Feldatal

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Feldatal in Hessen. Zu den Naturräumen Mittleres und Unteres Feldatal in Thüringen siehe Felda (Werra)#Naturräume.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldatal
Feldatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldatal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 39′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 55,69 km²
Einwohner: 2529 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36325
Vorwahlen: 06637, 06645 (Köddingen, Stumpertenrod)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 003
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 2
36325 Feldatal
Webpräsenz: www.feldatal.de
Bürgermeister: Dietmar Schlosser (FWG)
Lage der Gemeinde Feldatal im Vogelsbergkreis
Antrifttal Alsfeld Grebenau Schlitz (Vogelsbergkreis) Kirtorf Homberg (Ohm) Mücke (Hessen) Gemünden (Felda) Romrod Schwalmtal (Hessen) Lauterbach (Hessen) Wartenberg (Hessen) Feldatal Lautertal (Vogelsberg) Ulrichstein Herbstein Schotten (Stadt) Grebenhain Freiensteinau Landkreis Marburg-Biedenkopf Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Wetteraukreis Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Feldatal ist eine Gemeinde im Vogelsbergkreis in Hessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in 285 bis 598 Meter Höhe am Nordhang des Vogelsbergs. Durch die Gemeinde fließt die Felda, die bei Gemünden in die Ohm mündet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldatal grenzt im Norden an die Stadt Romrod, im Nordosten an die Gemeinde Schwalmtal, im Osten an die Gemeinde Lautertal, im Süden an die Stadt Ulrichstein, im Südwesten an die Gemeinde Mücke, sowie im Nordwesten an die Gemeinde Gemünden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ermenrod, Groß-Felda mit Ortsteil Schellnhausen, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldatal entstand am 31. Dezember 1971 im Rahmen der Gemeindegebietsreform, als die Gemeinden Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach zur neuen Großgemeinde zusammengeschlossen wurden.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWG Freie Wählergemeinschaft Feldatal 37,9 6 39,5 6 36,6 6 33,3 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,4 3 23,7 3 27,7 4 31,1 5
AUF Alternative Unabhängige Feldataler 22,7 3 18,9 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,0 3 17,9 3 27,4 4 26,0 4
A.L.F. Andere Liste Feldatal 8,3 1 9,6 1
gesamt 100 15 100 15 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 69,9 62,6 60,2 61,3

Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister und sieben Beigeordneten.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister Dietmar Schlosser (FWG) wurde am 16. Mai 2010 mit einem Stimmenanteil von 67,1 % gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein roter blaugekrönter Jungfrauenadler, belegt mit einem Herzschild, darin in Silber ein schräggestellter blauer Schlägel, oben und unten schräglinks begleitet mit je zwei blauen Nägeln.“

Wappenerklärung: Der Herzschild verweist auf das einstige Handwerk des Nagelschmiedes in der Gemeinde, das noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurde, der blaugekrönte Jungfrauenadler stammt aus dem Wappen der erloschenen Adelsfamilie von Mörlau (Merlau), die im Mittelalter hier begütert war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche Stumpertenrod
Jüdischer Friedhof Kestrich
  • Fachwerkkirche in Ermenrod
  • In Stumpertenrod steht mit der Evangelischen Kirche die größte Fachwerk-Kirche Hessens. Die Kirche wurde 1696 im barocken Stil erbaut. Die Kirche besitzt einen Dachreiter, in dem drei Glocken hängen. Die Orgel im Inneren der Kirche stammt aus dem Jahr 1840.[6]
  • Zeilbacher Kirche erbaut 1668 – verschindelt
  • Fachwerkkirche Kestrich und direkt daneben die ehemalige Synagoge und Judenschule (in Kestrich)
  • Jüdischer Friedhof (in Kestrich)
  • noch funktionsfähige Mühlen, z. B. Wolfenmühle in Groß-Felda, Burgsmühle in Zeilbach und Herrenmühle in Ermenrod.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feldataler Mühlenfest
  • Ostermarkt
  • Weihnachtsmarkt
  • Traditionelle Kirmes (immer am 1. Novemberwochenende)
  • Goldwing-Treffen in Groß-Felda (alle zwei Jahre)
  • Sternenwelt Vogelsberg – die Sternwarte in Hessen
  • Schmiedefest – Feldatal (alle zwei Jahre)
  • Fasnacht mit Sitzungen und Kinderfasching
  • Kulturnacht Feldatal
  • Vorträge, Lesungen und Konzerte in der Alten Synagoge
  • 60 Vereine laden ein zu vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Jahr

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wanderweg Vulkan-Steig in Stumpertenrod

Durch die Gemeinde führt die B 49.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feldatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 347.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Randolf Fügen: Highlights in Mittelhessen. 1. Auflage. Wartenberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1044-0.