Robert Francis Kennedy junior

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Robert F. Kennedy Jr. (2007)

Robert Francis Kennedy, Jr. (* 17. Januar 1954), oft RFK Jr. oder Bobby Jr. genannt, ist ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Autor. Er ist das dritte Kind Robert F. Kennedys und dessen Frau Ethel Kennedy.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennedy besuchte die Georgetown Preparatory School, eine Jungenschule in Bethesda (Maryland). Er besitzt einen Abschluss in Politikwissenschaften der Harvard University und hat wie mehrere andere Mitglieder der Kennedy-Familie an der London School of Economics studiert, Zudem hat er einen Abschluss in Rechtswissenschaft. 1983 wurde er wegen Drogenmissbrauchs in South Dakota festgenommen. Daraufhin unterzog er sich einer Entziehungskur. Sein jüngerer Bruder, David Anthony Kennedy, starb 1984 an einer Überdosis Kokain.

Die Ehe von Kennedy und seiner ersten Frau Emily Ruth Black wurde nach der Geburt zweier Kinder (Robert F. III, (* 1984) und Kathleen Alexandra (* 1988)) am 25. März 1994 in der Dominikanischen Republik geschieden.

Seine zweite Frau Mary Richardson (1959–2012) heiratete er am 15. April 1994. Das Paar bekam vier Kinder: Conor Richardson (* 1994), Kyra LeMoyne (* 1995), William Finbar (* 1997), und Aiden Caohman Vieques (* 2001).

Er reichte am 12. Mai 2010 die Scheidung ein. Mary Richardson nahm sich im Mai 2012 das Leben.[1]

Am 2. August 2014 heiratete er die Schauspielerin und Regisseurin Cheryl Hines.

Politische Ansichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als gläubiger Katholik befürwortet Kennedy ein Abtreibungsverbot, hält aber nichts von einem kirchlichen Scheidungsverbot. Er trat 1984 der Organisation Riverkeeper bei, die sich zum Ziel gesetzt hat, Verschmutzungen des Hudson Rivers anzuklagen. Auch ist er Gründer der Organisation Waterkeeper Alliance, welcher er bis heute vorsteht.

Kennedy tritt oft im Fernsehen auf und hat viele Artikel in Publikationen und Büchern in den USA veröffentlicht, in denen er auf die Gefahren hinweist, die nach seiner Überzeugung der Erde drohen, sollten nicht bald drastische Maßnahmen ergriffen werden. Robert Kennedy war als möglicher Leiter des US-Umweltamtes unter Barack Obama im Gespräch, jedoch erhielt Lisa P. Jackson diese Position. Kennedys Berufung wäre nicht unumstritten gewesen, wird ihm unter Kollegen im Bereich des Umweltschutzes doch Paranoia nachgesagt, nachdem Kennedy sich mehrfach über angebliche kausale Verbindungen zwischen Kinderimpfung und Autismus geäußert hat, die seiner Meinung nach von der Regierung verschleiert werden.

Kennedy äußerte die Ansicht, die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2004 – die George W. Bush sehr knapp gewann – sei manipuliert worden.

In einem von Politico veröffentlichten Beitrag argumentiert er, der Bürgerkrieg in Syrien sei ein CIA-finanzierter Coup zur Verhinderung einer Gas-Pipeline aus Iran.[2]

Kennedy ist ein Impfskeptiker. Im Januar 2017 fragte ihn[3] der gewählte US-Präsident Donald Trump, ob er nicht den Vorsitz über ein mögliches vaccine safety panel (dt. etwa ‚Impfsicherheitsgremium‘) übernehmen möchte. Dabei soll unter anderem der Zusammenhang zwischen Autismus und Impfungen bei Kindern untersucht werden. Dieser Zusammenhang wurde erstmals 1998 „konstruiert“ und gilt mittlerweile als wissenschaftlich widerlegt (siehe dazu MMR-Impfstoff#Der Fall Wakefield).[4]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Crimes Against Nature (2004)
  • Riverkeepers
  • Thimerosal

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tragödie um Mary Richardson Kennedy: „Dieser Clan hat sie zerrissen.“ In: Spiegel Online vom 17. Mai 2012
  2. Esther King: Why the Arabs don’t want us in Syria. In: politico.eu. 23. Februar 2016, abgerufen am 12. Januar 2017.
  3. Markus Becker: Pandemien. Die vergessen Gefahr. In: spiegel.de. 22. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2017.
  4. Eric Sagonowsky: Biopharma aghast as Trump taps vaccines skeptic Kennedy to lead safety commission: reports – FiercePharma. In: fiercepharma.com. 11. Januar 2017, abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).