Haigermoos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Haigermoos
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haigermoos
Haigermoos (Österreich)
Haigermoos
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 7,44 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 12° 53′ OKoordinaten: 48° 2′ 41″ N, 12° 52′ 58″ O
Höhe: 470 m ü. A.
Einwohner: 602 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 81 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5120
Vorwahl: 06277
Gemeindekennziffer: 4 04 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haigermoos 23
5120 Haigermoos
Website: www.haigermoos.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schwankner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
8
3
2
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Haigermoos im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen am See Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Haigermoos im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Haigermoos
Blick auf Haigermoos
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde Haigermoos mit 602 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) liegt im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich in einer hügeligen Landschaft zwischen dem Holzöstersee und dem Höllerersee. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen, bis 2004 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Wildshut.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haigermoos liegt in der Oberinnviertler Seenplatte, auf halben Weg zwischen Salzburg und Braunau. Zur Gemeinde zählen auch die Ortschaften Aich, Edt, Hehermoos, Marktl, Ortholling, Pfaffing, Weyer und Witzling. Haigermoos grenzt an Geretsberg, Franking, St. Pantaleon und Ostermiething.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Aich (36)
  • Edt (25)
  • Haigermoos (163)
  • Hehermoos (68)
  • Marktl (3)
  • Ortholling (21)
  • Pfaffing (39)
  • Weyer (209)
  • Witzling (26)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Haigermoos.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; rechts in Gold ein schwarzer Rohrkolben, links in Blau ein silberner Reiher. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau-Weiß.

Das 1968 verliehene Gemeindewappen symbolisiert den um 1070 erstmals nachweisbaren Namen, der sich aus ahd. heigir ‚Reiher‘ und mhd. Mos für ‚Moor, Sumpfboden‘ zusammensetzt. Gleichzeitig verweist es auf die Lage der Gemeinde im Oberinnviertler Seen- und Moorgebiet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aribo II., einer der Stifter des Stiftes Millstatt aus dem Geschlecht der Aribonen, starb 1102 als aribo comes de hegirmos – zu Deutsch Aribo Graf von Haigermoos. Dieser Titel beinhaltet aber keine echte Grafschaft.

Zwischenkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in ganz Österreich wurde auch in Haigermoos 1919 Notgeld eingeführt, da auf Grund des Metallmangels keine Münzen mehr verfügbar waren. In der Zeit des Ständestaates gab es in Haigermoos das Österreichische Jungvolk, die Jugendorganisation der Vaterländischen Front.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit des Nationalsozialismus war die Gemeinde Haigermoos Teil der Gemeinde St. Pantaleon. In dieser Zeit bestand auch das Arbeitserziehungs- und Zigeuneranhaltelager St. Pantaleon-Weyer im heutigen Gasthaus Spick.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort besitzt einen Kindergarten und eine Volksschule sowie zwei Gasthäuser.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spätgotische Doppelkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Haigermoos ist eine spätgotische Doppelkirche mit Unterkirche. Die Oberkirche ist einschiffig, der Chor mit 3/8-Schluss ist nur wenig eingezogen. Die Unterkirche ist zweischiffig, der Chor ist ebenfalls nur wenig eingezogen und mit einem 3/8-Schluss ausgestattet. Die Kirche wurde aus unverputztem Tuffstein errichtet und im Jahr 1466 fertiggestellt. Die Oberkirche ist Peter und Paul geweiht. Die Unterkirche wird heute auch als Leichenhalle verwendet.

Haigermooser Naturweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haigermooser Naturweg bietet eine gute Möglichkeit für eine Wanderung durch die Wald- und Moorlandschaften rund um Haigermoos und bietet schöne Fernsichten. Der Weg ist 5,5 km lang und startet vor dem Gemeindeamt (Parkmöglichkeiten). Von dort führt er über das Brack (ein Wald nördlich von Haigermoos), den Pestfriedhof, das Hehermooser Moor und den Leitenberg zurück nach Haigermoos.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haigermoos

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1970, S. 55 (PDF; 1,6 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haigermoos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien