Obernburg am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Obernburg a.Main
Obernburg am Main
Deutschlandkarte, Position der Stadt Obernburg a.Main hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 24,83 km2
Einwohner: 8477 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63785
Vorwahl: 06022
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 145
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Römerstraße 62–64
63785 Obernburg
Webpräsenz: www.obernburg.de
Bürgermeister: Dietmar Fieger (CSU)
Lage der Stadt Obernburg a.Main im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Obernburg (amtlich: Obernburg a.Main) ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und liegt an der Mündung der Mümling, die im unteren Lauf auch Mömling genannt wird, in den Main am östlichen Fuße des Odenwalds.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der topographisch höchste Punkt der Stadtgemarkung ist der Querberg mit 345 m ü. NN, der niedrigste liegt am Main auf 116,5 m ü. NN.

Lage der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburg liegt auf der linken Mainseite, an der Mündung der Mümling in den Main, ungefähr auf halbem Weg zwischen der Kreisstadt Miltenberg und der kreisfreien Stadt Aschaffenburg.

Die Stadt grenzt im Norden an die Gemeinde Großwallstadt. Im Süden der Stadt liegt die Stadt Wörth a. Main. Im Südwesten und Westen grenzen die hessischen Gemeinden im östlichen Odenwaldkreis - Lützelbach und Breuberg - an die Kommune an. Die nordwestliche Nachbargemeinde Mömlingen bezeichnet sich als "das Tor zum Odenwald". Über dem Main, im Osten, liegt der Markt Elsenfeld, und südlich davon die Stadt Erlenbach a. Main.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Obernburg hat vier amtlich benannte Gemeindeteile.[2]

Die Gemeindeteile liegen auf den Gemarkungen der ehemals eigenständigen Kommunen Obernburg und Eisenbach.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Obernburg setzt sich zusammen aus den althochdeutschen Wörtern oboro, im Sinne von höher oder weiter oben gelegen, und burc für einen befestigten Ort. Als Erklärung ergibt sich daraus weiter talaufwärts (als Niedernburg, heute Niedernberg) gelegener, befestigter Ort.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1183 Ouerenburch
  • 1184 Obirinburc
  • 1259 Oberenburg
  • 1279 Obernburg
  • 1964 Obernburg a.Main

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburg und Eisenbach in der Spessartkarte von Paul Pfinzing von 1594 (Norden ist rechts)

Römische Besiedelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 107/110 n. Chr.[4] wurde von den Römern das Kastell Obernburg errichtet, im örtlichen Sprachgebrauch auch Nemaninga[5] genannt. Im Weichbild der Altstadt Obernburgs zeichnen sich noch heute die wichtigsten Lagerstraßen des Kastells ab. Die römischen Truppen blieben bis um 260/275 n. Chr.[6] Anschließend besiedelten Germanen den Platz.

Erhebung zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. März 1313 wurde Obernburg durch den Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt zur Stadt erhoben. Die Bestätigung der Stadtrechte durch König Ludwig den Bayern erfolgte am 27. Juli 1317 in einer in Aschaffenburg ausgestellten Urkunde.

Obernburg kommt zu Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 gehörte Obernburg zum Mainzer Kurfürstentum, im Anschluss daran zum neu gegründeten Fürstentum Aschaffenburg, welches 1810 im Großherzogtum Frankfurt aufging. Im Jahr 1814 kam Obernburg zum Königreich Bayern. Im Jahr 1861 wird die Stadt Sitz des Bezirksamtes und des Amtsgerichts Obernburg.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 30. Juni 1972 war Obernburg Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises Obernburg. Dieser wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und ging in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg über.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eisenbach eingemeindet.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis:[8]

Partei / Liste: CSU SPD/ Grüne Aktive Liste Freie Wähler Gesamt
Sitze: 9 4 4 3 20 Sitze
Stimmenanteil: 44,2 % 22,1 % 17,6 % 16,1 % 100 %

Bürgermeister der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 - heute Dietmar Fieger

2002 - 2014 Walter Berninger

1975 - 2002 Wendelin Imhof

1964 - 1975 Valentin Ballmann

1945 - 1964 Willy Nees

1945 - 1945 Anton Reis[9]

1937 - 1945 Heinrich Störrlein (durch NSDAP eingesetzt)[10]

1933 - 1937 Hans Bräunig (durch NSDAP eingesetzt)[11]

1919 - 1933 Heinrich Wörn

1894 - 1919 Eduard Deckelmann

1887 - 1894 Eduard Müller

1869 - 1887 Peter Kreß[12]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburg ist Partnerstadt von Aszód in Ungarn.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das derzeitige Wappen führt die Stadt seit 1818. Das vorherige Wappen mit dem Mainzer Rad wurde im Zuge des Anschlusses an Bayern abgelegt. Das Wappen zeigt in Silber auf grünem Schildfuß einen roten Hirsch, der eine goldene Traube mit grünem Rebstock im Maul trägt. Am Schildrand befindet sich ein angeschnittener grüner Baum. Der Hirsch symbolisiert die Jagdberechtigung, der Laubbaum den Waldbesitz und der Rebzweig den Weinbau.[13]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburg liegt mit drei Anschlussstellen an der Bundesstraße 469. An der Anschlussstelle Obernburg-Süd beginnt die Bundesstraße 426, welche den nördlichen Odenwald durchquert und in Gernsheim am Rhein endet.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Obernburg-Elsenfeld liegt an der Maintalbahn (AschaffenburgWertheim). Ihm wird als Haltestelle des Regionalexpress besondere Bedeutung zugesprochen.[14] Einst zweigte hier die Bahnstrecke Obernburg-Elsenfeld–Heimbuchenthal ab, die seit 1968 stillgelegt ist.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaftliche Prägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburgs Wirtschaft war bis Anfang des 20. Jahrhunderts vornehmlich landwirtschaftlich geprägt. Im Mittelalter spielte der Weinbau eine große Rolle[15], welcher sich aber schließlich zugunsten des Obstanbaus veränderte. Im Jahr 1890 wurde im Zuge dessen die Obstverwertungsgenossenschaft Obernburg (OVGO) gegründet, welche sich zu einem bedeutenden Zentrum der Obstverarbeitung und des Obsthandels am Untermain entwickeln sollte und das Eingangsbild zur Stadt für Jahrzehnte prägte.[16]

Späte Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Gründung der Bayerischen Glanzstoff-Fabrik AG 1919 auf dem gegenüberliegendem Mainufer industrialisierte sich die Stadt jedoch langsam.[17] Heute trägt dieses Industriegelände den Namen Industrie Center Obernburg (ICO). Auf dem Gelände werden traditionsgemäß verschiedene Arten von Chemiefasern produziert. Daneben sind am Standort aber auch zahlreiche kleine Unternehmen verschiedener Branchen zu finden. Diese nutzen die Vorteile des Standorts mit der optimalen Verkehrsanbindungen an den Wirtschaftsraum Frankfurt, welche durch den historischen Industrieeisenbahnanschluss, die Schiffsanlegestelle am Main und den vierspurigen Autobahnzubringer B469 gesichert ist. Obwohl das Industrie Center den Namen Obernburg trägt und dies auch der Ort der Postanschrift ist, befindet es sich ausschließlich auf den Gemarkungen der Gemeinden Erlenbach am Main und Elsenfeld.[18]

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einzige Industriegebiet auf Obernburger Gemarkung liegt nahe dem Stadtteil Eisenbach im Süden der Stadt. Vielfältige mittelständische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen haben sich dort angesiedelt. Größtes und international bekanntes Unternehmen ist hier die 2014 von der KUKA übernommene Reis Robotics.[19]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberes Tor, Außenansicht 2015
Reste der Bacheburg am Neustädter Hof bei Eisenbach

Obernburgs bewegte Geschichte wird durch die übrig gebliebenen Teile der Stadtbefestigung sichtbar. So können über einen Rundweg die geschleiften Befestigungsanlagen und die erhaltenen Türme besichtigt werden. Erhalten geblieben sind - im Uhrzeigersinn - das Obere Tor, der Täschenturm, der Runde Turm, der Hexenturm, das Untere Tor, der Gumpenturm und der Almosenturm.[20] Sehenswert ist außerdem das Rathaus im Zentrum der Altstadt und die Annakapelle am ehemaligen Mühlbach. Als Geheimtipp gilt der Ausblick vom Mittleren Höhenweg - im Volksmund "Franzosenweg" genannt - auf die Altstadt und das mittlere Maintal hinab.

Im Ortsteil Eisenbach ist die Barockkirche einen Abstecher wert.

Nahe der Einöde Neustädter Hof befinden sich zudem Reste der mittelalterlichen Bacheburg.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinkunstbühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernburg befindet sich die überregional bekannte Kleinkunstbühne Kochsmühle, auf der schon Kabarettisten wie Urban Priol, Ottfried Fischer und Django Asül aufgetreten sind.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Römermuseum Obernburg widmet sich den Spuren der römischen Besiedlung in Obernburg und Umgebung. Das Eisenbacher Heimatmuseum ist im ehemaligen neuen Rathaus des Stadtteils untergebracht.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1517 wird in Obernburg am vor- oder nachfolgenden Sonntag des St.-Anna-Tag (26. Juli) jährlich das Anna-Fest begangen.[21]
  • Jedes Jahr am dritten Juli-Wochenende wird im Stadtteil Eisenbach das Mirabellenfest gefeiert.
  • Seit 1989 wird in Obernburg regelmäßig der Obernburger Mühlstein verliehen, ein Kleinkunstpreis für den Kabarettnachwuchs.

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet entlang des Mains führen folgende Radwanderwege:

  • Der Deutsche Limes-Radweg führt von Bad Hönningen durch Westerwald, Taunus und Odenwald zum 818 Kilometer entfernten Regensburg und orientiert sich dabei am historischen Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes.
  • Der Main-Radweg führt von den beiden Quellen des Mains entlang des Flusses bis zu dessen Mündung in den Rhein bei Mainz. Er hat eine Gesamtlänge von etwa 600 Kilometern.
  • Die D-Route D5 (Saar-Mosel-Main). Sie führt über 1.021 Kilometer von Saarbrücken über Trier, Koblenz, Mainz, Frankfurt am Main, Würzburg und Bayreuth bis zur tschechischen Grenze.
  • Weiter an der Mümling verläuft der 225 km lange 3-Länder-Radweg führt als Rundweg durch das Dreiländereck von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Entlang von Mümling, Neckar und Main erkundet die Route den Odenwald. Teil dieser Route ist der 75 Kilometer lange Mümling-Radweg der Obernburg mit Hirschhorn am Neckar verbindet.
  • Seit 2012 gibt es zwei attraktive Mountainbike-Strecken.

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ämter und Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernburg befinden sich aus historischen Gründen eine Vielzahl von Ämtern und Behörden.[22]

  • Amtsgericht Obernburg
  • Polizeiinspektion Obernburg
  • Zweigstelle der Agentur für Arbeit
  • Finanzamt Obernburg mit Außenstelle Amorbach
  • Dienststelle des Landratsamts Miltenberg
  • KfZ-Zulassungsstelle

So ist das Amtsgericht Obernburg die für den Landkreis Miltenberg zuständige Gerichtsbarkeit.[23] Die Polizeiinspektion Obernburg ist für den ehemaligen Landkreis Obernburg, ohne Pflaumheim und Wenigumstadt - also den heutigen Norden des Landkreises Miltenberg, zuständig.[24] Außerdem hat die Agentur für Arbeit eine Zweigstelle in der Stadt.[25] Das Finanzamt Obernburg mit Außenstelle Amorbach ist das zuständige Finanzamt des Landkreises Miltenberg.[26] Das Landratsamt Miltenberg unterhält ebenfalls aus historischen Gründen eine Dienststelle in der ehemaligen Kreisstadt[27] - weshalb sich unter anderem noch eine KfZ-Zulassungsstelle in Obernburg befindet.[28]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernburg präsentiert sich zudem als wichtiger Standort für Bildungseinrichtungen.

  • Johannes-Obernburger-Grundschule
  • Mittelschule Obernburg a. Main[29]
  • Main-Limes-Realschule[30]
  • Berufliche Oberschule Obernburg - Fachoberschule und Berufsoberschule[31]
  • Staatliche Berufsschule Miltenberg-Obernburg[32]
  • Dr.-Albert-Liebmann-Schule - Schule zur Sprachförderung[33]
  • Musikschule Obernburg[34]

Zu den Allgemeinbildenden Schulen in Obernburg gehören die Johannes-Obernburger-Grundschule, die Mittelschule Obernburg a. Main und die Main-Limes-Realschule.Berufsbildende Schulen sind die Staatliche Berufsschule Miltenberg-Obernburg, die Berufsfachschule für Kaufmännische Assistenten und die Berufliche Oberschule Obernburg. Ansonsten befinden sich noch die Dr.-Albert-Liebmann - Schule zur Sprachförderung und eine Musikschule in Obernburg.

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernburg befinden sich drei Kindertagesstätten - die KiTa "Abenteuerhaus", die KiTa "Altstadt" und die KiTa "Sonnenhügel".[35] Daneben befinden sich in Obernburg eine städtische Bücherei,[36] zwei Feuerwachen[37], zwei katholische und eine evangelisch-lutherische Kirche[38] und zwei Friedhöfe.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernburg gibt es eine Vielzahl an Sportanlagen. In der Stadt Obernburg sind dies die Valentin-Ballmann-Halle mit dem angeschlossenen Sportzentrum an der Volksschule. Die Tennishalle und -plätze am Salztrögweg, die Kegelbahn der Salztrögstuben und der Skate- und Parcourpark an der Wendelinuskapelle. In Eisenbach findet man die Sport- und Kulturhalle, welche sich in direkter Nachbarschaft zu den Sportplätzen des TSV Olympia Eisenbach in der Wiesentalstraße befindet.[39] Außerdem befinden sich in Obernburg zwei Schießsportanlagen - die der Schützengesellschaft Eisenbach[40] und die der Schützengesellschaft Wilhelm Tell[41] - sowie eine Reitanlage am Neustädter Hof.[42] Auch findet seit 2006 am Sonntag nach Christi Himmelfahrt (Mai/Juni) der sogenannte "Römerlauf" mit über 1000 Teilnehmern in Obernburg statt.[43]

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein Turn- und Sportgemeinde Obernburg 1879 e. V. (TUSPO) ist vor allem bekannt durch seine Handballabteilung, deren erste Männermannschaft zeitweise in der zweiten Bundesliga spielte.

Ringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer der TUSPO kamen einige Aktive des seit 1904 bestehenden Stemm- und Ringclub Jugendkraft 1904 Obernburg (SRC Obernburg)[44] zu deutschen und internationalen Meistertiteln.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernburg konkurrierten ursprünglich zwei Fußballmannschaften um die lokale Vorherrschaft - der TSV Olympia aus dem Stadtteil Eisenbach und die Fußballabteilung der TUSPO Obernburg. Nach der Abmeldung der letzten Männermannschaft der TUSPO wird seit 2015 nur noch in Eisenbach Fußball gespielt. Besonders stolz ist man dort auf die erfolgreiche, regionale Jugendarbeit welche 2016 in einer Kooperation mit den Kickers Offenbach mündete.[45]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Obernburger wurden von der ländlichen Umgebung Stadtbauern genannt. Sie wurden aber auch Handumme genannt. Wie andernorts aus einem Johann Adam ein Handam wurde, so wurde im Obernburger Dialekt aus einem Hans Thomas ein Handumme. Johann Thomas war früher sehr oft eine Namensgebung in Obernburg, auch der berühmte Sohn der Stadt Johann Thomas Schmid, der sich Johannes Obernburger (1500–1552) nannte und als Doktor der Rechte, Geheimsekretär Kaiser Karl V. war.[46]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruth Weitz: Obernburg mit langen Wimpern (Stadtführer), Edition Fin Gadar, 2015, ISBN 978-3-945433-04-1. 84 Seiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Obernburg am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online (BLO). In: www.bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  3. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen : Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 169 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Bernd Steidl: Welterbe Limes: Roms Grenze am Main. Logo, Obernburg am Main 2008, ISBN 978-3-939462-06-4. S. 109.
  5. Dass der Name des Kastells Nemaninga lautete, ist eine Spekulation der Lokalforschung. Die Annahme stützt sich lediglich auf den Umstand, dass im Raum Obernburg über die Besatzung des Kohortenkastells hinaus noch ein Numerus Brittonum Nemaningensium vermutet wird. Das Nemaningensium bezieht sich auf den Bach Mömling wurde aber wohl als Kastellname missgedeutet. Über den tatsächlichen antiken Kastellnamen ist nichts bekannt.
  6. Egon Schallmayer: Der Odenwaldlimes. Entlang der römischen Grenze zwischen Main und Neckar. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2309-5. S. 70.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 751.
  8. www.wahlen.bayern.de
  9. Historie | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  10. Windows User: Obernburg Jahre. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  11. Windows User: Obernburg Jahre. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  12. Historie | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  13. [1]
  14. Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain. In: www.vab-info.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  15. Windows User: Obernburg Jahre. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  16. Windows User: Obernburg Jahre. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  17. Windows User: Obernburg Jahre. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  18. Das ICO - Industrie Center Obernburg im Rhein-Main-Gebiet - Mainsite GmbH & Co.KG - Obernburg / Main. In: www.mainsite.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  19. KUKA Industries | KUKA AG. In: www.kuka.com. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  20. Windows User: Stadtbefestigung. In: www.hvv-obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  21. Anna-Tag | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  22. Ämter & Behörden | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  23. Bayerisches Staatsministerium der Justiz: Justiz in Bayern - Amtsgericht Obernburg a. Main - Startseite. In: www.justiz.bayern.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  24. Bayerische Polizei - Polizeiinspektion Obernburg a.Main. In: www.polizei.bayern.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  25. Agentur für Arbeit Obernburg - www.arbeitsagentur.de. In: www3.arbeitsagentur.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  26. Finanzamt Obernburg: Über uns - Amtsbezirk. In: www.finanzamt.bayern.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  27. Landkreis Miltenberg - Anfahrt / Parken. In: www.landkreis-miltenberg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  28. Landkreis Miltenberg - KFZ-Zulassungen > Kraftfahrzeugzulassungsstelle. In: www.landkreis-miltenberg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  29. Home. In: www.vsobernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  30. Main-Limes-Realschule Obernburg. In: www.homepage.main-limes-realschule-obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  31. Home. In: www.fos-obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  32. Berufsschule Mil/Obb. In: www.bs-mil-obb.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  33. Startseite. In: www.liebmannschule.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  34. Musikschule Obernburg e.V. In: www.musikschule-obernburg.info. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  35. Kindertagesstätten. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  36. Stadtbücherei | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  37. Feuerwehren | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  38. Kirchen | Stadt Obernburg. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  39. Sportanlagen. In: www.obernburg.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  40. SG-Eisenbach. In: www.sg-eisenbach.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  41. Start. In: www.sg-obernburg.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  42. - Home. In: www.rufv-obernburg.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  43. www.roemerlauf.de - Startseite. In: www.roemerlauf.de. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  44. Stemm- und Ringclub Jugendkraft 1904 Obernburg e.V. (Obernburg), tagesaktuelle Informationen, Handelsregisterauszüge - compaly. In: compaly.com. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  45. Vereine / Offenbacher Kickers. In: www.kickersjugend.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  46. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Landkreis Miltenberg 2003