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Markus (Vorname)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Markus oder Marcus ist ein männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung des Namens

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Markus leitet sich ab vom häufigen lateinischen Vornamen Marcus (aus *mart-kos, „dem römischen Kriegsgott Mars geweiht“).[1] Ursprünglich bezeichnete er wohl meist Personen, die im Monat März geboren waren; dieser Monat hat seinen Namen vom Kriegsgott Mars, und der römische Kalender begann ursprünglich mit dem März als erstem Monat.

Seit dem frühen Christentum steht allerdings der Bezug dieses Namens zu dem gleichnamigen Evangelisten im Vordergrund.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Name Markus als Jungenvorname in Deutschland kaum gebräuchlich. Ende der fünfziger Jahre stieg seine Popularität dann stark an. Von der Mitte der Sechziger bis zum Ende der Siebziger war der Name meistens unter den zehn häufigsten des jeweiligen Jahrgangs.[2] Durchschnittlich belegte er in den 1970er Jahren Rang 4 in den Hitlisten.[3] Anfang der Neunziger ging seine Beliebtheit dann deutlich zurück.[2]

In Österreich lag der Name von 1984 bis 1991 in den Top-10 und bis 2019 in den Top-100. Seine Beliebtheit geht in den letzten Jahren stetig zurück. Im Jahr 2024 belegte er Rang 132.[4] Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 24.500 Mal gewählt. In der Schweiz wird der Name Markus seit 1930 jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Zwischen 1952 und 1976 befand er sich stets in den Top-10. Seit den 1990er Jahren geht seine Popularität zurück. Von 1930 bis 2023 wurde er etwa 37.100 Mal vergeben.[5]

Im Jahr 2023 belegte der Name in der Slowakei Rang 50.[6] In Tschechien hatte der Name seit der Jahrtausendwende ab und zu einen Platz in den Top-200 inne.[7] Der Name befand sich in Polen Anfang der Jahrtausendwende kurzzeitig in den Top-200.[8] In Estland lag der Name im Jahr 2005 auf der Spitzenposition der Vornamenscharts.[9] Der Name gehört in Schweden seit den 1980er Jahren zu den populären Jungennamen. In Norwegen befindet er seit den 1990er Jahren in den Top-100. Der Name ist in Dänemark mäßig beliebt und wird seit 1985 jährlich vergeben.[10] In Finnland belegte der Name im Jahr 2004 Rang 45.[11] In den Niederlanden kommt der Name Markus seit 1930 fast alljährlich in der Namensgebung vor. Der Name ist aber nur mäßig beliebt. Die Vergabe ist auch in Belgien, Liechtenstein und Frankreich nachgewiesen.[5]

Der Name taucht in England und Wales seit 1999 hin und wieder in den Top-1000 auf.[12] In den USA befand sich der Name von 1961 bis 2018 durchgehend in den Hitlisten der Top-1000.[13]

Varianten und abgeleitete Namen

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Wie Markus beziehen sich auch die Vornamen Martin und Martial sowie der französische Name Céline auf den Kriegsgott Mars.

Pseudonyme/Künstlernamen

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  • Markus (Musiker) (* 1959), Künstlername des deutschen Popsängers Markus Mörl, seit 2006 auch Markus M.
  • Markus, Pseudonym des Comicautors Danny de Laet
  • Markus (Karikaturist) (1928–2025), Pseudonym des Karikaturisten Jörg Mark-Ingraban von Morgen
  • Alexander Marcus, eigentlich Felix Rennefeld (* 1972), deutscher Popsänger
  • Jürgen Marcus, eigentlich Jürgen Beumer (1948–2018), deutscher Schlagersänger
  • L. Marcus, ein ehemaliger britischer Automobilhersteller
  • Markus-Stiftung, Familienstiftung zur Verwaltung des Vermögens von ALDI Nord
Wiktionary: Markus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 261.
  2. a b Markus. In: Beliebte-Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 29. September 2025.
  3. Beliebteste Vornamen der 1970er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 29. September 2025.
  4. Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 29. September 2025.
  5. a b Markus. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 29. September 2025.
  6. Popularity in Slovakia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  7. Popularity in Czechia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  8. Popularity in Poland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  9. Popularity in Estonia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  10. Markus. In: Nordicnames. Judith Ahrholdt, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  11. Popularity in Finland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  12. Popularity in England and Wales. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  13. Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  14. z. B. Markusine Guthjahr: Markusine Guthjahr. In: guthjahr.com. Abgerufen am 6. August 2019.