Perwang am Grabensee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Perwang am Grabensee
Wappen Österreichkarte
Wappen von Perwang am Grabensee
Perwang am Grabensee (Österreich)
Perwang am Grabensee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 6,83 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 13° 5′ OKoordinaten: 48° 0′ 20″ N, 13° 5′ 0″ O
Höhe: 531 m ü. A.
Einwohner: 1.035 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 151 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5166
Vorwahl: 06217
Gemeindekennziffer: 4 04 30
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 16
5166 Perwang am Grabensee
Website: www.perwang.at
Politik
Bürgermeister: Josef Sulzberger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(13 Mitglieder)
9
2
2
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Perwang am Grabensee im Bezirk Braunau am Inn
AltheimAspachAuerbachBraunau am InnBurgkirchenEggelsbergFeldkirchen bei MattighofenFrankingGeretsbergGilgenberg am WeilhartHaigermoosHandenbergHelpfau-UttendorfHochburg-AchHöhnhartJegingKirchberg bei MattighofenLengauLochen am SeeMaria SchmollnMattighofenMauerkirchenMiningMoosbachMoosdorfMunderfingNeukirchen an der EnknachOstermiethingPaltingPerwang am GrabenseePfaffstättPischelsdorf am EngelbachPolling im InnkreisRoßbachSt. Georgen am FillmannsbachSt. Johann am WaldeSt. Pantaleon (Oberösterreich)St. Peter am HartSt. RadegundSt. Veit im InnkreisSchalchenSchwand im InnkreisTarsdorfTreubachÜberackernWeng im InnkreisOberösterreichLage der Gemeinde Perwang am Grabensee im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ansicht von Perwang
Ansicht von Perwang
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Perwang am Grabensee ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 1035 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksschule
Statue Hl. Leopold, Landespatron von Oberösterreich

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perwang am Grabensee liegt auf 531 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,8 km, von West nach Ost 4,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 6,9 km². 20,3 % der Fläche sind bewaldet, 69,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Der Hinweis im Ortsnamen "am Grabensee" ist teilweise irreführend. Der See liegt nämlich größtenteils im Bundesland Salzburg, genauer hauptsächlich in der Nachbargemeinde Berndorf bei Salzburg. Das einzige öffentliche Strandbad am Grabensee liegt jedoch in der Gemeinde Perwang am nördlichen Ufer und wird von der Gemeinde Perwang betrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 15 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[1]):

  • Baumgarten (12)
  • Edt (11)
  • Elexlochen (34)
  • Endfelden (25)
  • Grub (18)
  • Gumperding (51)
  • Hinterbuch (116)
  • Kirchsteig (6)
  • Oberröd (174)
  • Perwang am Grabensee (394)
  • Reith (8)
  • Rödhausen (59)
  • Rudersberg (95)
  • Stockach (13)
  • Unterröd (19)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Perwang und Rudersberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfbeuern (SL) Feldkirchen bei Mattighofen Kirchberg bei Mattighofen
Nußdorf am Haunsberg (SL) Nachbargemeinden Palting
Berndorf bei Salzburg (SL)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet wurde im 6. Jahrhundert durch die Bajuwaren besiedelt, darauf weisen die Ortsnamen Ober- und Unteröd, Rödhausen und Hinterbuch hin. Die erste urkundliche Erwähnung von Perwang erfolgte als Pirchinuvanth in einer Urkunde von 963. Darin wird beschrieben, dass Perwang im Zuge eines Tausches zwischen dem Grafen Aribo und dem Salzburger Erzbischof Friedrich I. an Salzburg kam, wo es 400 Jahre lang bleiben sollte.

Von 1391 an ist das Salzburger Geschlecht der Noppinger Besitzer des Meierhofes Perwang. Im Jahr 1473 bauen die Brüder Seybot, Chunrad, Georg und Christian von Nopping eine kleine Kirche, die dem hl. Johannes dem Täufer geweiht wird. Daraus entwickelt sich die heutige Pfarrkirche.

Das heutige Gemeindegebiet war lange Zeit geteilt. Der östliche Teil gehörte zu Bayern und kam 1779 im Frieden von Teschen zu Österreich. Im Zuge der Abtretung von Bayern an Österreich besuchte 1779 Kaiser Josef II. das Innviertel und nächtigte am 28. Oktober in Perwang. Der größere westliche Teil war im Besitz des Erzstifts Salzburg und kam erst 1805 zu Österreich.

Im Jahr 1786 wurde Perwang eine eigene Pfarre, 1848 wurde die Gemeinde Palting-Perwang gegründet, wobei der Gemeindesitz regelmäßig wechselte.[2][3]

1958 initiierte Palting eine Volksbefragung, trennte sich von Palting-Perwang und ist seitdem eine eigenständige Gemeinde.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 640 Einwohner. Da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv waren, stieg die Bevölkerungszahl auf 718 im Jahr 2001 und weiter auf 884 im Jahr 2011, um aktuell einen Höchststand von 997 Personen zu erreichen (Stand 2018).[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Perwang am Grabensee

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kameradschaftsbund
  • Sportverein
  • Goldhaubengruppe Perwang
  • Grabenseer Schützen Perwang
  • Österreichische Wasserrettung, OS Grabensee
  • PC Club Perwang
  • Tennisclub Perwang
  • Trachtenmusikkapelle Perwang
  • Landjugend
  • Seniorenbund
  • Jagdmusik
  • Ortsbauern/-bäuerinnen
  • Sparverein
  • Jägerschaft
  • Tourismusverband
  • Perwanger Wirtschaft
  • Imker Palting-Perwang

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 37 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden sechzehn im Haupt- und 21 im Nebenerwerb geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als zwei Drittel der Flächen. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor war die Bauwirtschaft mit 31 Beschäftigten. Im Dienstleistungssektor gab es die meisten Erwerbstätigen in den Bereichen soziale und öffentliche Dienste, freiberufliche Tätigkeiten und Beherbergung und Gastronomie.[6][7][8]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 37 40 24 31
Produktion 8 9 45 62
Dienstleistung 32 10 66 32

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 wohnten 455 Erwerbstätige in Perwang. Davon arbeiteten 79 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[9]

Gemeindeamt Perwang am Grabensee.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt:

Partei 2015[10] 2009[11] 2003[12] 1997[13]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 64,43 9 71,81 10 57,58 8 66,17 9
SPÖ 21,23 2 23,55 3 42,42 5 33,83 4
NEOS 14,34 2 4,63 0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Sulzberger (ÖVP)[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Geteilt; oben in Silber ein rotes Brauschaff mit zwei goldenen Reifen, die Henkel besteckt mit schwarzen Hahnenfedern; unten in Schwarz drei goldene, zwei zu eins gestellte, heraldische, fünfblättrige Rosen mit grünen Kelchblättern und roten Butzen. Die Gemeindefarben sind Weiß-Rot-Gelb.[15]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Wenzl (GR-Beschluss vom 10. Juli 1961)
  • Karl Linecker (GR-Beschluss vom 10. Juli 1961)
  • Franz Xaver Zweimüller (GR-Beschluss vom 11. September 1961)
  • Johann Kreuzeder (GR-Beschluss vom 17. August 1968)
  • Franz Gallnbrunner (GR-Beschluss vom 26. Juni 1969)
  • Heinrich Gleißner (GR-Beschluss vom 26. Juni 1969)
  • Willibald Böhm (GR-Beschluss vom 5. Mai 1971)
  • Josef Ratzenböck (GR-Beschluss vom 30. März 1978)
  • Josef Krenner (GR-Beschluss vom 30. März 1978)
  • Karl Grünner (GR-Beschluss vom 20. März 1986)
  • Johann Winetzhammer (GR-Beschluss vom 20. März 1986)
  • Josef Pühringer (GR-Beschluss vom 3. April 1997)
  • Fritz Hochmair (GR-Beschluss vom 3. April 1997)
  • Ludwig Renzl (GR-Beschluss vom 29. Dezember 1997)
  • Pater Virgil Prasser (GR-Beschluss vom 14. Jänner 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Perwang am Grabensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  2. Perwang, Wissenwertes, Zahlen und Fakten. Gemeinde Perwang, abgerufen am 14. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  3. Stefan Kreuzeder: Chronik der Gemeinde Perwang, Erster Band. Gemeinde Perwang, 1963, S. 2–6, abgerufen am 14. Februar 2021.
  4. Stefan Kreuzeder: Chronik der Gemeinde Perwang, Erster Band. Gemeinde Perwang, 1963, S. 33, abgerufen am 14. Februar 2021.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Perwang, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 6. April 2019.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Perwang am Grabensee , Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Februar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Perwang am Grabensee , Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Februar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Perwang am Grabensee , Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Februar 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Perwang am Grabensee, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Februar 2021.
  10. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 14. Februar 2021.
  11. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 14. Februar 2021.
  12. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 14. Februar 2021.
  13. Gemeinderatswahlergebnis 1997 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 14. Februar 2021.
  14. Gemeinde Perwang, Politik, Bürgermeister. Abgerufen am 6. April 2019.
  15. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 6. April 2019.