Murettopass

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Murettopass
Blick zum Murettopass

Blick zum Murettopass

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 2562 m s.l.m.
Region Kanton Graubünden, Schweiz Provinz Sondrio, Italien
Wasserscheide Orlegna, Mera Mallero
Talorte Maloja Chiesa in Valmalenco
Ausbau Wanderweg
Gebirge Bernina-Alpen
Karte
Murettopass (Bernina-Alpen)
Murettopass
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Koordinaten, (CH) 46° 20′ 56″ N, 9° 44′ 1″ O (776650 / 135631)Koordinaten: 46° 20′ 56″ N, 9° 44′ 1″ O; CH1903: 776650 / 135631
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Der 2562 m hohe Murettopass (ital. Passo del Muretto) liegt zwischen der Berninagruppe und den Südlichen Bergeller Bergen. Ein Wanderweg verbindet hier den Engadiner Malojapass über das Valmalenco mit Sondrio im Veltlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits für das Jahr 1375 ist ein Raubzug aus dem Malenco überliefert, der über den Murettopass führte. Nachdem 1618 Truppen aus dem Engadin ins Veltlin einfielen, nahmen zwei Jahre später Flüchtlinge aus dem Veltlin den entgegengesetzten Weg.

Mitte des 19. Jahrhunderts verlor der Pass seine vorherige Bedeutung. Schuld daran waren restriktive Zollvorschriften der Eidgenossen. Nunmehr verlangte jeder Passhandel eine Zollstation, die aber am Muretto nicht gebaut wurde, obwohl dies besonders von lokalen Stellen gefordert wurde. Wurden noch 1814 am Muretto 70.000 Saum Wein aus dem Veltlin in die Schweiz gebracht, dazu noch allerlei weitere regionale Produkte, war es nach 1848 nur noch etwas Vieh und andere landwirtschaftliche Produkte. Aber schon zuvor erlitt der Verkehr am Muretto einen herben Rückschlag, als bei einem Unwetter im Jahre 1834 große Teile des Weges zerstört und nicht so bald wiederhergestellt wurden. Letztendlich war dies wohl auch der Grund, warum der Muretto keine Zollstation erhielt, maß man doch deren Bedarf am aktuellen Verkehr.

Letztendlich wurde der Weg nur noch dürftig wiederhergestellt, sodass er gefahrlos für Fußgänger und den Viehtrieb nutzbar war. Das hat sich bis heute nicht geändert, weshalb den Weg heute nur noch Wanderer nutzen. Diese können den Pass in 5 bis 6 Stunden zu Fuß relativ bequem bewältigen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steffan Bruns: Alpenpässe – Geschichte der alpinen Passübergänge. Vom Inn zum Gardasee. 1. Auflage. Band 3. L. Staackmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-88675-273-7, S. 109.