Hauptstrasse 28

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Hauptstrasse 28 in der Schweiz
Hauptstrasse 28
Karte
Verlauf der H 28
Basisdaten
Betreiber:
weiterer Betreiber: (Liechtensteiner Gebiet)
Gesamtlänge: ca. 138 km
Schweiz: 125 km
Liechtenstein: 13 km

Kanton:

Ausbauzustand: meist doppelspurige, nicht getrennte Fahrbahn

Die Hauptstrasse 28 ist eine Hauptstrasse durch das Fürstentum Liechtenstein und den Schweizer Kanton Graubünden. Sie verbindet das Rheintal über vier Pässe mit dem Südtiroler Etschtal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Strasse von Chur über den St. Luzisteig und Liechtenstein bis zur österreichischen Grenze bei Feldkirch wurde 1786 in Betrieb genommen und gilt als wichtigstes Bündner Strassenbauprojekt des 18. Jahrhunderts.[1]

Von 1842 bis 1860 entstand die Prättigauer Strasse von Landquart bis Davos. Von 1866 bis 1867 entstand eine moderne Kunststrasse über den Flüelapass. Von 1871 bis 1872 wurde auch eine moderne Fahrstrasse über den Ofenpass erbaut.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptstrasse 28 verläuft vom liechtensteinischen Schaan über Vaduz und über den St. Luzisteig-Pass nach Maienfeld in der Bündner Herrschaft, dann an Landquart vorbei. Ab Landquart wird die Hauptstrasse signalisiert. Durch das Prättigau nach Klosters, über den Wolfgangpass nach Davos, über den Flüelapass ins Engadin und weiter durch den Schweizer Nationalpark, über den Ofenpass und durch das Münstertal nach Müstair an der Grenze zum italienischen Südtirol.

Nationalstrasse zwischen Landquart und Klosters-Selfranga

Hauptartikel: Nationalstrasse 28

Besonderes Gewicht kommt dem Abschnitt zu, der von Landquart via Prättigau die Kurorte Klosters und Davos sowie (von Klosters durch den Vereinatunnel) das Unterengadin erschliesst. Die Strecke von Landquart bis zum Verladebahnhof Klosters-Selfranga wurde daher ins Nationalstrassennetz aufgenommen und wird schrittweise zu einer gemischten Nationalstrasse zweiter und dritter Klasse ausgebaut.

Wintersichere Verbindung ins Engadin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Talschaften Engadin, Münstertal, Puschlav und Bergell sind lediglich durch eine einzige ganzjährig offene Strasse über den Julierpass mit dem Rest des Landes verbunden. In den siebziger und achtziger Jahren stand daher zur Debatte, die Flüelastrasse zu einer zweiten wintersicheren Verbindung auszubauen. Schliesslich wurde aber die Alternative eines Eisenbahntunnels mit Autoverlad gewählt. Dementsprechend verlor die Hauptstrasse 28 zwischen Davos und Susch mit der Eröffnung des Vereinatunnels im Jahr 2000 ihre überregionale Erschliessungsfunktion.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauptstrasse 28 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kantonsheft Graubünden