Hoghiz

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Hoghiz
Warmwasser
Héviz
Hoghiz führt kein Wappen
Hoghiz (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Brașov
Koordinaten: 45° 59′ N, 25° 19′ OKoordinaten: 45° 59′ 10″ N, 25° 18′ 35″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 479 m
Fläche: 174,16 km²
Einwohner: 5.025 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 507095
Telefonvorwahl: (+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen: BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Hoghiz, Bogata Olteană, Cuciulata, Dopca, Fântâna, Lupșa
Bürgermeister: Ion Șerban (PSD)
Postanschrift: Str. Făgărașului, nr. 161
loc. Hoghiz, jud. Brașov, RO–507095

Hoghiz [ˈhogis] (deutsch Warmwasser, ungarisch Héviz)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Brașov, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort Hoghiz ist auch unter der deutschen Bezeichnung Warmbrunn[3] und der ungarischen Olthéviz[4] bekannt.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Hoghiz im Kreis Brașov

Die Gemeinde Hoghiz liegt im Südosten des Siebenbürgischen Beckens westlich vom Perșani-Gebirge. Am Fluss Olt (Alt) und der Europastraße 60 befindet sich der Ort Hoghiz sieben Kilometer südlich von der Kleinstadt Rupea (Reps), die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) etwa 60 Kilometer südöstlich entfernt.

Auf dem Areal der Gemeinde befinden sich Mineralwasserquellen und im Südosten der Pădurea-Bogății-Wald (Geisterwald), ein Naturschutzgebiet in Rumänien.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in der Kleinstadt Rupea an der Bahnstrecke Teiuș–Brașov, etwa dreieinhalb Kilometer von Hoghiz entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoghiz wurde erstmals 1235 urkundlich erwähnt und hatte mit der Burg Kalnoky, dem Schloss Haller und Valenta im Mittelalter eine strategische Bedeutung im Westen der Perșani-Berge.[3] Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht jedoch weit mehr zurück. Etwa ein Kilometer im Westen von Hoghiz – von den Einheimischen La Cetate genannt – befinden sich am linken Olt Ufer die Ruinen einer Burg die in der Römerzeit deuten.[5]

Im Königreich Ungarn lag die Gemeinde im Stuhlbezirk Kőhalom (heute Rupea) im Komitat Groß-Kokelburg, anschließend im Kreis Târnava-Mare und ab 1950 im heutigen Kreis Brașov.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1850 wurden auf dem Areal der Gemeinde Hoghiz 3.427 Menschen gezählt. 2.024 waren Rumänen, 1.156 Magyaren, 143 Roma, 61 waren Rumäniendeutsche und 42 bezeichneten sich als Juden. Die höchste Einwohnerzahl der Gemeinde (5.057) und die der Rumänen (3.025) wurde 1992 erreicht; die der Magyaren (1.731) 1977, die der Roma (443) 1956 und die der Rumäniendeutschen 1850. Des Weiteren wurden Ukrainer, Serben und Slowaken registriert.[6] 2011 lebten in der Gemeinde Hoghiz 5.025 Menschen. 3.324 waren Rumänen, 1.344 Magyaren, 185 Roma, vier Rumäniendeutsche und restliche machten keine Angaben zu ihrer Ethnie.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Burg Kalnoky im 13. Jahrhundert errichtet und im 16. erneuert, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Das Schloss Haller im 16. Jahrhundert errichtet und im 19. erneuert, in dem heute die Schule des Ortes sich befindet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Das Schloss Guthman-Valenta 1553 errichtet und im 18. Jahrhundert erneuert, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Die reformierte Kirche,[7] 1749 errichtet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Die ältere rumänisch-Orthodoxe Kirche[8]
  • Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Dopca (Daken) befinden sich die Naturschutzgebiete Cheile Dopca (Schlucht), die Microcanionul în bazalt de la Hoghiz und der Cotul Turzunului-Mäander, eine im Durchmesser neun Kilometer[3] große Flussschlinge des Olt.
  • Im eingemeindeten Dorf Cuciulata (Katscheloden) mehrere Anwesen wie auch die Holzkirche Cuvioasa Paraschiva, stehen unter Denkmalschutz.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoghiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Franz Raffelsberger: Allgemeines geographisch-statistisches Lexikon aller Österreichischen Staaten, Wien 1854.
  3. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  4. Amtlicher deutschsprachiger Name laut rumänischem Regierungsbeschluß 1415 vom 6. Dezember 2002 (Amtsblatt)
  5. a b c d e f Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  6. Volkszählung, letzte Aktualisierung 1. November 2008 (ungarisch; PDF; 521 kB)
  7. Angaben zur Kirche in Hoghiz bei biserici.org abgerufen am 24. April 2016 (rumänisch)
  8. Angaben zur Kirche in Hoghiz bei biserici.org abgerufen am 24. April 2016 (rumänisch)