Officine Stampaggi Industriali

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Officine Stampaggi Industriali S.p.A.
Rechtsform S.p.A.
Gründung 1960
Auflösung 1968
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Turin
Leitung Arrigo Olivetti und Luigi Segre
Branche Automobilhersteller

Officine Stampaggi Industriali S.p.A. war ein italienischer Hersteller von Automobilen.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrigo Olivetti und Luigi Segre gründeten 1960 in Turin das Unternehmen. Ziel war die Entwicklung und die Fertigung von Karosserien und kompletten Automobilen. Ab 1963 wurden komplette Fahrzeuge unter dem Markennamen OSI vermarktet. 1968 ging das Unternehmen in Insolvenz.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst entstanden verschiedene Karosserien für Modelle von Alfa Romeo, Fiat und Innocenti. Dazu zählten der Alfa Romeo 2600 Berlina de Luxe, das Fiat 2300 S Coupé, der Fiat 1300 Kombi, der Fiat 1500 Kombi und der Innocenti Spider. Als OSI 1200 S erschien 1963 das erste als OSI vermarktete Fahrzeug. Dies war ein Cabriolet auf Basis des Fiat 1100, mit Vierzylindermotor, 1221 cm³ Hubraum und 58 PS Leistung. Das meistgebaute Modell war mit etwa 10000 Stück der Ford Anglia Torino 105E. Bekannt ist auch der OSI-Ford 20 M TS, von dem 3500 Exemplare entstanden. Vorgestellt wurde das Coupé auf dem Genfer Auto-Salon 1966. Basis war der Ford 20M. 1968 endete die Produktion.

Für OSI tätige Automobildesigner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für OSI wurden im Laufe des Bestehens mehrere namhafte Automobildesigner tätig, teils als Mitarbeiter, teils auf freiberuflicher Basis, darunter Virgil Max Exner jr., Tom Tjaarda, Giovanni Michelotti, Giorgio Batistella, Sergio Coggiola, Sergio Sartorelli, Werner Hölbl und Paul Breuer.

Eine weitere Person, die wiederholt mit OSI in Verbindung stand, war Pietro Sibona, der von 1962 bis Ende 1966 Mitinhaber der Carrozzeria Sibona-Basano war: Anfang der 1960er-Jahre arbeitete er als Meister für Metallbearbeitung und -verarbeitung bei Ghia, wo er mehrere Prototypen betreute, die dann bei OSI in die Serienfertigung gingen; Ende 1966 gab er seine selbständige Tätigkeit auf und wechselte auf Anregung von Sergio Sartorelli als Leiter der Prototypenwerkstatt in das inzwischen von OSI geschaffene Centro Stile e Esperienze.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Linz und Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8
  • Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 2 G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: OSI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien