Lolland Kommune

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Dänemark Lolland Kommune
Wappen von Lolland Kommune Lage von Lolland Kommune in Dänemark
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Sjælland
Einwohner: 41.615 (2019[1])
Fläche: 886,10 km² (2014[2])
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Kommunenummer: 360
Sitz der Verwaltung: Maribo
Anschrift: Jernbanegade 7
4930 Maribo
Bürgermeister: Holger Schou Rasmussen
(Socialdemokraterne)
Website: www.lolland.dk
Kirchspiele der Kommune
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Lolland Kommune ist eine Kommune in Dänemark. Sie befindet sich auf der gleichnamigen Insel Lolland in der Region Sjælland im Süden des Landes und wurde im Jahre 2007 im Zuge einer Verwaltungsreform gegründet.

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lolland umfasst die sieben früheren Kommunen Nakskov, Ravnsborg, Rudbjerg, Rødby, Maribo, Holeby und Højreby. Das Gebiet der Gemeinde umfasst 886,10 km².[2] Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortschaft Maribo. Die Einwohnerzahl ist rückläufig: Von fast 49 Tausend zum Zeitpunkt der Gebietsreform ging sie auf knapp 41 Tausend im Jahr 2018 zurück.[3]

Zu beachten ist, dass die Gemeinde nur den mittleren und westlichen Teil der Insel Lolland (etwa 1300 km²) umfasst, während der östliche Teil (die alten Kommunen Sakskøbing und Nysted sowie Toreby Sogn als Teil der alten Kommune Nykøbing Falster) zusammen mit der Insel Falster die neue Großgemeinde Guldborgsund Kommune bilden.

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichste Ortschaft ist Nakskov mit 12.661 Einwohnern (Stand 2018). Weitere Ortschaften der Kommune Lolland sind Holeby, Langø, Maribo, Nørreballe, Rødby und der Fährhafen Rødbyhavn. Einige Ortschaften überschneiden sich mit dem in Dänemark im Hinblick auf die kleineren Ortschaften üblichen Einheiten der Kirchspiele: Bandholm, Branderslev, Dannemare, Errindlev, Hillested, Horslunde, Hunseby, Sandby, Søllested, Stokkemarke und Utterslev.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt im Verlauf der Vogelfluglinie die international bedeutende Eisenbahn- und Straßenverbindung von Hamburg nach Kopenhagen.[4] Durch die Privatbahn Lokaltog sind auf der Strecke der früheren Lollandsbanen mehrere Gemeindeteile im Norden (unter anderem Nakskov und Maribo) an die Vogelfluglinie angeschlossen. Eine halbstündig fahrende Fähre verbindet den deutschen Ort Puttgarden in Schleswig-Holstein mit Rødbyhavn.[5]

Politik und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunal- und Regionalratswahlen am 21. November 2017 konnten aufgrund der gesunkenen Bevölkerungszahl nur noch 25 Ratsmitglieder (anstelle von 31 bei den Wahlen 2005, 2009 und 2013) in den Stadtrat gewählt. Die Sitzverteilung beträgt 11 Sitze für die Sozialdemokraten, 5 für die konservativ-liberale Venstre und 3 für die Dansk Folkeparti. Die übrigen 6 Sitze gingen an kleinere Gruppierungen.

Fundstätte des Männergrabs von Hoby

Bürgermeister ist Holger Schou Rasmussen von den Sozialdemokraten, stellvertretenden Bürgermeister Henrik Høegh von den Konservativ-Liberalen Venstre.[6] Henrik Høegh war Minister in der Regierung Lars Løkke Rasmussen I.

Die Kommune koordiniert mit einer eigenen Stabsstelle die öffentlichen Bibliotheken und die beiden Musikschulen im Gemeindegebiet und entwickelt und unterstützt kulturelle Initiativen und Freizeitangebote.[7]

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die archäologische Fundstätte des eisenzeitlichen Männergrabs von Hoby.[8][9]

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet liegen die folgenden Kirchspielgemeinden (dän.: Sogn) und Ortschaften mit über 200 Einwohnern (byer nach Definition der dänischen Statistikbehörde), bei einer eingetragenen Einwohnerzahl von Null hatte der Ort in der Vergangenheit mehr als 200 Einwohner. Mit der Ausweitung der Besiedlungsflächen wurde die Ortschaft Anderstrup vom Amt für Statistik seit der Kommunalreform 2007 zur Stadt Maribo gerechnet[1], in der nachfolgenden Tabelle ist das mit A gekennzeichnet. Die Ortschaft Vesterby auf der Insel Fejø hatte 2004 noch 247 Einwohner, seit der Kommunalreform leben dort weniger als 200 Menschen.[1][10] In der Tabelle ist das mit B gekennzeichnet.

Nr. Kirchspiel Einwohner[11] Ortschaft Einwohner[1]
28 Arninge Sogn 148
12 Askø Sogn 42
20 Avnede Sogn 335
18 Bandholm Sogn 850 Bandholm 530
11 Birket Sogn 499 Birket 0
13 Branderslev Sogn 359 Branderslev 210
36 Bursø Sogn 257
39 Dannemare Sogn 510 Dannemare 421
52 Errindlev Sogn 510 Errindlev 280
05 Fejø Sogn 462 VesterbyB < 200
06 Femø Sogn 121
45 Fuglse Sogn 470
40 Gloslunde Sogn 340
29 Græshave Sogn 152
21 Gurreby Sogn 0
16 Halsted Sogn 502
08 Herredskirke Sogn 0
34 Hillested Sogn 413 Hillested 224
44 Holeby Sogn 1.498 Holeby 1.397
04 Horslunde Sogn 748 Horslunde 636
25 Hunseby Sogn 2.002 AnderstrupA
Hunseby
0
378
26 Kappel Sogn 274
37 Krønge Sogn 96
01 Købelev Sogn 313
30 Landet Sogn 280
53 Langø Sogn 358 Langø 283
09 Løjtofte Sogn 0
35 Maribo Domsogn 4.636 MariboA 5.830
42 Nebbelunde Sogn 152
15 Nordlunde Sogn 106
54 Nøbbet Sogn 327
51 Olstrup Sogn 162
47 Ringsebølle Sogn 255
31 Ryde Sogn 235
46 Rødby Sogn 1.761 Rødby 2.066
50 Rødbyhavn Sogn 1.709 Rødbyhavn 1.624
07 Sandby Sogn 664 Sandby 366
19 Sankt Nikolai Sogn 8.807 Nakskov 12.691
22 Skovlænge Sogn 0
33 Skørringe Sogn 267
17 Stokkemarke Sogn 1.097 Stokkemarke 418
14 Stormarks Sogn 3.910 Nakskov 12.691
43 Sædinge Sogn 357
23 Søllested Sogn 0 Søllested 1.404
38 Tillitse Sogn 407
41 Tirsted Sogn 424
49 Torslunde Sogn 215
48 Tågerup Sogn 312
03 Utterslev Sogn 0 Utterslev 207
32 Vejleby Sogn 208
27 Vestenskov Sogn 436
10 Vesterborg Sogn 376
02 Vindeby Sogn 196
24 Østofte Sogn 948 Nørreballe 498

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. a b Statistikbanken -> Geografi, miljø og energi -> ARE207: Areal efter område (dänisch)
  3. a b Städtestatistik Dänemark. Abgerufen am 4. November 2018
  4. Reisebericht Vogelfluglinie bei Geo-Community. Abgerufen am 4. November 2018
  5. Fährverbindung Puttgarden - Rødbyhavn. Abgerufen am 4. November 2018
  6. Bürgermeister der Kommune Lolland. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)
  7. Kultur - Freizeit - Bürgerservice der Kommune Lolland.. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)
  8. Pressemitteilung des Nationalmuseums Kopenhagen vom 4. September 2012. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)
  9. Rezension zur Ausstellung Götter - Glaube - Germanen vom 28. April bis 28. Oktober 2018. Seite 6. Abgerufen am 4. November 2018
  10. www.statistikbanken.dk → Befolkning og valg → Folketal → Tabelle BEF4A (Population 1st January, by urban areas (DISCONTINUED)). Abgerufen am 21. Dezember 2010.
  11. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> KM1: Befolkningen 1. januar, 1. april, 1. juli og 1. oktober efter sogn og folkekirkemedlemsskab (dänisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lolland Kommune – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien