Partisansk

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Stadt
Partisansk
Партизанск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Region Primorje
Stadtkreis Partisansk
Bürgermeister Aleksandr Galuschtschenko
Gegründet 1896
Frühere Namen Sutschanski Rudnik (bis 1932)
Sutschan (1932–193x)
Gamarnik (193x–1937)
Sutschan (1937–1972)
Stadt seit 1932
Fläche 126 km²
Bevölkerung 38.659 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 307 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 140 m
Zeitzone UTC+10
Telefonvorwahl (+7) 42363
Postleitzahl 692851–692864
Kfz-Kennzeichen 25, 125
OKATO 05 417
Website www.partizansk.org
Geographische Lage
Koordinaten 43° 8′ N, 133° 8′ OKoordinaten: 43° 8′ 0″ N, 133° 8′ 0″ O
Partisansk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Partisansk (Region Primorje)
Red pog.svg
Lage in der Region Primorje
Liste der Städte in Russland

Partisansk (russisch Партизанск) ist eine Stadt in der Region Primorje (Russland) mit 38.659 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partisansk liegt an der Ostflanke eines sich bis an die Küste des Japanischen Meeres erstreckenden südlichen Ausläufers des Sichote-Alin, etwa 170 km östlich der Regionshauptstadt Wladiwostok und 50 nördlich der Hafenstadt Nachodka. Die Stadt wird von mehreren Bächen durchflossen, die wenige Kilometer weiter östlich in den Fluss Partisanskaja münden.

Die Stadt Partisansk ist der Region administrativ direkt unterstellt.

Durch Partisansk führt eine Zweigstrecke der Transsibirischen Eisenbahn, welche diese mit dem Hafen Nachodka verbindet. Ein Teil dieser Strecke entstand bereits vor 1906 als eine von Ugolnaja (bei Wladiwostok) von der Transsib abzweigende Schmalspurbahn für den Kohletransport (Spurweite zunächst 600 mm, später teilweise 750 mm). Mit wachsendem Güteraufkommen wurde die Strecke auf russische Breitspur erweitert, dabei wurde Partisansk 1935 erreicht und die Strecke zugleich bis Nachodka verlängert. Seit 1966 ist die heute zweigleisige Strecke elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partisansk entstand 1896 als Bergarbeitersiedlung Sutschanski Rudnik (nach der damaligen Bezeichnung des Flusses Partisanskaja, Sutschan, und dem russischen rudnik für Bergwerk). Am 27. April 1932 wurde das Stadtrecht verliehen und der Ortsname zugleich auf Sutschan verkürzt.

1972 erfolgte im Rahmen einer Kampagne gegen geographische Bezeichnungen chinesischen Ursprungs eine erneute Umbenennung, diesmal in Partisansk (nach russisch ebenfalls partisan für Partisan).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1926 6.500
1939 36.901
1959 48.505
1970 48.345
1979 46.296
1989 49.546
2002 43.670
2010 38.659

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Partisansk gibt es ein 1978 gegründetes Museum zur Stadtgeschichte.

Die Umgebung bietet verschiedene Naturschönheiten (Felsen und Wasserfälle).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung von Partisansk gibt es bedeutende Steinkohlelagerstätten, die zu Sowjetzeiten in größerem Umfang abgebaut wurden. Heute ist der ehemals stadtbildprägende Kohleabbau jedoch praktisch zum Erliegen gekommen. Daneben gibt es Betriebe der Leicht- und Lebensmittelindustrie sowie der Holzwirtschaft. Zuvor existierende Werke der chemisch-pharmazeutischen Industrie und des Gerätebaus sind ebenfalls außer Betrieb.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Partisansk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien