Judenverfolgung in Schleswig-Holstein (1933–1945)

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Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der mehrheitlich christlich getauften deutschen Bevölkerung des Mittelalters litt die jüdisch-gläubige Minderheit über Jahrhunderte unter massiver Verfolgung und Drangsalierung. Im Zeitalter der Aufklärung begann die Integration und Gleichberechtigung der Juden im Rahmen der jüdischen Emanzipation. So galt in Preußen unter Friedrich II. begrenzte Toleranz gegenüber den sog. „Schutzjuden“. Ihrerseits waren die Juden eher geneigt, sich durch Assimilation (z. B. durch christliche Taufe und Namensänderung) an die christliche Umwelt anzupassen (s. hier und im Folgenden Geschichte der Juden in Deutschland). Im Zuge der Napoleonischen Kriege übertrug die Regierung das Prinzip der Emanzipation der Juden, das in Frankreich bereits seit 1791 galt, auch auf die besetzten Gebiete Deutschlands. So wurden zum Beispiel mit dem Preußischen Judenedikt von 1812 die in Preußen lebenden Juden preußische Staatsbürger, allerdings noch mit erheblichen Einschränkungen. Die neuen Verfassungen des Deutschen Bundes von 1849 und 1860 führten eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein und stellten damit die Juden gleich. Die Reichsverfassung von 1871 sollte – zumindest juristisch – endgültig alle deutschen Juden zu gleichberechtigten Bürgern machen.

Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein ist seit 600 Jahren überliefert, was eine Urkunde vom 1. Februar 1424 aus Lauenburg belegt.[1] Die Existenz jüdischer Gemeinden ist erst seit etwa 400 Jahren nachgewiesen.[2] Das Judentum Schleswig-Holsteins war bis zur Emanzipation überwiegend kleinstädtisch.[3] Auch in Schleswig-Holstein gab es im 19. Jahrhundert zunächst eine leichte Verbesserung der Lage der Juden und zwar im Rahmen ihrer Emanzipation durch das Staatsgrundgesetz für Schleswig-Holstein vom 15. September 1848, das allerdings nur bis 1851 gültig war.[4] Diese Emanzipation galt nach weiteren Anläufen in Lübeck (1848/52), Schleswig (1854) und Holstein (1863) mit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 formal als abgeschlossen.

Doch die juristische Gleichstellung fand in der christlichen Bevölkerungsmehrheit nur begrenzte Zustimmung und wurde im Alltag nur zögerlich umgesetzt. Eine wachsende Zahl von Menschen, gerade im Bürgertum, vertrat nicht nur religiös motivierte, anti-jüdische Auffassungen, sondern auch rassistisch-antisemitisches Gedankengut. Tausende Bürger organisierten sich in antisemitischen Organisationen, wie dem – im Bildungsbürgertum und in der Politik einflussreichen – 'Alldeutschen Verband' und später in der NSDAP, um die formale Gleichbehandlung der Juden, bzw. der Nichtarier zu bekämpfen. Kurz: „Im Alltag wurden die Angehörigen der jüdischen Glaubensgemeinschaft ausgegrenzt, beruflich massiv benachteiligt und in ihrem Umfeld isoliert.“.[5] Dies wirkte sich auch auf die Bereitschaft der Juden aus, ins Exil zu gehen.

Während 1925 in Deutschland noch 563.733 Personen oder 0,9 % der Bevölkerung sich zu einer jüdischen Religionsgemeinschaft zugehörig fühlten, ging der Anteil unter dem Einfluss national-sozialistischer Verfolgung bereits bis zur Volkszählung vom 16. Juni 1933 auf 499.682 (0,8 %) zurück. 1939 hatte, trotz der inzwischen erfolgten territorialen NS-Expansion des Deutschen Reiches, die Zahl der Juden im alten Reichsgebiet nochmals drastisch auf 233.973 (0,34 %) abgenommen. Und dies, obwohl seit den Nürnberger Rassegesetzen von 1935 die rassistisch erweiterte NS-Definition des sog. Geltungsjuden den Kreis der behördlich als Juden erfassten Personen erheblich erweiterte und nicht mehr auf das jüdische Glaubensbekenntnis beschränkte (s. Arisierung). Nach der Dt. Minderheiten Volkszählung vom 17. Mai 1939 hatten Juden unter Strafandrohung detailliert auf sog. 'Ergänzungsbögen' anzugeben, ob zu ihren Vorfahren auch noch ein oder zwei jüdische Großelternteile zählten. Aufgrund dessen stufte der NS-Staat diese Personen entsprechend z. B. als 'Volljude' ('Rassejuden') oder 'Halbjude' ein. Die jüdisch Verfolgten, die die Zeichen der Zeit erkannten, versuchten aus Deutschland zu fliehen. So auch die Familie des Kieler Rabbiners Posner. Deren Tochter Rachel machte noch im Dezember 1932, kurz vor der Auswanderung der Familie nach Israel, ein Foto aus dem Fenster ihrer Kieler Wohnung am Sophienblatt 60. Das Foto zeigt den auf dem Fensterbrett stehenden Chanukkaleuchter der Familie Posner vor dem Hintergrund des gegenüberliegenden Gebäudes der NSDAP-Kreisleitung mit Hakenkreuzflagge. Es ging im 21. Jahrhundert um die Welt, als Symbol der der Konfrontation von NS-Regime und der Hoffnung auf das Fortbestehen des Judentums.

Der Chanukka-Leuchter der Kieler Familie Posner
Rachel Posner, 1932
Yad Vashem, Jerusalem

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Der Chanukka-Leuchter der Kieler Familie Posner (Rückseite)
Rachel Posner, 1932

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Schleswig-Holstein war eine abseits der Metropolen gelegenen jüdische „Diaspora in der Diaspora“. Dies lag zunächst an den restriktiven Ansiedlungsbedingungen für Juden und später an der peripheren Lage und der überwiegend landwirtschaftlichen Struktur des Landes.[6] Zu Beginn des Krieges lebten in Schleswig-Holstein 1939 insgesamt 1.742 'jüdisch-stämmige' Menschen, davon 755 sog. 'Volljuden' ('Rassejuden'), 473 'Jüdische Mischlinge 1. Grades' und 514 'Jüdische Mischlinge 2. Grades'. Von den 'Volljuden' galten 575 als 'Glaubensjuden', 136 als Angehörige evangelischer Landes- oder Freikirchen, und 7 als Römisch-katholische Christen[7]. Unter dem erhöhten Verfolgungsdruck wanderten viele Juden aus. Außerdem gab es einen 'Sterbeüberschuß' der überalterten jüdischen Bevölkerung sowie erste Deportationen. So wurden zum Beispiel 17.000 vorrangig männliche erwachsene polnische Juden am 28. und 29. Oktober 1938 in Zügen aus Deutschland nach Polen deportiert.[8] Die Massenabschiebung polnischer Juden aus Schleswig-Holstein scheiterte allerdings zunächst an bürokratischen Pannen. Sie wurde im Frühjahr 1939 jedoch wieder aufgenommen, indem man ihnen drohte, sie in KZ's zu deportieren, wenn sie nicht selbst zeitnah Deutschland verlassen würden. So flohen die meisten Betroffenen nach Polen, Holland, Frankreich und Belgien, wo sie die deutsche Besatzungsmacht nach Kriegsbeginn abermals inhaftierte und in Vernichtungslager deportierte. Die wenigen in Kiel verbliebenen polnischen Juden deportierte die Gestapo zunächst in ein 'Judenhaus' nach Leipzig und von dort aus in Konzentrationslager[9].

In den Großstädten lag der Anteil der Juden relativ höher als auf dem Lande, was nicht nur auf der vergleichsweise höheren Attraktivität des Stadtlebens beruhte, sondern auch die jahrhundertelange behördliche Gängelung der Judenansiedlung widerspiegelte. Berlin wies zum Beispiel einen jüdischen Anteil von 3,8 %, Frankfurt am Main 4,7 %, Breslau 3,2 %, Köln 2,0 %, Hamburg 1,5 %, Hannover 1,1 % und Kiel 0,2 % auf. Generell gab es ein Süd-Nord-Gefälle des Anteils der Juden an der Gesamtbevölkerung Deutschlands[10]. In den beiden Großstädten Schleswig-Holsteins, Lübeck und Kiel, konzentrierten sich dementsprechend 64 % der jüdischen Bevölkerung, die übrigen Juden verteilten sich auf über 123 kleinere Städte und Dörfer[11].

In Schleswig-Holstein wohnten 1933 mit etwa 1.900 Menschen relativ wenig Juden. Sie bildeten nur 0,13 % der schleswig‐holsteinischen Gesamtbevölkerung oder 0,34 % aller Juden des Deutschen Reiches[12]. Innerhalb eines Jahrzehnts verminderte sich der Anteil angesichts zunehmend massiveren Verfolgung weiter. Im November 1942 lebten in Schleswig-Holstein nur noch 59 Juden, und zwar auf 18 Orte verteilt. Über 1.600 waren schon deportiert worden, die meisten von ihnen wurden ermordet. Somit hatte das NS-Regime sein Ziel erreicht, Schleswig-Holstein „judenrein“ zu machen[13]. Nach dem Krieg befanden sich in Schleswig-Holstein nach der Volkszählung vom 29. Oktober 1946 – bedingt durch die Fluchtbewegungen – wieder insgesamt 949 Personen jüdischen Glaubens ('Israeliten'), davon 464 in Vertriebenenlagern (D.P.-Lager)[14]. Auch die Schleswig-Holsteinische Finanzverwaltung beteiligte sich aktiv an der Enteignung und dem Raub jüdischen Vermögens, z. B. durch die Reichsfluchtsteuer, die Judenvermögensabgabe, Arisierung etc. An der Arisierung und dem Vermögen der Deportierten bereichert sich nicht nur der Staat, sondern auch weite Kreise der Bevölkerung. Selbst nach dem Krieg erfolgte oft keine oder nur unzureichende Entschädigung der Opfer.[15]

Judenverfolgung im NS-Regime (1933–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Täter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgesehen von den für den Holocaust verantwortlichen NS-Tätergruppen, die in der folgenden Tabelle aufgelistet werden, nahmen einzelne der weiter unten aufgeführten Personen auch im Rahmen von NS-Tätergruppen an der Massenvernichtung von Juden in den besetzten Gebieten (inklusive der dorthin aus dem Deutschen Reich deportierten Juden), z. B. im Getto von Riga, im sog. Reichskommissariat Ostland sowie im Getto von Minsk in der Ukraine teil. Die folgende (unvollständige) Tabelle listet diese NS-Tätergruppen exemplarisch auf.

Die Tabelle umfasst nur größere und exemplarische kleinere Massenerschießungen.[16] Abkürzungen für Einsatzgruppe = EG, Einsatzkommando = EK, Litauische Aktivistenfront = LAF, Organisation Ukrainischer Nationalisten = OUN, Polizeibataillon = PB, Sonderkommando = SK, Sicherheits- und Ordnungspolizei = OP. (Quelle: wikipedia).

Ort Datum Tätereinheit Opfer
Garsden 24. Juni 1941 EK Tilsit 200 Männer, eine Frau
Białystok 27. Juni 1941 PB 309 2.000 Männer und Frauen
Lemberg 30. Juni bis 2. Juli 1941 OUN 4.000 Männer
Dünaburg 1./2. Juli 1941 EK 1a 1.150 Männer
Riga Anfang Juli 1941 EG A, litauische Hilfspolizei 400
Solotschiw Anfang Juli 1941 SK 4b, OUN, SS-Wikinger 2.000
Ternopol 7. Juli 1941 SK 4b, OUN 800
Luzk 2. Juli 1941 SK 4a 1.160 Männer
Lemberg 2.–6. Juli 1941 EK 5, 6, z. b. V. 2.500 Männer
Kaunas 4.–6. Juli 1941 EK 3 2.977 Männer
Brest 6. Juli 1941 PB 307 4.000 Männer
Białystok 8. Juli 1941 PB 316, 322 3.000 Männer
Mitau 15. Juli 1941 EK 2 1.550
Kaunas 25.–28. Juli 1941 LAF 3.800
Lemberg 29.–31. Juli 1941 OUN 2.000
Pinsk 7./8. August 1941 SS-Kavalleriebrigade 9.000
Kamenez-Podolsk 27.–29. August 1941 PB 320, SS 26.500
Shitomir 19. September 1941 EG C, D 3.145
Kiew, Babyn Jar 29./30. September 1941 SK 4a, PB 45, 314 33.771
Belarus ab Oktober 1941 707. Infanterie-Division 19.000
Dnepropetrowsk 13./14. Oktober 1941 PB 314 11.000
Rowno 5./6. November 1941 EK 5, PB 320 15.000
Riga 30. November, 7./8. Dezember 1941 alle PB, Kommando Arājs 26.000
Simferopol 13.–15. Dezember 1941 EG D, Wehrmacht 12.000
Charkow ab 1. Januar 1942 PB 314 12.000
Minsk 28.–30. Juli 1942 OP 10.000
Luzk 19.–23. August 1942 OP 14.700
Wladimir Wolynsk 1.–3. September 1942 OP 13.500
Brest 15./16. Oktober 1942 OP, PB 310 19.000
Pinsk 28. Oktober 1942 PB 306, 310 18.000

Einzeltäter in Schleswig-Holstein (1933–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Barnekow, Leiter des Judenreferat II B 5 der Kieler Gestapo (1941–1943); einer der Hauptorganisatoren der schleswig-holsteinischen Judendeportationen (ab 1941).
  • Franz von Baselli, 1931 Ortsgruppenleiter von Pinneberg, wurde als Nachfolger von Dr. Adolph Herting in Schleswig mit dem Amt des Bürgermeisters (1934–1936) belohnt. Im Januar 1936 zum Gauamtsleiter für Kommunalpolitik bestellt trug er wesentlich dazu bei, dass nationalsozialistische Verwaltungsgrundsätze entsprechend der 1935 revidierten Gemeindeordnung in allen Kommunen des Landes umgesetzt wurden[17]
  • Heinz Behrens, geboren 7. Juli 1903 in Vegesack bei Bremen. Er trat 1928 in die NSDAP ein und erhielt das goldene Parteiabzeichen. 1940 wurde Behrens Nachfolger von Albert Malzan als Gauwirtschaftsberater in Schleswig-Holstein. Das Amt legte er nieder, als er 1941 zur Energieversorgung Ostland GmbH in Riga wechselte. Während des Krieges war er erst Direktor der Energieversorgung für das Baltikum und später für alle eroberten sowjetischen Ostgebiete. Von März 1943 bis Kriegsende war er Direktor der Abteilung Energiewirtschaft bei der Reichswerke AG für Berg- und Hüttenbetriebe „Hermann Göring“ und arbeitete in Berlin-Halensee. Nach der Inhaftierung 1945 sowie anschließender Internierung und Entnazifizierung arbeitete er in Kooperation mit Dr. Gottfried Cremer in der BAK (Betriebswissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Keramik). Beide hatten bereits während des Krieges in den Hermann-Göring Werken zusammengearbeitet.[18][19]
  • Hans Bernsau, Kreisgeschäftsführer der NSDAP im Kreis Schleswig (1926–1931), ab 1931 Geschäftsführer des NSDAP-Bezirks „Nord-Ost“[20]
  • Heinrich Blum, Schulrat, ab 1925 Kreisleiter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, kommissarischer NSDAP-Bürgermeister in Schleswig 1933 und Angehöriger der 'Alten Garde' der NS-Granden in Schleswig. Kurz nach der Okkupation des Baltikums durch die Wehrmacht beauftragte ihn Gauleiter Hinrich Lohse in der Zivilverwaltung des Reichskommissariats Ostland mit dem Amt eines Oberregierungs- und Schulrats[21]
  • Peter Börnsen, amtierte von Januar 1933 bis 1945 als NSDAP-Kreisleiter in Eckernförde und von 1939–1942 als Vertreter des im Kriegseinsatz befindlichen Schleswiger Kreisleiter Dr. Georg Carstensen. 1932 wurde er in den preuß. Landtag gewählt und gehörte 1933–1945 dem Reichstag an. Nach Kriegsende wurde er 37 Monate interniert und 1949 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Im Revisionsverfahren wurde die Strafe auf drei Jahre abgemildert[22]
  • Paul Carell, (1911–1997), war ein deutscher Diplomat und NS-Journalist. Als Psychologie-Student der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel leitete er den dortigen „Kampfausschusses wider den undeutschen Geist“. Diese „Kampfausschüsse“ agitierten als Speerspitze der Deutschen Studentenschaft gegen „jüdischen Intellektualismus“.[23] Im Zweiten Weltkrieg war Carell Pressechef des Außenministers Joachim von Ribbentrop und SS-Obersturmbannführer. Im Mai 1944 erteilte Schmidt Ratschläge, wie man die Deportation und Ermordung ungarischer Juden rechtfertigen könne, um den Vorwurf eines Massenmords nicht aufkommen zu lassen. Von 1965 bis 1971 ermittelte die Staatsanwaltschaft Verden wegen Mordes gegen Paul Schmidt-Carell. Doch das Ermittlungsverfahren, welches seine Verwicklung in die Ermordung ungarischer Juden klären sollte, wurde ergebnislos eingestellt. Somit musste sich Schmidt-Carell niemals vor einem Gericht für seine Tätigkeit im NS-Staat verantworten.[24]
  • Georg Carstensen, gehörte ebenfalls zur Gruppe der 'Alten Kämpfer'. Nach 1945 hielt das Spruchgericht fest, dass Carstensen aufgrund seiner Zugehörigkeit zum regionalen Führungskorps der NSDAP von allen verbrecherischen Handlungen – so etwa von Hinrichtungen ausländischer Arbeitskräfte im Kreis Schleswig, den in der Folge des 20. Juli 1944 vorgenommenen Verhaftungen in der Stadt Schleswig oder den Transporten von Insassen der Heil- und Pflegeanstalt nach Meseritz und Bernburg – Kenntnis gehabt haben müsse. Ebenso 1933 von einem Vorfall in Leck, bei der ein ortsansässiger Uhrmacher wegen einer angeblichen Verunglimpfung öffentlich mit einem Schild um den Hals und der Aufschrift „Ich bin der größte Lump, ich habe den Reichskanzler Adolf Hitler beleidigt“ durch die Straßen getrieben wurde[25].
  • Carl Coors, ab 1937 NSDAP-Bürgermeister in Friedrichstadt, zielgerichtet wurden hier die Maßnahmen im Rahmen des ersten reichsweiten Boykotts gegen jüdische Geschäftsleute am 1. April 1937 durchgeführt[26]
  • Georg Dahm, Kieler Strafrechtler und Völkerrechtler. Er war neben Friedrich Schaffstein, einer der exponiertesten Vertreter der nationalsozialistischen Strafrechtslehre. 1935–1937 Vorreiter der Judenverfolgung an der Universität Kiel.
  • Thomas Frahm, NSDAP-Ortsgruppenleiter in Schuby, wo er ein wahres „Schreckensregiment“ ausgeübt haben soll[27]
  • Gustav Frenssen, (* 19. Oktober 1863 in Barlt, Dithmarschen; † 11. April 1945 ebenda); deutscher Schriftsteller des völkischen Nationalismus, ab 1932 des Nationalsozialismus. Wegbereiter des NS-Staates; durch öffentliche Parteinahme gegen „Juden und jüdische Künstler“ vor und während der NS-Zeit trug Frenssen eine große Mitschuld an den Verbrechen an den Juden während des Nationalsozialismus.
  • Otto Gestefeld, Kreisdeputierter, stellvertretenden Schleswiger Landrat und Angehöriger der „Alten Kämpfer“ von NSDAP-Mitgliedern im LK Schleswig[28]
  • Hans Gewecke, NSDAP-Kreisleiter Herzogtum Lauenburg, n 1941 und 1945 arbeitete er als Gebietskommissar in der litauischen Großstadt Schaulen (1941–1945)
  • Carl Wilhelm Hahn (Publizist), Publizist, Historiker, Archivrat und Leiter des 'Landessippenamtes' Schleswig-Holstein im NS-Regime
  • Emil Gosch, NSDAP-Ortsgruppen Leiter in Silberstedt[29]
  • Claus-Peter Hans, war zunächst NSDAP-Ortsgruppenleiter in Seeth/Drage und von Juli 1932 bis Mai 1945 Kreisleiter im Kreis Flensburg-Land, in Personalunion von Oktober 1935 bis November 1937 Landrat sowie Kreisdeputierter und zwischen 1933 und 1935 sowie 1941 und 1945 stellvertretender Landrat[30]
  • Ernst Hansen (Kreisbauernführer), zusammen mit weiteren regionalen NSDAP-Größen hatte er u. a. in der Gemeinde Idstedt im Juni 1933 einen Arbeiter misshandelt, dem ein er Schild mit der Aufschrift „Ich bin ein Wucherer und Halsabschneider“ umgehängte und quer durch die Stadt Schleswig trieb[31]
  • Erich Hasse, zählte zum harten Kern der regionalen NSDAP. Als Betriebsdirektor der Kreisschifffahrt eingesetzt wurden mit ihm im Zuge der Kampagne zur Unterbringung der „Alten Garde“ auch G. Knutzen und H. Reincke, beide seit 1930 bzw. 1931 in Schleswiger SA- bzw. SS-Stürmen aktiv, eingestellt[32]
  • Ferdinand Jans, 1933 Kreisbetriebsgemeinschaftsleiter im Deutschen Arbeiterverband des Baugewerbes des Kreises Schleswig. Danach wurde er Kreiswalter der DAF und als solcher von Bürgermeister von Baselli am 27. November 1935 zum ehrenamtlichen Beigeordneten in der Stadt Schleswig berufen[33]
  • Jürgen Jöns (Erfde) gehörte zu den frühen NS-Agitatoren in Schleswig und gehörte bis zu seinem Tod dem Kreistag als zweiter Kreisdeputierter an.[34] Jöns bekleidete ferner beim Amtsgericht in Friedrichstadt das Amt eines Anerbenrichters.[35]
  • Ernst Kolbe, zählte zum Typus des kampferprobten, vor keiner Gewaltanwendung zurückschreckenden Haudegens. Kolbes Skrupellosigkeit wurde besonders deutlich bei den im Zuge der „Machtergreifung“ inszenierten „Schutzhaftmaßnahmen“ politisch Andersdenkender und bei weiteren Verfolgungsaktionen, z. B. in der Gemeinde Börm bei Schleswig. Er gehörte außerdem der SS an und ging mit der Besetzung Dänemarks als Hauptscharführer nach Kopenhagen, wo er als Gestapo-Mitarbeiter tätig war. Er kam im Zuge einer Aktion dänischer Widerstandskämpfer, beim sog. Sturm auf das „Shellhuset“, dem Gestapo-Hauptquartier in Kopenhagen, am 21. März 1945 ums Leben[36]
  • Hans Kolbe, Marineoffizier, Vizeadmiral a. D., kämpfte in den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen im Gefolge des Kapp-Putsches am 13. März 1920 in führender Stellung gegen bewaffnete revolutionäre Arbeitertrupps im Ruhrgebiet. Im Oktober 1936 wurde er Gauamtsleiter des Reichskolonialbundes. 1941 'ehrenhalber' zum Standartenführer des Sicherheitsdienstes der SS ernannt. Zu öffentlichen und widerrechtlichen Hinrichtungen von polnischen Fremdarbeitern in Sieverstedt bei Flensburg und Dollrottfeld 1941 ließ er zwangsweise mehr als 100 Kriegsgefangene aus dem Kreis Schleswig per LKW transportieren. Ebenso hatte Kolbe Kenntnis von einer willkürlichen Exekution polnischer Fremdarbeiter durch die Gestapo bei Kropp im November 1941[37]
  • Hinrich Lohse, Gauleiter in Schleswig-Holstein
  • Joachim Meyer-Quade, zusammen mit Gauleiter Hinrich Lohse, war Meyer-Quade führender Nationalsozialist in Schleswig-Holstein. Als NSDAP-Bezirksleiter war er für den Nordosten Schleswig-Holsteins zuständig, inkl. der Führung der SA-Untergruppe Schleswig im Rang eines SA-Oberführers, später SA-Brigadeführer und Kieler Polizeipräsident[38]
  • Albert Malzahn, geb. 1899, von 1932–1940, Gauwirtschaftsberater in SH und von 1939–1943 Präsident der IHK Kiel; Geschäftsführer, Elmshorn; Vorsitzender der Landesbank der Provinz Schleswig-Holstein. Sein Nachfolger als Gauwirtschaftsleiter war Heinz Behrens. Dieser legte seine Funktion als Gauwirtschaftsberater in Schleswig-Holstein nieder, als er beruflich zur Energieversorgung Ostland GmbH in Riga wechselte[39]
  • Joachim Meyer-Quade, Mitbegründer der Schleswiger SA. Über seine Tätigkeit für die Partei im Kreis Schleswig gelang ihm der Karrieresprung, der ihn in hohe Ämter innerhalb der NS-Hierarchie führen sollte. 1932 Bezirksleitung für den NSDAP-„Bezirk Nord-Ost“, mit den Gebieten Flensburg, Schleswig und Eckernförde. In dieser Funktion beteiligte er sich an dem von SA-Männern des Sturms IV/86 arrangierten Sturm auf das Eckernförder Gewerkschaftshaus am 10. Juli 1932, bei dem zwei sozialdemokratische Landarbeiter erstochen wurden. Am 12. Mai 1933 in den Kreistag gewählt, wurde er zum Landrat des Kreises Schleswig ernannt. Am 1. Februar 1934 zum Brigadeführer der SA-Gruppe Nordmark befördert, ernannte ihn Gauleiter Lohse im Oktober 1934 zum Kieler Polizeipräsidenten. Im selben Jahr wurde er zudem Beisitzer im Volksgerichtshof. 1938 wurde er zum SA-Obergruppenführer in der Nordmark. Als solcher gab er in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 von München aus, den Befehl zur Plünderung und Zerstörung der Synagogen in Schleswig-Holstein und zur Verhaftung der jüdischen Bevölkerung. Bei Kriegsausbruch verließ er Schleswig-Holstein, meldete sich freiwillig zum Militärdienst und fiel als Oberleutnant im Infanterie-Regiment 6 am 10. September 1939 bei Piatek. Sein Grab wurde zur „Pilgerstätte“ seiner alten Schleswiger Gefolgsleute[40]
  • Hinrich Möller (SS-Mitglied) - In der Reichspogromnacht war Möller einer der Hauptakteure der gegen „Juden“ in Schleswig-Holstein verübten Verbrechen.[41][42][43]
  • Ernst Paulsen, Dr., NSDAP-Ortsgruppenleiter der ersten Stunde in Schleswig, ab 1. März 1925[44]
  • Max Plaut (Jurist, 1901), Jurist, Ökonom und jüdischer Verbandsfunktionär. Ab 1939 Leiter deren Bezirksstelle Nordwestdeutschland der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. In dieser Funktion war er auch für die Belange der Juden in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zuständig.
  • Ernst Ramcke, ab 1928 Mitglied der SA, in der er, zum Obersturmführer befördert, den Schleswiger Sturm 23/86 leitete. Ramcke agierte zudem als Kreisredner der Partei und Kreisberufswalter der DAF und zählte, geehrt mit dem goldenen Parteiabzeichen, zur „Alten Garde“. Gemeinsam mit Bruno Steen zählte er im Übrigen zum Umfeld der Denunzianten, die seit Mai 1933 systematisch an Entlassungen aus politischen Gründen in der Stadtverwaltung mitwirkten[45]
  • Ernst Graf zu Reventlow, (1869–1943) kandidierte bereits 1907 und 1912 für die antisemitische „Deutsch-Soziale Reformpartei“ im Wahlkreis Flensburg-Apenrade erfolglos für den Reichstag. Nach 1918 engagierte er sich in rechtsextremen Gruppierungen, ehe er 1927 der NSDAP beitrat, die er bis zu seinem Tod im Reichstag vertrat[46]
  • Hermann Riecken, NSDAP-Mitglied der ersten Stunde, Bürgermeister von Heikendorf (1933–1939), ab 1939 Kreisvorsitzender von Flensburg Stadt, und ab 1941 NS-Gebietskommissar im estländischen Kreis Pärnu (deutsch, Pärnau) sowie im lettischen Dünaburg (lettisch Daugavpils) (1942–1944).
  • Kurt Stawizki, ab 1919, Freikorps Stein (bei Kiel), in Schleswig-Holstein; ab 1933, Gestapo, Hamburg. Ab Mitte Oktober 1940 Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (KdS) in Krakau (Polen) tätig. Ab Juli 1941 Leiter der Gestapo in Lemberg (Ukraine).
  • Roland Siegel, Dr., 1933 kommissarischen Landrat, Schleswig, im Dezember 1932 als höherer Verwaltungsbeamter zur politischen Abteilung des Berliner Polizeipräsidenten versetzt, nach dem 30. Januar 1933 als Personaldezernent in eine Schlüsselposition wirkte er als enger Mitarbeiter des nationalsozialistischen Polizeipräsidenten Konteradmiral a. D. von Levetzow bei der politischen Säuberung des Beamtenapparates maßgeblich mit. Anfang Mai erfolgte eine Beförderung ins preußische Innenministerium. Am 1. Oktober 1933 wurde er zum Regierungsrat ernannt.
  • Bruno Steen, Ortsgruppenleiter in Schleswig, berüchtigt wegen seines Vorgehens gegen die jüdischstämmigen Brüder Max und Bernhard Weinberg in Schleswig, die er öffentlich als 'Judenbengel' beschimpfte. Die Familie Weinberg verlor am 3. April 1934 in Schleswig die deutsche Staatsbürgerschaft, erhielt diese nach erfolgreichem Widerspruch jedoch am 17. September 1935 ohne jegliche Begründung wieder zurück. Max Bernhard und Bernhard Weinberg überlebten als „Halbjuden“ den Krieg[47]
  • Erich Straub, Dr. med., erster NSDAP-Stadtverordneter in Schleswig. 1930 wurde er Leiter der Gauabteilung für Volksgesundheit und Rassenfürsorge der NSDAP. Im November 1933 zum Landesrat befördert wurde er u. a. mit der Leitung der Fürsorgeerziehung betraut. Zwischen Februar 1941 und März 1943 wirkte er zudem als Gutachter im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie-Programms“. Er gehörte zur NSDAP-Clique der 'Alten Kämpfer' in Schleswig[48]
  • Jürgen Tams, Landwirt in Groß-Rheide. Ab April 1929 NSDAP-Ortsgruppenleiter, ab 1. Februar 1931 Sturmführer eines zunächst 30 Mitglieder umfassenden SA-Sturms, der Ende 1932 auf über 300 Mitglieder angewachsen war. 1930 übernahm er das Amt eines landwirtschaftlichen Bezirksberaters für die Partei[49]
  • Albert Zerrahn, Fischermeister und Gastwirt, NSDAP-Ortsgruppe Tolk seit 1925 und Angehöriger der „Alten Garde“. Zerrahns „Waldlust“ galt als „Keimzelle der Bewegung“ im Landkreis Schleswig. 1933 wurde er trotz öffentlicher Proteste zudem Amtsvorsteher des Amtes Nübel. Albert und sein Sohn Wilhelm Zerrahn waren eng mit Hinrich Lohse befreundet.
  • Wilhelm Zerrahn, 1931 Eintritt in die SS, in der er zielgerichtet Karriere machte. 1934 wurde er zunächst SS-Oberscharführer in Flensburg. Bis 1937 amtierte er als SS-Brigadeführer in der 50. SS-Stabsabteilung und seit November 1937 im SS-Stab. Im Dezember 1940 erfolgte die Berufung zum SS-Gruppenführer. Im April 1941 zum SD-Gruppenführer befördert, stieg er kurze Zeit später zum Obergruppenführer im Reichssicherheitshauptamt auf[50]

Täter, die nach 1945 in Schleswig-Holstein wirkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denunzianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oft gerieten verfolgte Juden erst durch Denunziation in das Visier der Gestapo. Im Familienzusammenhang waren Männer mit Abstand die häufigsten Denunziationsopfer. Sie wurden am häufigsten durch Frauen denunziert, nicht zuletzt aus der eigenen Familie. Im Bereich des Sondergerichts Kiel kamen 12 % aller Anzeigen aus der eigenen Familie. Sie wurden zu 92 % von Frauen erstattet. Die meisten dieser sogenannten „Judasfrauen“ wurden nach dem Krieg nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern lebten unbehelligt weiter.[53][54][55][56]

Die Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stolperstein zum Gedenken an Hedwig Lunczer, geb. Wolff, geb. 1858, gestorben am 17. Juli 1942 in Heikendorf

Für eine Namensliste von verfolgten Juden in Schleswig-Holstein in der Zeit von 1933–1945 s. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945

Einzelschicksale verfolgter Juden in Schleswig-Holstein
  • Heinz Salomon, SPD-Politiker; wurde im letzten Transport mit Juden aus Schleswig-Holstein am 14. Februar 1945 ins Konzentrationslager Theresienstadt gebracht und kehrte von dort schwerkrank als erster Jude nach dem Zweiten Weltkrieg in die Stadt Kiel zurück.
  • Schicksal der Familie des Malermeisters Nathan Israel Cohn (geb. 18. Mai 1862; gest. 13. März 1942), zuletzt wohnhaft in der Schützenstraße Nr. 6, Heikendorf: Seine Frau Hanna Cohn (geb. Lunczer; geb. 21. August 1855, gest. 27. April 1941) starb in der Nervenheilanstalt Neustadt (heute: AMEOS Klinikum Neustadt) im April 1941 „an Altersschwäche“ und ihre Schwester, Hedwig Lunczer, nahm sich am 17. Juni 1942 an ihrem letzten Wohnort in Heikendorf das Leben, nachdem sie am 14. Juni 1942 ihren Deportationsbefehl erhalten hatte. Malermeister Cohn selbst soll nach offizieller Version am 13. März 1942 an „Blasenkrebs und Verjauchung der Blase“ gestorben sein.[57] Am 23. Februar 2024 verlegte Gunter Demnig vor dem Haus in der Schützenstr Nr. 5, in dem Hedwig Lunczer zuletzt gewohnt hatte, einen Stolperstein.[58]
  • Arthur Bernhard Posner, letzter Kieler Rabbiner vor der Schoah. Seine Tochter Rachel Posner fotografierte im Dezember 1932 aus ihrer Kieler Wohnung im Haus Sophienblatt 60 den auf dem Fensterbrett stehenden Chanukkaleuchter der Familie Posner vor dem Hintergrund der mit einer Hakenkreuzfahne beflaggten gegenüberliegenden Kieler NSDAP-Kreisleitung, ein Foto, das um die Welt ging.
  • Genossenschaftler und KPD-Mitglieder in SH, s.[59]
  • Zeugen Jehovas in SH; s.[60]

Erinnerungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synagogen in Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige jüdische Schule und Synagoge in Rendsburg, heute Jüdisches Museum, RD

Während der Novemberpogrome 1938 in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 – auch Reichspogromnacht oder zynisch (Reichs-)Kristallnacht genannt – wurden vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland verübt und über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört, davon mindestens vier in Schleswig-Holstein. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.

Liste alter Synagogen in Schleswig-Holstein

  1. Synagoge (Ahrensburg), beim Novemberpogrom 1938 zerstört
  2. Synagoge Elmshorn, beim Novemberpogrom 1938 zerstört
  3. Synagoge Goethestraße Kiel, beim Novemberpogrom 1938 zerstört
  4. Synagoge (Lübeck), beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung zerstört
  5. Synagoge (Rendsburg), beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung zerstört
  6. Synagoge (Bad Segeberg), während Reichspogromnacht verwüstet, 2004 wurde ein neues Gemeindezentrum eingeweiht

Jüdische Friedhöfe in SH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schändung jüdischer Friedhöfe mit Parolen wie „Juden raus“, „Judensau“, „Heil Hitler“, „Wir machen die 7 Millionen voll“ oder mit SS-Runen und Hakenkreuzen intensivierte sich in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach Schätzung des Historikers Julius H. Schoeps wurden in dieser Zeit 80 bis 90 Prozent der damals etwa 1.700 jüdischen Ruhestätten im Deutschen Reich geschändet.[61] Statistische Angaben, wie viele Friedhöfe auch in Schleswig-Holstein davon betroffen waren, liegen nicht vor (s. Einzelberichte zur Geschichte der Friedhöfe unten). Jüdische Friedhöfe wurden auf verschiedene Weise geschändet, zunächst durch direkte Schädigungen, die seit 1938 gehäuft vorkamen. Ab 1942 aber auch durch Aktionen in Rahmen der „Reichsmetallspende“, die einen Vorwand bot, Gitter und andere metallene Objekte von jüdischen Friedhöfen zu entfernen. SA-Männer und Hitlerjugend nutzten die Gelegenheit, dabei auch steinerne Grabmale zu zertrümmern.[61][62] Das „Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschland“ ließ die Verstorbenen exhumieren, um „Schädel- und sonstige Knochenmessungen“ durchzuführen.[63] Mit der Friedhofsschändung wollen die Täter die religiös begründete Dauerhaftigkeit der Grabstätten und die Erinnerung an jüdisches Leben zerstören, dessen symbolische Präsenz tilgen und sowohl die Würde der Verstorbenen als auch diejenige von deren Angehörigen verletzen.[64] Für gläubige Juden ist die Grabschändung besonders schwerwiegend, weil das Grab auf einem jüdischen Friedhof (hebräisch בית קברות Bet ḳvarot „Gräberhaus“ oder hebräisch בית-עלמין Bet-ʿalmin „Ewigkeitenhaus“) für die Ewigkeit gedacht ist. Dies entspricht einem der fundamentalsten Grundsätze der jüdischen Halacha. Die Erdbestattung ist vorgeschrieben und dauerhafte Totenruhe gilt als verbindlich. Anders als im Christentum darf eine Grabstätte nicht neu belegt werden. Eine Exhumierung oder Verlegung eines Grabes ist – von ganz besonderen Umständen abgesehen – nicht zulässig. Eine Störung der Totenruhe bewirkt in der jüdischen Gemeinschaft eine tiefe seelische Betroffenheit und verstärkt teilweise bei Angehörigen eine anhaltende Trauerstörung. Ein Grabstein (hebräisch מצבה Mazewa) symbolisiert die Verpflichtung, Verstorbene nicht zu vergessen. Mit dem Wiederaufleben des Antisemitismus in Deutschland wurden seit Kriegsende abermals über 2.000 jüdische Friedhöfe geschändet. „Die Zerstörung jüdischer Friedhöfe ist kein Ausdruck des Antisemitismus, sie ist er selbst“, kommentierte Theodor W. Adorno die zunehmenden Schändungen jüdischer Friedhöfe bereits in den 1950er Jahren.[65]

Liste jüdischer Friedhöfe in Schleswig-Holstein

„Judenhäuser“ in Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiel, Kleiner Kuhberg, 1938–1941

Judenhäuser“ waren größere Wohnhäuser aus (ehemals) jüdischem Eigentum, die der NS-Staat ab 1939 als Ghetto-Häuser umfunktionierte. Hier quartierte die Gestapo die – gemäß den Nürnberger Rassegesetzen von 1935 als „jüdisch-stämmig“ deklarierten – Menschen zwangsweise ein. Die Gebäude waren außen deutlich als sog. „Judenhäuser“ gekennzeichnet und unterlagen der Bewachung der Gestapo. In Kiel konzentrierten sich die Juden im Gängeviertel, insbesondere am Kleinen Kuhberg, wo nach dem Ersten Weltkrieg zugewanderte orthodoxe Juden aus Osteuropa ihre zweite Heimat fanden.[66] Sie verdienten ihren Lebensunterhalt vornehmlich als Hausierer und Kleinhändler.[67] Am Kleinen Kuhberg existierten auch zwei von den Nazis zugewiesene sog. „Judenhäuser“: am Kleinen Kuhberg 25, Ecke Feuergang 2,[68] und in der Flämischen Straße 22a. Das Haus am Kleinen Kuhberg 25 war 1916 durch den jüdischen Händler Alter Weber erworben worden. Nachdem dieser 1939 inhaftiert worden war, hatte die Stadt Kiel es zu einem „Judenhaus“ umfunktioniert. Es lag in der „Arme-Leute-Gegend“ Kiels, am heutigen Ziegelteich, und die Räume verfügten weder über eine Wasserleitung noch über einen Abfluss.[69] Am 6. Dezember 1941 wurden die ersten 977 Juden aus dem Raum Hamburg, Lüneburg und Schleswig-Holstein in einem Sammeltransport in das Sammellager 'Jungfernhof' nahe Riga deportiert, darunter mehr als 40 aus Kiel und Umgebung sowie 86 Lübecker Juden. Ein zweiter Sammeltransport mit insgesamt 801 Juden aus der gleichen Region führte am 19. Juli 1942 direkt in das KZ Theresienstadt. Die letzten 'jüdisch-stämmigen' Bewohner dieser Häuser in Schleswig-Holstein wurden Mitte 1943 deportiert. Die meisten Deportierten, welche die Ghettos von Riga und Minsk überlebten, starben später in anderen Vernichtungslagern (siehe auch: Judenhäuser in der Stadt Braunschweig). Insgesamt wurden ca. 240 Kieler Juden Opfer der NS-Verfolgung.[66]

KZ-Außenlager in Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KZ-Außenlager Kaltenkirchen, Außenlager des KZ Neuengamme
  2. KZ-Außenlager Kiel, temporäres Außenlager des KZ Neuengamme
  3. KZ-Außenlager Husum-Schwesing, im Schwesinger Ortsteil Engelsburg, nordöstlich von Husum; Außenlager von Neuengamme
  4. KZ Ahrensbök, 1933–34, ein frühes („wildes“) Konzentrationslager für NS-Gegner – größtenteils Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter
  5. KZ Kuhlen, frühes („wildes“), in Kuhlen bei Rickling in Schleswig-Holstein, 18. Juli 1933 bis 27. Oktober 1933. Inhaftierte waren überwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten.
  6. KZ Eutin, ein frühes („wildes“) Konzentrationslager, Juli 1933 bis Mai 1934, überwiegend für Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter und andere dem NS-Regime Missliebige.
  7. KZ-Außenlager Ladelund, im Nov. 1944 ca. 20 km nordöstlich von Niebüll an der deutsch-dänischen Grenze gelegen, als Außenlager des KZ-Neuengamme im Zusammenhang mit dem Bau des so genannten Friesenwalls errichtet.
  8. KZ-Außenkommando Neustadt in Holstein, externe Arbeitseinsätze des KZ Neuengamme; 15 KZ-Häftlingen, die von Dezember 1944 bis 1. Mai 1945 in Neustadt für Bauarbeiten eingesetzt wurden.
  9. KZ-Fürstengrube-Todesmarsch, auch als Todesmarsch von Auschwitz nach Holstein bezeichnet, war ein Todesmarsch von KZ-Häftlingen im Rahmen der Evakuierung des Konzentrationslagers Fürstengrube in Oberschlesien (einem Nebenlager des KZ Auschwitz) sowie weiteren KZ-Häftlingen. Fehlende Ernährung, Krankheiten, Erschöpfung, Misshandlungen und Morde forderten auf diesem Todesmarsch von Januar bis Mai 1945 mit mehreren Zwischenstationen zahlreiche Opfer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Goldenstein: "Kleine Sensation": 600 Jahre jüdisches Leben in Schleswig-Holstein bei ndr.de vom 29. Januar 2024
  2. Betzholz, Dennis (2021): |1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - 'Schleswig-Holstein tut viel, genug kann es vermutlich nie sein', Kieler Nachrichten, KN-online, 4 November 2021 (Titel der Printausgabe lautet: 'Mahnende Wort in der Synagoge - 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Ministerpräsident eröffnet Festjahr mit 130 Veranstaltungen')
  3. Juden in Schleswig-Holstein. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, http://www.geschichte-s-h.de/juden-in-schleswig-holstein/
  4. Hier und im Folgenden: Rainer Hering: Judenverfolgung als Thema der Landesgeschichte. In: Landeszentrale für Politische Bildung: Zum Gedenken - 6.12.2011 - 70. Jahrestag der Deportation der Juden aus Schleswig-Holstein. Hintergrund. Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, Kiel 2011, S. 10–21
  5. Rainer Hering: Judenverfolgung als Thema der Landesgeschichte. In: Landeszentrale für Politische Bildung: Zum Gedenken - 6.12.2011 - 70. Jahrestag der Deportation der Juden aus Schleswig-Holstein. Hintergrund. Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, Kiel 2011, S. 10–21
  6. Ulf Christen: Ämter als Handlanger der Nazis - eine Studie soll die Rolle der Finanzbehörden bei der Ausplünderung der jüdischen Vevölerung beleuchten. Kieler Nachrichten, 23. Oktober 2023
  7. Jüdische Bevölkerung in Deutschland am 17.5.1939. Statistik des Deutschen Reichs, Band 552,4, Berlin 1944. 'Die Juden und jüdische Mischlinge im Deutschen Reich und in den Reichsteilen nach der Abstammung und der Religionszugehörigkeit', Deutsches Reich, Übersicht 1a, S. 4/6.'
  8. Die jüdische Bevölkerung im Deutschen Reich 1933–1945, ibid.
  9. Goldberg, Bettina (2016): Juden in Schleswig-Holstein - Ein historischer Überblick. In: Hering, Rainer (Hrsg.): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg: Veröffentlichungen des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Band 109, S. 45
  10. Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Das Bundesarchiv, Koblenz
  11. Goldberg, Bettina (2016), S. 29
  12. Goldberg, Bettina (2016), S. 29
  13. Jüdisches Leben Schleswig-Holstein nach 1945. das virtuelle Museum, vimuinfo, Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History, Schleswig
  14. Jüdische Bevölkerung in Deutschland am 29.10.1946. [Volks- und Berufszählung vom 29. Oktober 1946 in den vier Besatzungszonen und Groß-Berlin, Volkszählung Tabellenteil, Berlin-München 1949. Tabl. VI. Die Bevölkerung nach der Religionszugehörigkeit, (a) Deutschland, Besatzungszonen, Länder und Gebietskörperschaft Groß-Berlin, S. 100–101].
  15. Ulf Christen: Ämter als Handlanger der Nazis - eine Studie soll die Rolle der Finanzbehörden bei der Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung beleuchten. Kieler Nachrichten, 23. Oktober 2023
  16. zusammengetragen aus Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945. Darmstadt 2003, S. 73 und 96; Peter Longerich: Holocaust: The Nazi Persecution and Murder of the Jews. 2010, S. 196–198.
  17. Schartl, Matthias (2003): Eine Clique 'Alter Kämpfer' - Aufstieg und Fall regionaler NSDAP-Eliten in Stadt und Landkreis Schleswig. In: Demokratische Geschichte (DG), Band 15 (2003), S. 161–221, Malente: Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., S. 195
  18. Reichswerke Hermann Göring
  19. Internierungslager: Zeitzeugen - Heinz Behrens. MOOSBURG-Online, [1], accessed: 7 September 2022
  20. Schartl, Matthias (2003): 167
  21. Schartl, Matthias (2003): 173, 183–1985
  22. Schartl, Matthias (2003): 167
  23. Wigbert Benz: Paul Carell. Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt vor und nach 1945. wvb, Berlin 2005, ISBN 3-86573-068-X, S. 13.
  24. Vgl. Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Verden gegen Dr. Paul Karl Schmidt u. a. wegen Mordes. Akte 412 AR-Nr. 1082 / 1965; Bundesarchiv, Außenstelle Ludwigsburg, neue Signatur (seit November 2003): B 162 AR 650 1082; belegt bei Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 88 ff
  25. Schartl, Matthias (2003): 222
  26. Schartl, Matthias (2003): 175
  27. Schartl, Matthias (2003): 170
  28. Schartl, Matthias (2003): Eine Clique 'Alter Kämpfer' - Aufstieg und Fall regionaler NSDAP-Eliten in Stadt und Landkreis Schleswig. In: Demokratische Geschichte (DG), Band 15 (2003), S. 162, 201. Malente: Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V.
  29. Schartl, Matthias (2003): 170
  30. Schartl, Matthias (2003): 166
  31. Schartl, Matthias (2003): 207
  32. Schartl, Matthias (2003): 204
  33. Schartl, Matthias (2003): 189
  34. Schartl, Matthias (2003): 166
  35. Schleswiger Nachrichten (1934): Die alte Garde von Erfde: Mitglieder unter 100 000. Schleswiger Nachrichten, 20. Februar 1934, ohne Autor, free online access by rudiritter.de [2], accessed: 7 September 2022
  36. Schartl, Matthias (2003): 205
  37. Schartl, Matthias (2003): 219–220
  38. Schartl, Matthias (2003): Eine Clique 'Alter Kämpfer' - Aufstieg und Fall regionaler NSDAP-Eliten in Stadt und Landkreis Schleswig. In: Demokratische Geschichte (DG), Band 15 (2003), S. 162, Malente: Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V.
  39. Ralf Stremmel (2021): Die Gauwirtschaftsberater der NSDAP - The Gau Economic Advisers (Gauwirtschaftsberater) of the NSDAP. Jahrb f. Wirtschaftsg. 2021; 62(1): 213–25 (online available [3], free download, accessed: 7 September 2022)
  40. Schartl, Matthias (2003): 181–182
  41. Vgl. hierzu: Gerhard Paul, Miriam Gillis-Carlebach: Menora und Hakenkreuz. Neumünster 1998.
  42. Bettina Goldberg: Abseits der Metropolen: die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein. Wachholtz, Neumünster 2011, ISBN 978-3-529-06111-0, S. 445.
  43. Vgl. hierzu: Irene Dittrich: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten von Widerstand und Verfolgung. S. 115/116.
  44. Schartl, Matthias (2003): 178
  45. Schartl, Matthias (2003): 194
  46. Schartl, Matthias (2003): Eine Clique 'Alter Kämpfer' - Aufstieg und Fall regionaler NSDAP-Eliten in Stadt und Landkreis Schleswig. In: Demokratische Geschichte (DG), Band 15 (2003), S. 163, Malente: Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V.
  47. Schartl, Matthias (2003): 193
  48. Schartl, Matthias (2003): 162, 178
  49. Schartl, Matthias (2003): 170
  50. Schartl, Matthias (2003): 169, 197
  51. Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 167.
  52. Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 72–75; Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 322–326.
  53. Helga Schubert, Judasfrauen. München: Dtv Verlagsgesellschaft, TB, 2021,176 S., ISBN 978-3-423-14821-4
  54. Jan Ruckenbiel, Soziale Kontrolle im NS-Regime - Protest, Denunziation und Verfolgung Zur Praxis alltäglicher Unterdrückung im Wechselspiel von Bevölkerung und Gestapo, Dissertation Universität – Gesamthochschule Siegen 2001, Köln: 2003, S. 125–126
  55. Sigrid Weigel, »Judasfrauen«. Sexualbilder im Opfer-Täter-Diskurs über den Nationalsozialismus. Zu Helga Schuberts Fallgeschichten., Feministische Studien, Band 10, Heft 1, S. 121–131.
  56. Cynthia Apel, Helga Schubert's Judasfrauen: The Use of Narrative in Documentary Literature., Focus on Literatur, vol. 02, No. 02 (Fall 1995), pp. 139–147
  57. Nadine Schättler: Gedenkstein erinnert an Nazi-Opfer. In: Kieler Nachrichten, 10. November 2019.
  58. Nadine Schättler: Stolperstein macht Tragödie sichtbar. In: Kieler Nachrichten, 3. Februar 2024.
  59. Elke Imberger: Widerstand „von unten“: Widerstand und Dissens aus den Reihen der Arbeiterbewegung und der Zeugen Jehovas in Lübeck und Schleswig-Holstein 1933–1945. S. 87.
  60. Elke Imberger: Widerstand „von unten“: Widerstand und Dissens aus den Reihen der Arbeiterbewegung und der Zeugen Jehovas in Lübeck und Schleswig-Holstein 1933–1945. S. 87.
  61. a b Julius H. Schoeps: Ein Stein aufs Grab. Die Zerstörung und Schändung jüdischer Friedhöfe in Deutschland. In: Die Zeit. Nr. 46/1984, 9. November 1984 (zeit.de).
  62. Andreas Wirsching: Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933–1957. 2002, S. 19.
  63. Zitiert nach: Andreas Wirsching: Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933–1957. 2002, S. 23.
  64. Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus : Antisemitismus in Deutschland – Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze. Unterrichtung durch die Bundesregierung. Drucksache 17/7700. Deutscher Bundestag, 10. November 2011, S. 36 ff. (bundestag.de [PDF]).
  65. Hans-Uwe Otto, Roland Merten: Rechtsradikale Gewalt im vereinigten Deutschland: Jugend im gesellschaftlichen Umbruch. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-97285-9, S. 82 (google.com).
  66. a b Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum (2020): Gemeinde Kiel (Schleswig-Holstein)
  67. Gängeviertel
  68. Bettina Goldberg: Kleiner Kuhberg 25 – Feuergang 2. - Die Verfolgung und Deportation der schleswig-holsteinischen Juden im Spiegel der Geschichte zweier Häuser. 2002
  69. Stolpersteine in Kiel