Hauneck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hauneck
Hauneck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hauneck hervorgehoben
Koordinaten: 50° 50′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 248 m ü. NHN
Fläche: 17,75 km²
Einwohner: 3161 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36282
Vorwahl: 06621
Kfz-Kennzeichen: HEF, ROF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 007
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hersfelder Str. 14
36282 Hauneck
Webpräsenz: www.hauneck.de
Bürgermeister: Harald Preßmann (FWG)
Lage der Gemeinde Hauneck im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Thüringen Vogelsbergkreis Landkreis Fulda Schwalm-Eder-Kreis Werra-Meißner-Kreis Alheim Rotenburg an der Fulda Cornberg Nentershausen (Hessen) Bebra Bebra Wildeck Heringen (Werra) Philippsthal (Werra) Friedewald (Hessen) Ludwigsau Neuenstein (Hessen) Hohenroda Schenklengsfeld Schenklengsfeld Hauneck Haunetal Niederaula Kirchheim (Hessen) Breitenbach am Herzberg Ronshausen Bad HersfeldKarte
Über dieses Bild

Hauneck ist eine Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen. Die Stadt Bad Hersfeld liegt nördlich, in unmittelbarer Nähe. In etwa 35 km Entfernung liegt im Süden Fulda und im Westen Alsfeld.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Gemeinde Hauneck

Die Gemeinde erstreckt sich an der Haune entlang. Wenige Kilometer nördlich fließt die Haune in die Fulda

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bodes, Eitra, Fischbach, Oberhaun, Rotensee, Sieglos und Unterhaun.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Hersfeld, Schenklengsfeld, Eiterfeld, Haunetal, Niederaula

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenruine im Bergfriedhof aus dem 10. Jahrhundert

Im Jahre 972 wurde eine Kreuzkapelle das erste Mal urkundlich erwähnt. Sie diente vermutlich als Wallfahrtsort. Das sich hier entwickelnde Dorf wurde 1217 das erste Mal in einer Urkunde des Hersfelder Abtes Ludwig I. an den Vogt Bertho von Buchenau als Cruceberc erwähnt. Die Kreuzkapelle diente in den folgenden Jahrhunderten als Dorfkirche. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort zur Wüstung, bis Ende des 17. Jahrhunderts hier der Ort Unterhaun entstand. Im Jahre 1736 erhielt die Gemeinde eine neue Dorfkirche. In der Folge verfiel in diesem Jahrhundert die Kreuzkapelle auf einer Anhöhe über dem Ort.

Im Mittelalter hatten die Ritter von Buchenau (Buchenaouwe) über lange Zeit das Lehen über das Amt Schildschlag und das Gericht Johannesberg vom Hersfelder Abt inne. Diesen Hersfelder Verwaltungsgebieten gehörten viele der heutigen Ortsteile an. Die Abtei Hersfeld setzte die Buchenauer auch als Vögte ein. Die Vogtei und der Gerichtssitz lag zusammen mit der der Propstei St. Johannes auf dem Johannesberg. Später, unter den hessischen Landgrafen, wurde die Verwaltungsgebiete von der Burg Hauneck aus regiert, woraus sich dann 1971 der Gemeindename abgeleitete.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeindereform am 31. Dezember 1971 entstand die Gemeinde Hauneck durch die Zusammenlegung der Orte Oberhaun, Rotensee, Sieglos und Unterhaun. Am 1. August 1972 kamen die bisher selbständigen Gemeinden Bodes und Fischbach (bis dahin im Landkreis Hünfeld) sowie Eitra hinzu.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1830 1939 1961 1970 1987 2001 2012 2015
Einwohner 1249 2127 2836 2990 3593 3460 3555 3166

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 52,6 10 54,2 10 55,0 13 63,9 15
FWG Freie Wählergemeinschaft 31,3 6 28,0 5 32,7 7 20,8 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 16,1 3 17,7 4 12,4 3 15,3 3
gesamt 100,0 19 100,0 19 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 55,2 56,4 57,5 60,3

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister Harald Preßmann (FWG) wurde am 25. Januar 2004 mit einem Stimmenanteil von 63,0 % gewählt. Bei der Wahl am 27. September 2009 wurde er mit 87,4 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 78,0 % im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Das Wappen zeigt in Silber einen blauen Schrägrechtswellenbalken. Im rechten Obereck 4 und im linken Untereck 3 rote Sterne.“

Der Wellenbalken steht für die Haune, die durch die Gemeinde fließt. Die Sterne symbolisieren die 7 Ortsteile der Gemeinde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauneck liegt direkt an der Bundesautobahn 4 in unmittelbarer Nähe zu Ausfahrt 32 (Bad Hersfeld). Die Bundesstraße 27 führt entlang der Haune durch die Gemeinde. Durch Hauneck verläuft die Bahnstrecke Bebra–Fulda.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hauneck gibt es eine Grundschule, die seit 2001 den Namen Astrid-Lindgren-Schule trägt. Sie befindet sich im Ortsteil Unterhaun.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche in Oberhaun aus dem 14. Jahrhundert
  • alter Friedhof in Unterhaun mit Kapellenruine (von 972) auf dem Crucaberc (Kirchberg)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 397.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien