Nationalpark Stilfser Joch

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Nationalpark Stilfser Joch
Laaser Tal
Laaser Tal
Nationalpark Stilfser Joch (Italien)
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Koordinaten: 46° 28′ 31″ N, 10° 40′ 0″ O
Lage: Südtirol, Sondrio, Trentino, Brescia, Italien
Nächste Stadt: Meran, Tirano
Fläche: 1346,2 km²
Gründung: 24. April 1935
Adresse: Parco Nazionale dello Stelvio

Via Roma, 26
23032 Bormio (SO)

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Wasserfall im Nationalpark

Der Nationalpark Stilfser Joch (italienisch Parco Nazionale dello Stelvio) ist ein Nationalpark in Südtirol, im Trentino und in der Lombardei (Italien). Das Symbol des Parks ist der Steinadler.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark Stilfser Joch ist 134.620 Hektar groß, zählt damit zu den größten Naturschutzgebieten in Europa und erstreckt sich über vier italienische Provinzen:

Der Nationalpark wird im Norden durch das Val Müstair und den Vinschgau, im Osten durch das Ultental, im Süden vom Val di Sole und vom Valcamonica und im Westen vom Veltlin und dem Val di Livigno begrenzt.

Im Norden grenzt der Nationalpark unmittelbar an den Schweizerischen Nationalpark im Engadin im Kanton Graubünden. Im Süden wird er lediglich durch das Parco regionale dell’Adamello vom Naturpark Adamello in der Lombardei und durch das Val di Sole vom Naturpark Adamello-Brenta im Trentino getrennt.

Der Nationalpark umfasst große Teile der Ortler-Alpen, der Livigno-Alpen und der Sobretta-Gavia-Gruppe.

Klima und Höhenlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark Stilfser Joch weist alle alpinen Klimazonen auf:

  • Von Talböden im unteren Vinschgau bei Latsch mit ca. 650 m ü. NN
  • über bewaldete Berghänge von 700 bis ungefähr 2100 m ü. NN
  • und auf Grashängen gelegenen Almen von 2100 m ü. NN bis zu ca. 3000 m ü. NN
  • bis hin zu hochalpinen Gletscherregionen in der Nähe des Ortlers (z. B. Monte Livrio – zweithöchstes Sommerskigebiet der Alpen) mit bis zu 3905 m ü. NN.

Er ist durch eine Vielfalt an Alpentieren und -pflanzen charakterisiert. Der Nationalpark Stilfser Joch bildet eines der größten Schutzgebiete der Alpen.

Für das Fischen im Nationalpark werden Sondergenehmigungen ausgestellt. Die Jagd ist an sich verboten, da der zunehmende Wildbestand aber große Schäden am Baumbestand und an den Bauerngütern angerichtet hat, werden für „Entnahmespezialisten“ eine jährliche Anzahl von Abschüssen freigegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde bereits über einen Schutz der Natur des Ortler-Gebietes nachgedacht. Im Jahr 1935 kam es schließlich zur Einrichtung des Nationalparks. Die Reglementierung folgte allerdings erst 1951. Im Jahr 1977 wurde der Park erweitert. Bis 1995 wurde der Nationalpark durch den staatlichen Forst- und Domänenbetrieb verwaltet, anschließend durch ein Nationalpark-Konsortium, das vom italienischen Umweltministerium, Südtirol, dem Trentino und der Lombardei besetzt wurde. Zu einer weiteren Dezentralisierung kam es 2016. Seither üben Südtirol, das Trentino und die Lombardei selbst die Verwaltungskompetenzen aus, die finanzielle Ausstattung übernehmen anstelle des Staates die beiden autonomen Provinzen Südtirol und Trentino. Ein von den drei Ländern und dem Umweltministerium besetztes Koordinierungs- und Ausrichtungskomitee wacht allerdings über gemeinsame Leitlinien und ein einheitliches Auftreten.[1]

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wohl wichtigste Verkehrsverbindung innerhalb des Nationalparks, die Bormio mit Prad, also die Lombardei mit Südtirol verbindet, ist das Stilfser Joch. Das ist mit 2757 m der zweithöchste Pass der Alpen. Außerdem verbindet der Schweizer Umbrailpass (2502 m) die Stilfser-Joch-Passstraße mit Santa Maria im Münstertal. Der Passo di Gavia verbindet die Orte Bormio und Ponte di Legno.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptsitz der Nationalparkverwaltung befindet sich in Bormio, Außenstellen bestehen in Glurns und Peio.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nationalpark Stilfser Joch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nationalpark Stilfserjoch - Die neue Verwaltung ist angelaufen - Das Koordinierungskomitee im Nationalpark Stilfserjoch ist eingesetzt. Der Vinschger Wind, 2. August 2016, abgerufen am 26. August 2016.