Rossa GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Rossaf zu vermeiden.
Rossa
Wappen von Rossa
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Moesa
BFS-Nr.: 3808i1f3f4
Postleitzahl: 6548
Koordinaten: 729974 / 137357Koordinaten: 46° 22′ 30″ N, 9° 7′ 41″ O; CH1903: 729974 / 137357
Höhe: 1089 m ü. M.
Fläche: 58,88 km²
Einwohner: 148 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 3 Einw. pro km²
Website: www.rossa.ch
Rossa GR

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Karte
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Rossa ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Zur Gemeinde gehören Rossa, sowie seit 1982 die vormals selbständigen Gemeinden Augio und Santa Domenica. Weiter hinten im Tal liegt die Fraktion Valbella und Ortsteil «Scandalasc», die auch zu Rossa gehören. Rossa ist das hinterste Dorf im Calancatal und die letzte Postautohaltestelle.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein silberner (weisser) Schrägrechtsbalken, belegt mit einem grünen Zweig.

Das Wappenmotiv des Lindenzweiges verweist auf die Freiheitslinde in Rossa, die einzige Linde im Calancatal.

Die Wappen der ehemaligen Gemeinden Augio und Sta. Domenica haben mit dem Zusammenschluss mit der Gemeinde Rossa keine Rechtskraft mehr, ihre Farben finden sich aber in dem beibehaltenen Wappen von Rossa wieder.

Das Wappen von Augio zeigte: In Rot ein pfahlweise gestellter grüner Lilienzweig mit silbernen (weissen) Blüten. Der Lilienszweig ist das Attribut der beiden Patrone der Pfarrkirche von Augio: des heiligen Joseph und des heiligen Antonius von Padua.

Das Wappen von Sta. Domenica zeigte: In Grün das Brustbild der Heiligen Domenica mit goldenem gelbem Nimbus und schwarzem Ordensgewand. Das Wappen enthält einen Hinweis auf den Namen des Ortes und das Patrozinium der Pfarrkirche.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einer Höhe von 1089 m ü. M. im obern Calancatal, zu beiden Ufern der Calancasca und 30 km nördlich der Bahnhof Bellinzona der SBB. Von Rossa aus führt ein Saumpfad über den Pass di Giümela (2117 m ü. M.) nach Fontana im Val Pontirone.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1673. Kirchlich gehörte es bis ungefähr zur Zeit der Reformation zu Santa Maria im äusseren Calancatal; von da an bildete es bis kurz nach 1673 eine Kirchgemeinde mit Santa Domenica. Damals wurde es eine eigene Kirchgemeinde. Politisch gehörte Rossa bis 1866 zur Markgenossenschaft des Calancatales, die aufgelöst wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1683 1773 1850 1900 1950 1980 2000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Einwohner 450 331 186 181 117 51 132 108 114 120 125 139 147 148

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Sankt Bernardo[2]
  • Katholische Pfarrkirche Santa Domenica und Beinhaus im Ortsteil Santa Domenica GR[3]
  • Katholische Pfarrkirche SS. Giuseppe e Antonio di Padova im Ortsteil Augio[4][5]
  • Wohnhaus Spadini Nr. 95[5]
  • Schalenstein (Zeichenstein) an der Grenze mit der Gemeinden Rossa GR und Hinterrhein (2000 m ü. M.) genannt Sass de la Scritüra[6]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt viele teilweise steile Wanderwege in ursprünglicher Natur. In ca. drei Stunden erreicht man die im Sommer bewartete Buffalorahütte am Sentiero Alpino Calanca; merkwürdig ist auch der Alp de Ganan[7]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bettina Gruber (* 31. Januar 1985), Skilangläuferin, Schweizer Meisterin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rossa GR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Katholische Pfarrkirche Sankt Bernardo
  3. Pfarrkirche Santa Domenica und Beinhaus
  4. Katholische Pfarrkirche SS. Giuseppe e Antonio di Padova
  5. a b Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 521.
  6. Franco Binda 2013, S. 125.
  7. Alp de Ganan auf ethorama.library.ethz.ch/de/node