Josef Ostermayer

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Josef Ostermayer (Wien 2008)
Mit Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Gerald Klug bei der Eröffnung des Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz am Ballhausplatz, 2014

Josef Ostermayer (* 12. März 1961 in Schattendorf) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ). Er war zwischen 2008 und 2013 Staatssekretär im Bundeskanzleramt unter Werner Faymann. Seit 16. Dezember 2013 ist er Kanzleramtsminister in der Bundesregierung Faymann II.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Matura am Bundesrealgymnasium Mattersburg begann Ostermayer sein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1985 als Dr. iur. abschloss. Ab dem Jahr 1987 arbeitete er als Rechtsberater und -vertreter bei der Mietervereinigung Österreichs und wurde 1988 deren leitender Jurist. 1994 wurde er zum Geschäftsführer des wohnfonds_wien (ehemals Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds) bestellt. Als sein damaliger Vorgesetzter Werner Faymann, der bis dahin amtsführende Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, 2007 zum Minister berufen wurde, wechselte Ostermayer als sein Kabinettschef ins Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Ab 2. Dezember 2008 war Ostermayer Staatssekretär im Bundeskanzleramt für Regierungskoordination und Medien der Bundesregierung Faymann I. Er gilt als „rechte Hand“ des Bundeskanzlers. Als Politiker war er unter anderem als Verhandler auf Bundesebene im Kärntner Ortstafelstreit im Einsatz, der im Jahr 2011 beendet werden konnte.

Seit 16. Dezember 2013 ist Ostermayer Kanzleramtsminister in der Bundesregierung Faymann II und seit 1. März 2014 fungiert er als Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und öffentlichen Dienst (der letztgenannte Verantwortungsbereich wurde im Dezember 2014 an Kanzleramtsstaatssekretärin Sonja Steßl übergeben).

Privates[Bearbeiten]

Josef Ostermayer ist mit einer Lehrerin verheiratet, er hat eine Tochter und einen Sohn.

Der Bruder seiner Großmutter, Jösef Grössing, war jenes siebenjährige Kind[1], das – so wie auch ein 40-jähriger Mann – beim Rückmarsch nach einer Kundgebung des Republikanischen Schutzbundes 1927 von Mitgliedern der Frontkämpfervereinigung Deutsch-Österreichs erschossen wurde, was in weiterer Folge nach einem Freispruch der Angeklagten Täter zur Julirevolte führte.[2]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Oliver Pink: Josef Ostermayer: Der mächtigste Staatssekretär aller Zeiten. In: Die Presse, Print-Ausgabe, 7. Februar 2009 (online)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dasrotewien.at/groessing-josef.html
  2. derStandard.at: "Den Rausch erspar ich mir offenbar" - Doppelinterview mit Josef Ostermayer und Paulus Hochgatterer
  3. Heimat großer Ordensträger, kleinezeitung.at, 11. Februar 2012
  4. Ortstafelfeier: Ein metaphernschwerer Meilenstein, Presse vom 16. August 2011
  5. Orden für die Regierung: "Wo war mei Leistung?", Kleine Zeitung, 24. Januar 2012
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (pdf, parlament.gv.at; 6,9 MB)