Thomas Kammerlander

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Thomas Kammerlander Rennrodeln
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 13. Februar 1990
Größe 183 cm
Gewicht 80 kg
Beruf Spengler
Karriere
Disziplin Einsitzer, Doppelsitzer
Verein SV Umhausen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 2 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Junioren-EM 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
FIL Naturbahnrodel-Weltmeisterschaften
0Silber0 Moos in Passeier 2009 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Europameisterschaften
0Gold0 St. Sebastian 2010 Mannschaft
0Silber0 St. Sebastian 2010 Einsitzer
0Silber0 Umhausen 2014 Einsitzer
0Bronze0 Umhausen 2014 Mannschaft
0Gold0 Moos in Passeier 2016 Einsitzer
0Silber0 Moos in Passeier 2016 Mannschaft
FIL Naturbahnrodel-Junioren-WM
0Gold0 Deutschnofen 2010 Doppelsitzer
0Bronze0 Deutschnofen 2010 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Junioren-EM
0Gold0 Longiarü 2009 Doppelsitzer
0Bronze0 Longiarü 2009 Einsitzer
Platzierungen im Naturbahnrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 4. Jänner 2007
 Weltcupsiege 5
 Gesamtweltcup ES 2. (2013/2014)
 Gesamtweltcup DS 8. (2008/2009, 2013/2014)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 5 4 13
letzte Änderung: 27. Juli 2016

Thomas Kammerlander (* 13. Februar 1990) ist ein österreichischer Naturbahnrodler. Er stammt aus Umhausen in Tirol und startet seit der Saison 2006/2007 im Weltcup. Sein bisher größter Erfolg war der Europameistertitel im Herren Einsitzer. Zu den weiteren größten Erfolgen gehören neben je fünf Weltcupsiegen je ein Juniorenwelt- und Europameistertitel im Doppelsitzer, ein Europameistertitel im Mannschaftswettbewerb und je eine Silbermedaille im Einsitzer bei Welt- und Europameisterschaften. Sein älterer Bruder Gerald Kammerlander ist ebenfalls Naturbahnrodler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kammerlander nahm ab 2005 an Juniorenwelt- und Europameisterschaften teil und konnte sich von 2005 bis 2007 dreimal unter den besten zehn im Einsitzer klassieren. Im Jahr 2006 startete er erstmals bei einer Europameisterschaft in der Allgemeinen Klasse und belegte den 17. Rang. Nachdem er im Winter 2005/2006 mehrere Siege und Podestplätze im Interkontinentalcup erreichte und Österreichischer Juniorenmeister wurde, startet er seit der Saison 2006/2007 im Weltcup. Bereits im vierten Rennen gelang ihm in seinem Heimatort Umhausen zeitgleich mit dem Italiener Patrick Pigneter der erste Sieg und mit insgesamt fünf Top-10-Ergebnissen wurde er Sechster im Einsitzer-Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Grande Prairie erreichte er den sechsten Platz und bei der Junioreneuropameisterschaft 2007 in St. Sebastian Rang fünf im Einsitzer.

Im Jahr 2008 fuhr Kammerlander bei der Juniorenweltmeisterschaft in Latsch auf den sechsten Platz im Einsitzer. Hier startete er auch erstmals mit dem drei Jahre jüngeren Christoph Regensburger im Doppelsitzer und belegte ebenfalls Rang sechs. Eine Woche später fuhr er bei der Europameisterschaft 2008 in Olang auf Rang 16 im Einsitzer. Nach seinem ersten Weltcupsieg blieben weitere Podestplätze in den Saisonen 2007/2008 und 2008/2009 aus und Kammerlander belegte mit jeweils drei Top-10-Ergebnissen zweimal den elften Platz im Einsitzer-Gesamtweltcup. Seit dem Winter 2008/2009 startet er zusammen mit Christoph Regensburger auch im Doppelsitzer-Weltcup. Ihre erste Saison konnte das Team mit insgesamt fünf Top-10-Plätzen an achter Stelle im Gesamtklassement beenden.

Den ersten internationalen Titel holte sich Kammerlander bei der Junioreneuropameisterschaft 2009 in Longiarü, wo er die Goldmedaille im Doppelsitzer und zudem Bronze im Einsitzer gewann. Eine Woche später musste sich der gerade 19 Jahre alt gewordene Kammerlander im Einsitzerbewerb der Weltmeisterschaft 2009 in Moos in Passeier nur Patrick Pigneter um knappe vier Hundertstel Sekunden geschlagen geben. Gemeinsam mit dem Team Österreich II kam er im Mannschaftsbewerb auf Rang fünf. Zudem wurde er 2009 Österreichischer Staatsmeister im Doppelsitzer.

In der Weltcupsaison 2009/2010 waren Kammerlanders beste Ergebnisse im Einsitzer zwei dritte Plätze in Nowouralsk und in Umhausen. Im Gesamtweltcup erreichte er als Fünfter seine bisher beste Platzierung. Im Doppelsitzer erzielte er mit Christoph Regensburger vier Top-10-Ergebnisse und damit wie im Vorjahr den achten Gesamtrang. Ihr bestes Rennergebnis war der fünfte Platz zu Saisonbeginn in Nowouralsk. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2010 gewann Kammerlander wie schon im Vorjahr bei der Junioren-EM Gold im Doppelsitzer und Bronze im Einsitzer. Auch bei der Europameisterschaft 2010 wurde er wie im Vorjahr bei der WM Zweiter im Einsitzer hinter Patrick Pigneter. Zudem belegte er den fünften Platz im Doppelsitzer und wurde mit dem Team Österreich I zusammen mit Melanie Batkowski, Christian Schopf und Andreas Schopf Mannschaftseuropameister. 2010 und 2011 sicherte sich Kammerlander den österreichischen Staatsmeistertitel im Einsitzer.

Seit der Saison 2010/2011 startet Thomas Kammerlander nur im Einsitzer. Nach zwei neunten Plätzen zu Saisonbeginn in Nowouralsk erreichte er als Zweiter in Gsies sein zweitbestes Weltcupergebnis. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Umhausen wurde er jeweils Vierter im Einsitzer und im Mannschaftswettbewerb. Am 6. Februar verletzte sich Kammerlander bei einem Trainingssturz in Olang schwer. Neben einer Gehirnerschütterung erlitt er einen Schulter- und Nasenbeinbruch, weshalb er die Saison vorzeitig beenden musste.[1] In der Saison 2011/2012 fuhr er in vier der sechs Weltcuprennen unter die schnellsten zehn, wobei ein sechster Platz in Deutschnofen sein bestes Ergebnis war. Im Gesamtweltcup wurde er Neunter. Bei der Europameisterschaft 2012 in Nowouralsk belegte er Rang 16 im Einsitzer.

In der Saison 2012/2013 belegte Kammerlander als bester Österreicher den 3. Platz im Gesamtweltcup. Beim Weltcup im Passeiertal gelang ihn sein zweiter Weltcupsieg. Sowohl bei den Weltcups in Umhausen, Kindberg und Vatra Dornei wurde er jeweils Dritter. Im Weltcup war die Saison 2013/2014 für Thomas seine bis dato erfolgreichste. Er konnte sowohl den Parallel-Weltcup auf der Seiser Alm, als auch das Weltcupfinale in Vatra Dornei gewinnen. Je ein zweiter Platz bei den Rennen in Umhausen und Moos im Passeier, sowie ein dritter Platz in Olang zeugten ebenso von einer starken Saison. Im Gesamtweltcup landete er nur knapp hinter Patrick Pigneter auf dem zweiten Platz.

Die Saison 2014/2015 war für Thomas Kammerlander eher unterdurchschnittlich. Sowohl beim Weltcuprennen im Kühtai, als auch beim Weltcuprennen in Deutschnofen stürzte er jeweils schwer. Die Saison 2015/2016 verlief wieder deutlich besser. Der Gewinn der Goldmedaille im Herren Einsitzer bei der Europameisterschaft 2016 in Moos im Passeier ist besonders hervorzustreichen. Dazu kam noch die Silbermedaille in der Mannschaft. Außerdem gelang ihm der Sieg beim Weltcupfinale in Umhausen. Sein mittlerweile bereits 5. Weltcupsieg. Jeweils dritte Plätze bei den Rennen in Deutschnofen, Kühtai und Vatra Dornei sowie ein sechster Rang in Moskau reichten Thomas für den 3. Platz im Gesamtweltcup.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junioreneuropameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
4. Februar 2007 Umhausen Österreich Einsitzer

Österreichische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Österreichischer Staatsmeister im Einsitzer 2010 und 2011
  • Österreichischer Staatsmeister im Doppelsitzer 2009

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Kammerlander – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwerer Sturz von Thomas! Website von Thomas und Gerald Kammerlander, 7. Februar 2011, abgerufen am 11. März 2011.
  2. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.