Roveredo GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Roveredof zu vermeiden.
Roveredo
Wappen von Roveredo
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Moesaw
BFS-Nr.: 3834i1f3f4
Postleitzahl: 6535
Koordinaten: 729694 / 12167346.2349.12298Koordinaten: 46° 14′ 2″ N, 9° 7′ 12″ O; CH1903: 729694 / 121673
Höhe: 298 m ü. M.
Fläche: 38.79 km²
Einwohner: 2478 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 64 Einw. pro km²
Website: www.roveredo.ch
Roveredo GR

Roveredo GR

Karte
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Roveredo (deutsch veraltet Rofle beziehungsweise Ruffle) ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Kirche Madonna del Ponte chiuso

Die Gemeinde liegt nahe bei Bellinzona im unteren Teil des Misox (italienisch:Mesolcina). Sie besteht aus zahlreichen Fraktionen. Rechts der Moësa liegen Piazza (298 m ü. M.), Beffeno (309 m ü. M.) und Carasole (434 m ü. M.). Der Grossteil der Gemeinde allerdings liegt auf der linken Seite des Flusses bis hin zur Grenze zu Italien. Die Weiler San Giulio, Guerra, Tovedo, Ai Rogg, Rugno und San Fedele liegen im Talgrund auf einem Schuttkegel des Flusses. Sie sind zusammengewachsen und bilden das Zentrum des Orts.

Das Val Traversagna und seine Seitentäler umfassen den grössten Teil des Gemeindeareals. Vom gesamten Gemeindegebiet von fast 39 km² sind 2'907 Hektar (also 75 Prozent) von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 519 Hektar sind unproduktive Fläche (meist Gebirge im Ostteil der Gemeinde). Von den 333 Hektar landwirtschaftlich nutzbarem Boden sind fast 70 Prozent Alpwirtschaftsgebiet. Die Siedlungsfläche umfasst die restlichen 119 Hektar des Gemeindeterritoriums.

Die Alpe di Rescignaga, welche zum Territorium von San Vittore GR gehört, wird fast vollständig von Rovereder Gemeindegebiet umschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ende 2004 zählte der Ort 2'229 Bewohner, davon waren 1'882 (= 84.47 Prozent) Schweizer Staatsangehörige.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindepolitik in Roveredo ist seit 2007 geprägt durch die Konfrontation zwischen den Mitte-rechts-Parteien FDP und CVP einerseits und der SP, SVP sowie der Protestbewegung «Nuove Risorse» andererseits. Weil die Gemeinderegierung wegen der Zerstrittenheit der beiden politischen Lager seit 2012 weitgehend handlungsunfähig ist, wird Roveredo seit 2013 von einem von der Kantonsregierung eingesetzten Kommissär, Lorenzo Anastasi, verwaltet.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine goldene (gelbe) bewurzelte Eichen mit goldenen Blättern und Früchten.

Nach einem Gemeindesiegel, das auf den Namen des Ortes anspielt (roveredo heisst auf Deutsch „Eichenwald“), also ein redendes Wappen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche S. Giulio[3]
  • Katholische Kirche S. Antonio Abate[4][5]
  • Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso[6][7]
  • Spätklassizistische Friedhofshalle[8]
  • Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)[9]
  • Palazzo Comacio in San Giuli 390
  • Palazzo Tovéda Tovéda 231
  • Diverse Schalensteine [10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • OpenArt seit 2001[25]
  • Società Carnevale Lingera[26]

Sport[Bearbeiten]

  • Sport Club Rorè[27]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnoldo Marcelliano Zendralli: I Magistri Grigioni, architetti e costruttori, scultori, stuccatori e pittori dal XVI al XVIII secolo. Tipografia Menghini, Poschiavo 1958.
  • Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana. Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, S. 391, 405-410.
  • Emilio Motta: Effemeridi ticinesi. 2. Vorlage, Edizioni Metà Luna, Giubiasco 1991.
  • Max Pfister: Baumeister aus Graubünden. Wegbereiter des Barock. Verlag Bündner Monatsblatt, Coira 1993.
  • Kühlental Michael (Hrsg.): Graubündner Baumeister und Stukkateure. Beiträge zur Erforschung ihrer Tätigkeit im mitteleuropäischen Raum. Locarno 1997.
  • AA. VV.: Storia dei Grigioni, 3 volumi, Collana «Storia dei Grigioni», Edizioni Casagrande, Bellinzona 2000.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur, Zürich 2003, ISBN 3-7253-0741-5.
  • Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden. - [Chur]: [Desertina] [Mehrteiliges Werk] Teil: Band 7: Kreis Mesocco, Kreis Roveredo, Kreis Calanca, Kreis Rheinwald, Kreis Avers. 2004.
  • Reinhard H. Seitz: Das Fürstliche Renaissanceschloß zu Höchstädt an der Donau: seine Baugeschichte und seine (ost)europäischen Bezüge. Konrad, A H; 1. Auflage (1. Oktober 2009).
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 492, 507-511, 514.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VI: Die italienischbündnerischen Talschaften Puschlav, Misox und Calanca. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 17). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1945, ISBN 978-3-906131-55-9.
  • Cesare Santi: Roveredo (GR) im Historischen Lexikon der Schweiz
  • Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, ISBN 978-88-8281-353-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roveredo – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Peter Jankovsky: Der Kommissär geht um: Im Bündner Dorf Roveredo sind sich die Politiker spinnefeind - Der Kanton muss eingreifen, Neue Zürcher Zeitung vom 26. Oktober 2013, S. 17
  3. Katholische Pfarrkirche S. Giulio
  4. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  5. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  6. Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso
  7. Kirche Madonna del Ponte chiuso
  8. Spätklassizistische Friedhofshalle
  9. Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)
  10. Franco Binda, Locarno 2013
  11. Giovanni Albertalli
  12. Gabriel de Gabrieli
  13. Antonio Riva
  14. Antonio Broggio
  15. Giovanni Battista Broggio in Sikart
  16. Cesare Santi: Domenico Sciascia im Historischen Lexikon der Schweiz
  17. Lorenzo Sciasca (Sciascia)
  18. Giovanni Simonetti
  19. Enrico Zuccalli
  20. Kaspar Zuccalli
  21. Piero Casella in Sikart
  22. Nadja Bindella in Sikart
  23. Angela Mollisi und andere: Pedro Pedrazzini. In: Arte&Storia. 15. Jahrgang, Nummer 65, Edizioni Ticino Management, Lugano 2015, S. 66–69.
  24. Pedro Pedrazzini in Sikart, abgerufen 15. Januar 2016.
  25. OpenArt (Kunstausstellung)
  26. Società Carnevale Lingera
  27. Sport Club Rorè