Matthias Freihof

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Matthias Freihof im Friedrichstadtpalast Berlin – April 2009

Matthias Freihof (* 25. November 1961 in Plauen) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur und der Ableistung seines dreijährigen Wehrdienstes in der NVA studierte Freihof an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin. Er debütierte am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Mit der Hauptrolle als Lehrer Philipp Klarmann in Coming Out, dem ersten DDR-Film mit homosexuellem Inhalt, gelang ihm im Jahr 1989 der Durchbruch. Als Lehrer Boris Magnus war er von 1996 bis 1997 in der ARD-Seifenoper Marienhof zu sehen. Von 1998 bis 2003 spielte er die Rolle des Assistenten Lorenz Wigand von Hauptkommissar Siska in der gleichnamigen ZDF-Krimiserie. Gastauftritte hatte er unter anderem in Der Alte, Mona M. – Mit den Waffen einer Frau und Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei.

Freihof ist auch als Sänger aktiv gewesen. Eines seiner Lieder trägt den Titel Schmeckt dein Leben nach Kamillentee (1989). 1993 veröffentlichte er gemeinsam mit der Band L’art de passage das Album Leidenschaften.

Zeitweilig lehrte er als Dozent an der Schauspielschule Ernst Busch und der Berliner Schule für Schauspiel.

In dem Kinofilm Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat, der das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 rekonstruiert und in dem Tom Cruise den Part des Stauffenberg übernahm, verkörperte Freihof den Reichsführer SS, Heinrich Himmler.[1] Seine beiden kurzen Szenen wurden jedoch herausgeschnitten, sodass er in der endgültigen Kinofassung nicht zu sehen war.[2]

Freihof lebt in Berlin. Er lebt offen homosexuell.[3]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie (Theater)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 130 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RP Online: „Ganze Kerle“ und „Valkyrie“ – Von der Komödie zum Kinofilm vom 17. August 2007
  2. Das Jubiläum des Ost-Coming-outs; taz. 9. November 2009
  3. taz.de: Das Jubiläum des Ost-Coming-outs Homosexueller Beweis: Das Jubiläum des Ost-Coming-outs. In: taz vom 9. November 2009.
  4. Neues Deutschland vom 26. Juni 1986, S. 7