Romrod

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Dieser Artikel beschreibt die Kleinstadt Romrod; für die Gräfin Romrod siehe Alexandrine von Hutten-Csapska.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Romrod
Romrod
Deutschlandkarte, Position der Stadt Romrod hervorgehoben
Koordinaten: 50° 43′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 54,43 km²
Einwohner: 2726 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36329
Vorwahl: 06636
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 014
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Jahnstraße 2
36329 Romrod
Webpräsenz: www.romrod.de
Bürgermeisterin: Dr. Birgit Richtberg (parteilos)
Lage der Stadt Romrod im Vogelsbergkreis
Antrifttal Alsfeld Grebenau Schlitz (Vogelsbergkreis) Kirtorf Homberg (Ohm) Mücke (Hessen) Gemünden (Felda) Romrod Schwalmtal (Hessen) Lauterbach (Hessen) Wartenberg (Hessen) Feldatal Lautertal (Vogelsberg) Ulrichstein Herbstein Schotten (Stadt) Grebenhain Freiensteinau Landkreis Marburg-Biedenkopf Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Wetteraukreis Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Romrod ist eine Kleinstadt im Zentrum von Hessen im Vogelsbergkreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadt fließt die Antrift und der Ocherbach, im Süden liegen Ausläufer des Vogelsberges.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romrod grenzt im Norden an die Stadt Alsfeld, im Osten an die Gemeinde Schwalmtal, im Süden an die Gemeinde Feldatal und im Westen an die Gemeinde Gemünden und die Stadt Kirtorf.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romrod besteht aus den Stadtteilen Nieder-Breidenbach, Ober-Breidenbach, Romrod, Strebendorf und Zell. Nieder-Breidenbach ist der älteste Stadtteil (erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 812).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Rumerode entstand an der Kreuzung der zwei Altstraßen Diotweg (später Diebsweg, bedeutet Volksweg) und der Heerstraße durch die Kurzen Hessen. Die erste Burg wurde im 11. Jahrhundert im Antrifttal gebaut. Somit existierte möglicherweise schon eine Siedlung, da Talburgen oft an bereits bewohnten Orten gebaut wurden.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die alte Wasserburg gebaut. Ihre Erbauer waren vermutlich die Vorfahren des Adelsgeschlechts derer von Romrod, die im Jahre 1197 zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurden, als Ludwig von Romrod als Zeuge in einer Urkunde der Abtei Fulda auftaucht. In den folgenden Jahrhunderten besetzten die Herren von Romrod wichtige Ämter. Heinrich von Romrod war hessischer Marschall, und Hermann von Romrod war Komtur des Johanniterordens zu Grebenau. Weiterhin sind die Äbte Heinrich VI. von Romrod (1320–1323/1324) in Hersfeld und Friedrich I. von Romrod (1383–1395) in Fulda zu erwähnen.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts verarmte das Geschlecht und verkaufte seine Burg an die Landgrafen Otto und Heinrich von Hessen. Spätestens ab 1408 gehörte dann auch der Ort Romrod zur Landgrafschaft Hessen.

Nach der Volkszählung von 1846 hatte Romrod selbst 1100 Einwohner.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 entstand die neue Großgemeinde durch den Zusammenschluss der Stadt Romrod mit den Gemeinden Nieder-Breidenbach, Ober-Breidenbach, Strebendorf und Zell.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Juni 1967 wurde der Stadt Romrod im damaligen Landkreis Alsfeld genehmigt, das bisherige Wappen zu ändern. Die Blasonierung lautet seitdem: In Gold in der Mitte ein gemauerter schwarzer Balken mit aufgesetztem schwarzen Zinnenturm, unten ein teilweise auf den Balken aufgelegter blauer Schild mit einem golden bewehrten, neun Mal von Silber und Rot gestreiften Löwen.[3]

Bedeutung: Das goldene Wappen mit den schwarzen Zinnen stammt vom Rittergeschlecht derer von Romrod. Der Hessische Löwe verdeutlicht die Zugehörigkeit zu Hessen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
  
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 6
  • CDU/FWG : 9
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,2 6 51,0 8 44,9 10 53,5 12
CDU/FWG Christlich Demokratische Union / Freie Wählergemeinschaft 56,8 9 49,0 7 55,1 13
CDU Christlich Demokratische Union 46,5 11
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 68,6 56,4 61,4 58,4

Magistrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Magistrat besteht aus der Bürgermeisterin als der Vorsitzenden und 5 Stadträten.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist seit 2004 Birgit Richtberg (CDU/FWG). Sie wurde am 27. September 2009 mit 86,1 % und am 3. März 2016 mit 72,2 % der gültigen Stimmen für jeweils sechs Jahre wiedergewählt.[7]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 besteht die Städtepartnerschaft mit La Coquille im Département Dordogne in Frankreich.

Interkommunale Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 2016 startete die Interkommunale Zusammenarbeit der Bauhöfe zwischen den Gemeinden Romrod, Feldatal sowie Schwalmtal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Romrod

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romrod liegt an der A 5, Autobahnanschlussstelle 3, Pfefferhöhe. Des Weiteren führt die B 49 durch Romrod.

Der Bahnhof Zell-Romrod ist ein Haltepunkt der Vogelsbergbahn.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Romröder Schloss gibt es die DenkmalAkademie - die Bildungsstätte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für Bauherren, Ehrenamtliche, Architekten und Restauratoren im Handwerk.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 347.
  3. Genehmigung einer Wappenänderung durch den Hessischen Minister des Innern vom 23. Juni 1967 (StAnz. S. 826) Seite 2 der tif-Datei 4,15 MB
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Romrod

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Romrod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien