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SDS-Rennen

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Die SDS-Rennen waren internationale alpine Skirennen der Damen, die vom Schweizerischen Damen-Skiclub (SDS) organisiert und ab 1932 in Grindelwald ausgetragen wurden. Sie waren während der nächsten Jahrzehnte die bedeutendsten internationalen Damenskirennen und wurden 1967 in den neu geschaffenen Weltcup integriert. Ab 1976 wurden die Rennen auch an anderen Orten in der Schweiz ausgetragen, bis das Ende des Schweizerischen Damen-Skiclubs im Jahre 1984 zugleich das Ende der SDS-Rennen bedeutete.

Drei Jahre nach Gründung des Schweizerischen Damen-Skiclubs wurden auf Initiative des SDS und mit Unterstützung des Kurortes Grindelwald, insbesondere des damaligen Kurdirektors Werner Grob, am 15. Januar 1932 die ersten «Kombinierten Abfahrts- und Slalomrennen des SDS für Fahrerinnen aller Länder» – so die damals offizielle Bezeichnung – ausgetragen. An dieser ersten Auflage nahmen zwölf Fahrerinnen teil, wobei neben den SDS-Damen lediglich eine Tschechin und eine Britin am Start waren, die ihren Urlaub in Grindelwald verbrachten. In den nächsten Jahren wuchs die Zahl der Teilnehmerinnen rasch an und das SDS-Rennen entwickelte sich zum bedeutendsten internationalen Damenskirennen. Waren unter den Siegerinnen zunächst nur SDS-Fahrerinnen zu finden, wie etwa Rösli Streiff – die Siegerin des ersten Jahres –, oder Erna Steuri – die einzige Grindelwalderin, die dieses Rennen gewann –, feierte ab 1937 die Deutsche Christl Cranz insgesamt sieben Siege in ihrem einstigen Wohnort. Von 1933 bis 1935, als es noch keinen Schweizer Meistertitel für die Damen gab, wurde dieses Rennen als Meisterschaft des SDS gewertet.

Von 1940 bis 1946 fanden keine SDS-Rennen statt, doch ab 1947 (17. bis 19. Januar) war Grindelwald zum traditionellen Termin Anfang bis Mitte Januar wieder jährlicher Schauplatz dieser Damenwettkämpfe, an denen neben Abfahrt, Slalom und Kombination nun auch ein Riesenslalom zur Austragung kam (von den Eliteläuferinnen fehlten die erkrankte Anneliese Schuh-Proxauf und die Thiollière-Schwestern aus Frankreich).[1][2] Bei den Rennen 1948 (9. bis 11. Januar) nahmen die Österreicherinnen nicht teil.[3] Die Abfahrt 1949 (14. Januar) wurde auf verkürzter Strecke mit Ziel auf der Bastillon von Itramen ausgetragen, der Slalom am 15. Januar fand bei starkem Regen statt. Für den 16. Januar war ein Riesenslalom geplant, doch ununterbrochener Schneefall in der vorangegangenen Nacht bis zum Morgen hatte 62 cm Neuschnee gebracht. Es wäre zwar die Herrichtung der Piste möglich gewesen, doch es gab wegen der Unfallgefahr eine Absage. So wurde am Nachmittag ein prächtig gelungener Hindernislauf für alle Teilnehmerinnen veranstaltet. Es wurde am 15. Januar auch ein 10-km-Damen-Langlauf auf einer zweimal zu bewältigenden 5-km-Strecke mit etwa 150 m Steigung ausgetragen, wobei es äußerst schwierige Verhältnisse gab. Den Sieg holte sich Kerttu Pehkonen aus Finnland in 51:06 vor den beiden Schwedinnen Märta Norberg (54:00) und Margit Asber-Albrechtson (54:04).[4][5][6]
Zu den Rennen 1950 hatte angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaften keine Nation ihre Elitefahrerinnen entsandt. Ein Wetterumsturz (dichter Nebel im Talkessel, der gefallene Schnee fand keine Bindung zum Untergrund) veränderte die Verhältnisse von einem Tag auf den anderen gewaltig, es schien die Austragung der Abfahrt vorerst gar nicht möglich. Sie wurde auf der traditionellen Strecke «First» nach «Bort» mit 17 Fahrerinnen veranstaltet, wobei mit unzähligen Kontrolltoren die Aufgabenstellung an die Klasse der Fahrerinnen angepasst, sprich minimiert wurde. Beim Slalom hingegen gab es Schönwetter. Es wurden nur einige wenige Läufe gezeigt, die das Prädikat «gut» verdienten, bis auf die ersten Drei war keine der Läuferinnen den Anforderungen gewachsen. Mit Kämpferherz gelang es Marchelli, den in der Abfahrt herausgeholten Vorsprung für die Kombination zu verteidigen. Mit ausgesprochen schlechtem Skimaterial hielt sich Gärtner ausgezeichnet. Der abschließende Riesenslalom wurde von der Station «Egg» nach «Bort» gefahren; mit 29 Toren war er nicht allzu schwer. Bei Gärtners Ausrüstung musste man sich wundern, dass sie damit gewinnen konnte.[7][8][9]
Zu den erfolgreichsten Teilnehmerinnen der 1950er- und 1960er-Jahre zählten die Italienerin Carla Marchelli, der es 1957 als Einziger gelang, alle vier Wettbewerbe in einem Jahr zu gewinnen, und die Schweizerin Madeleine Berthod, die von 1952 bis 1960 insgesamt acht Rennen gewann und damit Rekordsiegerin des SDS-Rennens wurde.

Bei den Rennen vom 12. bis 14. Januar 1951 gab es im Slalom am 13. Januar Probleme mit der Zeitnehmung, denn diese zeigte im ersten Durchgang für Anneliese Schuh-Proxauf eine Zeit von 42,2 Sekunden an, jene bei den Messungen durch die Funktionäre aber 47,2 Sekunden. Da aber im zweiten Durchgang die Zeiten aller Läuferinnen nur bis zu 2 Sekunden differierten (Schuh-Proxauf erreichte 49,1), ersuchten die Veranstalter die Innsbruckerin, ihren Lauf zu wiederholen, was sie aber ablehnte und außerdem zum Riesenslalom am Sonntag, 14. Januar, nicht mehr antrat.[10]

Beim Slalom am 5. Januar 1956 fiel (erneut) die elektrische Zeitnehmung aus, vorerst war Dorothea Hochleitner bereits als Siegerin gefeiert worden. Danach wurde Minuzzo zur Siegerin erklärt. Erst eine dritte Liste, die auf Grund der mit Handstoppungen ermittelten Zeiten aufgestellt worden war, brachte das endgültige Resultat; demnach belegte Hochleitner mit 1.7 s Rückstand Rang 4.[11]

1958 standen die Veranstalter vorerst vor einer Absage oder möglichen Kürzung des Programms; der geplante Beginn 8. Januar wurde um einen Tag verschoben;[12] es wurde mit einem Riesenslalom begonnen, und statt des Spezialslaloms wurde ein zweiter Riesenslalom (mit mehr Toren als beim ersten, deshalb der Unterschied in den Siegezeiten mit 1:29,5 für Frandl und 1:40,4 für Dänzer) veranstaltet.[13][14]

1967 wurden die SDS-Rennen in den neu geschaffenen Weltcup integriert. Durch die Häufung der Rennen im Berner Oberland (neben Grindelwald veranstalteten Wengen und Adelboden Herrenrennen), geriet Grindelwald als Weltcup-Austragungsort von ausserhalb zunehmend unter Druck, aber auch innerhalb Grindelwalds gab es wegen stetig steigender Kosten zunehmend kritische Stimmen. Außerdem zählte bis einschließlich 1973/74 die Kombination nicht zum Weltcupprogramm, was der einstigen Grundidee ebenfalls widersprach. Als für die vom 7. bis 9. Januar 1976 terminisierten Rennen eine Fernsehübertragung nicht mehr gesichert werden konnte (es waren am Hang des Firsts nicht die notwendigen Verkehrswege für TV-Farb-Übertragungen vorhanden)[15], wurden die SDS-Rennen nach 45 Jahren erstmals nicht in Grindelwald ausgetragen, sondern nach Hasliberg vergeben. Zum 50-jährigen Jubiläum des SDS sollten die Rennen 1979 wieder in Grindelwald stattfinden, doch wegen Schneemangels mussten sie erneut nach Hasliberg abgegeben werden. So war Grindelwald nur noch einmal, im Jahre 1982, Schauplatz der SDS-Rennen, ehe sich der Schweizerische Damen-Skiclub wegen Mitgliedermangels 1984 auflöste. Nach dem Ende des SDS und damit der SDS-Rennen war Grindelwald in den Jahren 1989 und 1992 noch zweimal Schauplatz von Damen-Weltcuprennen.

Podiumsplatzierungen

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Die ersten SDS-Rennen vor dem Zweiten Weltkrieg

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 Jahr  Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1932 Abfahrt Rösli Streiff Helene ZinggVereinigtes Königreich Michell
Slalom Rösli Streiff Helene Zingg Schlunegger
Kombination Rösli Streiff Helene Zingg Schlunegger
1933 Abfahrt Elli Stiller Rösli Streiff Helen Boughton-Leigh
Slalom Helene Zingg Helen Boughton-Leigh Rösli Streiff
Kombination Helene Zingg Helen Boughton-Leigh Rösli Streiff
1934 Abfahrt Anny Rüegg Hadwig Pfeifer-Lantschner Käthe Grasegger
Slalom Nini von Arx-Zogg Anny Rüegg Christl Cranz
Kombination Anny Rüegg Nini von Arx-Zogg Hadwig Pfeifer-Lantschner
1935 Abfahrt Erna Steuri Anny Rüegg Nini von Arx-Zogg
Slalom Anny Rüegg Erna Steuri Elvira Osirnig
Kombination Erna Steuri Anny Rüegg Elvira Osirnig
1936 Abfahrt Nini von Arx-Zogg Anny Rüegg Loulou Boulaz
Slalom Anny Rüegg Nini von Arx-Zogg Elvira Osirnig
Kombination Anny Rüegg Nini von Arx-Zogg Elvira Osirnig
1937 Abfahrt Christl Cranz Erna Steuri Nini von Arx-Zogg
Slalom Christl Cranz Nini von Arx-Zogg Erna Steuri
Kombination Christl Cranz Nini von Arx-Zogg Erna Steuri
1938 Abfahrt Christl Cranz Erna Steuri Dinah Künzli
Slalom Elvira Osirnig Lisa Resch Käthe Grasegger
Kombination Christl Cranz Käthe Grasegger Lisa Resch
1939 Abfahrt Doris Friedrich Erna Steuri Käthe Grasegger
Slalom Christl Cranz Käthe Grasegger Lisa Resch
Kombination Christl Cranz Käthe Grasegger Erna Steuri

SDS-Rennen nach dem Zweiten Weltkrieg bis vor Einführung des Weltcups

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 Jahr  Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1947 Abfahrt Trude Jochum-Beiser Celina Seghi Fernande Bayetto
Slalom May Nilsson Olivia Ausoni Celina Seghi
Kombination May Nilsson Trude Jochum-Beiser Celina Seghi
Riesenslalom Celina Seghi
 May Nilsson
 Olivia Ausoni
1948 Abfahrt Georgette Thiollière Hedy Schlunegger Françoise Gignoux
Slalom Celina Seghi May Nilsson Andrea Mead
Kombination Celina Seghi Georgette Thiollière May Nilsson
Riesenslalom Georgette Thiollière
 Celina Seghi
 May Nilsson
1949 Abfahrt Erika Mahringer Anneliese Schuh-Proxauf Ida Schöpfer
Slalom Celina Seghi Lucienne Schmith-Couttet Erika Mahringer
Kombination Erika Mahringer Anneliese Schuh-Proxauf Celina Seghi
Riesenslalomnicht ausgetragen
1950 Abfahrt Maria Grazia Marchelli Giuliana Chenal Minuzzo Annelore Zückert
Slalom Annelore Zückert Edmée Abetel Maria Grazia Marchelli
Kombination Maria Grazia Marchelli Annelore Zückert Edmée Abetel
Riesenslalom Hildesuse Gaertner Andrée Tournier Maria Grazia Marchelli
 Giuliana Chenal Minuzzo
1951 Abfahrt Hildesuse Gaertner Idly Walpoth Anneliese Schuh-Proxauf
Slalom Anneliese Schuh-Proxauf Andrea Mead Rosmarie Bleuer
Kombination Anneliese Schuh-Proxauf Andrea Mead Idly Walpoth
Riesenslalom Andrea Mead Andrée Tournier Olivia Ausoni
1952 Abfahrt Trude Jochum-Beiser Jannette Burr Andrea Mead-Lawrence
Slalom Madeleine Berthod Andrea Mead-Lawrence Borghild Niskin
Kombination Jannette Burr Andrea Mead-Lawrence Borghild Niskin
Riesenslalom Andrea Mead-Lawrence Andrée Bermond-Tournier Trude Jochum-Beiser
1953 Abfahrt Maria Grazia Marchelli Giuliana Chenal Minuzzo Madeleine Berthod
Slalom Trude Klecker Lucienne Schmith-Couttet Giuliana Chenal Minuzzo
Kombination Giuliana Chenal Minuzzo Madeleine Berthod Ossi Reichert
Riesenslalom Erika Mahringer Madeleine Berthod Giuliana Chenal Minuzzo
1954 Abfahrt Madeleine Berthod Maria Grazia Marchelli Erika Mahringer
Slalom Ossi Reichert Trude Klecker Lucienne Schmith-Couttet
Kombination Lucienne Schmith-Couttet Madeleine Berthod Erika Mahringer
Riesenslalom Erika Mahringer Madeleine Berthod Lucienne Schmith-Couttet
1955 Abfahrt Madeleine Berthod Carla Marchelli Dorothea Hochleitner
Slalom Giuliana Chenal Minuzzo Madeleine Berthod Lotte Blattl
Kombination Madeleine Berthod Lotte Blattl Giuliana Chenal Minuzzo
Riesenslalom Lotte Blattl Madeleine Berthod Josette Nevière
1956 Abfahrt Madeleine Berthod Josette Nevière Dorothea Hochleitner
Slalom Maria Kowalska Renée Colliard Andrea Mead-Lawrence
Kombination Madeleine Berthod Josette Nevière Andrea Mead-Lawrence
Riesenslalom Evi Lanig Giuliana Chenal Minuzzo Madeleine Berthod
1957 Abfahrt Carla Marchelli Josefa Frandl Danièle Telinge
Slalom Carla Marchelli Josefa Frandl Frieda Dänzer
Kombination Carla Marchelli Josefa Frandl Frieda Dänzer
Riesenslalom Carla Marchelli Dorothea Hochleitner
 Hilde Hofherr
1958 Abfahrt Carla Marchelli Hilde Hofherr Dorothea Hochleitner
Riesenslalom 1 Josefa Frandl Carla Marchelli Thérèse Leduc
Riesenslalom 2 Frieda Dänzer Hilde Hofherr Josefa Frandl
Kombination Hilde Hofherr Frieda Dänzer Carla Marchelli
1959 Abfahrt Penny Pitou Betsy Snite Hilde Hofherr
Slalom Heidi Mittermaier Barbara Henneberger Annemarie Waser
Kombination Penny Pitou Hilde Hofherr Madeleine Berthod
Riesenslalom Betsy Snite Danièle Telinge Pia Riva
1960 Abfahrt Pia Riva Heidi Biebl Madeleine Berthod
Slalom Annemarie Waser Liselotte Michel Madeleine Berthod
Kombination Madeleine Berthod Sonja Sperl Erika Netzer
Riesenslalom Madeleine Berthod Jerta Schir Yvonne Rüegg
1961 Abfahrt Heidi Biebl Margrit Gertsch Traudl Hecher
Slalom Giuliana Chenal Minuzzo Pia Riva Heidi Biebl
Kombination Heidi Biebl Margrit Gertsch Barbara Henneberger
Riesenslalom Thérèse Leduc Erika Netzer Barbara Henneberger
1962 Abfahrt Traudl Hecher Heidi Biebl Grete Grander
Slalom Marianne Jahn Heidi Biebl Linda Meyers
Kombination Heidi Biebl Traudl Hecher Linda Meyers
Riesenslalom Linda Meyers Christl Haas Traudl Hecher
1963 Abfahrt Barbara Henneberger Traudl Hecher Edith Zimmermann
Slalom Barbara Henneberger Christine Goitschel Traudl Hecher
Kombination Barbara Henneberger Traudl Hecher Annie Famose
Riesenslalom Marielle Goitschel Madeleine Bochatay Marianne Jahn
1964 Abfahrtnicht ausgetragen
Slalom Marielle Goitschel Jean Saubert Traudl Hecher
Kombinationnicht ausgetragen
Riesenslalom Jean Saubert Traudl Hecher Marielle Goitschel
1965 Abfahrt Christl Haas Edith Zimmermann Heidi Biebl
Slalom Heidi Biebl Marielle Goitschel Theres Obrecht
Kombination Heidi Biebl Edith Zimmermann Theres Obrecht
Riesenslalom Edith Zimmermann Marielle Goitschel Theres Obrecht
1966 Abfahrt Christl Haas Edith Zimmermann Erika Schinegger
Slalom Marielle Goitschel Nancy Greene Christine Goitschel
Kombination Marielle Goitschel Nancy Greene Edith Zimmermann
Riesenslalom Theres Obrecht Edith Zimmermann Sandra Shellworth

Weltcuprennen in Grindelwald

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 Jahr  Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1967 Abfahrt Nancy Greene Isabelle Mir Florence Steurer
Slalom Annie Famose Gina Hathorn Isabelle Mir
Kombination (1) Isabelle Mir Marielle Goitschel Gina Hathorn
Riesenslalom Nancy Greene Annie Famose Marielle Goitschel
1968 Abfahrtnicht ausgetragen
Slalom Gertrud Gabl Isabelle Mir Marielle Goitschel
Kombinationnicht ausgetragen
Riesenslalom Nancy Greene Marielle Goitschel Fernande Bochatay
1969 Abfahrt Wiltrud Drexel Rosi Mittermaier Isabelle Mir
Slalom Gertrud Gabl Annie Famose Kiki Cutter
Kombination (1) Gertrud Gabl Judy Nagel Rosi Mittermaier
Riesenslalom (1) Gertrud Gabl
 Florence Steurer
 Ingeborg Jochum
1970 Abfahrt Isabelle Mir Annie Famose Florence Steurer
Slalom Michèle Jacot Betsy Clifford Marilyn Cochran
Kombination (1) Annie Famose Florence Steurer Betsy Clifford
Riesenslalomnicht ausgetragen
1971 Abfahrtnicht ausgetragen
Slalom Britt Lafforgue Michèle Jacot Danièle Debernard
Kombination (1)nicht ausgetragen
Riesenslalomnicht ausgetragen
1972 Abfahrt Annemarie Pröll Marie-Theres Nadig Isabelle Mir
Slalom Britt Lafforgue Monika Kaserer Barbara Ann Cochran
Kombination (1) Monika Kaserer Florence Steurer Isabelle Mir
Riesenslalomnicht ausgetragen
1973 (2) Abfahrt Annemarie Pröll Wiltrud Drexel Brigitte Totschnig
Slalom Monika Kaserer Rosi Mittermaier Judy Crawford
Kombination (1) Rosi Mittermaier Bernadette Zurbriggen Hanni Wenzel
Riesenslalomnicht ausgetragen
1974 Abfahrt Cindy Nelson Annemarie Moser-Pröll Marie-Theres Nadig
Slalomnicht ausgetragen
Kombination (1) Monika Kaserer Marie-Theres Nadig Hanni Wenzel
Riesenslalom Monika Kaserer Hanni Wenzel Christa Zechmeister
1975 (3) Abfahrt Annemarie Moser-Pröll Rosi Mittermaier Marie-Theres Nadig
Slalomnicht ausgetragen
Kombination Annemarie Moser-Pröll Rosi Mittermaier Hanni Wenzel
Riesenslalom Annemarie Moser-Pröll Hanni Wenzel Rosi Mittermaier

Ab 1976 fanden die SDS-Rennen an verschiedenen Orten statt, in Grindelwald bis zur Auflösung des SDS nur noch einmal:

 Jahr  Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1982 Abfahrt 1 Gerry Sorensen Marie-Cécile Gros-Gaudenier Elisabeth Chaud
Abfahrt 2 Gerry Sorensen Irene Epple Cindy Nelson
Kombination (4) Irene Epple Erika Hess Cindy Nelson

Nach Auflösung des SDS im Jahr 1984 wurden noch zweimal Weltcuprennen in Grindelwald ausgetragen:

 Jahr  Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1989 Abfahrt 1 Michela Figini Beatrice Gafner Carole Merle
Abfahrt 2 Michela Figini Carole Merle Maria Walliser
Super-G Carole Merle Sigrid Wolf Maria Walliser
Slalom Vreni Schneider Tamara McKinney Monika Maierhofer
Kombination Brigitte Oertli Karen Percy Michela Figini
1992 Abfahrt Sabine Ginther Miriam Vogt Chantal Bournissen
Slalom Monika Maierhofer Pernilla Wiberg Annelise Coberger
Kombination Sabine Ginther Petra Kronberger Miriam Vogt
(1) 
Die Kombinationen bis 1974 sowie der Riesenslalom 1969 zählten nicht zum Weltcup.
(2) 
1973 gab es zum einzigen Mal auch ein Herren-Weltcuprennen in Grindelwald als Ersatz für die in Wengen abgesagte Lauberhornabfahrt. Sieger war Bernhard Russi.
(3) 
1975 wurde in Grindelwald ein nicht zu den SDS-Rennen zählender zweiter Riesenslalom als Ersatz für den Oberstaufener Staufenpokal ausgetragen. Siegerin war Annemarie Moser-Pröll vor Fabienne Serrat und Hanni Wenzel.
(4) 
Bestehend aus dem Riesenslalom von Pfronten und der ersten Abfahrt von Grindelwald.

Rekordsiegerinnen

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Sechs Fahrerinnen erreichten fünf oder mehr Siege bei den SDS-Rennen in Grindelwald:

  • 8 Siege:
    • Madeleine Berthod (1952–1960: 3 Abfahrten, 1 Slalom, 3 Kombinationen, 1 Riesenslalom)
  • 7 Siege:
    • Christl Cranz (1937–1939: 2 Abfahrten, 2 Slaloms, 3 Kombinationen)
  • 5 Siege:

Den «Grossen Bambi» für den dreimaligen Sieg in der Kombination – die höchste bei den SDS-Rennen vergebene Auszeichnung[16] – gewannen drei Fahrerinnen:

  • Karl Erb: Faszination Abfahrt. SV Internationale/Schweizer Verlagshaus, Zürich 1985, ISBN 3-7263-6389-0, S. 134–137.
  • Rudolf Rubi: Der Sommer- und Winterkurort: Strassen und Bahnen, Wintersport. (= Im Tal von Grindelwald. Band III). Verlag Sutter Druck, Grindelwald 1987, S. 193–195.
  • Helene M. Zingg: Damen-Skisport in der Schweiz. In: Jahrbuch des Schweizerischen Skiverbandes, Band XXXVII, 1941. S. 82.
  • Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, Faltblatt 6 (ohne Seitenangabe).

Einzelnachweise

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  1. «Die letzten Meldungen von den Int. SDS-Rennen in Grindelwald»; «Sport Zürich», Nr. 7 vom 17.1.1947, Seite 5
  2. «9. Internationale SDS-Rennen in Grindelwald»; «Sport Zürich», Nr. 8 vom 20.1.1947, Seiten 4 und 5
  3. «SDS-Rennen in Grindelwald»; «Sport Zürich», Nr. 4 vom 9.1. 1948, Seite 1
  4. Spalte 4: «Mahringer und Proxauf in Grindelwald überlegen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 15. Jänner 1949, S. 4.
  5. Spalte 4: «Mahringer Kombinationssiegerin in Grindelwald». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 16. Jänner 1949, S. 7.
  6. «Internationale Damen-Skirennen in Grindelwald»; «Sport Zürich», Nr. 7 vom 17.1.1949, Seiten 2 bis 3
  7. «Mit allen Assen nach Aspen»; Untertitel: «Junge Italienerinnen überraschen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 21. Jänner 1950, S. 7.
  8. Spalte 1: «Zückert siegt im Grindelwalder Slalom». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 22. Jänner 1950, S. 9.
  9. «12. Internat. Damenskirennen in Grindelwald»; «Sport Zürich» Nr. 10 vom 23.1.1950, Seiten 6 und 7
  10. «Schneider gewann auch die Kombination», Untertitel: «Die Zeitmessung versagte». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 16. Jänner 1951, S. 8.
  11. Thea Hochleitner Vierte in Grindelwald. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 6. Jänner 1956, S. 12.
  12. Der Schnee fiel zur rechten Zeit. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 9. Jänner 1958, S. 10.
  13. Der erste Skierfolg in der neuen Saison. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 10. Jänner 1958, S. 10.
  14. Ein zweiter und ein dritter Platz in Grindelwald. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 11. Jänner 1958, S. 10.
  15. Glosse „Aufs Korn genommen“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 8. Jänner 1976, S. 8.
  16. Vier ÖSV-Siege im Berner Oberland. In: Austria-Ski-Sport. Zeitschrift des ÖSV. Heft 1/1965. S. 16.