Haugschlag

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Haugschlag
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haugschlag
Haugschlag (Österreich)
Haugschlag
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gmünd
Kfz-Kennzeichen: GD
Fläche: 22,65 km²
Koordinaten: 48° 59′ N, 15° 3′ OKoordinaten: 48° 59′ 0″ N, 15° 3′ 0″ O
Höhe: 585 m ü. A.
Einwohner: 487 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 3874
Vorwahl: 02865
Gemeindekennziffer: 3 09 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haugschlag 10
3874 Haugschlag
Website: www.haugschlag.at
Politik
Bürgermeister: Adolf Kainz (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
12
3
12 
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Gemeinde Haugschlag im Bezirk Gmünd
Amaliendorf-AalfangBad GroßpertholzBrand-NagelbergEggernEisgarnGmündGroßdietmannsGroßschönauHaugschlagHeidenreichsteinHirschbachHoheneichKirchberg am WaldeLitschauMoorbad HarbachReingersSchremsSt. MartinUnserfrau-AltweitraWaldensteinWeitraNiederösterreichLage der Gemeinde Haugschlag im Bezirk Gmünd (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Haugschlag (02).jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haugschlag ist eine Gemeinde mit 487 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haugschlag, die nördlichste Gemeinde Österreichs, liegt am Reißbach in der nordwestlichen Ecke des Waldviertels in Niederösterreich, an der Staatsgrenze zu Tschechien. An der Einmündung des Rottaler Baches in den Neumühlbach befindet sich gegenüber der ehemaligen tschechischen Kaserne Peršlák der nördlichste Punkt Österreichs.

Am Stankauer Teich steht an der Grenze im Rottaler Forst ein Meridianstein, der den Schnittpunkt des 15. Längenkreises und 49. Breitenkreises kennzeichnet.

Die Fläche der Gemeinde umfasst 22,65 km², 65,58 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden

  • Griesbach
  • Haugschlag
  • Rottal
  • Türnau

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Griesbach (96)
  • Haugschlag (239)
  • Rottal (70)
  • Türnau (80)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählungen gab es:

  • 2001: 527 Einwohner
  • 1991: 556
  • 1981: 629
  • 1971: 693

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stráž nad Nežárkou (CZ) Nová Bystřice (CZ)
Staňkov u Třeboně (CZ) Nachbargemeinden Reingers
Litschau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 980 sandte Bischof Pilgrim von Passau fränkische Siedler in diese Gegend, die den Boden Stück für Stück urbar machten und besiedelten. Der Rodungsname "-schlag" deutet siedlungsgeschichtlich auf die Entstehung in der hochmittelalterlichen Rodungswelle zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert hin. Urkundlich erscheint der Ort erstmals im Jahre 1369 auf, wo er als „Hawslag“ im Untertanenverzeichnis der Herrschaft Litschau geführt und dort mit 14 Lehen und einer Hofstatt erwähnt wird. 1784 wurde die Pfarre Haugschlag errichtet und die Pfarrkirche Haugschlag 1787 fertiggestellt.

Im Fünften Koalitionskrieg (1089) wurde Haugschlag schwer beschädigt. Im Preußisch-Österreichischen Kriegs (1866) zog das preußischen Heer über das Waldviertel ab und in Haugschlag waren kurzzeitig 600 preußische Soldaten einquartiert.

Nach der Revolution von 1848 konstituierte sich Haugschlag als selbständige politische Gemeinde, war sodann dem Amtsbezirk Litschau zugeteilt und liegt heute im Bezirk Gmünd. Haugschlag wurde später mit der Nachbargemeinde Griesbach vereint.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haugschlag, Kirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haugschlag
  • Die Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung in Haugschlag ist eine josephinische Saalkirche aus 1787 mit einem Taufbecken mit einer barocken Figurengruppe.
  • Ortskapelle Türnau [2]

Tourismus und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Haugschlag befindet sich der „Leading Golfresort Haugschlag“.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nina Proll (* 1974), Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 22, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 53. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 228. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,73 %.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haugschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2018 nach Ortschaften
  2. Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haugschlag
  3. http://noe.gv.at/Politik-Verwaltung/Wahlen/NOe-Gemeinderatswahlen/Gemeinderatswahl2015IT.html