Mals

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Mals
(ital.: Malles Venosta, vallader: Damal)
Wappen von Mals
Mals in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Vinschgau
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2015)
5.088/5.162
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
96,92 % deutsch
3,00 % italienisch
0,08 % ladinisch
Koordinaten 46° 41′ N, 10° 33′ OKoordinaten: 46° 41′ N, 10° 33′ O
Meereshöhe: 921–3738 m s.l.m. (Zentrum: 1051 m s.l.m.)
Fläche: 247,1 km²
Dauersiedlungsraum: 24,1 km²
Fraktionen: Burgeis, Laatsch, Mals, Matsch, Planeil, Plawenn, Schleis, Schlinig, Tartsch, Ulten-Alsack
Nachbargemeinden: Glurns (I), Graun im Vinschgau (I), Laas (I), Schlanders (I), Schluderns (I), Schnals (I), Scuol (CH), Sent (CH), Sölden (A), Taufers im Münstertal (I)
Postleitzahl: 39024
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021046
Steuernummer: 82006550212
Bürgermeister (2015): Ulrich Veith (SVP)

Mals (italienisch Malles Venosta, Vallader Audio-Datei / Hörbeispiel Damal?/i) ist eine Marktgemeinde mit 5162 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) im Vinschgau in Südtirol (Italien). Hauptort der Gemeinde ist das gleichnamige Dorf Mals.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf zwei Dörfer der Gemeinde Mals: links Laatsch, rechts Mals

Die Gemeinde Mals befindet sich im Südtiroler Vinschgau und umfasst Teile des obersten Etschtals, mehrere Seitentäler und umliegende Berggebiete. Die Bevölkerung verteilt sich auf mehrere dörfliche Siedlungen.

Folgende Fraktionen gehören zur Gemeinde Mals:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mals ist Endpunkt der Vinschgaubahn

Für den Kraftverkehr ist Mals in erster Linie durch die SS 40 erschlossen. Zudem endet im Gemeindegebiet die Vinschgaubahn, die am Bahnhof Mals eine Zugangsstelle bietet. Der Bahnhof ist auch ein Umsteigeknoten für den lokalen Busverkehr sowie Busverbindungen Richtung Österreich und Schweiz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mals von Malettes aus in Richtung Laatsch, Taufers und Münstertal/CH

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[2]

  • Karl Stecher: 1952–1974
  • Albert Flora: 1974–1991
  • Josef Noggler: 1991–2008
  • Ulrich Veith: 2009–

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Mals setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015[3] wie folgt zusammen:

  • 12 Sitze SVP
  • 6 Sitze Offene GemeindeListe Mals

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwester Cyrina, Oberin im alten Spital (Martinsheim) in Mals im Vinschgau
  • Schwester Cyrina (Regina Gostner): Schwester Cyrina wurde am 20. April 1913 in St. Andrä bei Brixen geboren und trat 1933 dem Orden der Barmherzigen Schwestern bei. Am 3. Februar 1943 kam sie nach Mals und betreute im damaligen Spital die Patienten. Von ihren Mitschwestern wurde sie zur Oberin gewählt, von der Bevölkerung aufgrund ihrer Fürsorglichkeit und ihrer Kompetenz sehr geschätzt. Über mehrere Jahrzehnte leitete sie das Altersheim und betreute zuerst mit dem Gemeindearzt Dr. Hans Maier und später mit Dr. Martin Brugger die Bewohner. 1976 wurde ihr die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. 1997 gab sie die Leitung des Altersheimes ab, stellte ihre Arbeitskraft im Rahmen ihrer Möglichkeit aber immer noch dem Haus zur Verfügung. Als Anerkennung für ihre Dienste zum Wohle der Bevölkerung erhielt Schwester Cyrina mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates am 23. März 1983 die Ehrenbürgerschaft.
Karl Stecher, Hirschenwirt und Bürgermeister von Mals im Vinschgau
  • Karl Stecher (Hirschenwirt und Altbürgermeister): Karl Stecher wurde am 30. August 1900 in Mals geboren und verstarb am 22. Juni 1981 daselbst. Karl Stecher führte für etliche Jahre den elterlichen Gasthof Zum Hirschen. Von 1943 bis 1945 hatte er das Amt als kommissarischer Verwalter der Gemeinde Mals inne. Im Jahre 1945 musste er das Gemeindeamt verlassen, da sich mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die politische Situation in Südtirol änderte. Von 1952 bis 1974 war Karl Stecher dann allerdings durchgehend Bürgermeister von Mals. Er leitete also 22 Jahre lang durchgehend die Geschicke der Gemeinde Mals und wurde als weitsichtiger und geradliniger Verwalter geschätzt. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er am 23. November 1978 vom Gemeinderat einstimmig zum Ehrenbürger der Gemeinde Mals ernannt.

Der Gemeinderat von Mals hat mit Beschluss Nr. 45 vom 30. September 2013 die Verleihung folgender Ehrenbürgerschaften beschlossen:

  • Paul Thöni, geb. 1926: Direktor der Mittelschule Mals im Ruhestand für Verdienste von außerordentlicher Tragweite im Auf- und Ausbau der Mittelschule im Obervinschgau
  • Max Bliem, geb. 1936: Direktor des Oberschulzentrums Mals im Ruhestand für Verdienste von außerordentlicher Tragweite im Auf- und Ausbau des Oberschulzentrums in Mals
  • Martin Brugger, geb. 1944: Amtsarzt der Gemeinde Mals im Ruhestand für Verdienste von außerordentlicher Tragweite im Rahmen der ärztlichen Grundversorgung in der Gemeinde Mals

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. Jukundus Schmied: Malles – Geschichtliches aus der Vergangenheit und Gegenwart. Fb. Hofbuchdruckerei A. Weger, Bressanone 1942 – A.XX
  • Josef Dietl: Chronik der Marktgemeinde Mals. P. Cölestin Stampfer, Meran 1885.
  • Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Band 1, Athesia, Bozen 1995.
  • Mercedes Blaas: Siebenkirchen – Geschichte der Pfarre Mals. Tappeiner, Bozen 1992, ISBN 88-7073-138-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mals – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Südtirol Handbuch 2013, S. 220.
  2. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).
  3. buergernetz.bz.it