Kawasaki W 800

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Kawasaki
W800 windshield.jpg
W 800 mit optionaler Cockpitverkleidung
W 800
Hersteller: Kawasaki Heavy Industries
Produktionszeitraum 2011 bis 2016
Klasse Motorrad
Bauart Naked Bike
Motordaten
Luftgekühlter Parallel-Twin, Saugrohreinspritzung, obenliegende Nockenwelle mit Königswelle
Hubraum (cm³) 773
Leistung (kW/PS) 35 / 48 bei 6500/min
Drehmoment (N m) 60 bei 2500/min
Höchst­geschwindigkeit (km/h) 170
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kettenantrieb
Bremsen vorne: Scheibenbremse
hinten: Trommelbremse
(seit 2019 ABS und Scheibenbremse hinten)
Radstand (mm) 1465
Maße (L × B × H, mm): 2190 × 790 × 1075
Sitzhöhe (cm) 79
Leergewicht (kg) 217 (aufgetankt ohne Fahrer)
Vorgängermodell Kawasaki W650

Die Kawasaki W 800 ist ein unverkleidetes Retro-Motorrad des japanischen Herstellers Kawasaki, das 2011 als Nachfolgemodell der W 650 auf den Markt kam. Das Naked Bike ist auch mit verschiedenen Cockpitverkleidungen erhältlich. Das Motorrad wird in Nord- und Südamerika sowie in Afrika nicht vertrieben. Der Verkauf in Europa endete 2016 vorläufig, da der luftgekühlte Motor die ab 2017 geltende Abgasnorm nicht erfüllte[1] und das ebenfalls ab 2017 erforderliche ABS nicht vorhanden war[2]. Seit 2019 ist die W 800 wieder verfügbar mit Euro 4, ABS und leicht verändertem Design, wobei der Königswellen-Motor nach wie vor als Highlight bleibt[3].

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Design des Roadster ist stark an englische Motorräder der 1960er-Jahre angelehnt, wie zum Beispiel die BSA A7 oder die Triumph Bonneville. Das „W“ in der Modellbezeichnung nimmt Bezug auf die Modelle W1, W2, W3 und W 650 von Kawasaki, die ab 1966 gebaut wurden und sich damals an englischen Motorrädern orientierten.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kawasaki W 800 hat einen geschlossenen Doppelschleifenrahmen aus rundem Stahlrohr.

Als Radaufhängung dienen eine Hinterradschwinge mit zwei Federbeinen und eine Teleskopgabel mit Faltenbälgen vorn. Die Drahtspeichenräder haben 18 Zoll Durchmesser hinten und 19 Zoll vorn.

Eine Besonderheit ist das bereits bei niedrigen Drehzahlen anliegende hohe Drehmoment des langhubigen Motors[4] sowie der Nockenwellenantrieb über eine Königswelle. Das Motorrad fährt mit Normal- oder Superbenzin ab ROZ 91, bis E10, der Kraftstofftank fasst 14 Liter. Die verchromten Abgaskrümmer sind doppelwandig ausgelegt und können dadurch nicht anlaufen. Die beiden Auspuffe haben einen G-Kat und ein Sekundärluftsystem zur Nachverbrennung der Abgase.

Stilecht wird das Motorrad am Hinterrad mit einer Trommelbremse gebremst, am Vorderrad ist es wegen der Sicherheit eine Scheibenbremse. Seit 2019 hat das Motorrad ein ABS und hinten eine Scheibenbremse.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat die W 800 keinen Kickstarter mehr; des Weiteren hat sie Saugrohreinspritzung statt Vergaser.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer dem Standardmodell, das in British Racing Green[5] und Chrom gehalten ist, gibt es eine Special Edition in Schwarz mit golden eloxierten Radfelgen.[6]

In Japan wird auch ein Modell mit dunkeloranger[7] anstatt grüner Lackierung vertrieben, sowie eine Special Edition mit kardinalroten[8] Felgen und Tank.

Für alle Modelle gibt es die Option Cafe Style mit Höckersitzbank und Cockpitverkleidung.[9]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die großen Räder (19 Zoll vorne, 18 hinten) sorgen für die Stabilität, die schmalen Reifen (100/90 vorne, 130/80 hinten) für das Handling. Flink geht es um die Ecken, auf Anhieb fühlt man sich auf der Kawa sehr wohl. Einmal in Schwung, nehmen die Fußrasten dann relativ schnell Kontakt zur Fahrbahn auf. Damit passt man die Fahrweise dann doch an das komfortable Fahrwerk an. Dieses könnte etwas mehr Straffheit durchaus vertragen.“

– bikerszene.de[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kawasaki W800. Motorrad Werkstatt-Handbuch. Kawasaki Heavy Industries, 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kawasaki W800 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Pillau: Letzter Schnaufer – Kawasaki W 800 Final Edition. In: Heise Online. 2. Juni 2016, abgerufen am 27. Oktober 2016.
  2. Fortschritt gegen Retro – Aus für Kawasaki W800. In: Die Welt. 2. Juni 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  3. Deutsche Herstellerseite. In: Kawasaki. 28. Februar 2019, abgerufen am 28. Februar 2019.
  4. Zylinderbohrung 77 mm, Kolbenhub 83 mm
  5. Bild des Standardmodells auf: kawasaki-motors.com
  6. Bild der Special Edition auf: kawasaki-motors.com
  7. Bild des dunkelorangen Modells auf kawasaki-motors.com
  8. Bild des kardinalroten Modells auf: kawasaki-motors.com
  9. Bild der Option Cafe Style (Memento des Originals vom 13. Mai 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kawasaki-motors.com auf: kawasaki-motors.com
  10. Matthias Hirsch: Retroschick von den Inseln. In: bikerszene.de. Abgerufen am 12. April 2014.