Kia Sorento

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kia Sorento
Produktionszeitraum: seit 2002
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi

Der Kia Sorento ist ein in Südkorea hergestelltes Sport Utility Vehicle von Kia Motors. Im Sommer 2002 kam die erste Generation auf den Markt, die Ende 2009 durch die zweite Auflage abgelöst wurde.[1] Die dritte Baureihe gelangte im Februar 2015 in den Handel.[2]

Der Name bezieht sich auf die süditalienische Stadt Sorrent und auf das gleichnamige Gebirge in San Diego, einem Hochtechnologiestandort.[3] In China wird eine bei Dongfeng Yueda Kia Motors produzierte Version mit geringfügigen Änderungen seit 2017 neben dem Sorento als Kia KX7 verkauft.

Sorento (JC, 2002–2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Generation
Kia Sorento (2002–2006)

Kia Sorento (2002–2006)

Produktionszeitraum: 2002–2009
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,4–3,8 Liter
(102–193 kW)
Dieselmotoren:
2,5 Liter
(103–125 kW)
Länge: 4570–4590 mm
Breite: 1860–1865 mm
Höhe: 1725–1810 mm
Radstand: 2710 mm
Leergewicht: 1986–2079 kg
Heckansicht
EU-NCAP-Crashtest[4] 4 Sterne im US-NCAP-Crashtest
US-NCAP-Crashtest[5] 4 Sterne im US-NCAP-Crashtest

Die erste Generation des Sorento wurde im Frühjahr 2002 vorgestellt. Im August 2002 wurde sie auch auf dem deutschen Markt eingeführt.

Das Design wurde von Byung-Jun Min für den europäischen Geschmack entworfen und im März 2000 festgelegt. Die anschließende Entwicklung kostete 260 Millionen Euro.

2004 erreichte das Fahrzeug in Deutschland einen Marktanteil von vier Prozent, gefolgt vom Porsche Cayenne und dem Volvo XC 90.[3] Damit belegte er Platz acht von 44 SUV-Modellen auf dem deutschen Markt, was eine für diesen Hersteller zuvor ungewöhnliche Lieferzeit von bis zu zwölf Monaten nach sich zog.[6]

Die meistverkaufte Motorisierung des Sorento war der Common-Rail-Turbodiesel 2.5 CRDi mit 103 kW/140 PS.[7] Die zweifarbige Lackierung war in der gehobenen EX-Ausstattung enthalten, einfarbige Modelle hingegen waren nur mit der Grundausstattung LX verfügbar. Dies änderte sich mit der Überarbeitung im Herbst 2006.[8] Die Lederausstattung war zuvor in Deutschland nur in Grau erhältlich.

Geländefähigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kia Sorento, ein vom äußeren Eindruck her klassisches Sports Utility Vehicle (SUV), baut auf einem Leiterrahmen mit einer aufgeschraubten Karosserie mit hinterer Starrachse auf und entspricht von der Konstruktion her eher einem Geländewagen. Die Vorderachse besitzt eine Einzelradaufhängung mit Dreiecksquerlenkern.[3] Mit einem Drehmoment von 340 Newtonmetern beim Dieselmotor lässt sich eine Anhängelast von bis zu 2,8 t Gesamtgewicht ziehen, seit dem Facelift sogar bis zu 3,5 t.

In der LX-Version verfügt der Sorento serienmäßig über zuschaltbaren Allradantrieb mit Geländereduktion. Der EX verfügt über einen permanenten Allradantrieb, elektronisch gesteuert (0:100 bis 50:50) mit variabler Drehmomentverteilung vorn/ hinten und einer Geländereduktion. Dadurch schaltet sich der Vorderradantrieb nur bei Bedarf über eine Lamellenkupplung der Hinterachse zu. Ein ESP war vor der Modellpflege nicht lieferbar, den Elchtest absolviert das Fahrzeug dennoch tadellos.[9][10] Das Fahrwerk wurde zusammen mit Porsche dazu straff abgestimmt, die Lenkung wird als direkt beschrieben.[3][11]

  • Wendekreis: 12 m
  • Achsverschränkung: ca. 230 mm
  • Wattiefe: ca. 450 mm
  • Bodenfreiheit: 203 mm
  • Überhang vorn: 840 mm
  • Überhang hinten: 1040 mm

[12]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sorento war im deutschsprachigen Raum mit folgenden Motoren erhältlich: Mit Ottomotoren als 2.4 16V (102 kW/139 PS und 192 Nm Drehmoment), als 3.5 V6 (143 kW/194 PS und 294 Nm) – ab Ende 2006 ersetzt durch einen 3,3-l-V6-Ottomotor (177 kW/242 PS und 304 Nm Drehmoment) – oder als Diesel mit 2,5 Liter Hubraum und Common-Rail-Einspritzung (140 bzw. 170 PS und 314–343 bzw. 392 Nm Drehmoment). Der Dieselmotor mit 103 kW (140 PS) erfüllt zwar die Abgasnorm Euro 3, ist darin aber des zulässigen Fahrzeuggewichts wegen der Gruppe III zugeordnet. Damit sind die Steuern gleich denen eines Euro-2-Fahrzeugs.[13][14] Beim ab September 2006 gebauten 170-PS-Dieselmotor gilt dasselbe, nur eine Stufe weiter: Der Motor erfüllt auch ohne den nun optionalen, offenen Partikelfilter Euro 4, wird gewichtsbedingt aber wieder Gruppe III zugeordnet, wodurch die Steuern auf Euro-3-Niveau liegen.

Bei allen Vierzylindern war ein Fünfgang-Schaltgetriebe Serienausstattung. Der 3,5 V6 war hingegen immer mit einem 4-Stufen-Wandlerautomaten verbunden, beim 140-PS-Dieselmotor war dieser optional bis 2004 erhältlich. 2004 wurde dieses Getriebe von einer neuen Fünfstufen-Wandlerautomatik abgelöst. Dabei wurde auch das Dieselschaltgetriebe in den unteren Gängen laufruhiger und das Drehmoment des Diesels von 313 auf 343 Nm gesteigert.[15] Im Herbst 2006 erhielten die V6-Motoren ebenfalls eine Fünfstufen-Automatik; ein Schaltgetriebe war für diese weiterhin nicht verfügbar.

Modell Zylinder Hubraum Leistung Drehmoment Getriebe Abgasnorm Bemerkung Bauzeit
Ottomotoren
2.4 Vierzylinder 2351 cm³ 102 kW (139 PS)/5500min−1 192 Nm/2500 min−1 5-Gang-Schaltgetriebe Euro 3 Allrad zusch. 05/2002−08/2006
3.3 V6 Sechszylinder 3342 cm³ 182 kW (248 PS)/6000min−1 307 Nm/4500 min−1 5-Stufen-Automatik Euro 4 Allrad zusch. 09/2006−11/2009
3.5 V6 Sechszylinder 3497 cm³ 143 kW (194 PS)/5500min−1 294 Nm/3000 min−1 4-Stufen-Automatik
ab 2004 5-Stufen-Automatik
Euro 3 Allrad zusch. 03/2003−08/2006
3.8 V6 Sechszylinder 3778 cm³ 193 kW (262 PS) 348 Nm/4500 min−1 5-Stufen-Automatik Euro 3 nicht in Europa 09/2006−11/2009
Diesel
2.5 CRDi Vierzylinder 2497 cm³ 103 kW (140 PS)/3800min−1 314 Nm/2000 min−1 * 5-Gang-Schaltgetriebe,
5-Stufen-Automatik
Euro 3 Allrad zusch. 05/2002−08/2006
2.5 CRDi Vierzylinder 2497 cm³ 125 kW (170 PS)/3800min−1 392 Nm/2000min−1 * 5-Gang-Schaltgetriebe,
5-Stufen-Automatik
Euro 4 Allrad zusch. 09/2006−11/2009

*2006 stieg das Drehmoment des 103 kW auf 343 Nm/1850−2500min−1 und ab September 2006 beim 125 kW liegt das Drehmoment bei 392 Nm zwischen 1850−2500min−1.

Crashtests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier von fünf möglichen Sternen erhielt der Sorento beim US-NCAP-Crashtest bei einem Frontalzusammenstoß. Beim Seitencrash erhielt der Sorento fünf Sterne.

Beim Euro-NCAP-Crashtest 2003 erhielt der Sorento vier von fünf Sternen.[16] Bemängelt wurden Deformationen im Fußraum, harte Aufprallzonen im Kniebereich und ein erhöhtes Kopfverletzungsrisiko durch den Airbag. Beim Seitenaufprall hingegen erhielt er die volle Punktzahl. Die Belastungen bei allen seitlichen Körperpartien fiel gering aus. Beim Fußgängerschutz erhielt der Sorento einen von vier möglichen Sternen.

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2006 erhielt der Sorento durch eine Modellpflege überarbeitetes Erscheinungsbild, was mit einer Leistungssteigerung der Benzin- und Dieselmotoren verbunden wurde. In Deutschland wurde neben dem in der Leistung um 21 % gesteigerten Dieselmotor mit 125 kW (170 PS) ein neuer 3,3-Liter-V6-Ottomotor mit 182 kW (248 PS) eingeführt, der den vorherigen V6 ablöste.

Ein ESP war fortan serienmäßig vorhanden. Die zulässige Anhängelast wurde von 2,8 auf 3,5 Tonnen angehoben.

Das Fahrwerk, welches in der Ursprungsversion zusammen mit Porsche abgestimmt worden war, wurde neu abgestimmt und von Testern als deutlich komfortabler beschrieben. Die ursprünglich sehr straffe Abstimmung sollte neben der Kurvenneigung auch die Verschränkung im Gelände reduzieren. Es wurde aber von vielen Besitzern mit einer Höherlegung nachgerüstet.[11]

Eine einfarbige Lackierung war nun auch in der gehobenen EX-Ausstattung erhältlich, solang der Käufer sich für Silber oder Schwarz entschied. LX-Ausstattungen waren weiterhin einfarbig.[8] Die Lederausstattung im Innenraum war nun neben grau auch in schwarz erhältlich.

Sorento (XM, 2009–2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Generation
Kia Sorento (2009–2012)

Kia Sorento (2009–2012)

Produktionszeitraum: 2009–2014
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotor:
2,4 Liter (128 kW)
Dieselmotoren:
2,0–2,2 Liter
(110–145 kW)
Länge: 4685 mm
Breite: 1885 mm
Höhe: 1710–1755 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1770–2008 kg
EU-NCAP-Crashtest (2009)[17] 5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
US-NCAP-Crashtest (2011)[18] 4 Sterne im US-NCAP-Crashtest

Auf der Seoul Motor Show wurde im April 2009 die zweite Generation des Sorento präsentiert; sie kam in Südkorea noch im gleichen Monat auf den Markt. Ab dem 29. Januar 2010 wurde das neue Modell auch in Deutschland angeboten.

Das Design des Sorento zeichnet sich durch abgerundete Kanten und geschwungene Linien aus. Der Innenraum ist als Fünf- oder erstmals auch Siebensitzer ausgelegt. Der Innenraum ist in Deutschland serienmäßig in Schwarz gehalten, optional in Leder (inklusive Instrumentenabdeckung). In Österreich und der Schweiz sind die Sitze optional in beigem Leder oder in Brauntönen (Eiche-Optik an Verkleidungen, braune Ledersitze) oder in schwarz-weißem Leder erhältlich. Ebenfalls optional ist in allen drei Ländern ein Panoramaglasdach.

Geländefähigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karosserie des neuen Sorento ist 10 cm länger. Sie basiert nicht mehr auf einem Leiterrahmen, sondern ist selbsttragend. Das Leergewicht des Fahrzeugs reduzierte sich durch diese Maßnahme und Einsparungen beim Allradantrieb um durchschnittlich 150 kg. Aufgrund dieses grundlegenden Umbaus der Fahrwerksarchitektur und damit seiner Geländegängigkeit dachte der Hersteller über eine Umbenennung des Fahrzeugs nach.[19] Die Nachfolge als geländegängiges Fahrzeug nahm indes der Kia Borrego ein. Der Sorento hat nun die gleiche Plattform wie der Hyundai Santa Fe.[20] Eine Bergabfahrhilfe ist serienmäßig, eine Rückfahrkamera optional. Ein Untersetzungsgetriebe ist jedoch nicht mehr erhältlich, die Anhängelast sank von 3,5 auf 2,5 Tonnen.[21]

  • Cw-Wert: 0,38
  • Wendekreis: 10,9 m
  • Wattiefe: ca. 450 mm
  • Bodenfreiheit: 184 mm
  • Ladekantenhöhe: 780 mm
  • Böschungswinkel vorn: 25,1 °
  • Böschungswinkel hinten: 23,1 °
  • Überhang vorn: 945 mmm
  • Überhang hinten: 1040 mm

[22]

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2012 erhielt der Sorento ein Facelift. Äußerliche Merkmale dieser Überarbeitung sind die geänderten Schürzen sowie modifizierte Heckleuchten.

Bei den Motoren wurden ebenfalls Veränderungen vorgenommen. Der 2,4-l-Ottomotor leistet nun 141 kW (192 PS) statt 128 kW (174 PS). Der nur in den USA erhältliche V6-Ottomotor hat nun etwas weniger Hubraum (3,3 statt 3,5 l) und mehr Leistung als vorher (290 statt 277 PS).

Im September 2014 wurde die Produktion des zweiten Sorento beendet.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Sorento gab es modernisierte Motoren. Außerdem ist er wahlweise in einigen Ländern auch mit Frontantrieb anstatt Vierradantrieb lieferbar. Für die Diesel ist ein Partikelfilter serienmäßig.

Modell Zylinder Hubraum Leistung Drehmoment Getriebe Abgasnorm Bemerkung Bauzeit
Benziner
2.0 R Vierzylinder 1995 cm³ 135 kW (184 PS) 202 Nm/2000 min−1 6-Stufen-Automatik Euro 5 2WD oder 4WD; nur Asien
2.4 Vierzylinder 2359 cm³ 128 kW (174 PS) 226 Nm/3750 min−1 6-Gang-Schaltgetriebe,
6-Stufen-Automatik
Euro 5 2WD oder 4WD 11/2009–09/2012
2.4 GDI Vierzylinder 2359 cm³ 141 kW (192 PS) 242 Nm/4250 min−1 6-Gang-Schaltgetriebe,
6-Stufen-Automatik
Euro 5 2WD oder 4WD 10/2012–09/2014
2.7 V6 Sechszylinder 2656 cm³ 119 kW (161 PS) 245 Nm/4000min−1 4-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe
Euro 4 Flüssiggasmotor; nur Südkorea
3.5 V6 Sechszylinder 3470 cm³ 204 kW (277 PS) 335 Nm/3500min−1 5-Stufen-Automatik (später:6-Stufen-Automatik) Euro 4 (Euro 5) 2WD oder 4WD; nur USA 2009–2012
3.3 V6 Sechszylinder 3342 cm³ 216 kW (290 PS) 342 Nm/3500min−1 6-Stufen-Automatik Euro 5 2WD oder 4WD; nur USA 2013–2014
Diesel
2.0 CRDi Vierzylinder 1995 cm³ 110 kW (150 PS) 383 Nm/2000–2500min−1 6-Gang-Schaltgetriebe Euro 5 2WD oder 4 WD; in Deutschland nicht erhältlich 2011–2014
2.2 CRDi Vierzylinder 2199 cm³ 145 kW (197 PS) 421 Nm/1800–2500min−1
(437 Nm/1800–2500min−1)
6-Gang-Schaltgetriebe,
(6-Stufen-Automatik)
Euro 5 2WD oder 4 WD 11/2009–09/2014
  • 2WD = Two-Wheel-Drive (angetrieben über die Vorderachse)
  • 4WD = Allradantrieb (Vorder- und Hinterachse werden angetrieben)

Crashtests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den US-NCAP-Crashtest durchlief der Sorento 2011, also zwei Jahre nach seinem Erscheinen, und damit schon nach dem modernisierten Testverfahren. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde misst darin nun mehr Punkte am Dummy und ergänzte einen Pfahltest, ähnlich dem des Euro NCAP, bei dem das Fahrzeug seitlich an einen baumähnlichen Pfosten geschoben wird. Der Sorento erreicht vier Sterne in allen drei Tests.[23]

Im EU-NCAP-Crashtest erreichte der Sorento fünf Sterne.[24] Leicht erhöhte Belastungen hat der Fahrer im Frontaltest an Brust und Beinen, wobei die Knie vom Lenksäulenbereich ferngehalten wurden. Im Seitentest ist nur die Brust leicht erhöhten Belastungen ausgesetzt, im Pfahltest dann mittleren. Beim Heckaufprall-Test bewirken die beidseitigen aktiven Kopfstützen wirksamen Schutz. Fußgänger sind an der Hüfte starken Belastungen, an den Beinen erhöhten Belastungen ausgesetzt (16 von 36 Punkten).

Sorento (UM, seit 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3. Generation
Kia Sorento (2014–2017)

Kia Sorento (2014–2017)

Produktionszeitraum: seit 2014
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotor:
2,4–3,3 Liter
(125–213 kW)
Dieselmotoren:
2,0–2,2 Liter
(136–147 kW)
Länge: 4780–4800 mm
Breite: 1890 mm
Höhe: 1685 mm
Radstand: 2780 mm
Leergewicht: 1768–2107 kg
Sterne im Euro NCAP-Crashtest (2014)[25] 5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
Heckansicht

Kia Motors zeigte den neuen Sorento in Südkorea am 28. August 2014, während er in Europa sein Debüt auf der Mondial de l’Automobile in Paris 2014 feierte.

Der Sorento teilt sich seine Plattform mit dem Kia Carnival. Der Wagen legt in der Länge um fast zehn Zentimeter auf 4,78 Meter zu, während die Breite nahezu gleich bleibt (1,89 Meter). Einen Zuwachs gibt es auch beim Radstand, er misst nun 2,78 Meter. Durch diese Veränderung gibt es im Innenraum mehr Beinfreiheit, zudem ist der Kofferraum größer. Wie zuvor ist der Sorento als Fünf- oder Siebensitzer erhältlich. Beim Siebensitzer passen mit umgeklappter dritter Reihe nun 605 Liter in den Kofferraum, bislang waren es 515 Liter Ladevolumen.

Bei den Motoren wurde in Deutschland zum Marktstart nur ein 2,2-Liter-Turbodiesel angeboten. Dieser hat 147 kW (200 PS) und ein Drehmoment von 441 Newtonmeter. Seit der Überarbeitung Ende 2017 ist in Deutschland auch ein 2,4-Liter-Ottomotor mit 138 kW (188 PS) verfügbar. Für andere Märkte werden weitere Motoren angeboten. Antriebseitig besteht die Wahl zwischen reinem Frontantrieb oder Frontantrieb mit automatisch zuschaltbarem Allradantrieb.

Technische Daten für Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sorento 2.4 GDI Sorento 2.4 GDI AWD Sorento 2.2 CRDi Sorento 2.2 CRDi AWD
Bauzeitraum seit 12/2017 seit 03/2015
Motorkenndaten
Motortyp Vierzylinder-Ottomotor in Reihenbauart mit
Direkteinspritzung
Vierzylinder-Dieselmotor in Reihenbauart mit
Common-Rail-Einspritzung
Hubraum 2359 cm³ 2199 cm³
max. Leistung bei min−1 138 kW (188 PS)/6000 147 kW (200 PS)/3800
max. Drehmoment bei min−1 241 Nm/4000 441 Nm/1750–2750
Kraftübertragung
Antrieb Vorderradantrieb Allradantrieb Vorderradantrieb Allradantrieb
Getriebe, serienmäßig 6-Stufen-Automatikgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Getriebe, optional seit 12/2017:
8-Stufen-Automatikgetriebe
6-Stufen-Automatikgetriebe
seit 12/2017:
8-Stufen-Automatikgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 200–205 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 10,2 s 10,5 s 8,7 s [9,4 s] 9,0 s [9,4–9,6 s]
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 8,5–8,9 l Super 9,1–9,2 l Super 5,6–6,0 l [5,9–6,0 l] Diesel 5,7–6,1 l [6,1–6,7 l] Diesel
CO2-Emissionen (kombiniert) 194–202 g/km 209–213 g/km 147–157 g/km [149–159 g/km] 149–161 g/km [160–177 g/km]
Abgasnorm Euro 6
(seit 06/2018: Euro 6d-TEMP)
  • Werte in eckigen [] Klammern stehen für Modelle mit optionalem Automatikgetriebe.

Technische Daten auf anderen Märkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sorento 2.0 Turbo Sorento 2.4 Sorento 2.4 Sorento 3.3 Sorento 3.3
Bauzeitraum seit 2015 seit 2014 seit 2015 seit 2014 seit 2015
Motorkenndaten
Motortyp R4-Ottomotor V6-Ottomotor
Hubraum 1998 cm³ 2359 cm³ 3342 cm³
max. Leistung bei min−1 177 kW (241 PS)/6000 125 kW (170 PS)/6000 136 kW (185 PS)/6000 196 kW (266 PS)/6400 213 kW (290 PS)/6400
max. Drehmoment bei min−1 352 Nm/1450 224 Nm/4000 241 Nm/4000 314 Nm/5300 342 Nm/5300
Kraftübertragung
Antrieb Vorderradantrieb oder Allradantrieb
Getriebe, serienmäßig 6-Stufen-Automatikgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Stufen-Automatikgetriebe
Getriebe, optional [6-Stufen-Automatikgetriebe]
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 210 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 11,0 s [11,5 s] 8,2 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 9,5 [9,9] l Super 10,5 l Super

Zulassungszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Marktstart 2002 bis einschließlich Dezember 2017 sind in der Bundesrepublik Deutschland 72.737 Sorento neu zugelassen worden. Mit 8.954 Einheiten war 2006 das erfolgreichste Verkaufsjahr.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kia Sorento – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutschlandstart der zweiten Sorento-Generation
  2. FAZ.net 6. November 2014: Eine erste Probefahrt
  3. a b c d Herkunft des Modellnamens und Verkaufszahlen
  4. Crashtest results. EU NCAP, abgerufen am 17. Juni 2011.
  5. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 18. Februar 2011 (englisch).
  6. Wartezeit für den Sorento
  7. Anteil der Dieselverkäufe beim Sorento
  8. a b Farbkombinationen und Ausstattungsabhängigkeit
  9. Elchtest des Sorento
  10. Zweiter Fahrbericht 2005, ESP weiterhin nicht lieferbar
  11. a b Fahrwerksbewertung des Sorento
  12. Geländedaten des Sorento
  13. Einstufung und Besteuerung des Sorento BL
  14. Stufen der KFZ-Steuer mit Schlüsselnummern (der Sorento BL 140 PS hat Nr. 51, mit 170 PS-Motor Nr. 69)
  15. Getriebe des Sorento BL
  16. Sorento BL EUNCAP-Ergebnis
  17. Crashtest results. EU NCAP, abgerufen am 17. Juni 2011 (englisch).
  18. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 18. Februar 2011 (englisch).
  19. Überlegungen zu anderer Benennung wegen des neuen Fahrwerks im Sorento XM
  20. Sorento XM und Santa Fe mit gleicher Basis
  21. Sorento XM, Vergleichstest mit Audi Q5 und Mazda CX-7
  22. Daten des Sorento XM
  23. Sorento XM, USNCAP-Ergebnis 2011
  24. Sorento XM, EUNCAP-Ergebnis
  25. Ergebnis des Kia Sorento beim Euro-NCAP-Crashtest (2014)