Roswitha Stadlober

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roswitha Steiner Ski Alpin
20180128 FIS NC WC Seefeld Roswitha Stadlober 850 2517.jpg
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 19. Juni 1963 (54 Jahre)
Geburtsort Radstadt, Österreich
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Status zurückgetreten
Karriereende 1988
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Silber0 Crans-Montana 1987 Slalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Weltcupsiege 8
 Gesamtweltcup 13. (1987/88)
 Riesenslalomweltcup 13. (1981/82)
 Slalomweltcup 1. (1985/86, 1987/88)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Slalom 8 4 2
 

Roswitha Steiner, verheiratete Stadlober, (* 19. Juni 1963 in Radstadt, Salzburg) ist eine österreichische Politikerin und ehemalige Skirennläuferin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadlober gehörte in den 1980er-Jahren zu den weltbesten Slalomläuferinnen. Anfänglich startete sie auch im Riesenslalom, in welchem sie auch ihre ersten Weltcuppunkte mit Rang 13 (mit Start-Nr. 59!) am 12. März 1980 beim Saisonfinale in Saalbach-Hinterglemm gewann.[1] Ihren ersten Weltcupsieg feierte sie am 8. März 1983 im Slalom von Waterville Valley (USA). Diesem Sieg ließ sie in den kommenden Jahren sieben weitere folgen. 1986 gewann sie erstmals den Slalomweltcup dank vier Saisonsiegen in Sestriere, Maribor, Saint-Gervais-les-Bains und in Waterville Valley. Am 26. November 1983 wurde sie Slalomsiegerin bei den nur zum Nationencup zählenden World Series of Skiing in Bormio.[2]

Ihre erste „kleine Kugel“ im Slalom holte sie sich mit ihrem Sieg im letzten Saisonbewerb am 18. März 1986 in Waterville Valley, wobei sie im 2. Lauf noch von Rang 11 zum Sieg fuhr. Damit kam sie auch – wie Erika Hess – auf 110 Punkte, wies aber vier Saisonsiege auf (Hess hatte zwei)[3]

Bei der Weltmeisterschaft 1987 in Crans-Montana gewann sie im Slalom die Silbermedaille hinter der Schweizerin Erika Hess. Gold lag damals im Rahmen der Möglichkeiten. Sie lag nach dem ersten Lauf mit 1,33 Sekunden Vorsprung voraus, wurde aber im zweiten Lauf von einer entfesselten Hess noch um 0,25 Sekunden abgefangen. In ihrer letzten Saison 1988 war sie nochmals im Slalomweltcup siegreich. In Abwesenheit der wenige Tage zuvor an selber Stelle in der (danach abgebrochenen) Abfahrt gestürzten und mit Innenbandriss im rechten Knie schwer verletzten bisherigen Leaderin Vreni Schneider, führte sie am 6. März beim Slalom in Aspen einen Vierfach-Erfolg für Österreich an; dieser einzige Saisonsieg brachte sie mit 86 Punkten noch auf Platz 1 der Slalomwertung.[4][5] Anschließend erklärte sie ihren Rücktritt. Ihr letztes Rennen bestritt sie am 27. März 1988 im nur zum Nationencup zählenden Parallelslalom bei Saisonfinale in Saalbach, bei dem sie durch einen Sieg über Brigitte Oertli Dritte wurde.[6]

Am 22. Dezember 1986 wurde sie von den österreichischen Sportjournalisten mit 1.617 Stimmen zur Österreichs Sportlerin des Jahres 1986 gewählt.[7]

Roswitha Steiner ist mit dem ehemaligen Weltklasse-Langläufer Alois Stadlober verheiratet, die Langläuferin Teresa Stadlober ist ihre Tochter, Luis Stadlober ihr Sohn. Für die ÖVP war sie in den Jahren 1999 bis 2004 Sportsprecherin im Salzburger Landtag. Aktuell (2011) ist sie Geschäftsführerin des Vereins KADA (Karriere danach) Laufbahnberatung und Arbeitsintegration für Sportler.[8] Bis heute startet sie regelmäßig bei Sport- und Marathonläufen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roswitha Steiner gewann zweimal die Disziplinenwertung im Slalom.

Saison Gesamt Riesenslalom Slalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
1979/80 69. 3 31. 3
1980/81 49. 13 28. 5 26. 8
1981/82 23. 58 13. 28 19. 30
1982/83 23. 60 5. 70
1983/84 15. 91 40. 1 2. 100
1984/85 37. 31 17. 32
1985/86 15. 110 1. 110
1986/87 20. 62 6. 74
1987/88 13. 87 1. 87

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
8. März 1983 Waterville Valley USA Slalom
17. Dezember 1983 Piancavallo Italien Slalom
18. März 1984 Jasná Tschechoslowakei Slalom
8. Dezember 1985 Sestriere Italien Slalom
5. Jänner 1986 Maribor Jugoslawien Slalom
26. Jänner 1986 Saint-Gervais-les-Bains Frankreich Slalom
18. März 1986 Waterville Valley USA Slalom
6. März 1988 Aspen USA Slalom

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitte: «Als Team dennoch stark». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. März 1980, S. 18.
  2. Nach Steiner auch Heidegger. Arbeiter-Zeitung, 20. Dezember 1983, abgerufen am 17. März 2015.
  3. Steiners unfaßbarer Sieg. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 20. März 1986, S. 22.
  4. "Kärntner Tageszeitung" vom 6. März 1988, S. 16.
  5. "Kurier Wien" vom 8. März 1988, S. 26.
  6. Kurier Wien vom 28. März 1988, S. 22.
  7. «Sportler des Jahres 1986». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 23. Dezember 1986, S. 21.
  8. Gerhard Hofer: Arbeitslose Sieger: Das harte Leben nach dem Sport. In: sporthilfe.at. Archiviert vom Original am 12. Juli 2009; abgerufen am 9. April 2018.