Hans-Ulrich Bigler

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Hans-Ulrich Bigler (2014)

Hans-Ulrich Bigler (* 5. April 1958 in Bern; heimatberechtigt in Worb) ist ein Schweizer Verbandsfunktionär und Politiker (FDP). Er ist seit 2008 Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und seit 2015 Nationalrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Ulrich Bigler wuchs in Bern auf. Er studierte Ökonomie (lic. rer. pol. an der Universität Bern) und absolvierte ein Management-Ausbildungsprogramm an der Harvard Business School. Er hat den militärischen Grad eines Obersts im Generalstab a. D. inne.

Bigler war während elf Jahren Direktor des Unternehmerverbandes der Schweizer Druckindustrie Viscom. Nebst der Entwicklung eines Dienstleistungszentrums für die Druckbranche schloss er zweimal die Gesamtarbeitsverträge mit den Mediengewerkschaften ab. Anschliessend war er zwei Jahre Direktor des Unternehmerverbandes der Schweizer Maschinenindustrie Swissmem. Er ist Begründer der Berufsmesse Zürich, die er ehrenamtlich zwischen 2005 und 2008 mit aufbaute. Seit dem 1. Juli 2008 ist Bigler Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands.

2015 wurde Bigler für die FDP Zürich in den Nationalrat gewählt und gehört der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und der Finanzkommission (FK) an. Er ist Mitglied des Beirates des Zukunft Finanzplatz sowie Mitglied der Kommission für Wirtschaftspolitik des seco und des EFTA-Konsultativausschusses.

Bigler ist Vorstandsmitglied des Hauseigentümerverbandes Kanton Zürich. Er präsidiert den Stiftungsrat der Stiftung KMU Schweiz und ist Präsident des Schweizerischen Instituts für Unternehmerschulung (SIU) sowie Stiftungsratspräsident Proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz. Weiter präsidiert er die Schweizerische Kommission für Immobilienfragen, das Schweizer Nuklearforum und er ist Vizepräsident der Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW.

Der Vater von zwei Töchtern und einem Sohn wohnt mit seiner Frau in Affoltern am Albis.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bigler und der Gewerbeverband wurden für ihre Kampagne gegen die Revision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) kritisiert: u. a. wegen des Stils, falscher Behauptungen[1] sowie Komiteemitgliedern, die fälschlich als Gegner der Revision aufgeführt wurden.[2][3][4][5][6][7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philipp Cueni: RTVG: Der Direktor des Gewerbeverbandes überdreht. In: «Edito+Klartext» vom 7. Mai 2015
  2. Marcel Pdermatt, Joël Widmer, Nico Menzato: «Furchtbar!» - «Unsäglich!» - «Ehrverletzend!». Aufstand gegen Biglers Hass-Kampagne. In: SonntagsBlick vom 24. Mai 2015.
  3. Philipp Loser: Mit abgehackten Fingern und dem schielenden de Weck gegen die SRG. In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 19. Mai 2015.
  4. Simon Gemperli: Wie grobschlächtig darf ein Abstimmungskampf sein?. In: Neue Zürcher Zeitung vom 20. Mai 2015.
  5. Philippe Pfister: «Ist das der neue Stil der FDP?» In: SonntagsBlick vom 24. Mai 2015.
  6. Antonio Fumagalli: So schummelt der Gewerbeverband im Abstimmungs-Kampf. In: az Nordwestschweiz/Aargauer Zeitung vom 8. Mai 2015.
  7. Pascal Unternährer: Filippo Leutenegger in der Propagandafalle. In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 22. Mai 2015