Robinho

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Dieser Artikel behandelt den brasilianischen Fußballspieler Robinho. Er ist nicht zu verwechseln mit dem brasilianischen Fußballtorhüter Rubinho.
Robinho

Robinho 2012

Spielerinformationen
Voller Name Robson de Souza
Geburtstag 25. Januar 1984
Geburtsort São VicenteBrasilien
Größe 172 cm
Position Stürmer
Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1996–2002 FC Santos
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2005
2005–2008
2008–2010
2010
2010–2015
2014–2015
2015–2016
2016–
FC Santos
Real Madrid
Manchester City
→ FC Santos (Leihe)
AC Mailand
→ FC Santos (Leihe)
Guangzhou Evergrande
Atlético Mineiro
104 (44)
101 (25)
41 (14)
14 0(5)
108 (25)
20 0(6)
9 0(3)
0 0(0)
Nationalmannschaft2
2003– Brasilien 99 (29)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. Februar 2016

2 Stand: 27. Juni 2015

Robson de Souza, genannt Robinho (* 25. Januar 1984 in São Vicente) ist ein brasilianischer Fußballspieler. Er ist für seine Dribblings bekannt und zeichnet sich neben seiner Technik vor allem durch seine Schnelligkeit aus. Der Stürmer spielt seit Februar 2016 beim brasilianischen Club Atlético Mineiro.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robinho (rechts) neben Stephan El Shaarawy 2012

Seine Karriere begann beim FC Santos in Brasilien, mit dem er zwei Meisterschaften gewann und 2003 das Finale der Copa Libertadores erreichte.

Nach einem wochenlangen Tauziehen gelang es Real Madrid im Juli 2005, Robinho von seinem Stammklub abzuwerben. Sein vorerst letztes Spiel für Santos bestritt er am 24. August 2005 gegen Paysandu Sport Club. Wenige Tage später, am 28. August 2005, gab er im Spiel gegen den FC Cádiz sein Ligadebüt für Real Madrid. Am 22. September 2005 erzielte er in seinem vierten Ligaspiel gegen Athletic Bilbao sein erstes Tor in der Primera División.

Am 1. September 2008 wechselte Robinho zu Manchester City und kehrte im Januar 2010 bis August 2010 auf Leihbasis zum FC Santos zurück. In der Sommerpause 2010 wechselte er zum AC Mailand. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag.[1] In seiner ersten Saison wurde er mit Milan in der Serie A 2010/11 italienischer Meister; er erzielte 14 Saisontore, wie auch seine Sturmpartner Zlatan Ibrahimović und Alexandre Pato. Mit seinen Mitspielern Kevin-Prince Boateng und Ibrahimović bildete er dabei bis zum Wechsel von Ibrahimović 2012 zu Paris Saint-Germain das Offensivdreieck „Boatinhović“. Am 19. Januar 2014 absolvierte Robinho seinen 100. Serie A-Einsatz.

Im August 2014 kehrte Robinho bis zum 30. Juni 2015 auf Leihbasis zum FC Santos zurück. Im Mai 2015 wurde Robinhos Vertrag mit Milan aufgelöst. Nach einem Intermezzo in China bei Guangzhou Evergrande spielt er seit Februar 2016 für den brasilianischen Club Atlético Mineiro.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robinho im Spiel gegen Chile bei der Fußball-WM 2010

Robinho gab sein Debüt für Brasilien am 13. Juli 2003 während der Gold Cup-Partie gegen Mexiko. Sein erstes Länderspieltor gelang Robinho in seinem siebten Länderspiel am 9. Februar 2005 gegen China. Im Juni 2005 gewann er mit Brasilien den Konföderationen-Pokal und gehörte im Sommer 2006 zum WM-Kader Brasiliens. Zur Qualifikation für dieses Turnier hatte Robinho einen Treffer beigesteuert. Während des Turniers stand er einmal von Beginn an auf dem Platz. Ansonsten wurde er immer später für die Stammspieler eingewechselt. Seinen bisher größten Erfolg feierte er bei der Copa América 2007, bei der er den Titel gewann, mit sechs Treffern die Torjägertrophäe eroberte und zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Als Gewinner der Copa qualifizierte sich Brasilien für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2009 in Südafrika. Nationaltrainer Dunga berief seinen Angreifer auch für dieses Turnier in seinen Kader. Zwar kam Robinho dort in jeder möglichen Partie seiner Mannschaft zum Einsatz, jedoch stand er während des Turniers im Schatten seines Sturmkollegen Luís Fabiano. Brasilien gewann den Konföderationen-Pokal, wobei Robinho im Finalspiel gegen die USA in der Startformation der Brasilianer stand.

Ein Jahr später nominierte ihn Trainer Dunga dann für die Weltmeisterschaft in Südafrika. Robinho schoss während Brasiliens Qualifikation vier Tore. Im 23-Mann-Kader war Robinho, hinter den im selben Jahr geborenen Nilmar und Thiago Silva und dem zwei Jahre jüngeren Ramires, viertjüngster Akteur der Mannschaft. Während des Turniers traf Robinho zweimal. Darunter auch das 1:0 gegen die Niederlande, die dann jedoch das Spiel drehte und Brasilien aus dem Turnier warf. Nach der für die brasilianische Nationalmannschaft enttäuschend verlaufenden WM in Südafrika, kam es unter Neu-Trainer Mano Menezes zu einem Umbruch in der Mannschaft. Menezes nominiert fortan vor allem jüngere Spieler, setzte dabei aber noch immer auf Robinho, der zum Führungsspieler aufstieg. Im Sommer 2011 wurde der Stürmer für die Copa América in Argentinien nominiert. Nachdem er bei der WM 2010 noch einer der jüngsten war, gehörte er bei der Copa’11 zu den erfahrensten Akteuren im Aufgebot der Seleção. Inzwischen waren elf Mannschaftskameraden jünger als Robinho. Für die WM 2014 wurde er von Luiz Felipe Scolari nicht berücksichtigt, sein Nachfolger Dunga berief Robinho nach der Verletzung von Hulk für das erste Spiel nach der WM und Robinho wurde in der 77. Minute eingewechselt.[3][4]

Erfolge/Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nationalmannschaft
Im Verein
Als Einzelspieler

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entführung seiner Mutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robinhos Mutter Marina Souza wurde am 6. November 2004 von Kidnappern entführt[6] und 41 Tage lang gefangen gehalten. Am 17. Dezember 2004 wurde sie im Armenviertel von Perús (São Paulo) gegen Zahlung eines Lösegeldes von 54.000 Euro freigelassen.[7][8]

Schautafel im Maracanã-Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Schautafel im Maracanã-Stadion erinnert an ein besonders spektakuläres Dribbling von Robinho während eines Spieles der Nationalmannschaft gegen Ecuador am 17. Oktober 2007, bei dem er den rechten Außenverteidiger Ulises de la Cruz mehrmals überspielte, und in der Folge ein Tor von Elano auflegte.[9] Die Aktion wurde „Vai pra lá que eu vou pra cá“ (auf Deutsch so viel wie: Geh dorthin, ich geh hierhin) getauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Robinho – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker online: Nach Ibrahimovic: Milan holt auch Robinho!
  2. Já na Cidade do Galo, Robinho será apresentado após o treino atletico.com.br, abgerufen am 18. Februar 2016 (portugiesisch)
  3. fifa.com: „Robinho zurück in der Seleção“
  4. weltfussball.de: Spielbericht Brasilien - Kolumbien 1:0
  5. FIFA WM 2010 - Spiele - Brasilien-Chile FIFA.com, 28. Juni 2010
  6. Robinho bangt um seine Mutter vom 8. November 2004 auf faz.net
  7. Geiselnehmer lassen Robinhos Mutter frei vom 17. Dezember 2004 auf faz.net
  8. Footballer's plea for kidnapped mother The Guardian
  9. globoesporte.com (portugiesisch)