Santuari de Sant Salvador

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Santuari de Sant Salvador
Eingang

Das Santuari de Sant Salvador (katalanisch; spanisch Santuario de San Salvador), auch Eremita de San Salvador liegt auf dem Berg Puig de Sant Salvador in 509 Meter Höhe in der Nähe der Stadt Felanitx im Südosten der Mittelmeerinsel Mallorca.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Überlieferung nach soll in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf dem Berg der Eremit Romeo de Burguera in einer Höhle, der Sa cova de s'Ermità, gehaust haben. Der Ursprung der (Wallfahrts-)Kirche geht zurück in das Jahr 1348[1]. Die Pest raffte damals etwa ein Fünftel der Bevölkerung von Mallorca und etwa die Hälfte der Einwohner von Felanitx hinweg. Deshalb ersuchten die Gemeinde Felanitx beim Bischof und der Burgvogt des Castell de Santueri bei König Pere IV. von Aragón, dem der Berg gehörte, um Genehmigung für den Bau einer Kapelle an. Dies wurde genehmigt und zum Dank für die Rettung der restlichen Einwohner zu Ehren von Dios Nuestro Señor eine einfache Kapelle samt Zisterne errichtet. Der König gab eine Stiftung zur Lesung der Messe und der erste Frater soll Pedro Bosch gewesen sein. Der Name Sant Salvador bedeutet "Heilige Rettung/Erlösung/Befreiung".

1601 wurde eine Bruderschaft gegründet und bald entwickelten sich die Kapelle und die Einsiedelei zu einem Wallfahrtsort.

Von 1707 bis 1734 wurde die heutige Kirche erbaut. Der äußere Baustil der Gesamtanlage aus 18. Jahrhundert gleicht einer Festung. Bei Gefahr hatte sie auch die Funktion eines Fluchtortes.

1824 lebten drei Eremiten in der Klosterherberge. 1851 gaben die Eremiten die dauerhafte Besiedlung auf, weil ihnen die Lebensbedingungen zu hart waren. Nur mehr zeitweise oder aus religiösen Anlässen kamen Ordensleute aus der Region.

Die Stadt Felanitx, die bis dahin Eigentümerin des Sant Salvador war, versteigerte das Gelände im Jahre 1885. Neuer Eigentümer wurde Don Juan Antonio Puig y Montserrat (1813–1894), geboren in Felanitx, der Bischof von Puerto Rico war. Er übergab die Anlage anschließend dem Bistum Mallorca.

1891 entschieden die Gemeinde Felanitx und der Prälat der Diözese Mallorca, die Seelsorge und Verwaltung des Santuari de Sant Salvador an die mallorquinische Congregación de Ermitaños de San Pablo y San Antonio (Kongregation der Eremiten des Hl. Paulus und des Heiligen Antonius), ein Bettelorden, vertreten durch Canónigo D. Mateo Alzamora, Pfarrer aus Pollença, zu übertragen und so zogen neue Eremiten ein.

1923–1927 wurde die Serpentinen-Höhenstraße erbaut und 1964 asphaltiert. Die Arbeiten zur Planung und Realisierung führte 1917–1923 Miguel Rigo y Puig aus Felanitx durch. 1956 wurde ihm deshalb eine Gedenktafel gewidmet.[2][3][4]

Am 8. September 1934 wurde die Wallfahrtskirche durch den Bischof der Diözese Mallorca wieder dem Besitz der Pfarre Felanitx übertragen und durch Papst Pius XI. das Privileg erteilt, durch ein Hochamt, eine besondere religiöse Zeremonie, die feierliche Krönung Mariens an der Marien-Statuette vornehmen zu dürfen.

Bis 1992 wurde der Wallfahrtsort von der Kongregation der Eremiten des Hl. Paulus und des Heiligen Antonius betreut und verwaltet.[5]

Seit 1992 steht die Herberge unter der Leitung von zwei mallorquinischen Familien, die hier ein Restaurant betreiben und die Zimmer vermieten. Das Gebäude, sowie der Grund und Boden, gehören der Diözese von Mallorca.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen innen
Seitenaltar (= alter Hochaltar)
Statuette der Madonna, 15. Jhdt.
Altarbild aus Alabaster, 1942

Die erste Kirche war Christus gestiftet. Kunstgeschichtlich bedeutend ist deren kostbarer Altar, der sich seit 1716 in einer Seitenkapelle auf der rechten Seite befindet und dessen Ursprung und Herkunft nicht genau geklärt ist. Das Flachrelief aus Sandstein ist 2,70 m hoch und 2,40 m breit. Nach älteren Quellen soll es um 1553 von Guillem Sagrera (oder aus dieser Schule) geschaffen worden sein. Andere Quellen benannten als Urheber den mallorquinischen Bildhauer Huguet Barxa.[6] 2018 konnte durch eine Untersuchung der anhaftenden polychromen Farbpigmente die Entstehung eindeutig in die Lebenszeit des Huguet Barxa zugeordnet werden, der es 1448–1453 in Stein geschnitten hat. Die Bemalung stammt von dem Maler Juan Marsol. Das Relief war ursprünglich für eine Kapelle in der Kirche San Miquel in Felanitx angefertigt worden.[7]

Das Relief zeigt die Passion, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi. Darunter ist eine Predella mit dem letzten Abendmahl. Im Mittelpunkt steht ein Gekreuzigter Christus. Links und rechts zu sehen ist eine Folge aus sechs Bildern, die als archetypische Darstellung der Passio Imaginis Salvatoris (Passion des Bildes) gilt. Dazu der folgende Hintergrund: Im Jahr 765 hat ein Jude im damals syrischen Beirut (griechisch Βηρυτός, lateinisch Berytus) ein christliches Bildnis der Kreuzigung geschändet und soll darauf hin Blut aus dem Bildnis hervorgetreten sein. Durch dieses Blutwunder sollen die Kirchen im Osten und im Westen (wieder) mehr Zulauf durch Gläubige erfahren haben.[8][9][10] Von Generation zu Generation wurde im Schrifttum die Erzählung von der Passio imaginis (Salvatoris) und die darin enthaltenen Ressentiments weitergegeben.[11][12] Im Hochmittelalter kam die christliche Ritualmordlegende gegen die Juden auf und es verfestigte sich die These vom Gottesmord.

In der Bildhauerei angedeutet und transportiert wurde die Diskreditierung durch die Darstellung von Personen in der typisch äußeren Erscheinung der Juden, zu lesen als dabei gewesene (Mit-)Täter, sowie Doppeldeutigkeit wie in dem Bild links unten. Es zeigt die Szene "Jesus wird ans Kreuz genagelt". Gleichzeitig kann dieses Bild auch als rituelle Marter (Recrucification) des Christusbildnisses durch einen Juden, somit als Vorhaltung eines verwerflichen Frevels oder Sakrilegs verstanden werden.

Die kulthafte Verehrung der Passion des Bildes am 9./10. November war in Spanien weit verbreitet.[13] Im 16. Jhdt. war die Verehrung der Passion des Bildes auch in Mallorca weit verbreitet. Kapellen und Bildnisse gab es in Palma in der Kathedrale, Santa Eulalia, San Jaime, San Miguel, sowie Santa Catalina und San Nicolás in Portopí, in Deià, Felanitx, Inçà, Manacor, Montuïri, Petra, Pollença, Porreres, Sóller etc.[14] 1570 hat Papst Pius V., der derartige Bräuche als abträglich betrachtete, mehrere Änderungen des Missale Romanum, das lateinische Messbuch des römischen Ritus, angeordnet und veröffentlicht. Danach ging die Verehrung der Passion des Bildes auch in der Kapelle der Kirche San Miguel in Felanitx zurück. Zwischen 1576 und 1589, das belegen alte Quellen, wurde das Relief von Felanitx hinauf in die Basilika am Sant Salvador versetzt.[15]

Die Verehrung der Mutter Gottes am Sant Salvador geht ins 15. Jahrhundert zurück. Der Legende nach hat ein Hirte einst verwundert im Gebüsch ein in der Sommernacht wunderbar glänzendes Bildnis der Mutter Gottes, gefunden und wurde von einem Engel beauftragt, die Statuette auf den Berg zu tragen. Ein Inventar von 1486 verzeichnet eine Kapelle mit zwei Marienbildnissen, ein Ex voto und eine Statuette. 1572 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als Nostra Senyora de Sant Salvador bzw. als la Mare de Déu de Sant Salvador. Im 16. Jahrhundert wurde die frühere Kirche vergrößert. Mit der Zeit wandelte sich der Wallfahrtsort zum Marienheiligtum. Dies ist durch zahlreiche Votivbilder und Devotionalien belegt. Da die frühere Kirche dem ansteigenden Pilgerstrom nicht mehr gewachsen war, wurde zwischen 1707 und 1715 die heutige, große Kirche mit mehreren Seitenkapellen errichtet. Am 24. August 1716 erfolgte offiziell die Weihe der großen Kirche zur Mare de Déu de Sant Salvador. So kam es zur Änderung der Widmung.

Der Hochaltar in der Apsis zeigt eine gotische Statuette der Maria mit Kind, die aus dem 15. Jahrhundert stammt und nur etwa 50 cm hoch ist. Im 18. Jahrhundert wurden die barocken Figuren und Verzierungen durch den Bildhauer Pere Coronero ergänzt. Zwischen 1934 und 1942 wurde die Apsis neu gestaltet. Das schöne Retabel aus Alabaster hat der mallorquinische Bildhauer Tomàs Vila Mayol 1942 im Auftrag der Stadt Felanitx angefertigt. Die Inschriften darauf beschreiben die Bedeutung Mariens und sind die Bezeichnungen der Gottesmutter und Anrufungen aus der Lauretanischen Litanei entnommen: Salve Regina (Sei gegrüßt! Königin), Mater Misericordiae (Mutter der Barmherzigkeit), Mater Salvadoris (Mutter des Erlösers), Salus Infirmorum (Heil der Kranken), Refugium Peccatorum (Zuflucht der Sünder), Consolatrix Lictorum (Trost der Betrübten), Auxilium Christinaorum (Hilfe der Christen). Ave Maria ora (pro nobis peccatoribus) (Gegrüßt seist du/Lebe wohl, Maria, bete für uns Sünder). Über seitlichen Treppen gelangen die Wallfahrer bis knapp unter die Marienstatuette, das religiöse Genius loci.

Die marmorne Altar im Presbyterium wurde 1963 geweiht.

Gegen eine Gebühr wird die Madonna und der Altarbereich etwa 4 Minuten lang automatisch in verschiedenen Lichteinstellungen beleuchtet und eine Musik aus dem Tannhäuser von Richard Wagner abgespielt. (sehenswert)

Im Februar und im Oktober kann sich ein Lichtphänomen zeigen. Die am Morgen im Osten aufgehende und niedrig stehende Sonne leuchtet durch ein Rosettenfenster und taucht die Marienstatue in der Kirche für einige Minuten in einen mystischen Glanz.[16] [17][18]

Im Eingangsbereich befindet sich eine Krippe in einer nachgeahmten Höhle, in der drei Szenen rund um die der Geburt von Jesus in Bethlehem (Herbergssuche, Anbetung der Hirten, Heilige 3 Könige) dargestellt sind.

Das Patrozinium wird am 8. September, dem Tag von Mariä Geburt, gefeiert. Gleichzeitig wird eine besondere Heilige Messe, die coronació de la Mare de Déu, gefeiert. Die Marien-Statuette wird in der Eucharistie rituell mit einem filigranen Strahlenkranz geschmückt.[19][20][21][22]

Über dem Portal im Hof befindet sich ein Bildnis der Madonna unbekannten Ursprungs. Vor der Kirche finden sich in einem kleinen Raum hunderte kleine Gaben, Andenken und Fotos, mit denen Menschen Gott dankten, dass sie von einer Krankheit etc. befreit wurden.

Im Außenbereich der Kirche und Herberge verherrlichen die Gedichte[23][24] der mallorquinischen Dichter Mateu Obrador (1852–1909) und Mn. Llorenç Riber (1881–1958) den Gründungsmythos.

Pilgerweg und Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Mare Déu del Bon Pastor

In Felanitx beherbergte in der Carrer de l'Hospici früher auch ein zur Wallfahrtskirche gehöriges Hospiz die zahlreichen Pilger, die zur Mare de Déu de Sant Salvador hinauf wollten. Der Pilgerweg führt von Felanitx über die cami vell de Sant Salvador zum großen Steinkreuz am Fuß des Berges auf 207 m Höhe (Parkplatz, etwa Straßenkilometer 1,5) und von dort durch den Pinienwald am Nordhang den Berg hinauf. Anfangs ist der Weg, kurz el Camino genannt, breit und teilweise gepflastert, oberhalb ist er steil und schmal.

Auf halber Höhe des Berges befindet sich die Kapelle Mare Déu del Bon Pastor (39ºN 27.346 / 03ºE 10.963 ), kurz la Capellata genannt, wo der Legende nach die Statuette der Mutter Gottes von einem Hirten aufgefunden wurde. Die neuromanische Kapelle wurde 1910 unter Mn. Antoni M. Alcover errichtet und war der Ersatz für eine ältere Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, die mit Azulejos reich ausgeschmückt gewesen sein soll.

Gegenüber der Kapelle beginnt mit einer Stiege der alte Kreuzweg, von dem 13 Stationen mit Azulejo-Bildern aus dem 16. Jahrhundert erhalten sind. An alten Weg gelegen ist der pedra dels Perdons (Felsen der Vergebung). Der Legende nach soll sich dort zuvor das Haus eines Giganten befunden haben.[25]

Herberge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich

Im Eingangsbereich des ehemaligen Klosters und der dortigen Gaststätte ist ein Relief des Letzten Abendmahls ausgestellt, das eine Nachbildung des Originals über der Puerta del Mirador der Kathedrale La Seu in Palma darstellt. Ausgestellt sind dort auch sechs Weltmeister-Trikots, welche Guillermo Timoner zwischen 1955 und 1965 im Steherrennen der Bahnradfahrer errang, der aus Felanitx stammte und am Sant Salvador regelmäßig trainierte.

Die zwölf zu vermietenden Zimmer in der Herberge wurden 2002 renoviert.

Cristo Rei Monument[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christo Rei Monument

Auf dem südlich gelegenen Teil des Gipfelplateaus befindet sich ein Monument des Christus Pantokrator (Cristo Rei), zu erkennen an der Christus-König-Statue, dem Monogramm "IHS" und der Inschrift "Iesus Christus Rex". Die Grundsteinlegung und Segnung fand am 20. Mai 1928 statt. Die Errichtung geriet auf Grund finanzieller Probleme ins Stocken und dauerte bis 1934.

Das Monument hat eine Höhe von 37 m und trägt eine 7 m hohe Plastik aus geschwärzter Bronze. Die Statue zeigt Christus, aufrecht stehend und die rechte Hand gnädig schützend ausstreckend, sein Haupt mit einer Krone geschmückt und von einem Heiligenschein umgeben, der die lateinischen Inschrift "Rex Regum (et) Dominus Dominantium" (König der Könige und Herr der Herrschenden) enthält. Die Statue wurde nach mehreren Quellen in Spanisch von dem mallorquinischen Bildhauer Francesc Salvà (1892- )[26][27][28], nach anderen, zeitlich jüngeren Quellen von dem mallorquinischen Bildhauer Tomàs Vila Mayol (1893–1963)[29][30] geschaffen. Unter dem Monument steht ein Altar mit der Inschrift Tu Rex Gloriae, Christe (Du bist König der Herrlichkeit, Christus) oder (Dich, Gott, loben wir) aus dem Te Deum. Die Einweihung fand am 1. Juli 1934 durch Dr. José Miralles y Sbert, Bischof der Diözese Mallorca, statt. Dies bekundet sein Wappen, das etwa auf halber Höhe des Monuments angebracht ist.

Im Sockel des Monumentes befindet sich eine Kapelle zur Andacht und Meditation (nicht öffentlich zugänglich).[5][31] Die Kapelle enthält die sterblichen Überreste des Canónigo D. Mateo Alzamora, der das Monument auf seine Kosten errichten ließ, sowie von fünf Eremiten aus dem Santuari de Sant Salvador.

Auf Grund des starken ästhetischen Kontrastes des religiösen Monuments mit seiner reaktionären und brachialen Erscheinung im spanischen Herrera-Stil (Spätrenaissance, Reconquista und Gegenreformation) zu dem schlichten Baustil des Klosters war das Monument in der Bevölkerung umstritten, heute hingegen ist es sehr beliebt.

Puig de Milá – Steinkreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Creu des Picot

Auf dem Puig des Milá (478 Hm), der etwa 250 Meter vor dem Gipfelplateau nördlich des Puig de Sant Salvador gelegen und etwas niedriger ist, steht das Creu de Picot oder genauer Creu d'Es Picot. Ein kurzer schmaler Fußweg führt dort hinauf. Es Picot ist ein Vulgoname und bedeutet "Specht".[32] Die spanische Inschrift lautet: cermans aouests bracós sempre oberts per a tothom (Den Brüdern die Arme offen bereit halten stets für alles, 25. August 1957). Das Steinkreuz hat eine Höhe von 14 Metern und wurde im Jahr 1957 errichtet. Es ersetzte zwei frühere, die durch Witterung und Stürme zerstört worden waren. Das erste Kreuz aus Holz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Das zweite Kreuz aus Metall bestand zwischen 1927 und 1951.[33]

Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfahrt zum Gipfelplateau auf dem Puig de Sant Salvador erfolgt über die MA-4011, eine 5,5 km lange Serpentinenstraße, die von der Straße MA-4010 von Felanitx nach Portocolom auf 135 m Höhe abzweigt und über etwa 375 m stetig ansteigt. Die Serpentinenstraße, kurz la Carretera genannt, hat mehrere schöne Aussichtspunkte. Begehrt sind die Parkplätze an dem großen Steinkreuz auf dem Puig de Milá aus dem Jahr 1957 und dem Christo-Rei-Monument aus dem Jahre 1934. Die Straße mit Steigungen von 5 % bis 15 % endet am Gipfelplateau auf 509 m Höhe.

Auch mit dem Red Bus (rote Bus) der privaten Busgesellschaft (TIB) gelangt man täglich nach Felanitx. Von dort fährt fünf Mal täglich ein Bus zum Gipfelplateau oder man unternimmt eine Wanderung hinauf.[34][35]

Wanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der markierte Weg folgt dem alten Pilgerweg. Der Fußsteig quert und berührt die Straße zigfach. Die Wanderung kann alternativ als Runde auch über den Steig zum Puig de Milá gegangen werden. Für die Autofahrer beginnt und endet die Wanderung zumeist beim großen Steinkreuz am Fuß des Berges auf 207 m Höhe (Parkplatz, etwa Straßenkilometer 1,5).[36]

Aussichtspunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Puig de Sant Salvador und der Puig des Milá sind zwei Aussichtspunkte (Mirador), die einen weiten Panoramablick über fast die gesamte Insel ermöglichen. Von Nordwesten bis Nordosten erblickt man die Serra de Tramuntana, im Norden Felanitx, Pollença und bis nach Alcúdia im Nordosten. Im Süden sieht man Portocolom und Cala d’Or. Im Südwesten reicht der Blick bis zur Insel Cabrera.

Bergrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 wird hier die Pujada Sant Salvador, ein Ralley-Bergrennen über 4,2 Kilometer, ausgetragen.[37]

Triathlon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anstieg auf den Puig de Sant Salvador ist ein Teil des Triatlón 111 y 55 über die 111-km-Distanz (1 km Schwimmen, 100 km Radfahren, 10 km Laufen), der seit 2013 stattfindet.[38]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historia Santuario Sant Salvador, geschrieben von D. Jorge Veyñ y Maymó, Felanitx, Mallorca, 1884, 20 Seiten
  • Historia del Santuario de Sant Salvador, Jorge Veny y Maymó, 1892, 16 Seiten
  • Novena a la Ssma. Virgen de San Salvador de Felanitx, Impr. de Bartolomé Reus, Mallorca, 1905, 31 Seiten
  • Historia del Santuario del Ntra. Sra. de S. Salvador Felanitx, Miguel Oliver Bordoy, Imp. de M. Nicolau, 1934, 124 Seiten, 17 × 12,5 cm
  • Historia del Santuario del Ntra. Sra. de S. Salvador Felanitx, Luici Bordese, Imp. de M. Nicolau, 1934, 124 Seiten, 18 × 13 cm
  • Monografía histórico-descriptiva del santuario, imagen y coronación de Nuestra Señora de San Salvador, Miguel Oliver Bordoy, 1934, 122 Seiten
  • Recuerdo del Santuario de Ntra. Sra. de San Salvador, Imp. Cóndor. J. Llopis, Felanitx, Mallorca, ca. 1935, 47 Fotographien
  • Mallorca Eremítica, geschrieben von einem Eremiten, spanisch, Palma de Mallorca, 1965, 248 Seiten
  • santuario de san salvador - retablo passio imaginis, spanisch, Felanitx-Mallorca, 1968
  • El Passio Imaginis, Juan Cerda, 1960
  • Passio Imaginis, Miguel Pons, 1970, Felanitx, 9 Seiten
  • Castell de Santueri — Puig de Sant Salvador (Felanitx), Rutes Amagades Mallorca Nr. 59, Reiseführer mit Karte und Fotos (s/w), spanisch, Palma de Mallorca, 1973, online-Link (94 MByte)
  • Santuarios marianos de Baleares, von José Amengual i Batle, spanisch, Editiones Encuentro, Madrid, 1997, 200 Seiten online-Link
  • La Passio Imaginis y la adaptativa militancia apologética de las imágenes en la Edad Media y Moderna a través del caso valenciano, Luis Arciniega García, 2012
  • Recrucificando a Cristo : los judíos de la Passio Imaginis en la Isla de Mallorca, Carlos Espí Forcén, 2009
  • Klosterführer Mallorca, von Diego Costello, Edition Aegidios Diaz, 2010 online-Link

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Santuari de Sant Salvador – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 39° 27′ 20″ N, 3° 11′ 8″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. books.google.at/Historia general del Reino de Mallorca, 1841, Juan Dameto, Miguel Moragues Pro, Joaquín María Bover, Seite 610
  2. felanitx.org/Routen
  3. Verbesserung der Straße auf den Sant Salvador, Bericht über die Arbeiten zwischen 1917 und 1923 zu deren Realisierung
  4. Gedenktafel für Miguel Rigo y Puig, 1956
  5. a b Diego Costello: Klosterführer Mallorca. Mallorca 2010, ISBN 978-1-4457-9044-2, S. 39 f. (online)
  6. Gabriel LLompart: Huguet Barxa, autor del retablo del Passio Imaginis de Felanitx. Archivo español de arte, AEArt 50 (1977), Seite 328–335
  7. books.google.at/Conserving Cultural Heritage, 2018, Seite 79
  8. Martyrologia, Biblioteca apostolica vaticana. Vat. lat., 1192, 18. fols. 29r-31v: Passio imaginis Salvatoris que acta est in Beritho et colitur a fidelibus;
  9. De sanctarum reliquiarum cultu, veneratione, ac miraculis, Carl Stengel, 1624, Seite 179
  10. Legende von der Passion des Bildes, Anastasius, Bibliothekar, 872
  11. Anastasius Bibliothecarius, 872, de miraculum imaginis Beryti
  12. Die Predigt des Giordano da Pisa am Fest der "Passio imaginis Salvatoris" 1304 in Florenz
  13. Die Passio imaginis Christi stand am 9./10. November in vielen spanischen Missale der Jahre 1496, 1499, 1500, 1502, 1509, 1524, 1543, 1561, 1564, 1569 im liturgischen Kalender
  14. Luis Arciniega Garcia, La Passio Imaginis, 2012, Seite 74, Quellennachweis: FN 45
  15. diariodemallorca.es/11.01.2010
  16. www.ultimahora.es/30.10.2014
  17. www.mallorcazeitung.es/13.02.2015
  18. www.mallorcazeitung.es/29.10.2015
  19. www.lineaverdefelanitx.org
  20. upmarededeu.com
  21. www.agenciabaleria.com
  22. viufelanitx.com
  23. Mateu Obrador, Gedicht
  24. Mn. Llorenç Riber, Gedicht
  25. www.diariodemallorca.es/Rutas y excursiones/El puig de Sant Salvador
  26. Quelle: Santuarios marianos de Baleares, 1997
  27. blogspot.com/Buch "Mallorca eremitic", 1965
  28. sites.google.com
  29. Quelle: mallorcaphotoblog.com, 2011
  30. Quelle: artifexbalear.org, 2006
  31. Nana Claudia Nenzel, Rolf Goetz: ADAC Reiseführer Mallorca. 1998, ISBN 3-87003-640-0, S. 55.
  32. wiktionary.org/picot
  33. Creu des Picot, Foto von 1933
  34. tib.org/Busse nach Felanitx und zum Sant Salvador
  35. moovitapp.com
  36. outdooractive.com/Wanderrunde zum Sant Salvador und Puig de Milá
  37. Pujada Sant Salvador, Siegerliste
  38. triathlonportocolom.net, Fotogalerien