Yemenia

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Yemenia - Yemen Airways
Logo der Yemenia
Airbus A330-200 der Yemenia
IATA-Code: IY
ICAO-Code: IYE
Rufzeichen: YEMENI
Gründung: 1961
Sitz: Sanaa, JemenJemen Jemen
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Sanaa

IATA-Prefixcode: 635
Leitung: Ahmed Massoud Alwani (CEO)
Vielfliegerprogramm: Sama Loyalty Club
Flottenstärke: 5 (+ 18 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: yemenia.com

Yemenia - Yemen Airways (arabisch الخطوط الجوية اليمنية al-Chuṭūṭ al-dschawwiyya al-yamaniyya) ist eine jemenitische Fluggesellschaft mit Sitz in Sanaa und Basis auf dem Flughafen Sanaa. Sie ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization. Im Jahre 2015 führte sie aufgrund der desolaten Sicherheitslage im Jemen zeitweise keine Flüge durch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde am 4. August 1961 als Yemen Airlines gegründet und begann 1962 mit dem Flugbetrieb. Nach einer Reorganisation wurde sie in Yemen Airways umbenannt und zur nationalen Fluggesellschaft erhoben. Am 1. Juli 1978 wurde daraus eine gemeinsame Gesellschaft der Jemenitisch Arabischen Republik (Heute: Republik Jemen) und Saudi-Arabiens.

Die vormals südjemenitische Fluggesellschaft Alyemda mit Sitz in Aden ging im Februar 1996 in der Yemenia auf.[1] Yemenia gehört heute zu 51 % der Republik Jemen und zu 49 % Saudi-Arabien. Seit dem 26. Oktober 2008 werden alle Inlandsflüge durch Felix Airways durchgeführt.

Der Flugbetrieb wurde Ende März 2015 wegen der Unruhen rund um die Operation Sturm der Entschlossenheit bis auf weiteres eingestellt[2] und im Mai 2015 mit einem verkleinerten Streckennetz wieder aufgenommen.[3] Die drei A330 wurden im Juli 2011 bzw. im Juni 2015 an die Leasinggeber zurückgegeben.[4][5]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Linienverkehr werden internationale Ziele in Afrika, dem Nahen Osten, Europa und Asien angeboten. In Europa werden Frankfurt, Paris, und Rom angeflogen. Mit dem deutschen Einflugverbot bestehend seit dem 1. November 2010 wurden bis auf Weiteres keine Flüge nach Frankfurt mehr durchgeführt.[6] Dieses Verbot wurde für Passagiermaschinen jedoch bereits zum 13. November wieder aufgehoben.[7]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A310-300 der Yemenia
Airbus A320-200 der Yemenia

Mit Stand vom Juni 2016 besteht die Flotte der Yemenia aus fünf Flugzeugen:[8]

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[9] Anmerkungen Sitzplätze[10][11]
(First/Business/Eco)
Airbus A310-300 2 199 (-/12/187)
213 (-/18/195)
Airbus A320-200 2 04 150 (-/12/138)
Airbus A320neo 0 04 - offen -
Airbus A350-900 10 - offen -
Boeing 727-200 1 inaktiv sonst betrieben für die jemenitische Regierung VIP
Gesamt 5 18
  • Drei ehemalige Yemenia de Havilland Canada DHC-8-200 werden oder wurden von einer jemenitisch-sudanesischen Gemeinschaftsgesellschaft namens Blue Bird Aviation betrieben,[12] deren Status zweifelhaft ist.

Historische Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuvor betrieb Yemenia auch folgende Flugzeugtypen:[13][14]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yemenia verzeichnete in ihrer Geschichte drei Totalverluste von Flugzeugen, davon einen mit Todesopfern:[15]

  • Am 1. August 2001 überrollte eine Boeing 727-200 (Kennzeichen 7O-ACW) bei der Landung auf dem Flughafen Asmara (Eritrea) das Ende der nassen, 3000 m langen Landebahn und kollidierte mit einem großen Betonklotz. Dabei wurde die Maschine zum wirtschaftlichen Totalschaden. Alle 111 Insassen überlebten.[17]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yemenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AeroTransport Data Bank (englisch), abgerufen am 19. Juni 2016.
  2. Ch-aviation:Yemenia suspends operations indefinitely; Sana airport damaged (englisch), abgerufen am 31. März 2015
  3. Ch-aviation:Yemenia resumes limited operations (englisch), abgerufen am 7. Juli 2015
  4. planespotters (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  5. Ch-aviation: Yemenia returns A330s to lessors as losses mount (englisch), abgerufen am 6. Juli 2015
  6. Al-Qaida soll Paket-Plot im September getestet haben, Spiegel Online, 2. November 2010
  7. tagesschau.de - Weg frei für Passagierjets aus dem Jemen (Memento vom 15. November 2010 im Internet Archive) 13. November 2010
  8. planespotters (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  9. Orders & deliveries. Airbus, 31. März 2015, abgerufen am 31. März 2015 (englisch).
  10. yemenia.com - Our Fleet (englisch) abgerufen am 27. November 2014
  11. airbus.com - Yemenia bestellt zehn Airbus A350 XWB abgerufen am 27. November 2014
  12. planespotters (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  13. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.
  14. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008 bis 2013.
  15. Unfallstatistik Yemenia, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  16. Unfallbericht 7O-ACQ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  17. Unfallbericht 7O-ACW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  18. tagesschau.de: Airbus mit 153 Insassen abgestürzt (tagesschau.de-Archiv) 30. Juni 2009
  19. Unfallbericht 7O-ADJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 19. Juni 2016.
  20. Märkische Allgemeine: [1] 3. Juli 2009