Kreis Steinau

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Die Kreise Steinau (links) und Wohlau, 1905

Der Kreis Steinau war ein preußischer Landkreis in der Provinz Schlesien. Er bestand vom 1. Mai 1816 bis zur Zusammenlegung mit dem Kreis Wohlau am 1. Oktober 1932. Namensgeberin und Sitz der Kreisverwaltung war die kleine Stadt Steinau an der Oder. Das ehemalige Kreisgebiet gehört heute ganz überwiegend zum polnischen Powiat Lubiński (Landkreis Lüben).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreisgebiet lag in Niederschlesien an der Oder, rund 55 km nordwestlich von Breslau, 30 km nordöstlich von Liegnitz und 35 km südöstlich von Glogau. Der ganz überwiegende Teil des Kreisgebiets lag auf dem linken (westlichen) Oderufer. Die Grenze nach Polen bei Rawitsch lag rund 25 km nordöstlich von Köben. Die einzigen Gemeinden mit Stadtrecht waren die kleinen Städte Köben an der Oder, Raudten und Steinau an der Oder, letztere mit dem Sitz der Kreisverwaltung.

Das Kreisgebiet grenzte im Nordosten an den Kreis Guhrau, im Osten an den Kreis Wohlau, im Süden an den Landkreis Liegnitz, im Südwesten an den Kreis Lüben und im Nordwesten an den Landkreis Glogau.

Die Einwohnerzahl des Kreises lag von den 1880er bis in die 1920er Jahre weitgehend unverändert bei etwa 25.000.[1]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den preußischen Verwaltungsreformen nach dem Wiener Kongress gehörte mit der Neugliederung der Regierungsbezirke zum 1. Mai 1816 der Kreis Steinau in der Provinz Schlesien weiterhin zum Regierungsbezirk Breslau. Das Landratsamt befand sich in Steinau an der Oder.

Zum 1. Januar 1820 erfolgte die langfristig gültige Abgrenzung des Kreises zu den Nachbarkreisen:

  • Eingliederung des Dorfes Beitkau aus dem Kreis Glogau in den Kreis Steinau,
  • Eingliederung der Stadt Köben und der Dörfer Brödelwitz, Guhren, Köben Dorf, Läskau, Mühlgast, Nährschütz, Radschütz und Ristitz aus dem Kreis Guhrau in den Kreis Steinau,
  • Ausgliederung der Dörfer Herrndorf, Merschwitz und Polack aus dem Kreis Steinau in den Kreis Lüben,

Seit dem 1. Juli 1867 gehörten die Kreise zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Freistaat Preußen/Deutsches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 8. November 1919 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz wurde die neue Provinz Niederschlesien gebildet.

Zum 30. September 1929 fand in den Kreisen Steinau und Wohlau entsprechend der Entwicklung im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Zum 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Steinau mit dem benachbarten und deutlich größeren Kreis Wohlau zum neuen Kreis Wohlau zusammengeschlossen. Das Landratsamt war in Wohlau.

Gleichzeitig wurden die folgenden Grenzänderungen vorgenommen:

  • Ausgliederung der Landgemeinden Akreschfronze, Alt Neu Heidau, Dahsau, Gimmel, Groß Tschuder, Hengwitz, Hünern, Kadlewe, Kamin, Klein Peterwitz, Klein Tschuder, Kutscheborwitz, Lendschütz, Leubel, Neuvorwerk, Osselwitz, Ostrawe, Peiskern, Pluskau, Schmögerle, Tscheschen, Tschilesen und Wehlefronze aus dem Kreis Wohlau in den Kreis Guhrau,
  • Ausgliederung der Stadtgemeinde Raudten und der Landgemeinden Alt Raudten, Brodelwitz, Gaffron, Queissen, Mlitsch, Ober Dammer, Töschwitz und Zedlitz aus dem Kreis Wohlau in den Kreis Lüben,
  • Ausgliederung der Landgemeinde Rostersdorf aus dem Kreis Wohlau in den Kreis Glogau.

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landrat des Kreises Steinau waren:[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreis Steinau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verwaltungsgeschichte.de Schlesien, Kreis Wohlau