Wikipedia:WikiCon 2018/schweizbezogen

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Die Flaggen des Kantons St. Gallen, der EU und der Schweiz

Die WikiCon findet dieses Jahr in der Schweiz statt, weshalb einige Besonderheiten zu beachten sind. Mit diesem Glossar werden – als Ergänzung zu den FAQ – WikiCon-2018-Besuchende auf Schweiz-Spezifika hingewiesen: markante (nicht nur sprachliche) Unterschiede zu Österreich und Deutschland und allgemein zu Beachtendes für die Reise und den Aufenthalt im Ausland.

«Schweizbezogen» ist eine interne Kommentierung von Wikipedia-Artikeln, die die Schweiz betreffen und daher das in der Schweiz und in Liechtenstein gebrauchte Standarddeutsch verwenden, das sich vom bundesdeutschen und vom österreichischen Hochdeutsch unterscheidet.

Einpacken[Quelltext bearbeiten]

Papierkram[Quelltext bearbeiten]

Es geht dieses Mal für viele über die Grenze. Also bitte einen Ausweis mitnehmen. Für Staatsangehörige der EU/EFTA genügt zur Identifikation beim Grenzübertritt und während dem Kurzaufenthalt ein gültiges Reisedokument (Personalausweis, Reisepass, oder, kein Witz, ein Seefahrtbuch). Eines dieser Dokumente muss mindestens noch drei Monate nach der geplanten Ausreise gültig sein und darf maximal zehn Jahre vor Reiseantritt ausgestellt worden sein. Für deutsche Staatsangehörige werden auch Reisepässe und Personalausweise akzeptiert, die seit weniger als einem Jahr abgelaufen sind; Österreicher können auch mit einem seit weniger als 5 Jahren abgelaufenen Pass einreisen.

Angehörige eines Drittstaates benötigen unter gewissen Umständen ein Schengen-Visum. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, sich frühzeitig bei den jeweiligen Botschaften über die nötigen Formalitäten zu informieren.

Die Schweiz ist Schengen-Mitglied, aber nicht in der EU – wer bei der Einreise Waren in einem Umfang mitführt, der über «persönliche Gebrauchsgegenstände, Reiseproviant und Treibstoff im Tank» hinausgeht, muss unter Umständen Mehrwertsteuer und Zoll bezahlen.

Schweizer Franken[Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz ist teuer – hier ist der Schweizer Franken gültiges Zahlungsmittel. Wer mit Euro bezahlen will (wo möglich), zahlt nochmals drauf. Wo bar in Euro bezahlt werden kann, erhält man das Wechselgeld jedenfalls in Schweizer Franken. Bargeld kann gegen Kommission bei Banken, an den meisten SBB-Bahnschaltern und in einigen Hotels gewechselt werden. Am einfachsten ist der Bezug von Schweizer Franken am Bankomaten mittels Karte – falls diese auch im Ausland funktioniert. Zahlungen für Dienstleistungen/Waren mittels gängigen Debit-/Kreditkarten sind fast überall möglich und werden auch für Kleinstbeträge akzeptiert.

Strom[Quelltext bearbeiten]

Steckdosen sehen in der Schweiz anders aus (vgl. SEV 1011) und sind mit deutschen und österreichischen Kabeln meist nicht kompatibel. Zweipolige Eurostecker (z.B. bei Rasierern) passen, die bei Notebook-Netzteilen häufig vorhandenen Schuko-Stecker oder Konturenstecker hingegen nicht.

Wir werden versuchen, ausreichend Schuko-Steckdosen zur Verfügung zu stellen. Wer aber seinen eigenen Reisestecker mitbringt, ist sicherlich unabhängiger.

Sprache[Quelltext bearbeiten]

Achtung Helvetismen!

Nicht nur das im Alltag überall gesprochene Schweizerdeutsch ist für Ausländer schwer zu verstehen, auch die Schweizer Standardvarietät des Hochdeutschen, das Schweizer Hochdeutsch, ist durchsetzt von zahlreichen Besonderheiten bezüglich Wortschatz, Wortbildung, Morphologie, Syntax, Orthographie und Aussprache, die sich von den bundesdeutschen und österreichischen Standardvarietäten unterscheiden. Das geht über das fehlende ß weit hinaus.

Wenn ihr einen Schweizer nicht versteht, muss er also nicht zwingend Dialekt sprechen. Mit Natel ist ein Handy gemeint, mit Poulet ein Hühnchen, mit Stange ein kleines offenes Bier, mit Depot das Pfand, mit Abwart der Hausmeister, mit Trolleybus der Oberleitungsbus, mit Kantonsschule ein Gymnasium, mit Stadtpräsident der Bürgermeister, mit Ausgang das Ausgehen am Abend etc.

Das St.-Galler-Deutsch ist durch eine nasale Aussprache der Vokale gekennzeichnet.

Weitere Infos[Quelltext bearbeiten]

Apéro[Quelltext bearbeiten]

Ein Apéro ist in der Schweiz der Beginn fast jeder Einladung und oft der Abschluss von Veranstaltungen. Auch kleine Feiern werden oft als Apéro begangen. Es ist ein ungezwungenes geselliges Zusammensein – in der Regel vor dem Essen – bei einem Glas Alkohol und kleinen Häppchen.

Appenzell[Quelltext bearbeiten]

Ein «Appenzeller» kann vieles sein: Ein Kräuterbitter («Appenzeller Alpenbitter»), ein Käse, ein Hund – in erster Linie aber natürlich ein Bewohner des an den Kanton St. Gallen angrenzenden Appenzellerlands, der Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Die Appenzeller, klischeehaft gerne als kleingewachsen und etwas verschroben dargestellt, sind beliebte Zielscheibe von Witzen, gelten aber auch selbst als witzig und haben einen Witzweg eingerichtet.

Autofahren[Quelltext bearbeiten]

Autofahrer haben es nicht leicht in der Schweiz. Wer auf die Autobahn möchte, braucht eine #Vignette. Wer von der Autobahn runter möchte, dem ergeht es nicht viel besser. Denn irgendwann will man vermutlich in ein Stadtzentrum fahren. Dies ist aber nicht so leicht, denn in Schweizer Städten hat es viel zu viele schmale Strassen und enge Gassen. Und der dicht getaktete öffentliche Verkehr hat fast immer Vorfahrt. Parkplätze sind so spärlich und teuer, dass man sich meist verflucht, nicht den Wagen zu Hause stehen gelassen zu haben. Es gibt in der Schweiz aber keine Verkehrsbeschränkungen für gewisse Fahrzeuge (Umweltvignetten, Dieselfahrzeugverbote etc).

Anders als in Deutschland oder Österreich sind die Hinweisschilder für Autobahnen grün. An Strassen mit Vortritt (Vorrang, Vorfahrt) sind sie blau, an solchen mit Rechtsvortritt weiss.

In der Schweiz gilt auf Autobahnen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, ausserorts 80 km/h und innerorts 50 (in Wohngebieten oft nur 30) km/h. Dies wird streng überwacht und schon nach deutschen Massstäben geringe Überschreitungen führen zu einem hohen Bussgeld. Oder sogar zu Gefängnis – wer in einer Tempo-30-Zone mit 70 km/h fährt, gilt als «Raser» und hat eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis zu erwarten.

Brücken[Quelltext bearbeiten]

Rund um St. Gallen gibt es mehrere kleine Flüsse und Bäche, die tief eingeschnitten im hügeligen Alpenvorland verlaufen. Entlang der Sitter führt der St. Galler Brückenweg, ein Wanderweg, der auf etwas über acht Kilometern Länge 18 Brücken passiert.

Cocktails[Quelltext bearbeiten]

Wiki Loves Cocktails wird es in der Schweiz nicht geben, weil die Sponsoren nicht in ein Land, das nicht EU-Mitglied ist, liefern können.

Diesel[Quelltext bearbeiten]

Anders als in Deutschland ist der Dieselkraftstoff in der Schweiz für private Personenwagen (Autos) nicht subventioniert und somit teurer als Benzin. Je nach aktuellem Preisstand/Währungskurs kann es sich lohnen, sein Auto mit Dieselantrieb noch vor der Grenze vollzutanken.

Eisenbahn[Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz ist ein Paradies für Eisenbahnfans. In und um St. Gallen verkehren einige interessante Bahnen und Bähnchen. Am 6. Oktober, also während der WikiCon, soll die Eröffnungsfeier des Ruckhaldetunnels in St. Gallen stattfinden.

Für Ausländer ist Bahnfahren in der Schweiz teuer. Die meisten Schweizer haben entweder ein Generalabonnement (Flatrate für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz) oder, wenn sie wenigstens ein paarmal pro Jahr die Bahn benutzen, ein Halbtax, das sich sehr schnell rentiert. Damit zahlt kaum jemand den hohen Vollpreis. Für ausländische Gäste gibt es den Swiss Travel Pass. Für Teilnehmer der WikiCon, die nicht vorhaben, vorher oder nachher noch ein paar Urlaubstage in der Schweiz anzuhängen, wird sich dieser jedoch kaum lohnen. Übernachtungsgäste von St. Galler Hotels erhalten ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt und bis zum Bodensee, siehe #Unterwegs in St. Gallen.

Fussgängerstreifen[Quelltext bearbeiten]

D: Fußgängerüberweg A: Schutzweg

Der gelb markierte Fussgängerstreifen erlaubt es einem, mit Vortritt vor dem übrigen Strassenverkehr die Strasse zu überqueren, wenn der Verkehrsfluss nicht per Ampel (D:Lichtsignalanlage) geregelt ist. Aber Achtung: Schienenfahrzeuge gewähren auch Fussgängern keinen Vortritt! Das heisst, dass in St. Gallen die Züge der Appenzeller Bahnen (durch die Stadt verkehrende strassenbahnähnliche Strecke St. Gallen–Trogen) auch an Fussgängerstreifen Vortritt haben.

Geld[Quelltext bearbeiten]

Das Fünffrankenstück («Fünfliber») gilt als «teuerste» Kursmünze der Welt

Auch wenn es nicht überall gerne gesehen wird, aber in der Schweiz kann man tatsächlich eine Packung Kaugummi am Kiosk mit einer 100er-Note bezahlen. Die an Bancomaten verfügbare Stückelung schwankt zwischen 20er, 50er, 100er und 200er-Noten und ist nicht immer frei wählbar. Wer 100 Franken beziehen will, hat dann oft eine solche Note in der Hand.

Das mit den Trinkgeldern ist etwas kompliziert. Das Trinkgeld ist in der Schweiz «inklusive» und wird auch nicht erwartet. Es stellt mehr eine Wertschätzung einer guten Serviceleistung dar und rundet den Betrag nach eigenem Ermessen auf, oder man lässt etwas «Münz» auf dem Tisch liegen.

Grüezi[Quelltext bearbeiten]

Schweizerdeutsch besser nicht nachmachen, wenn man es nicht kann … «Grüezi» impliziert übrigens in der allgemeinen Wahrnehmung (auch wenn die Etymologie etwas anders ist), dass der so Angesprochene gesiezt wird. Personen, die einem vertraut sind, werden beispielsweise mit «Hoi» oder «Sali» begrüsst.

Und wenn sich Freunde wiedertreffen: In der Deutschschweiz begrüssen sich Frauen/Männer und Frauen/Frauen mit drei Küsschen auf die Wange.

Heiliger[Quelltext bearbeiten]

Gallus ist der Stadtheilige von St. Gallen. Der Mönch aus Irland soll zu Beginn des 7. Jahrhunderts in die Region gekommen sein, um die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren. Im dichten Urwald über dem Bodensee gründete er eine Klause, aus der sich unter Otmar im 8. Jahrhundert ein Kloster entwickelte, um das herum später die Stadt St. Gallen entstand.

Innenstadt[Quelltext bearbeiten]

Die Innenstadt der Stadt St.Gallen, hier vor allem die Altstadt, ist grösstenteils verkehrsberuhigt und teilweise auch als Fussgängerzone ausgebildet. Gut, wenn man die Stadt zu Fuss erkunden will, schlecht für die Autofahrer, die diesen Bereich meiden sollten.

Jassen[Quelltext bearbeiten]

Jassen ist ein Schweiz-weit verbreitetes Kartenspiel mit den «Farben» Rosen, Schellen, Eichel und Schilten (sogenanntes «deutsches» Blatt) beziehungsweise Ecken, Herz, Schaufel und Kreuz («französisches» Blatt) und den Karten 6, 7, 8, 9, Banner/10, Under/Bauer, Ober/Dame, König und As. Es gibt zahlreiche Varianten, von denen der Schieber mit den Spielrichtungen obenabe und undenufe sowie etwas seltener Slalom und der Differenzler am verbreitetsten sind. Durchaus möglich, dass Schweizer Wikipedianer in einer Abendstunde oder so mal einen Jass «klopfen» werden.

Jodeln[Quelltext bearbeiten]

Das mit dem Jodeln ist eher ein Klischee. In Sachen Musik leben wir in der Schweiz nicht hinterm Mond. Neben international ausgerichteten Rock- und Pop-Bands mit englischen Texten gibt es etliche Schweizer Mundart-Bands aller Stilrichtungen, die im Ausland kaum bekannt sind, in der Schweiz aber teilweise Kultstatus haben. Den wenigsten werden Namen wie Bligg, Patent Ochsner, Züri West, Lo & Leduc usw. etwas sagen. Es lohnt sich aber durchaus, bei den Personen, die unter Kategorie:Swiss-Music-Awards-Preisträger aufgeführt sind, reinzuhören. Ein Klassiker zum Mitsingen ist Stephan Eichers Cover-Version von Mani Matters berndeutschem Lied Hemmige (offizielles Video auf YouTube). Das Lied thematisiert Hemmungen («Hemmige»), die uns oft daran hindern, so spontan zu agieren, wie wir es gerne tun würden – aber der Menschheit manchmal zu wünschen wären...

Kiffen[Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz ist der Besitz von bis zu 10 Gramm Cannabis eigentlich straffrei. Eigentlich. In St. Gallen nicht. Dort wird nämlich nicht der Besitz bestraft, sondern der Konsum. Nach dem Motto «Wer besitzt konsumiert auch und umgekehrt». Aus Sicht der Staatsanwaltschaft St. Gallen wurde das entsprechende Bundesgesetz von 2013 «ungenügend formuliert». Wer erwischt wird und keine Lust hat, die Strafe von mind. Fr. 100.– zu bezahlen, müsste einen Prozess bis rauf ans Bundesgericht anstrengen. Das hat seit 2013 noch niemand aus St. Gallen gemacht. Es also lieber nicht darauf ankommen lassen...

Krieg[Quelltext bearbeiten]

Obwohl die verbreitete Meinung, das Gebiet der Schweiz habe nie einen Krieg und schon gar nie einen Bürgerkrieg erlebt, falsch ist, ist es dennoch so, dass die europäischen Kriege der letzten zweihundert Jahre in der Schweiz vergleichsweise geringe Schäden hinterlassen haben. Deshalb sind die Ortskerne praktisch aller Schweizer Orte seit hunderten von Jahren weitgehend unverändert und Baudenkmale und Kirchen aus der Zeit der Gotik oder des Barocks sind nichts Ungewöhnliches. In der Innenstadt von St. Gallen stehen nebeneinander die gotische Kirche St. Laurenzen und die barocke Stiftskirche.

Ladenöffnungszeiten[Quelltext bearbeiten]

Die meisten Geschäfte in der Stadt St. Gallen schliessen unter der Woche um 19 Uhr, am Donnerstag um 21 Uhr (Abendverkauf), am Samstag um 17 Uhr. Ausnahmen für längere Öffnungszeiten gibt es für die Läden im SBB-Bahnhof St. Gallen (bis 22 Uhr, auch Sonntags). Falls man etwas Wichtiges für den täglichen Bedarf vergessen hat, wird man dort bestimmt fündig. Die Coop-Filiale am Bahnhof hat normale Preise bei etwas reduziertem Sortiment, andere Geschäfte wie Migrolino entsprechen aber ungefähr Tankstellenshops mit entsprechend höheren Preisen.

Migros[Quelltext bearbeiten]

Nebst Coop ist die Migros [ˈmiɡro] der grösste Lebensmittelhändler in der Schweiz. Meist finden sich in den Supermärkten noch andere Waren des täglichen Gebrauchs – aber bei der Migros sicherlich keine alkoholischen Getränke und auch keine Tabakwaren.

Discounter wie Denner, Aldi Suisse und Lidl sind oft günstiger, aber bis auf den Denner selten an zentralen Lagen zu finden. Denner gehört seit einigen Jahren der Migros und ist damit ihr Verkaufskanal für Alkohol und Tabak ;-)

Mülltrennung[Quelltext bearbeiten]

Verpackung gehört zum Restmüll, ausser es ist Papier, Glas, Metall oder Plastikflaschen (PET). An grösseren SBB-Bahnhöfen findet man Abfallbehälter für die vier Kategorien Restmüll (in diesem Fall auch das sonst getrennt gesammelte Glas sowie Kunststoff jeder Art), PET (ausschliesslich PET-Getränkeflaschen, keine anderen Kunststoff-Verpackungen), Alu und Papier (Zeitungen). Pfand gibt es nur teilweise auf Glasflaschen, jedoch nicht auf PET-Flaschen und Dosen. PET-Sammelstellen gibt es an (fast) jeder Verkaufsstelle (Kioske, Supermärkte). Während der WikiCon wird für ausreichende Sammelstationen am Veranstaltungsort gesorgt sein.

Notrufnummern[Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz kennt zwar auch die 112, und man erreicht damit auch eine Leitstelle. Aber besser man wählt die Nummer der Helfer, die man braucht.

  • Polizei: 117 (die 110 funktioniert nicht!)
  • Feuerwehr: 118
  • Rettungswagen/Ambulanz: 144
  • Rettungsflugwacht REGA: 1414
  • Die Dargebotene Hand: 143

OLMA[Quelltext bearbeiten]

Die OLMA, die eine Woche nach der WikiCon 2018 beginnt, ist eine jeweils im Herbst wiederkehrende St. Galler Tradition. Jedes Jahr strömen Hunderttausende (die Besucherzahl erreicht fast die Einwohnerzahl des Kantons St. Gallen) an die Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung, die seit Ewigkeiten eigentlich Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung heisst. Neben Kühen und Schweinen zum Streicheln gibt es auch Brauchtum zu sehen. Daneben werden andere Konsumprodukte angeboten – aber bei vielen Besuchern steht das «Degustieren» im Mittelpunkt.

Proscht![Quelltext bearbeiten]

Das Prosit der Schweizer lautet «Proscht». Zu trinken, ohne vorher anzustossen, geht gar nicht. Anstossen kann man zum Beispiel auch mit «Appenzeller Alpenbitter».

Der schweizerische Guten Appetit heisst übrigens En Guete. Das Wort wird sehr exzessiv verwendet, fast schon als Verabschiedung.

Quartierstrasse[Quelltext bearbeiten]

Eine Quartierstrasse ist eine Anwohnerstraße und sie ist in der Schweiz gerne mal als Tempo-30-Zone ausgeschildert. Das heisst Rechtsvortritt an jeder Kreuzung und Tempo 30, bis die Zone aufgehoben wird. Die Strassen sind aber auch baulich angepasst. So hat es in der Regel Hindernisse, die umfahren werden müssen, die Parkfelder sind im Zickzack angeordnet, und es gibt Engstellen, an denen sich zwei Autos nicht kreuzen können. In den Begegnungszonen darf sogar nur mit 20 km/h gefahren werden.

Rauchen[Quelltext bearbeiten]

Das ist in oberirdischen Bahnhöfen erlaubt, in öffentlichen Einrichtungen und Gaststätten im Kanton St. Gallen sonst aber grundsätzlich untersagt. Ausser, die Gaststätte verfügt über ein separates «Fumoir». In diesem darf aber nicht bedient werden – die «Stange» muss man in so einem Fall dann halt selber am Tresen holen (ohne Zigarette!).

Reiseführer[Quelltext bearbeiten]

Wikivoyage ist ein Schwesterprojekt der Wikipedia, dessen Artikel keinen enzyklopädischen Anspruch haben, sondern als Reiseführer dienen sollen. Wikivoyage hat einen aktuell ergänzten und überarbeiteten Reiseführer zu St. Gallen und natürlich auch einen zur Schweiz. Wenn etwas Fehlendes oder Veraltetes auffällt – ergänzen, aktualisieren … it's a wiki! :-)

SG[Quelltext bearbeiten]

Schon gewusst? Das Autokennzeichen des Kantons St. Gallen lautet SG – die allgemeine Abkürzung für Stadt und Kanton.

Telefonieren[Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz ist nicht in der EU, also gelten auch die EU-Roaming-Regeln nicht. Mit dem Handy telefonieren oder im Internet surfen kann teuer werden. Also besser vorher den Handy-Vertrag konsultieren, damit man nicht in die Kostenfalle tappt.

Die normalen Telefonnummern sind alle 9-stellig und man muss die Vorwahl immer mitwählen.

Die Landesvorwahl der Schweiz ist 0041

Für Gespräche nach Deutschland die 0049 voranstellen, für Österreich die 0043.

PS: Wenn jemand nach einem Natel fragt, meint er ein Handy.

Tschüss[Quelltext bearbeiten]

«Tschüss» wird in der Schweiz nur bei Freunden und guten Bekannten verwendet, mit denen man per Du ist.

Unterwegs in St. Gallen[Quelltext bearbeiten]

Bus und Zug in St. Gallen sind kostenlos für Übernachtungsgäste

Wer in einem Hotel in St. Gallen übernachtet, erhält ein persönliches mobilityticket (Flyer, PDF), mit dem sich der öffentliche Nahverkehr in der Stadt und bis zum Bodensee kostenlos nutzen lässt.

Das Ticket umfasst die Ostwind-Zonen 210 (St. Gallen), 211 (Umland) und 231 (Rorschach) und erlaubt die Nutzung sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb dieser Zonen: alle Bahnen und Busse von SBB, der verschiedenen Regionalbahnen, von Postauto, Regiobus und der Verkehrsbetriebe St. Gallen. Nur die Mühleggbahn ist bis Ende 2018 wegen Umbauarbeiten ausser Betrieb.

Weitere Infos bei St. Gallen-Bodensee Tourismus. Der Tarifzonenplan findet sich bei ostwind.ch.

Vignette[Quelltext bearbeiten]

Autobahn (grün) Hauptstrasse (blau)
Grün: Autobahn, gebührenpflichtig
Blau: Hauptstrasse, gebührenfrei

Wer auf die Autobahn möchte, muss zuerst eine Vignette unter die Frontscheibe kleben – für gutes Geld darf man dann bis Ende Januar des Folgejahres auf Schweizer Autobahnen fahren.

Vignetten werden an ausgewählten Verkaufsstellen im Ausland (für € 35,75), an Grenzübergängen, in Schweizer Postämtern und zahlreichen anderen Orten im Inland verkauft. Kurzzeitvignetten wie in Österreich gibt es in der Schweiz nicht.

Wer in St. Margarethen von Österreich kommend oder in Konstanz von Deutschland kommend den Rhein überquert, kann St. Gallen auch gut auf Hauptstrassen (blaue Tafeln!) erreichen, braucht also nicht zwingend eine Vignette. Von St. Margarethen sind es 20 Minuten zusätzliche Fahrzeit bei praktisch gleicher Streckenlänge (Alternativ etwas weiter und länger durchs #Appenzellerland). Von Konstanz dauert die Fahrt nur etwa 5 Minuten länger, die Strecke ist sogar kürzer.

Siehe auch: Autofahren

Wasser[Quelltext bearbeiten]

Wasser vom Hahnen und von Brunnen können problemlos überall genossen werden – ausser es hat ein «Kein Trinkwasser»-Schild am Brunnen.

Wetter[Quelltext bearbeiten]

Die Durchschnittstemperatur anfangs Oktober liegt bei rund 10 °C. Aufgrund der Höhe von fast 700 m ü. M. und der Lage am Rande des Alpsteingebirges verzeichnet St. Gallen für Schweizer Städte eher überdurchschnittlich viel Regen und Schnee – hoffentlich wird sich das Wetter aber freundlich zeigen.

Würste[Quelltext bearbeiten]

OLMA-Bratwürste

St. Gallen ist landesweit bekannt für seine Bratwürste.

Wer in der Ostschweiz zur Bratwurst Senf bestellt, kriegt mit Sicherheit einen blöden Spruch zu hören, falls die Würzsauce überhaupt angeboten wird.

Wenn jemand partout die Würste nicht ohne Senf essen möchte: Selber eine Tube Thomy blau mitführen und heimlich bei jedem Bissen etwas Senf auf die Wurst (oder das Brot) geben. Dabei sollte man sich möglichst nicht erwischen lassen...

WWW[Quelltext bearbeiten]

In St. Gallen wird ein kostenloses WLAN-Netz angeboten, das zahlreiche Orte in der Innenstadt abdeckt: St.Galler Wireless.

Nach Registrierung mit der Handynummer kann man das Netz unlimitiert nutzen.

Xundheit[Quelltext bearbeiten]

Xundheit ist nicht nur der Name einer ehemaligen Krankenkasse, sondern, wie eine kurze Suchmaschinensuche demonstriert, eine in der Schweiz beliebte scherzhafte Form von Gesundheit, die auf der schweizerdeutschen Aussprache des Wortes beruht. St. Gallen bietet die übliche Gesundheits-Infrastruktur einer grösseren Stadt. Die Rathaus-Apotheke am Bahnhof ist täglich geöffnet (Mo-Fr bis 21 Uhr, Sa und So bis 20 Uhr). Die Hauptanlaufstelle in Notfällen ist das Kantonsspital St. Gallen (Rorschacher Str. 95 / Spitalstrasse). Der Sanitätsnotruf ist in der ganzen Schweiz unter der Telefonnummer 144 erreichbar; die internationale Notrufnummer 112 funktioniert aber auch.

Die Europäische Krankenversicherungskarte dient als Anspruchsnachweis für unvorhergesehene medizinische Behandlungen bei Krankheit, Nichtberufsunfall oder Mutterschaft.

Ygang[Quelltext bearbeiten]

Ygang oder auch Iigang ist nicht nur ein verzweifelter Versuch, diese Liste mit einem Ypsilon-Wort zu füllen, sondern auch das schweizerdeutsche Wort für Eingang. Man beachte, dass die WikiCon 2018 nicht über den Haupteingang der Kantonsschule am Burggraben im historischen Teil des Gebäudekomplexes zu erreichen ist, sondern über dem rückseitigen Eingang an der Lämmlisbrunnenstrasse (Koordinaten: 746571 / 254508).

Zmorge, Znüni, Zmittag, Zvieri und Znacht[Quelltext bearbeiten]

Die Mahlzeiten beginnen im Schweizerdeutschen alle mit einem Z: Morgenessen, Pause vormittags, Mittagessen, Pause nachmittags, Abendessen. Das Morgenessen heisst im klassischen Schweizer Hochdeutsch nicht FrühstückFriedrich Dürrenmatt liess dies seinen Romulus eigens betonen.