Zum Inhalt springen

Neukaledonische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Neukaledonien
Nouvelle-Calédonie
Spitzname(n) Les Cagous (Die Kagus)
Verband Fédération Calédonienne de Football
Konföderation OFC
Cheftrainer FrankreichFrankreich Johann Sidaner (seit 2022)
Kapitän César Zéoula
Rekordspieler César Zéoula (46/36[1])
Rekordtorschütze Bertrand Kaï (23/22[1])
Heimstadion Stade Numa-Daly, Magenta
FIFA-Code NCL
FIFA-Rang 151. (1036,95 Punkte)
(Stand: 1. April 2026)[2]
Heim
Auswärts
Bilanz
258 Spiele
134 Siege
34 Unentschieden
90 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Neukaledonien Neukaledonien 2:0 Neuseeland Neuseeland
(Nouméa, Neukaledonien; 19. September 1951)
Höchste Siege
Neukaledonien Neukaledonien 18:0 Guam Guam
(Papua-Neuguinea; Sep. 1991)
Neukaledonien Neukaledonien 18:0 Mikronesien Mikronesien Foderierte Staaten
(Fidschi; 1. Juli 2003)
Höchste Niederlage
Australien Australien 11:0 Neukaledonien Neukaledonien
(Auckland, Neuseeland; 2002)
Erfolge bei Turnieren
Ozeanienmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 6 (Erste: 1973)
Beste Ergebnisse 2. Platz 2008, 2012
(Stand: 8. Oktober 2025)

Die neukaledonische Fußballnationalmannschaft ist das Auswahlteam des französischen Überseegebiets Neukaledonien.

Neukaledonien ist seit 2004 Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und seit 2004 Vollmitglied des Kontinental-Verbandes OFC (seit 1969 bestand eine sog. assoziierte Mitgliedschaft). Seit Bestehen der FIFA-Mitgliedschaft ist Neukaledonien berechtigt, an Fußball-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Am OFC-Nations-Cup nahm der Verband bereits als assoziiertes Mitglied seit seiner Gründung teil. Bisher ist es der Mannschaft noch nicht gelungen, sich für die Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Für den OFC-Nations-Cup war man bisher sechsmal qualifiziert.

Beim Fußballturnier der Pazifikspiele war die Mannschaft 1963, 1969, 1971, 1987 und 2007, 2011, 2015 und 2023 siegreich.

Außerdem beteiligt sich die Nationalelf an der Coupe de l’Outre-Mer, dem Wettbewerb für Nationalmannschaften aus Frankreichs überseeischen Gebieten. Bisher beste Platzierung dabei war Rang 5 beim Turnier 2008.

Neukaledonien bei der Fußball-Weltmeisterschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland markiert den ersten Auftritt einer neukaledonischen Auswahl bei einem FIFA-Weltturnier. In der Gruppe 1 der Ozeanien-Zone spielte die Mannschaft gegen die Cookinseln (8:0), die Salomonen (0:2), Tahiti (0:0) und Tonga (8:0). Nach dieser Runde belegte Neukaledonien den dritten Tabellenrang hinter den Salomonen und Tahiti, was das Ausscheiden bedeutete.

Bei der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika belegte Neukaledonien den zweiten Platz in der ersten Vorrundengruppe hinter Fidschi (1:1) und vor den Cookinseln (3:0), Tahiti (1:0) und Tuvalu (1:0). Durch einen 3:2-Sieg im Halbfinale der Südpazifikspiele über die Salomonen qualifizierte sich Neukaledonien für die zweite Hauptrunde der Qualifikation, welche im Rahmen des OFC-Nationen-Pokals ausgespielt wurde (Im Finale der Südpazifikspiele besiegte man Fidschi mit 1:0). Fidschi und Vanuatu konnten mit Auswärtsunentschieden und Heimsiegen auf Distanz gehalten werden; Neuseeland jedoch erwies sich als stärker und gewann beide Spiele.

2025 gelang es der Mannschaft erstmals, sich für das interkontinentale Play-Off-Turnier zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu qualifizieren, indem sie das Finale der 3. Runde der OFC WM-Qualifikation erreichte; dort unterlag sie Neuseeland mit 0:3.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmen am OFC Nations Cup

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmen an den Südpazifik- und Pazifikspielen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neukaledonien nahm an allen Austragungen teil und ist mit acht Titeln Rekordsieger.

Teilnahmen am Melanesien-Cup

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neukaledonien nahm an neun der elf bisherigen Austragungen teil und konnte außer dem ersten Platz alle anderen Plätze mindestens einmal belegen. Seit 2022 läuft das Turnier unter der Bezeichnung „MSG Prime Minister’s Cup“.

  • 1988 – Dritter
  • 1989Zweiter
  • 1990Zweiter
  • 1992Zweiter
  • 1994 – Vierter
  • 1998 – Fünfter (von 5 Teilnehmern)
  • 2000 – Vierter
  • 2022 – Gruppenphase
  • 2023Zweiter
  • 2024 – nicht teilgenommen
  • 2025 – nicht teilgenommen

Coupe de l’Outre-Mer

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 2008: Fünfter
  • 2010: Gruppenphase (die Plätze 5 bis 8 wurden nicht ausgespielt)
  • 2012: Siebter

Bekannte Spieler

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Die FIFA zählt nur Tore und Spiele gegen FIFA-Mitglieder
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 1. April 2026, abgerufen am 1. April 2026. (Mannschaften ohne Platz und Punkte sind seit mehr als 48 Monaten inaktiv.)
  3. Les frères Toto, symboles de Kanaky. In: France Football. 1. Januar 2008, S. 28/29