Pietro Vierchowod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pietro Vierchowod
Personalia
Geburtstag 6. April 1959
Geburtsort CalcinateItalien
Größe 179 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1973–1975 US Romanese
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1975–1976 US Romanese 3 0(0)
1976–1981 Como Calcio 115 0(6)
1981–1982 AC Florenz 28 0(2)
1982–1983 AS Rom 30 0(0)
1983–1995 Sampdoria Genua 358 (25)
1995–1996 Juventus Turin 21 0(2)
1996–1997 AC Mailand 16 0(1)
1997–2000 Piacenza Calcio 79 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1981–1993 Italien 45 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2001 Catania Calcio
2002 AC Florenz
2005 US Triestina
2014– Honvéd Budapest
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Pietro Vierchowod (* 6. April 1959 in Calcinate (BG), Italien) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und heutiger -trainer.

Während seiner Spielerkarriere war er Defensivspezialist. Wegen seiner ukrainischen Vorfahren wurde er auch Lo Zar (deutsch: der Zar) genannt. Später wurde Vierchowod Trainer und coacht seit Sommer 2014 den ungarischen Erstligisten Honvéd Budapest.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pietro Vierchowod, Sohn eines Soldaten der Roten Armee, begann seine Fußballkarriere bei der US Romanese in Romano di Lombardia in der Serie D. Anschließend spielte er für Como Calcio, mit diesem Klub gelang ihm das Kunststück, zwei Jahre in Folge aufzusteigen: 1978/79 von der Serie C1 in die Serie B und 1979/80 in die Serie A. Nach einem einjährigen Gastspiel beim AC Florenz wechselte er im Sommer 1982 zum AS Rom und gewann dort in der Saison 1982/83 die italienische Meisterschaft. Zur Saison 1983/84 ging er zu Sampdoria Genua, wo er bis Sommer 1995, in der erfolgreichsten Ära dieses Vereines spielte, einen Meistertitel, dreimal die Coppa Italia und 1990 den Europapokal der Pokalsieger errang. Im Sommer 1995 wechselte Pietro Vierchowod zu Juventus Turin, wurde dort im Alter von 36 Jahren auf Anhieb Stammspieler und gewann mit Juve in der Saison 1995/96 die Champions League. Zu Beginn der Saison 1996/97 ging Vierchowod zum AC Perugia, den er aber nach wenigen Wochen in Richtung AC Mailand wieder verließ. Von 1997 bis 2000 spielte er noch für Piacenza Calcio, wo er seine Laufbahn im Alter von 41 Jahren schließlich beendete.

Pietro Vierchowod bestritt im Laufe seiner Karriere 562 Spiele in der Serie A, mehr Partien absolvierten nur Paolo Maldini und Dino Zoff.

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die italienische Nationalmannschaft absolvierte Vierchowod 45 Partien und erzielte dabei zwei Tore. Sein Debüt gab er am 6. Januar 1981 gegen die Niederlande, sein letztes Länderspiel bestritt er am 1. Mai 1993 gegen die Schweiz.

Vierchowod nahm an insgesamt drei Weltmeisterschaften teil, 1982 in Spanien, als er ohne Einsatz blieb und dennoch unter Enzo Bearzot Weltmeister wurde, 1986 in Mexiko und 1990 im eigenen Land.

Pietro Vierchowod war bis 2008, als ihn Christian Panucci ablöste, der älteste Spieler, der je ein Länderspieltor für die Squadra Azzurra erzielte. Er traf am 24. März 1993 im Alter von 33 Jahren, 11 Monaten und 18 Tagen beim 6:1-Sieg im Spiel gegen Malta.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner aktiven Laufbahn trainierte Pietro Vierchowod in der Saison 2001/02 Catania Calcio in der Serie C1 und anschließend den AC Florenz. Die Fiorentina betreute er als Interimstrainer in der schwierigsten Zeit des Vereins, unmittelbar nach dem Zwangsabstieg in die Serie C2 zu Beginn der Saison 2002/03. Am 13. September 2005 heuerte er als Trainer bei US Triestina in der Serie B an, wurde aber im Dezember desselben Jahres bereits wieder entlassen. Insgesamt stand seine bisherige Trainerkarriere - im Gegensatz zur Spielerlaufbahn - unter keinem guten Stern: in allen Fällen wurde ihm noch vor Ablauf der ersten Saison vorzeitig gekündigt. Seit 2014 ist Vierchowod nach fast zehnjähriger Pause wieder als Trainer aktiv, er unterschrieb in Ungarn bei Honvéd Budapest.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]