Roveredo GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Roveredof zu vermeiden.
Roveredo
Wappen von Roveredo
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Moesaw
BFS-Nr.: 3834i1f3f4
Postleitzahl: 6535
Koordinaten: 729694 / 121673Koordinaten: 46° 14′ 2″ N, 9° 7′ 12″ O; CH1903: 729694 / 121673
Höhe: 298 m ü. M.
Fläche: 38,79 km²
Einwohner: 2511 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 65 Einw. pro km²
Website: www.roveredo.ch
Roveredo GR

Roveredo GR

Karte
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Über dieses Bild
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Katholische Kirche San Giulio
Kirche Madonna del Ponte chiuso

Roveredo (deutsch veraltet Rofle beziehungsweise Ruffle) ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nahe bei Bellinzona im unteren Teil des Misox (italienisch: Mesolcina). Sie besteht aus zahlreichen Fraktionen. Rechts der Moësa liegen Piazza (298 m ü. M.), Beffeno (309 m ü. M.) und Carasole (434 m ü. M.). Der Grossteil der Gemeinde allerdings liegt auf der linken Seite des Flusses bis hin zur Grenze zu Italien. Die Weiler San Giulio, Guerra, Tovedo, Ai Rogg, Rugno und San Fedele liegen im Talgrund auf einem Schuttkegel des Flusses. Sie sind zusammengewachsen und bilden das Zentrum des Orts.

Das Val Traversagna und seine Seitentäler umfassen den grössten Teil des Gemeindeareals. Vom gesamten Gemeindegebiet von fast 39 km² sind 2'907 Hektar (also 75 Prozent) von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 519 Hektar sind unproduktive Fläche (meist Gebirge im Ostteil der Gemeinde). Von den 333 Hektar landwirtschaftlich nutzbarem Boden sind fast 70 Prozent Alpwirtschaftsgebiet. Die Siedlungsfläche umfasst die restlichen 119 Hektar des Gemeindeterritoriums.

Die Alpe di Rescignaga, welche zum Territorium von San Vittore GR gehört, wird fast vollständig von Rovereder Gemeindegebiet umschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Valasc befinden sich archäologische Fünde[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roveredo war seit 1969 durch die Autobahn A13 in zwei Teile geteilt. Seit dem 7. November 2016 wird der Ort durch eine 5,6 Kilometer lange Neubaustrecke, inklusive einem 2,3 Kilometer langen Tunnel, südlich umfahren.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2004 zählte der Ort 2'229 Bewohner, davon waren 1'882 (= 84.47 Prozent) Schweizer Staatsangehörige.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindepolitik in Roveredo ist seit 2007 geprägt durch die Konfrontation zwischen den Mitte-rechts-Parteien FDP und CVP einerseits und der SP, SVP sowie der Protestbewegung «Nuove Risorse» andererseits. Weil die Gemeinderegierung wegen der Zerstrittenheit der beiden politischen Lager seit 2012 weitgehend handlungsunfähig ist, wird Roveredo seit 2013 von einem von der Kantonsregierung eingesetzten Kommissär, Lorenzo Anastasi, verwaltet.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine goldene (gelbe) bewurzelte Eichen mit goldenen Blättern und Früchten.

Nach einem Gemeindesiegel, das auf den Namen des Ortes anspielt (roveredo heisst auf Deutsch „Eichenwald“), also ein redendes Wappen.

Wohnhaus Tenchio

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche S. Giulio[5]
  • Katholische Kirche S. Antonio Abate[6][7]
  • Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso[8][9]
  • Wohnhaus Tenchio
  • Diverse Schalensteine [10]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • OpenArt seit 2001[11]
  • Società Carnevale Lingera[12]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sport Club Rorè[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kühlental Michael (Hrsg.): Graubündner Baumeister und Stukkateure. Beiträge zur Erforschung ihrer Tätigkeit im mitteleuropäischen Raum. Locarno 1997.
  • AA. VV.: Storia dei Grigioni, 3 volumi, Collana «Storia dei Grigioni», Edizioni Casagrande, Bellinzona 2000.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VI: Die italienischbündnerischen Talschaften Puschlav, Misox und Calanca. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 17). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1945, ISBN 978-3-906131-55-9.
  • Cesare Santi: Roveredo (GR). In: Historisches Lexikon der Schweiz
  • Simona Martinoli und andere: Roveredo, InGuida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 492, 507-511, 514.
  • Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, ISBN 978-88-8281-353-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roveredo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Maruska Federici-Schenardi: Roveredo-Valasc (GR): archeologia sul tracciato della futura circonvallazione autostradale A13. (italienisch) auf e-periodica.ch (abgerufen am 16. Januar 2017).
  3. Neue Umfahrung Roveredo eröffnet Artikel auf srf.ch vom 7. November 2016
  4. Peter Jankovsky: Der Kommissär geht um: Im Bündner Dorf Roveredo sind sich die Politiker spinnefeind - Der Kanton muss eingreifen, Neue Zürcher Zeitung vom 26. Oktober 2013, S. 17
  5. Katholische Pfarrkirche S. Giulio
  6. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  7. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  8. Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso
  9. Kirche Madonna del Ponte chiuso
  10. Franco Binda, Locarno 2013
  11. OpenArt (Kunstausstellung)
  12. Società Carnevale Lingera
  13. Sport Club Rorè