Meinisberg

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Meinisberg
Wappen von Meinisberg
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Biel/Biennew
BFS-Nr.: 0390i1f3f4
Postleitzahl: 2554
Koordinaten: 593112 / 223199Koordinaten: 47° 9′ 35″ N, 7° 20′ 52″ O; CH1903: 593112 / 223199
Höhe: 445 m ü. M.
Höhenbereich: 426–563 m ü. M.[1]
Fläche: 4,39 km²[2]
Einwohner: 1326 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 302 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
11,2 % (31. Dezember 2020)[4]
Gemeindepräsident: Daniel Kruse (SVP)
Website: www.meinisberg.ch
Ortseingang von Meinisberg

Ortseingang von Meinisberg

Lage der Gemeinde
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Meinisberg (auch: Meinisberg bei Biel; frz. Montménil) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Biel/Bienne des Kantons Bern in der Schweiz. Neben der Einwohnergemeinde existiert eine Burgergemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Pieterlen, Lengnau BE, Büren an der Aare und Safnern. Die Gemeinde liegt im Berner Seeland am Häftli, einer ehemaligen Flussschlaufe der Aare. Heute ist die Flussschlaufe nur noch eine Art See, da der Nidau-Büren-Kanal diese abkürzt. Wie viele Gemeinden im Seeland wurde Meinisberg zum Schutz vor Überschwemmungen etwas angehoben am Fusse des Büttenberges angelegt. Erst nach den Juragewässerkorrektionen konnten die trockengelegten Sümpfe genutzt werden.

Die Gesamtfläche von Meinisberg beträgt 4,39 km² wovon 1,06 km² Wald und Gehölz sind. Die unproduktive Fläche der Gemeinde ist 0,21 km² gross.

Meinisberg liegt zwischen 430 m ü. M. am Bockeggen und 551 m ü. M. auf dem Berg.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 493
1880 528
1900 532
1920 609
1950 675
1970 980
1990 1'060
2000 1'195
2006 1'252

Von den 1252 Einwohnern, welche insgesamt 539 Gebäude bewohnen, sind 123 Ausländer (9,8 %), was für Schweizer Verhältnisse ein eher kleiner Anteil ist. Das Bevölkerungswachstum von Meinisberg ist nicht sehr gross. Die Gemeinde wächst nur langsam.

Neben der Einwohnergemeinde existiert eine Burgergemeinde. Diese besitzt einen Grossteil der Waldfläche des Dorfes und ist damit wohl grösste Landbesitzerin in Meinisberg.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meinisberg ist grösstenteils deutschsprachig.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Meinisberg gehört der grösste Teil der Bevölkerung dem reformierten christlichen Glauben an. Das Kirchgemeindehaus in Meinisberg gehört zur Kirchgemeinde Pieterlen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat (Exekutive) von Meinisberg besteht aus 7 Mitgliedern.

Die Gemeindeversammlung (Legislative) besteht aus allen Stimmberechtigten. Abstimmungen zu Gemeindeangelegenheiten erfolgen in der Regel mit offenem Handmehr.

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 37,4 %, SP 13,7 %, BDP 11,7 %, GPS 8,2 %, glp 7,5 %, FDP 5,8 %, EDU 4,0 %, EVP 4,0 %, CVP 2,1 %, Capaul 2,0 %, Piraten 1,0 %.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezüglich der Entstehung von Meinisberg gibt es im geographischen Lexikon der Schweiz Informationen über Landverkäufe und Verträge aus dem Jahre 1261 und 1321,[6] das Historische Lexikon der Schweiz erwähnt erste Nennungen auf Französisch und 1332 als Meynesberg.[7]

Die erste urkundliche Erwähnung von Meinisberg fand unter dem Namen Meinosberg am 5. Mai 1312 statt. Die besagte Urkunde befindet sich im Staatsarchiv in Bern.

Von 1913 bis 1940 war Meinisberg der Endbahnhof der Schmalspurbahn Biel-Meinisberg-Bahn.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Kunz: «Vom Graswurm» zum «Orangen Pfeil», Geschichte der Schmalspurbahn Biel-Meinisberg BMB, 1913–1940, Vereinigung für Heimatpflege Büren, 2003
  • Konrad Kunz: «Meinisberg – Eine Dorfgeschichte», Einblick in die Geschichte und Entwicklung einer dörflichen Gemeinschaft, 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Meinisberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Resultate der Gemeinde Meinisberg. (html) Staatskanzlei des Kantons Bern, 20. Oktober 2019, abgerufen am 1. November 2020.
  6. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 3: Krailigen – Plentsch. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1905, S. 331, Stichwort Meinisberg  (Scan der Lexikon-Seite).
  7. Anne-Marie Dubler: Meinisberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.