Prawdinsk

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Stadt
Prawdinsk
Friedland

Правдинск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Prawdinsk
Gegründet 1312
Frühere Namen Friedland in Ostpreußen (bis 1946)
Stadt seit 1335
Fläche 10 km²
Bevölkerung 4323 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 432 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 20 m
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40157
Postleitzahl 238400
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 233 501
Geographische Lage
Koordinaten 54° 27′ N, 21° 1′ OKoordinaten: 54° 27′ 0″ N, 21° 1′ 0″ O
Prawdinsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Prawdinsk (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad‎
Liste der Städte in Russland

Prawdinsk (russisch Правдинск (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i), deutsch bis 1946 Friedland in Ostpreußen, polnisch Frydląd, litauisch Romuva) ist eine Kleinstadt mit 4323 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] im Süden der russischen Oblast Kaliningrad im Rajon Prawdinsk. Die Stadt Prawdinsk ist Verwaltungssitz der kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Prawdinsk.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in der historischen Region Ostpreußen an der Alle, etwa 50 Kilometer südöstlich von Königsberg (Kaliningrad).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedland an der Alle (Friedland a. A.) nordwestlich von Gerdauen und südöstlich von Königsberg auf einer Landkarte von 1908
Friedland, nordöstlich der Stadt Bartenstein, auf einer Landkarte von 1910.
St.-Georgs-Kirche

Im Jahre 1312 wurde der heutige Ort durch den Deutschen Orden gegründet. Der Ordens-Hochmeister Luther von Braunschweig verlieh dem Ort 1335 unter dem Namen Friedland das Kulmer Stadtrecht. Litauische Eindringlinge richteten 1347 schwere Zerstörungen an. 1441 trat die Stadt dem Preußischen Bund bei und gehörte im Städtekrieg 1454 zu den Gegnern des Deutschen Ordens. Im 15. Jahrhundert wurde Friedland zu einem bedeutenden Zentrum für Tuchmacherei und Weberei. Das Ordensheer zerstörte Friedland 1466 erneut. Weitere Zerstörungen erlitt die Stadt 1553 durch einen Stadtbrand, dem nur die Kirche entging, und 1656 durch schwedische Truppen. 1795 wütete erneut eine Feuersbrunst in der Stadt. Am 14. Juni 1807 fand die Schlacht von Friedland statt, bei der Napoleon das russische Heer schlug. Zum Treffen der europäischen Orte mit Namen Friedland wurde die Schlacht am Originalschauplatz anlässlich des 200. Jahrestages nachgestellt.

Durch die preußische Verwaltungsreform von 1815 wurde Friedland Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Königsberg. 1885 hatte die Stadt 3.182 Einwohner. Den Status der Kreisstadt verlor Friedland 1902 wieder, als das Landratsamt nach Bartenstein verlegt wurde.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Friedland eine evangelische Kirche, eine Rettungsstation, eine Präparandenanstalt, ein Amtsgericht, ein Hauptsteueramt sowie eine Dampfmahlmühle und eine Dampfschneidemühle.[2] 1921-1923 wurde das Kraftwerk Friedland erbaut, das große Teile Ostpreußens mit Elektrizität versorgte. 1927 wurde auch der Kreis nach Bartenstein benannt. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte Friedland 4.410 Einwohner.

Nach Eroberung der Stadt durch die Rote Armee 1945 wurde die Innenstadt abgebrannt, und die Kirche verlor vollständig ihre Innenausstattung. Sie wurde später in eine Lagerhalle umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Friedland im Sommer 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht gemäß dem Potsdamer Abkommen zusammen mit der ganzen nördlichen Hälfte Ostpreußens vorläufig unter sowjetische Verwaltung gestellt. Der Ort wurde in Prawdinsk umbenannt, vermutlich in Anlehnung an das russische Wort prawda (Wahrheit). Zu den interessanten Bauwerken zählen neben der frühgotischen Pfarrkirche auch die um 1923 errichtete Staumauer (ehem. „Ostpreußenwerk“) am Fluss Alle. Seit dem Zerfall der Sowjetunion steht die Region unter russischer Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1782 über 2.000 ohne die Garnison (ein Bataillon Infanterie)[3]
1802 2.118 [4]
1810 1.535 [4]
1816 1.808 davon 1.761 Evangelische und 47 Katholiken (keine Juden)[4]
1821 2.137 [4]
1831 2.283 [5]
1858 2.595 davon 2.559 Evangelische, sieben Katholiken und 29 Juden[6]
1864 3.474 am 3. Dezember[7]
1875 3.296 [8]
1880 3.366 [8]
1890 2.609 [8]
1900 2.824 [2]
1933 4.323 [8]
1939 4.410 [8]
seit 1945
Jahr Einwohner
1959 2.718
1970 3.335
1979 4.070
1989 4.143
2002 4.480
2010 4.323

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Städtische Gemeinde Prawdinskoje 2004–2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Städtischen Gemeinde Prawdinskoje innerhalb des Rajons Prawdinsk

Die Städtische Gemeinde Prawdinskoje (ru. Правдинское городское поселение, Prawdinskoje gorodskoje posselenije) wurde im Jahr 2004 als lokale kommunale Selbstverwaltungseinheit eingerichtet[9] und enthielt außer der Stadt Prawdinsk weitere 32 als „Siedlungen“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaften im westlichen und mittleren Bereich des Rajon Prawdinsk. Im Jahr 2015 wurde die Gemeinde aufgelöst und deren Orte in den Stadtkreis Prawdinsk eingegliedert.

Zu den 32 Siedlungen der Städtischen Gemeinde Prawdinskoje gehörten die Orte:

Ortsname deutscher Name Ortsname deutscher Name
Antonowo (Антоново) Grünwalde Lukino (Лукино) Kloschenen
Bely Jar (Белый Яр) Eiserwagen Nowoje (Новое) Trimmau
Berjosowo (Берёзово) Schönbaum Oktjabrskoje (Октябрское) Klein Schönau
Bytschkowo (Бычково) Kaydann Peredowoje (Передовое) Postehnen
Cholmogorje (Холмогорье) Kipitten Pessotschnoje (Песочное) Althof
Dalneje (Дальнее) Wommen Poretschje (Поречье) Allenau
Druschba (Дрүжба) Allenburg Progress (Прогресс) Auglitten
Dworkino (Дворкино) Friedenberg Rjabinino (Рябинино) Korwlack
Fedotowo (Федотово) Plauen, Kreis Wehlau Rodniki (Родники) Leißienen
Iswilino (Извилино) Dettmitten Rownoje (Ровное) Heinrichsdorf
Kisseljowka (Киселёвка) Karschau Schewtschenko (Шевченко) zu Friedland
Kostjukowka (Костюковка) Heyde Selenzowo (Зеленцово) Grünthal
Krasnopolje (Краснополье) Hohenstein Sewskoje (Севское) Böttchersdorf
Krutoi Jar (Крутой Яр) Götzlack Sopkino (Сопкино) Rosenberg, Kreis Gerdauen
Kurortnoje (Курортное) Wohnsdorf mit Agnesenhof Tjomkino (Тёмкино) Mertensdorf
Lugowoje (Луговое) Hohenfelde Trostniki (Тростники) Schakenhof

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation bis zum Jahre 1945 bestand eine evangelische Kirchengemeinde in Friedland. Gotteshaus war die St.-Georgs-Kirche. Gehörte sie einstmals zur Inspektion des Oberhofpredigers in Königsberg (Preußen) (heute russisch: Kaliningrad), so war sie dann in den Kirchenkreis Friedland, der ab 1927 in den Kirchenkreis Bartenstein (heute polnisch: Bartoszyce) umfunktioniert wurde, integriert. Sie lag im Bereich der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Vor 1912 zählte die Gemeinde 4.500 Gemeindeglieder.

In der Zeit der Sowjetunion war kirchliches Leben untersagt. In den 1990er Jahren bildete sich in Prawdinsk eine neue evangelische Gemeinde, die zum Einzugsbereich der Auferstehungskirchengemeinde in Kaliningrad (Königsberg (Preußen)) gehört und in die Propstei Kaliningrad[10] der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) eingegliedert ist.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Prawdinsk unterhält Partnerschaften mit:

Die Stadt Prawdinsk gehört zu den zehn Ortschaften in Deutschland, Polen Tschechien und Russland, die den Namen Friedland tragen oder getragen haben und seit 1996 internationale Friedenstreffen unter dem Motto Friedland – Friedliches Land – Friedliches Europa durchführen.[11]

Kirchspielorte (bis 1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1945 gehörten zum Kirchspiel Friedland folgende Ortschaften[12]:

Name (bis 1946) Russischer Name
Battkeim --
Bothkeim Tschistopolje
Eichenwäldchen --
Friedlandshof --
Götzlack Krutoi Jar
Grünwalde Antonowo
Hegewald --
Heinrichsdorf Rownoje
Heyde Kostjukowka
Kloschenen Lukino
Lawdt --
Mertensdorf Tjomkino
Postehnen Peredowoje

Kirchengebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihren Anfängen entstand die Friedländer St.-Georgs-Kirche[13] im Jahre 1313 aus Holz. Bei einem Einfall von Litauern brannte sie 1347 nieder, wurde aber 1360 bis 1380 dann als gemauerter Saalbau mit Sakristei und Turm wiedererrichtet. Vor Ende des 15. Jahrhunderts erhielt das Gotteshaus in erheblichem Maße Umbauten. So entstand durch die Anlage von zwei Pfeilerreihen eine dreischiffige Basilika mit sieben Jochen.

An den Seitenwänden baute man 1506 auf der Südseite die St.-Anna-Kapelle an, die später als Privatkapelle der Familie von Proeck genutzt wurde, und nach 1521 kamen weitere Kapellen auf der Nordseite hinzu.

Die wertvolle Kunstausstattung der Kirche wurde 1948 geraubt. Von den einst drei Glocken hat eine den Krieg auf dem Hamburger Glockenfriedhof überdauert und läutet heute in der Kirche zu Langenhagen in Niedersachsen. Sie stammt aus dem Jahr 1746 und wurde in der Königsberger Glockengießerei Dörling angefertigt.

Zwischen 1961 und 1991 wurde die Kirche zweckentfremdet und diente als Lagerhalle der Konsumgenossenschaft, bis sie – auch mit starker Unterstützung ehemaliger Friedländer Kirchenmitglieder – ausgebessert wurde und nun Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche ist.

Die neugebildete evangelischen Gemeinde nennt heute ein kleines Gemeindehaus mit besonderem Gottesdienstsaal ihr Eigen.

Pfarrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 wurde Friedland und das dazugehörige Kirchspiel von jeweils zwei Geistlichen (Pfarr- und Diakonenstelle) betreut[14]:

  • Heinrich Schmidt, bis 1529
  • Laurentius Schönwald, 1529
  • Gregor Steinbach, ab 1529
  • Petrus Prätorius, 1530–1532
  • Johannes Pauly, 1532–1537
  • Nicolaus Naps, 1533
  • Valentin Buge, 1537–1545
  • Basilius Kuntz, bis 1543
  • George Hofmeister, um 1545
  • Michael Will (Eusebius), 1545–1547
  • Briccius Lehmann, 1547–1548
  • Michael Thiel, ab 1548
  • Bonaventura Fischr, ab 1550
  • Simon Dewitz, 1550–1559
  • Simon Wolrath, 1559–1567
  • Johann Morgenstern, 1567–1593
  • Erasmus Landenberg, bis 1570
  • Sigismund Weier, 1570–1573
  • Christoph Schultz, 1573–1581
  • Joachim Bliefert, 1593–1602
  • Gregorovius Helming, bis 1602
  • Martin Bergau, 1602–1612
  • Michael Wegner, 1602–1613
  • Petrus Conradi, 1612–1620
  • Christoph Werner, 1613–1640
  • Christian Freymuth, 1621–1646
  • Andreas Blanckenburg, 1641–1642
  • Johann Brien, 1643–1657
  • Christoph Sperber, 1647–1671
  • Martin Scheibe, 1657–1677
  • Christoph Cramer, 1671–1677
  • Johann Grantzau, ab 1677
  • George Fischer, 1677–1696
  • Christoph Bartholomäus Cramer, 1696–1727
  • Christian Störmer, bis 1717
  • Johann Fischer, 1720–1739
  • Friedrich Sigismund Schmidt, 1727–1735
  • Gottfried Eigenfeld, 1735–1759
  • Daniel Reinhold Bock, 1739–1747
  • Johann Bernhard Kuhn, 1747–1799
  • Johann Daniel Wardemünde, 1755–1771
  • Matthias Friedrich Rücker, 1771–1775
  • August Hermann Glawe, 1776–1778
  • Gottfried Heinrich Sommerey, 1778–1787
  • Johann Friedrich Kuschinsky, 1787–1814
  • Samuel Heinrich Keber, 1792–1814
  • Johann Wilhelm Traugott Pancritius, 1814–1851
  • Christian Friedrich Parthey, 1814–1817
  • Johann Gottfried Schröder, 1817–1823
  • Hans Albert Weiße, 1824–1839
  • Johann Adolf Ferdinand Müller, 1839–1855
  • Emil Hein, 1851–1871
  • Carl August Richard Johann, 1855–1872
  • Bernhard Schöllner,, 1872–1878
  • Eduard Johann H. Erdmann, 1873–1881
  • Hugo Rosseck, 1879–1883
  • Maximilian Michael Krenz, 1883–1884
  • Emil Eschenbach, 1884–1891
  • Johann Adalbert Volrad Hübner, 1885–1889
  • Karl Richard Grabowski, 1889–1891
  • Friedrich Grünhagen, 1891–1906
  • Friedrich Johann Rathke, 1893–1895
  • Friedrich Karl Gooth. Müller, 1895–1898
  • Karl Wilhelm Heinrich Müller, 1898–1902
  • Friedrich Otto Bierfreund, 1902–1912
  • Gottlieb Heinrich Adolf Richard Rothe, 1907–1928
  • Alfred Friedrich Karl Halling, 1912–1913
  • Benno Kaleß, ab 1913
  • Egon Sprang, 1923–1927
  • Siegfried Küchler, 1927–1930
  • Walter Schultz, 1928–1934
  • Heinrich Geiger, 1930–1934
  • Bruno Schiemann, 1934–1945
  • Alfred Halling, 1935–1945

Kirchenbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Kirchenbücher der Kirchengemeinde Friedland werden heute im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin-Kreuzberg aufbewahrt[15]:

  • Taufen: 1640 bis 1879
  • Trauungen: 1677 bis 1888
  • Bestattungen: 1716 bis 1884
  • Konfirmationen: 1819 bis 1823.

Auch andere kirchenchronikalische Aufzeichnungen sind dort vorhanden.

Kirchenkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1927 war Friedland Amtssitz und namensgebender Ort eines Kirchenkreises innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Danach wurde Bartenstein (heute polnisch: Bartoszyce) Verwaltungssitz.

Zu diesem Kirchenkreis gehörten 14 Kirchengemeinden, deren Bereiche heute sowohl in Russland (RUS) als auch in Polen (PL) liegen:

Katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Friedland wurde 1931 eine römisch-katholische Pfarrgemeinde gegründet, die bis 1945 existierte. Ihren Bezirk zweigte man von dem der Pfarre in Tapiau (russisch: Gwardeisk) ab. Friedland lag im Bereich des Bistums Ermland.

Russisch-orthodox[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Prawdinsk besteht heute eine russisch-orthodoxe Gemeinde. Sie nutzt die frühere evangelische St.-Georgs-Kirche als Gotteshaus. Prawdinsk gehört zur russisch-orthodoxen Diözese Kaliningrad und Baltijsk (Königsberg und Pillau).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Stadtmitte ist die gotische (ehem. evangelische, heute russisch-orthodoxe) St.-Georgs-Kirche durch deutsche Unterstützung nach 1990 erhalten worden.
  • Heimatmuseum. Es zeigt auch eine Holzskulptur mit abgeschlagenem Gesicht, das einzig Gebliebene von der einstmals reichen Innenausstattung der Kirche.
  • Gedenktafel an die Königsberger Dichterin Agnes Miegel an der Außenmauer des früheren Gymnasiums, das 1923 bis 1945 ihren Namen führte
  • Denkmal für den in der Schlacht bei Friedland 1807 gefallenen russischen Generalmajor Nikolai Masowski in kleinem Park nahe der Kirche
  • Denkmal für den russischen Generalfeldmarschall Michail Kutusow
  • Massengrab für russische Soldaten aus der Schlacht bei Friedland
  • Lenin-Denkmal
  • Prawdinsker Stausee (Reihersee), am südlichen Stadtrand

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Moritz Heling, (* 1522 in Friedland) evangelischer Theologe
  • Hartmut Lubomierski, (* 1943 in Friedland) Datenschutzexperte
  • Otto Saro (1818–1888), Oberstaatsanwalt in Königsberg, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und des Reichstages

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in der Reihenfolge des Erscheinens
  • Daniel Heinrich Arnoldt: Kurzgefaßte Nachrichten von allen seit der Reformation an den lutherischen Kirchen in Ostpreußen gestandnen Predigern. Königsberg 1777, S. 175–179.
  • Leopold Krug: Die preußische Monarchie – topographisch, statistisch und wirtschaftlich dargestellt. Teil 1: Provinz Ostpreußen, Berlin 1833, S. 479-483.
  • August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 514, Ziffer 112.
  • Wilhelm Sahm: Geschichte der Stadt Friedland Ostpr. Herausgegeben im Auftrage des Magistrats. Gräfe und Unzer, Königsberg 1913.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prawdinsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 7, Leipzig und Wien 1907, S. 111, Ziffer 6).
  3. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, S. 16, Ziffer 4).
  4. a b c d Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 282–283, Ziffer 177.
  5. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 514, Ziffer 112.
  6. * Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S. 79, Ziffer 60.
  7. Preußisches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Königsberg: Berlin 1966, 5. Kreis Friedland, S. 2, Ziffer 38.
  8. a b c d e http://www.verwaltungsgeschichte.de/bartenstein.html#ew33bartfriedland
  9. Durch das Закон Калининградской области от 21 декабря 2004 г. № 476 «О наделении муниципального образования "Правдинский район" статусом муниципального района и об установлении границ и наделении соответствующим статусом муниципальных образований, находящихся на его территории» (Gesetz der Oblast Kaliningrad vom 21. Dezember 2004, Nr. 476: Über das Ausstatten der munizipalen Bildung "Rajon Prawdinsk" mit dem Status eines munizipalen Rajons und über das Festlegen der Grenzen und das Ausstatten mit dem entsprechenden Status der munizipalen Bildungen, die sich auf seinem Gebiet befinden)
  10. Ev.-luth. Propstei Kaliningrad
  11. Partnerschaften auf friedland-mecklenburg.de
  12. Kirchspiel Friedland
  13. Pfarrkirche St. Georg in Friedland/Prawdinsk
  14. Friedwald Moeller, Altpreußisches Evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945, Hamburg, 1968
  15. Christa Stache, Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin, Teil 1: Die östlichen Kirchenprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union, Berlin, 1992³