Markus Krösche

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Markus Krösche
Markus-Kroesche-2015-08.jpg
Markus Krösche (2015)
Personalia
Name Oliver Markus Krösche
Geburtstag 17. September 1980
Geburtsort HannoverDeutschland
Größe 180 cm
Position Defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–1996 Sportfreunde Ricklingen
1996–1999 Werder Bremen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1999–2001 Werder Bremen Amateure 55 0(3)
2001–2014 SC Paderborn 07 354 (15)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000 Deutschland U21 1 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2014–2015 SC Paderborn 07 II
2015–2017 Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Oliver Markus Krösche (* 17. September 1980 in Hannover) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer, sowie heutiger -manager.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markus Krösche, der 1999 als Mannschaftskapitän die deutsche A-Jugendmeisterschaft mit Werder Bremen gewann,[1] wechselte zur Saison 2001/02 von den Amateuren Bremens zum Regionalligakonkurrenten SC Paderborn 07, mit dem er in der Saison 2004/05 als Tabellenzweiter, punktgleich mit dem Meister Eintracht Braunschweig, den Aufstieg aus der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga schaffte. Als mittlerweile dienstältester Spieler verlängerte er 2008 seinen Vertrag beim SCP um weitere vier Jahre bis 2012. Er übernahm das Amt des Mannschaftskapitäns von René Müller, nachdem dieser nach dem Abstieg Paderborns in die 3. Liga den Verein verlassen hatte. In der Saison 2008/09 gelang Krösche mit Paderborn die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga. Nachdem er seinen Vertrag 2011 nochmals verlängert hatte, beendete Krösche seine Laufbahn als Fußballprofi im Sommer 2014. In seiner letzten Spielzeit gelang Paderborn 2013/14 erstmals der Aufstieg in die Bundesliga, zu dem er mit 18 Spieleinsätzen und zwei Toren beitrug.

Krösche spielte für den SC Paderborn 192 Mal in der 2. Bundesliga und 162 Mal in den dritten Ligen. Damit ist er Rekordspieler des SCP 07 und seiner Vorgängervereine im Profifußball.[2]

Im Jahr 2007 wurde Krösche in die Jahrhundertelf des SC Paderborn 07 gewählt.

Karriere als Trainer und Funktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainertätigkeiten in Paderborn und Leverkusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Karriere arbeitete Krösche in der Saison 2014/15 als Cheftrainer der in der sechstklassigen Westfalenliga antretenden zweiten Mannschaft des SC Paderborn 07. Sein ursprünglich bis zum 30. Juni 2017 gültiger Vertrag[3] wurde nach dem Saisonende aufgelöst, um Krösche einen Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen zu ermöglichen.

Beim Bundesligisten assistierte er in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 seinem ehemaligen Mitspieler und Trainer Roger Schmidt als Co-Trainer. Krösche unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.[4] Aufgrund einer Innenraumsperre von Schmidt in der Bundesliga betreute Krösche die Mannschaft vom 28. Februar bis zum 5. März 2016 (23. bis 25. Spieltag) während der Partien hauptverantwortlich;[5] die Mannschaft konnte in dieser Zeit nur einen Punkt erreichen, erzielte fünf Tore und musste zehn hinnehmen. Während einer erneuten Innenraumsperre von Schmidt übernahm Krösche wieder die Aufgaben des Cheftrainers vom 25. bis 29. Oktober 2016 während der Partien. Krösche schied mit der Mannschaft aus dem DFB-Pokal gegen die Sportfreunde Lotte aus[6] und gewann das Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg.[7]

Als Schmidt am 5. März 2017 von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden wurde,[8] verließ auch Krösche den Verein.

Im März 2018 bestand Krösche erfolgreich seinen Trainerlehrgang und erhielt die Fußballlehrer-Lizenz des DFB.[9]

Sport-Geschäftsführer beim SC Paderborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte März 2017 wurde Krösche Sport-Geschäftsführer des Drittligisten SC Paderborn 07. Krösche verpflichtete in der Schlussphase der Saison Steffen Baumgart als neuen Cheftrainer. Am Ende der Saison 2016/17 stand dennoch der sportliche Abstieg in die Regionalliga West fest. Da jedoch der Zweitliga-Absteiger TSV 1860 München die Lizenz nicht erhielt, verblieb der SC Paderborn in der Drittklassigkeit. In der Saison 2017/18 gelang unter Krösche und Baumgart der Aufstieg in die 2. Bundesliga und in der Saison 2018/19 der Durchmarsch in die Bundesliga.

Sportdirektor in Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2019/20 wechselte Krösche als Sportdirektor zu RB Leipzig und trat dort die Nachfolge von Ralf Rangnick an. Er erhielt beim Champions-League-Teilnehmer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.[10]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu seiner Karriere als Profifußballspieler nahm Krösche 2008 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn auf, das er nach sechs Semestern mit einem Notenschnitt von 2,7 und dem akademischen Grad Bachelor of Arts abschloss.[11] Seine Bachelorarbeit behandelt das Thema Die finanzielle Situation von Fußballprofis nach der Karriere – eine empirische Befragung unter 400 Fußballprofis.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche A-Jugend-Meisterschaft vor 20 Jahren – Was wurde aus Werders goldener Generation?, abgerufen am 16. März 2020
  2. Kicker Online: Rekordspieler verlängert bis 2014
  3. SC Paderborn 07: Krösche bleibt dem SCP als Trainer erhalten, 20. März 2014
  4. Bayer 04 Leverkusen: Bayer 04 verpflichtet Markus Krösche als Co-Trainer (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayer04.de, 5. Juni 2015
  5. kicker online: Markus Krösche springt für Schmidt ein, 24. Februar 2016, abgerufen am 24. Februar 2016.
  6. Spielbericht Sportfreunde Lotte gegen Bayer 04 Leverkusen vom 25. Oktober 2016; kicker.de, abgerufen am 13. Dezember 2016
  7. Spielbericht VfL Wolfsburg gegen Bayer 04 Leverkusen vom 29. Oktober 2016; kicker.de, abgerufen am 13. Dezember 2016
  8. Bayer 04 trennt sich von Cheftrainer Roger Schmidt (Memento des Originals vom 8. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayer04.de; bayer04.de, vom 5. März 2017, abgerufen am 6. März 2017
  9. DFB vergibt 25 neue Fußball-Lehrer-Lizenzen, dfb.de
  10. Krösche neuer RBL-Sportdirektor | Rangnick wechselt zu Red Bull, dierotenbullen.com, 4. Juni 2019, abgerufen am 4. Juni 2019.
  11. Markus Krösche: "Als Profi verfügst du über unglaublich viele Privilegien" vom 13. April 2013, abgerufen am 27. November 2013
  12. Markus Krösche ist neuer Sportdirektor bei RB Leipzig: Autohändler in der Champions League