Wolfgang Kneib

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Wolfgang Kneib (* 20. November 1952 in Zornheim) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorwart.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torwart beim 1. FSV Mainz 05[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karriere Kneibs im höherklassigen Fußball begann 1970 beim damaligen Regionalligisten 1. FSV Mainz 05. Der ein Jahr zuvor vom rheinhessischen Verein TSV Zornheim zu den 05ern gewechselte Torwart wechselte sich meist mit dem ein Jahr älteren Wolfgang Orben ab. Dauerhaft Stammtorwart wurde Kneib erst in der Saison 1973/74. Im Sommer 1973 wurde er mit den Mainzern Südwestmeister, scheiterte aber in der Bundesliga-Aufstiegsrunde. Nach dem ersten Mainzer Zweitligajahr wechselte Kneib 1975 zum hessischen Amateurligisten SV Wiesbaden.

Torwart bei Borussia Mönchengladbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1976 verpflichtete der Bundesligist Borussia Mönchengladbach den Torhüter, der sich umgehend im internen Duell gegen Ulrich Sude durchsetzen konnte und als Ersatz des verletzten Wolfgang Kleff einsprang. Neben der Deutschen Meisterschaft in jener Saison erreichte Kneib mit der Borussia auch das Finale um den Europapokal der Landesmeister, das die Mönchengladbacher am 25. Mai 1977 im Olympiastadion in Rom gegen den englischen Titelträger FC Liverpool mit 1:3 verloren.

Nachdem Wolfgang Kleff sich im Verlauf der Saison 1977/78 von seiner Verletzung erholt hatte, räumte Kneib nach zehn Bundesligaspielen das Tor, um rechtzeitig zu Beginn der Saison 1978/79 Kleff wieder als Stammtorwart abzulösen. In den siegreichen Finalspielen um den UEFA-Pokal der Saison 1978/79 hütete Kneib in beiden Partien gegen Roter Stern Belgrad (1:1, 1:0) das Gehäuse der Mannschaft von Trainer Udo Lattek und wurde entsprechend UEFA-Pokal-Sieger. Mit dem Trainerwechsel von Udo Lattek zu Jupp Heynckes am 1. Juli 1979 wechselte auch Kneibs Konkurrent Kleff den Verein (zu Hertha BSC); Kneib blieb in der Saison 1979/80 folglich Stammtorwart der Borussia. Unter seinem ehemaligen Mitspieler Heynckes erreichten die Mönchengladbacher in jener Saison abermals das Endspiel des UEFA-Pokal-Wettbewerbs, unterlagen aber mit Kneib dort in zwei Finalspielen knapp dem Konkurrenten aus der Bundesliga Eintracht Frankfurt (3:2, 0:1).

Torwart bei Arminia Bielefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 1980/81 wechselte Kneib von Borussia Mönchengladbach zu Arminia Bielefeld, bei der er die Nachfolge des zum Hamburger SV abgewanderten Uli Stein antrat. Bei der Arminia blieb er – abgesehen von einer Saison ohne Anstellung, in der er durch Olli Isoaho ersetzt wurde – bis zum Bundesliga-Abstieg des ostwestfälischen Traditionsklubs 1985 die Nummer 1 zwischen den Pfosten und absolvierte unter dem Strich in neun Bundesligaspielzeiten 245 Spiele. Da er am 23. Spieltag der Saison 1984/85 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2) als Schütze zu einem Foulelfmeter antrat und mit seinem Schuss den Frankfurter Torwart Jürgen Pahl bezwang, ziert auch ein erzieltes Tor seine Bundesliga-Statistik.

Auch in der 2. Bundesliga und selbst nach dem Abstieg der Arminia 1988 in die Drittklassigkeit wechselte Kneib den Verein nicht mehr und blieb bis in die Saison 1992/93 (inzwischen 41 Jahre alt) Aktiver in der ersten Mannschaft der Bielefelder. In der Zweitligasaison 1985/86 verwandelte er am 10. Spieltag beim Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig (7:1) erneut einen Foulelfmeter. Während der Zweitligasaison 1986/87 kam Kneib am 15. Spieltag bei der Heimpartie gegen den VfL Osnabrück zu einem Einsatz als Mittelstürmer, weil der Arminia verletzungsbedingt nicht genügend Feldspieler aus dem Profibereich zur Verfügung standen. Ein Tor gelang ihm nicht; das Spiel ging nach einer 2:0-Führung schließlich mit 2:3 verloren.[1]

Nach dem Ende seiner aktiven Zeit als Profifußballer ist Kneib im Innendienst der BD Bielefeld der Württembergischen Versicherung AG tätig.

Karrieredaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

245 Spiele, 1 Tor

Regionalliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

68 Spiele, kein Tor

2. Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

138 Spiele, 1 Tor

DFB-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

23 Spiele, kein Tor

Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

34 Spiele, kein Tor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Arminia den Torwart stürmen ließ Neue Osnabrücker Zeitung, 10. November 2010