Matthias Freihof

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Matthias Freihof im Friedrichstadtpalast Berlin – April 2009

Matthias Freihof (* 25. November 1961 in Plauen) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur und der Ableistung seines dreijährigen Wehrdienstes in der NVA studierte Freihof von 1983 bis 1987 an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin[1][2]. Sein Bühnendebüt gab er am Berliner Maxim-Gorki-Theater.

1986 stand er erstmals für den TV-Zweiteiler Ernst Thälmann vor der Kamera. 1987 spielte er in der Filmbiografie Käthe Kollwitz – Bilder eines Lebens Peter Kollwitz, den zweiten Sohn der Bildhauerin, Malerin und Grafikerin Käthe Kollwitz. Mit der Hauptrolle als Lehrer Philipp Klarmann in Coming Out, dem ersten DDR-Film mit homosexuellem Inhalt, gelang ihm im Jahr 1989 der Durchbruch.

Nach der Wende war er von 1996 bis 1997 in der ARD-Seifenoper Marienhof als Lehrer Boris Magnus zu sehen. Von 1998 bis 2003 spielte er die Rolle des Assistenten Lorenz Wigand von Hauptkommissar Siska in der gleichnamigen ZDF-Krimiserie. Gastauftritte hatte er unter anderem in Der Alte, Mona M. – Mit den Waffen einer Frau, Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei und Stubbe – Von Fall zu Fall.

In dem Kinofilm Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat von 2008, der das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 rekonstruiert und in dem Tom Cruise den Part des Stauffenberg übernahm, verkörperte Freihof den Reichsführer SS, Heinrich Himmler.[3][4]

2021 spielte er in der fünfteiligen ARD-Serie All You Need die Rolle des Volker.

Matthias Freihof betätigt sich neben seinen Arbeiten auf der Bühne und vor der Kamera als Synchronsprecher. In dem in den Walt Disney Studios entstandenen US-amerikanischen 30. abendfüllenden Zeichentrickfilm Die Schöne und das Biest, einer Adaption des gleichnamigen französischen Volksmärchen, und den Fortsetzungen Die Schöne und das Biest: Weihnachtszauber und Die Schöne und das Biest: Belles zauberhafte Welt sprach und sang er die Rolle des Biestes, das im Original von Robby Benson gesprochen wird.

Freihof ist neben seiner Schauspiel- und Sprechtätigkeit als Sänger aktiv. Eines seiner Lieder trägt den Titel Schmeckt dein Leben nach Kamillentee (1989). 1993 veröffentlichte er gemeinsam mit der Band L’art de passage das Album Leidenschaften und interpretierte mit selbiger Band und Gisela May Lieder von Jacques Brel.

Zeitweilig lehrte er als Dozent an der Schauspielschule Ernst Busch und der Berliner Schule für Schauspiel.

Freihof lebt in Berlin. Er lebt offen homosexuell.[5]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 130 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Freihof bei castupload.com, abgerufen am 19. Februar 2022
  2. Matthias Freihof bei der Agentur Nicolai, abgerufen am 19. Februar 2022
  3. RP Online: „Ganze Kerle“ und „Valkyrie“ – Von der Komödie zum Kinofilm vom 17. August 2007
  4. Das Jubiläum des Ost-Coming-outs; taz. 9. November 2009
  5. taz.de: Das Jubiläum des Ost-Coming-outs Homosexueller Beweis: Das Jubiläum des Ost-Coming-outs. In: taz vom 9. November 2009.
  6. Neues Deutschland vom 26. Juni 1986, S. 7