Johannes Vetter

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Johannes Vetter Leichtathletik

2016-06 Vetter Bislett.jpg
Vetter bei den Bislett Games 2016

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 26. März 1993
Geburtsort DresdenDeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 188 cm
Gewicht 105 kg
Beruf Sportsoldat
Karriere
Disziplin Speerwurf
Bestleistung 94,44 m (11. Juli 2017 in Luzern)
76,03 m (Halle) (1. Februar 2015 in Offenburg)
Verein LG Offenburg, vorm. SV Saar 05 Saarbrücken,
erster Verein: Dresdner SC 1898
Trainer Boris Obergföll
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Team-Europameisterschaft 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften
0Gold0 2017 London 89,89 m
Logo der EAA Team-Europameisterschaft
0Silber0 Tscheboksary 2015 Mannschaft
0Silber0 Tscheboksary 2015 Speerwurf 78,97 m
Deutsche Meisterschaften
0Silber0 Wattenscheid 2015 83,12 m
0Gold0 Erfurt 2017 89,35 m
letzte Änderung: 12. August 2017

Johannes Vetter (* 26. März 1993 in Dresden) ist ein deutscher Leichtathlet, der sich auf den Speerwurf spezialisiert hat. Vetter ist Sportsoldat.[1]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Vetter besuchte das Sportgymnasium Dresden. Im Jahr 2014 wechselte er vom Dresdner SC zu Bundestrainer Boris Obergföll nach Offenburg. Dies bezeichnet er selbst als seinen entscheidenden Karriereschritt.[2] Seitdem warf er regelmäßig über 80 Meter.

2015 erzielte er im Mai eine neue persönliche Bestweite von 85,40 Meter und wurde bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid mit 83,12 Meter Vizemeister. Wenig später belegte er bei den Weltmeisterschaften in Peking mit 83,79 Meter den 7. Platz.

2016 übertraf Vetter mit 84,38 Meter beim Pfingstsportfest in Rehlingen die Norm von 83,00 Meter für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Am 9. Juni 2016 stellte er beim Diamond-League-Meeting in Oslo als Zweiter hinter Thomas Röhler mit 87,11 Meter einen neuen persönlichen Rekord auf, den er am 25. Juni 2016 in Kuortane (Finnland) auf 88,23 Meter steigerte. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro belegte er mit 85,32 Meter den vierten Platz; nur sechs Zentimeter fehlten zur Bronzemedaille. Am 3. September 2016 überbot er mit dem Siegeswurf beim ISTAF Berlin mit 89,57 Meter seinen persönlichen Rekord um 1,34 Meter, womit er auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste und Platz vier der „ewigen“ deutschen Bestenliste rangierte.[3]

Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 gewann Vetter am 9. Juli 2017 mit 89,35 Meter vor Thomas Röhler (85,24 m). Nur zwei Tage später stellte er am 11. Juli 2017 in Luzern mit 94,44 m einen neuen deutschen Rekord auf,[4] den Röhler erst am 5. Mai 2017 verbessert hatte. Außer Jan Železný erzielte kein Speerwerfer mit dem seit 1986 gültigen Speer eine größere Weite. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in London warf er in der Qualifikation eine Weite von 91,20 Meter und verbesserte damit den Qualifikationsrekord bei Weltmeisterschaften von Jan Železný.[5] Im Finale gewann er die Goldmedaille mit im ersten Versuch geworfenen 89,89 Meter.[6]

Er startet für die LG Offenburg, war 2015 beim SV Saar 05 Saarbrücken und davor beim Dresdner SC 1898.

Jahresbestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(bis 2010 700-g-Speer, ab 2011 800-g-Speer)

Jahr Bestleistung
2009 58,10 m
2010 68,73 m
2011 71,60 m
2012 61,39 m
2013 76,58 m
2014 79,75 m
2015 85,40 m
2016 89,57 m
2017 94,44 m

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johannes Vetter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WM 2015 Peking/VR China Team-Broschüre des DLV, S. 63
  2. Speerwurf-Weltmeister Vetter: Giftpfeile nach Dresden shz.de, 13. August 2017.
  3. Deutsche Speerwerfer liefern Show der Extraklasse Leichtathletik.de, 3. September 2016.
  4. Vetter schockt mit deutschem Rekord, FAZ.net, 12. Juli 2017.
  5. Speer-Star Vetter mit Qualifikations-Rekord. ZDF, 10. August 2017, abgerufen am 14. August 2017.
  6. Vetter wird Weltmeister im Speerwurf – Röhler Vierter RP.online, 12. August 2017.