Jekaterina Alexandrowna Lawrentjewa

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Jekaterina Lawrentjewa Rennrodeln
Jekaterina Lawrentjewa bei der EM 2010
Jekaterina Lawrentjewa bei der EM 2010
Voller Name Екатерина Александровна Лаврентьева
Jekaterina Alexandrowna Lawrentjewa
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 26. Juni 1981
Geburtsort Kandalakscha
Größe 165 cm
Gewicht 58 kg
Beruf Sporttrainerin
Karriere
Disziplin Einsitzer
Nationalkader seit 1996
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 4 × Gold 6 × Silber 2 × Bronze
Europameisterschaften 6 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-EM 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIL Naturbahnrodel-Weltmeisterschaften
0Gold0 Olang 2000 Einsitzer
0Silber0 Železniki 2003 Einsitzer
0Gold0 Latsch 2005 Einsitzer
0Silber0 Latsch 2005 Mannschaft
0Gold0 Grande Prairie 2007 Einsitzer
0Silber0 Moos in Passeier 2009 Einsitzer
0Bronze0 Moos in Passeier 2009 Mannschaft
0Silber0 Umhausen 2011 Einsitzer
0Bronze0 Umhausen 2011 Mannschaft
0Gold0 Deutschnofen 2013 Einsitzer
0Silber0 Deutschnofen 2013 Mannschaft
0Silber0 Sankt Sebastian 2015 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Europameisterschaften
0Silber0 Frantschach 2002 Einsitzer
0Gold0 Hüttau 2004 Einsitzer
0Gold0 Olang 2008 Einsitzer
0Gold0 St. Sebastian 2010 Einsitzer
0Gold0 Nowouralsk 2012 Einsitzer
0Gold0 Nowouralsk 2012 Mannschaft
0Gold0 Umhausen 2014 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Junioren-WM
0Gold0 Hüttau 1999 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Junioren-EM
0Gold0 Feld am See 1998 Einsitzer
0Silber0 Umhausen 2000 Einsitzer
0Gold0 Tiers 2001 Einsitzer
Platzierungen im Naturbahnrodel-Weltcup
 Weltcupsiege 54
 Gesamtweltcup ES 1. (2000/2001, 2003/2004,
2005/2006, 2006/2007,
2007/2008, 2008/2009,
2009/2010, 2010/2011,
2011/2012, 2012/13, 2013/14, 2014/15)
Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 54 20 9
letzte Änderung: 17. Februar 2015

Jekaterina Alexandrowna Lawrentjewa (russisch Екатерина Александровна Лаврентьева; englische Transkription: Yekaterina Alexandrovna Lavrentyeva; * 26. Juni 1981 in Kandalakscha) ist eine russische Naturbahnrodlerin. Sie ist vierfache Welt- und sechsfache Europameisterin und gewann drei Goldmedaillen bei Juniorenwelt- und Europameisterschaften. Mit 54 Weltcupsiegen und weiteren 29 Podestplätzen gewann sie bisher elfmal den Gesamtweltcup. Sie ist damit die erfolgreichste Naturbahnrodlerin seit Einführung des Weltcups im Winter 1992/1993 und eine der erfolgreichsten überhaupt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lawrentjewa startete ab 1996 bei internationalen Juniorenmeisterschaften und erzielte ihren ersten größeren Erfolg bei der Junioreneuropameisterschaft 1998 in Feld am See, als sie die Goldmedaille im Einsitzer gewann. Das gelang ihr auch bei der Juniorenweltmeisterschaft 1999 in Hüttau und bei der Junioreneuropameisterschaft 2001 in Tiers. Nur bei der Junioreneuropameisterschaft 2000 in Umhausen musste sie sich der Italienerin Renate Gietl geschlagen geben. In diesem Jahr feierte sie dafür in der Allgemeinen Klasse ihren ersten großen Triumph, als sie bei der Weltmeisterschaft 2000 in Olang mit Bestzeiten in allen drei Wertungsläufen zum ersten Mal Weltmeisterin wurde.

Im Weltcup feierte Lawrentjewa am 11. Februar 2001 in Moskau ihren ersten Sieg, nachdem sie zuvor schon mehrere Podestplätze erzielt hatte. Auch das nächste Weltcuprennen, das Saisonfinale in Hüttau eine Woche später, gewann die Russin, womit sie sich am Ende der Saison 2000/2001 mit einem Vorsprung von zehn Punkten auf die italienische Titelverteidigerin Sonja Steinacher zum ersten Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcupsieg sicherte. Bei der Weltmeisterschaft 2001 in Stein an der Enns erreichte sie allerdings nur Platz sieben.

In der Saison 2001/2002 blieb Lawrentjewa ohne Weltcupsieg. Mit vier Podestplätzen erzielte sie den dritten Gesamtrang hinter der Österreicherin Sandra Mariner und Sonja Steinacher, die sich mit dem Punktemaximum zum dritten Mal den Gesamtweltcupsieg holte. Auch in der Saison 2002/2003 war Steinacher die Gesamtsiegerin. Lawrentjewa blieb trotz zwei Siegen, einem mehr als die Italienerin, in der Endwertung um fünf Punkte hinter ihr. Bei der Europameisterschaft 2002 in Frantschach gewann Lawrentjewa in einer knappen Entscheidung die Silbermedaille hinter der Italienerin Sandra Lanthaler und vor Steinacher. Auch bei der Weltmeisterschaft 2003 in Železniki gewann sie Silber. Diesmal siegte Steinacher mit sieben Hundertstelsekunden Vorsprung.

Nach dem Karriereende von Sonja Steinacher sicherte sich Lawrentjewa in der Saison 2003/2004 mit vier Siegen zum zweiten Mal den Gesamtweltcupsieg. In der Saison 2004/2005 musste sie sich mit zwei Siegen in den letzten beiden Saisonrennen nur der Italienerin Renate Gietl geschlagen geben, die vier Saisonsiege erzielte und im Endklassement 20 Punkte Vorsprung auf die Russin hatte. Bei der Europameisterschaft 2004 in Hüttau gewann Lawrentjewa ihren ersten Europameistertitel und bei der Weltmeisterschaft 2005 in Latsch wurde sie zum zweiten Mal Weltmeisterin und gewann zudem Silber im Mannschaftswettbewerb.

In der Saison 2005/2006 gelang es Lawrentjewa, in allen sechs Weltcuprennen zu siegen. Sie gewann damit zum dritten Mal den Gesamtweltcup und war die erste Naturbahnrodlerin, die sechs Weltcuprennen hintereinander gewinnen konnte, und die zweite, die alle Weltcuprennen einer Saison gewann. Bereits im Winter 1994/1995 konnte die Österreicherin Elvira Holzknecht alle Weltcuprennen gewinnen, allerdings wurden damals nur vier Wettbewerbe ausgetragen.[1] Lediglich bei der Europameisterschaft 2006 in Umhausen blieb Lawrentjewa, die als Titelverteidigerin ins Rennen ging, ohne Sieg: Sie erreichte nur den fünften Platz.

In den nächsten Jahren blieb Lawrentjewa die erfolgreichste Sportlerin im Weltcup: In der Saison 2006/2007 gewann sie vier der sechs Rennen und damit erneut den Gesamtweltcup. Mit ihren drei Siegen in den ersten drei Saisonrennen hatte sie insgesamt elf Weltcuprennen in Folge gewonnen. Erst die Italienerin Renate Kasslatter konnte diese Serie im vierten Saisonrennen beenden. Auch in der Saison 2007/2008 kürte sich die Russin mit fünf Rennsiegen zur Gesamtsiegerin. Damit war sie die erste, die dreimal hintereinander den Gesamtweltcup gewinnen konnte. Auch bei Großereignissen war Lawrentjewa in diesen Jahren nicht zu schlagen. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Grande Prairie konnte sie ihren Titel erfolgreich verteidigen und wurde zum insgesamt dritten Mal Weltmeisterin und bei der Europameisterschaft 2008 in Olang wurde sie zum zweiten Mal nach 2004 Europameisterin.

In der Saison 2008/2009 gewann Lawrentjewa zwar nur zwei Weltcuprennen, erreichte aber in der Endwertung 15 Punkte mehr als die Italienerin Renate Gietl, die drei Saisonsiege feierte, womit sie zum vierten Mal in Folge und zum insgesamt sechsten Mal den Gesamtweltcup für sich entschied. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Moos in Passeier blieb Lawrentjewa aber um drei Hundertstelsekunden hinter Gietl. Sie gewann die Silbermedaille im Einsitzer und zusätzlich die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb.

In der Saison 2009/2010 erzielte Lawrentjewa drei Siege und drei zweite Plätze und sicherte sich damit erneut den Sieg im Gesamtweltcup vor Renate Gietl. Bei der Europameisterschaft 2010 in St. Sebastian konnte sie ihren Titel erfolgreich verteidigen. Die Saison 2010/2011 begann Lawrentjewa mit vier Siegen in Folge, bei der Weltmeisterschaft 2011 in Umhausen musste sie sich aber wie bei der letzten WM der Italienerin Renate Gietl geschlagen geben. Im Mannschaftswettbewerb gewann sie mit Juri Talych, Pawel Porschnew und Iwan Lasarew die Bronzemedaille. Auch in den letzten beiden Weltcuprennen des Winters wurde sie jeweils Zweite hinter Gietl, womit sie zum insgesamt achten Mal – und zum sechsten Mal in Folge vor Renate Gietl – den Gesamtweltcup gewann.

Dieselbe Reihung – Lawrentjewa vor Gietl – ergab sich auch im Gesamtweltcup der Saison 2011/2012, wobei es Lawrentjewa in diesem Jahr zum zweiten Mal gelang, alle sechs Weltcuprennen eines Winters für sich zu entscheiden. Ihre Dominanz zeigte sie auch bei der Europameisterschaft 2012 in Nowouralsk, wo sie sowohl im Einsitzer (zum dritten Mal in Folge und insgesamt vierten Mal) als auch im Mannschaftswettbewerb (mit ihren Teamkollegen Juri Talych, Pawel Porschnew und Iwan Lasarew) die Goldmedaille gewann.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junioreneuropameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land
11. Februar 2001 Moskau Russland
18. Februar 2001 Hüttau Österreich
12. Januar 2003 Umhausen Österreich
19. Januar 2003 Moskau Russland
6. Januar 2004 Grande Prairie Kanada
18. Januar 2004 Garmisch-Partenkirchen Deutschland
15. Januar 2004 Moskau Russland
21. Februar 2004 Aurach Österreich
23. Januar 2005 Latzfons Italien
20. Februar 2005 Olang Italien
11. Dezember 2005 Longiarü Italien
15. Januar 2006 Kindberg Österreich
22. Januar 2006 Olang Italien
3. März 2006 Grande Prairie Kanada
5. März 2006 Grande Prairie Kanada
11. März 2006 Oberperfuss Österreich
4. Januar 2007 Latsch Italien
14. Januar 2007 Umhausen Österreich
21. Januar 2007 Longiarü Italien
9. Februar 2007 Moos in Passeier Italien
13. Januar 2008 Umhausen Österreich
20. Januar 2008 Umhausen Österreich
27. Januar 2008 Latsch Italien
23. Februar 2008 Železniki Slowenien
24. Februar 2008 Železniki Slowenien
31. Januar 2009 Deutschnofen Italien
25. Februar 2009 Nowouralsk Russland
Datum Ort Land
17. Dezember 2009 Nowouralsk Russland
10. Januar 2010 Umhausen Österreich
27. Februar 2010 Garmisch-Partenkirchen Deutschland
11. Dezember 2010 Nowouralsk Russland
12. Dezember 2010 Nowouralsk Russland
16. Januar 2011 Gsies Italien
23. Januar 2011 Kindberg Österreich
8. Januar 2012 Latzfons Italien
15. Januar 2012 Olang Italien
22. Januar 2012 Železniki Slowenien
29. Januar 2012 Deutschnofen Italien
16. Februar 2012 Nowouralsk Russland
3. März 2012 Umhausen Österreich
30. Dezember 2012 Laas Italien
13. Januar 2013 Moos in Passeier Italien
20. Januar 2013 Umhausen Österreich
3. Februar 2013 Kindberg Österreich
24. Februar 2013 Vatra Dornei Rumänien
27. Februar 2013 Vatra Dornei Rumänien
22. Dezember 2013 Nowouralsk Russland
12. Januar 2014 Moos in Passeier Italien
18. Januar 2014 Umhausen Österreich
14. Dezember 2014 Kühtai Österreich
4. Januar 2015 Laas Italien
11. Januar 2015 Deutschnofen Italien
1. Februar 2015 Vatra Dornei Rumänien
15. Februar 2015 Umhausen Österreich
24. Januar 2016 Moskau Russland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jekaterina Lawrentjewa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltcup-Finale Oberperfuss. Internationaler Rennrodelverband, 12. März 2006, abgerufen am 24. Februar 2010.