Mannschaft bereits frühzeitig die Sicherung des Meistertitels in der Regionalliga. Zum 1. Juli 2009 folgte der Übertritt zum 1. FC Köln.

1. FC Köln (seit 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft wurde zur Saison 2009/10 verstärkt. Die meiste Aufmerksamkeit verursachte der Transfer von Weltmeisterin Sonja Fuss vom amtierenden DFB-Pokalsieger und Gewinner des UEFA Women's Cups FCR 2001 Duisburg zum FC. Gemäß diverser Pressemeldungen und Pressemitteilungen des Vereins wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga angestrebt. Dies hätte die Mannschaft in der Saison 2010/11 auch fast geschafft, musste sich aber am Ende der Saison mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Zwei Jahre später reichte es erneut nur zur Vizemeisterschaft hinter der TSG 1899 Hoffenheim. Die Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag, als die Kölnerinnen im direkten Duell in Hoffenheim vor etwa 3.000 Zuschauern nicht über ein 3:3 hinaus kamen. Auch in der darauffolgenden Saison (2013/14) mussten die Spielerinnen aus der Domstadt sich mit Platz 2 hinter dem SC Sand zufriedengeben. Diesmal war der Abstand auf den begehrten Aufstiegsplatz mit neun Punkten deutlich größer gewesen als in der Vorsaison.

In der Saison 2014/15 machte der FC den ersehnten Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt. Am 18. Spieltag sicherte man sich durch einen 4:1-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des 1. FFC Frankfurt vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Am 12. November 2015 entband der Verein Cheftrainer Willi Breuer, der seit 2012 im Amt gewesen war, sowie Co-Trainerin Bianca Rech von ihren Aufgaben. Nico Reese wurde Interimstrainer.[1] Am 1. Dezember 2015 wurde dann Marcus Kühn als neuer Cheftrainer präsentiert. Der bisherige Interimstrainer Reese übernahm den vakanten Posten als Co-Trainer von Kühn.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als SV Grün-Weiß Brauweiler:

als FFC Brauweiler Pulheim:

als 1. FC Köln:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 14. Juli 2016[3]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Claudia Hoffmann DeutschlandDeutschland
Laura Sieger DeutschlandDeutschland
Marie Wenzl DeutschlandDeutschland
Kristina Hild DeutschlandDeutschland
Anna Kirschbaum DeutschlandDeutschland
Irina London DeutschlandDeutschland
Hanna Scheffler DeutschlandDeutschland
Maike Seuren DeutschlandDeutschland
Kristina Bartsch DeutschlandDeutschland
Carolin Dej DeutschlandDeutschland
Theresa Gosch TunesienTunesien
Claudia Kalin DeutschlandDeutschland
Meike Meßmer DeutschlandDeutschland
Marie Pyko DeutschlandDeutschland
Tuğba Tekkal TurkeiTürkei
Anne Hopfengärtner DeutschlandDeutschland
Chaima Khammar TunesienTunesien
Carolin Schraa DeutschlandDeutschland
Mandana Knopf DeutschlandDeutschland

Wechsel zur Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Carolin Schraa (Sportfreunde Ippendorf)
Carolin Dej (eigene zweite Mannschaft)
Claudia Hoffmann (eigene zweite Mannschaft)
Chaima Khammar (eigene U17)
Laura Sieger (eigene U17)
Hannah Scheffler (eigene U17)
Kristina Bartsch (eigene U17)
Nicole Bender (Karriereende)
Diane Caldwell (SC Sand)
Nina Ehegötz (Bayer 04 Leverkusen)
Anna Gerhardt (FC Bayern München)
Laura Giuliani (SC Freiburg)
Christina Julien (vereinslos)
Virginia Kirchberger (MSV Duisburg)
Lise Overgaard Munk (1. FFC Frankfurt)
Lena Nuding (MSV Duisburg)
Rachel Rinast (Bayer 04 Leverkusen)
Lena Schrum (Bayer 04 Leverkusen)
Yvonne Zielinski (MSV Duisburg)

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauen-Abteilung des 1. FC Köln trug bis zur Saison 2014/2015 ihre Heimspiele im Franz-Kremer-Stadion oder auf dem Rasenplatz 7 im RheinEnergieSportpark aus.[4] Die Zuschauerkapazität des zum Trainingsgelände des Vereins am Geißbockheim gehörenden Stadions beläuft sich auf 5000 Plätze, darunter 4000 nicht überdachte Stehplätze sowie 1000 überdachte Sitzplätze.

Nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball wurden in der Saison 2015/2016 die Spiele der ersten Mannschaft im fast 15.000 Zuschauer fassenden Südstadion ausgetragen,[5] der 1. FC Köln belegte aber bezüglich Zuschauerzuspruch unter allen zwölf Bundesligisten mit durchschnittlich nur 472 Zuschauern pro Spiel den letzten Platz. Auch der Negativrekord der Bundesligasaison 2015/2016 wurde bei einem Heimspiel des 1. FC Köln aufgestellt: Am 15. November 2015 wurden beim Spiel gegen 1899 Hoffenheim lediglich 215 Zuschauer im Stadion gezählt. Zu den Auswärtsspielen des 1. FC Köln kamen dagegen in der Saison 2015/2016 durchschnittlich 961 Zuschauer in die Stadien.[6]

Bekannte ehemalige Spielerinnen von Grün-Weiß Brauweiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trainerwechsel bei den FC-Frauen. fc-koeln.de, 12. November 2015, abgerufen am 6. Februar 2016.
  2. Kühn neuer Trainer der FC-Frauen. fc-koeln.de, 1. Dezember 2015, abgerufen am 6. Februar 2016.
  3. 1. FC Köln - 1. Frauen. 1. FC Köln, abgerufen am 14. Juli 2016.
  4. Spielstätte und Preise. 1. FC Köln. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  5. FC-Frauen ziehen ins Südstadion um. Köln.Sport. Abgerufen am 13. Mai 2015.
  6. Zuschauerzahlen Saison 2015/2016 framba.de. Abgerufen am 20. Mai 2016.