Gilău

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Gilău
Gela
Gyalu
Wappen von Gilău
Gilău (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 45′ N, 23° 23′ OKoordinaten: 46° 45′ 20″ N, 23° 23′ 21″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 420 m
Fläche: 116,82 km²
Einwohner: 8.300 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407310
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Gilău, Someșu Cald, Someșu Rece
Bürgermeister: Dumitru Sfârlea (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 723
loc. Gilău, jud. Cluj, RO–407310
Website:

Gilău [ˈd͡ʒiləu] (veraltet Gelău; deutsch Gela, ungarisch Gyalu) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Gilău im Kreis Cluj

Die Gemeinde Gilău liegt im Westen des Siebenbürgischen Beckens im Somesch-Hochland (Podișul Someșelor) östlich der Gilăuer Berge. An der Mündung des Baches Căpuș in den Someșul Mic (Kleiner Somesch) und dem Drum național 1 – hier Teil der Europastraße 68 – befindet sich der Ort Gilău 14 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Der Ort Gilău hat einen Anschluss an die Autobahn A3.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gilău wurde erstmals 1246 urkundlich erwähnt. Beim Einfall der Tataren wurde der Ort, wo der siebenbürgische Bischof einen Herrenhof hatte, vollständig zerstört. Später siedelte der ungarische König Béla IV. vor allem Siebenbürger Sachsen an. Der römisch-katholische Bischof László Geréb erbaute hier im 15. Jahrhundert ein Schloss, welches nach mehreren Umbauten heute eine Sonderschule inmitten einer Parkanlage ist.[2]

Nach Angaben des Rumänischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe geht eine Besiedlung des Ortes Gilău jedoch bis in die Jungsteinzeit zurück. Archäologische Grabungen auf dem Areal von den Einheimischen genannt Groapa lui Puri und Dâmbul Țiganilor deuten auf eine Besiedlung in die Bronzezeit, bei Dealul Cetății und im Schlosspark in die Frühgeschichte, da sich dort das römische Kastell Gilău befand.[3]

Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Gyalu in der Gespannschaft Klausenburg anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Gilău entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.088 2.102 746 26 214
1930 5.278 3.950 1.015 15 298
1977 8.154 6.901 1.092 3 158
2002 7.861 6.559 743 1 558
2011 8.300 6.586 722 - 992

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1977 registriert. Die höchste Anzahl der Magyaren (1367) wurde 1941, die der Roma (646) 2011 und die der Rumäniendeutschen 1850 ermittelt.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gilău – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).