Kuwait Airways

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Kuwait Airways
الخطوط الجوية الكويتية
Logo der Kuwait Airways
Airbus A340-300 der Kuwait Airways
IATA-Code: KU
ICAO-Code: KAC
Rufzeichen: KUWAITI
Gründung: 1954
Sitz: Kuwait-Stadt, KuwaitKuwait Kuwait
Drehkreuz:

Flughafen Kuwait

Heimatflughafen:

Flughafen Kuwait

Unternehmensform: Staatsunternehmen
Leitung: Rasha Abdulaziz Al-Roumi (Vorsitzende)
Mitarbeiterzahl: 3.735[1] (2007)
Vielfliegerprogramm: Oasis Club
Flottenstärke: 33 (+ 35 Bestellungen)
Ziele: international
Website: www.kuwaitairways.com

Kuwait Airways (arabisch الخطوط الجوية الكويتية, DMG al-ḫuṭūṭ al-ǧawwiyya al-kuwaitiyya) ist die staatliche Fluggesellschaft Kuwaits mit Sitz in Kuwait-Stadt und Basis auf dem Flughafen Kuwait. Sie ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 707-300 der Kuwait Airways im Jahr 1978

Kuwait Airways wurde aus einer Idee zweier kuwaitischer Geschäftsleute geboren. Gegründet wurde sie im März 1954 als erste staatliche Fluggesellschaft der Golfregion und nahm ihren Betrieb am 16. März 1954 unter dem Namen Kuwait National Airways auf. Der heutige Name wurde bereits 1958 angenommen, als auch eine Modernisierung der Flotte vorgenommen wurde.

In den 1970er-Jahren weitete Kuwait Airways ihr Streckennetz im Nahen Osten aus.

Die Gesellschaft wurde schwer von der irakischen Invasion im zweiten Golfkrieg 1991 getroffen. Während Kuwait besetzt war, wich man mit dem Flugbetrieb nach Bahrain aus. Nach Kriegsende wurde die Flotte neu zusammengestellt. Allerdings schrieb die Gesellschaft jedes Jahr Verluste, bis im Jahr 2000 endlich ein Gewinn verzeichnet werden konnte.

Am 29. August 2007 gab der kuwaitische Leasinggeber ALAFCO bekannt, dass die Regierung die Vorverträge über sieben Airbus A320-200 und zwölf Boeing 787-8 nicht unterschrieben hat und somit diese ursprünglich bestellten Flugzeuge nicht an Kuwait Airways ausgeliefert werden.[2] Im September 2013 wurde bekannt, dass eine weitere nur wenige Wochen zuvor erfolgte Bestellung über 15 Airbus A320neo und zehn Airbus A350-900 ebenfalls wieder zur Disposition steht. Kuwait Airways gilt nach wie vor als defizitär und die Flotte teilweise als überaltert,[3] so wurde beispielsweise noch das im Passagierdienst mittlerweile seltene Muster Airbus A300 betrieben.

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuwait Airways führt von Kuwait Linienflüge in den Nahen und Fernen Osten sowie nach Europa und Nordamerika durch. Zudem ist sie für den Betrieb der Regierungsflugzeuge verantwortlich. Im deutschsprachigen Raum fliegt sie Frankfurt am Main und München in Deutschland, Wien in Österreich sowie Genf in der Schweiz an.[4]

Juden werden von der Gesellschaft gar nicht transportiert. Eine entsprechende Klage eines betroffenen Passagiers wurde durch das Gericht bestätigt. Anstelle einer Änderung stellte die Gesellschaft ihren zweiten Flug nach New York City via London ein.[5]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A320-200 der Kuwait Airways
Airbus A330-200 der Kuwait Airways
Boeing 777-200ER der Kuwait Airways

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Juli 2016 besteht die Flotte der Kuwait Airways aus 23 Flugzeugen[6] mit einem Durchschnittsalter von 10,4 Jahren:[7]

Linienflugbetrieb
Flugzeugtyp Anzahl bestellt[8][9] Anmerkungen Sitzplätze[10][11]
(First/Business/Eco)
Airbus A320-200 10 7 mit Sharklets ausgestattet 130 (-/20/110)
Airbus A320neo 15 – offen –
Airbus A330-200 05 erste Auslieferung am 25. Juni 2015[11] 212 (17/30/165)
Airbus A340-300 04 264 (18/24/222)
272 (18/24/230)
Airbus A350-900 10 Auslieferung vsl. ab 2019[12] – offen –
Boeing 747-400M 01 wird sowohl für Linien- als auch VIP-Flüge genutzt 338 (12/-/326)
Boeing 777-200ER 02 267 (24/24/219)
273 (24/24/225)
Boeing 777-300ER 10 – offen –
Gesamt 23 35
Regierungsmaschinen

Mit Stand Juli 2016 besteht die durch Kuwait Airways betriebene Regierungsflotte aus zehn Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 7,4 Jahren:[13]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Airbus ACJ319 01
Airbus ACJ320 01
Airbus A340-500 02
Boeing BBJ3 01 mit Winglets ausgestattet
Boeing 747-8I 01
Gulfstream G550 01
Gulfstream V 03
Gesamt 10

Historische Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Havilland Comet 4 der Kuwait Airways im Jahr 1964
Hawker Siddeley Trident 1C der Kuwait Airways im Jahr 1974

In der Vergangenheit betrieb Kuwait Airways auch folgende Flugzeugtypen:[14][15]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuwait Airways verzeichnet in ihrer Geschichte keine Todesopfer durch Unfälle, jedoch waren bei zwei Flugzeugentführungen in den 1980er-Jahren Opfer zu beklagen:[16]

  • Am 4. Dezember 1984 wurde ein Airbus A300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9K-AHG auf dem Weg von Dubai nach Karatschi von vier Geiselnehmern entführt und zur Landung in Teheran gezwungen. Die Maschine wurde nach sechs Tagen schließlich von iranischen Sicherheitskräften gestürmt und die verbliebenen, nicht schon zuvor freigelassenen Geiseln befreit. Bereits zuvor wurden jedoch zwei US-amerikanische Geiseln an Bord von den Entführern getötet.[18]
  • Am 5. April 1988 wurde eine Boeing 747-200 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9K-ADB auf dem Weg von Bangkok nach Kuwait-Stadt ebenfalls entführt. Die neun Geiselnehmer erzwangen zunächst eine Landung in Maschad im Iran, die Maschine sollte dann jedoch weiter nach Larnaka auf Zypern fliegen, wo zwei der Geiseln als Druckmittel getötet wurden. Nach einem Weiterflug nach Algier einige Tage später gaben die Entführer schließlich auf.[19]
  • Während der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak im Zweiten Golfkrieg waren durch irakische Besatzungstruppen mindestens zehn Flugzeuge der Kuwait Airways gestohlen und in den Irak verbracht worden. Es handelte sich um drei Airbus A300, fünf Airbus A310 sowie zwei Boeing 767. Die 767 (9K-AIB, 9K-AIB) wurden am 17. November 1990 zum Flughafen Mosul geflogen, ebenso wie später die beiden Airbus A300 (9K-AHF, 9K-AHG). Zwischen Ende Januar und Anfang Februar 1991 wurden diese vier Flugzeuge bei Bombenangriffen der UN-Truppen zerstört.[20]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kuwait Airways – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flight International - „Directory: World Airlines“, 4. April 2007
  2. aero.de - Airbus und Boeing verlieren Milliardenauftrag aus Kuwait, 29. August 2007 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  3. aerotelegraph.com - Kuwait Airways zögert mit A350 abgerufen am 10. September 2013
  4. kuwaitairways.com – Route Map abgerufen am 13. April 2015
  5. aerotelegraph.com – Kuwait Airways muss in Shannon zwischenlanden abgerufen am 6. Juli 2016
  6. airfleets.net – Kuwait Airways (englisch), abgerufen am 26. Juli 2016
  7. airfleets.net – Fleet age Kuwait Airways (englisch), abgerufen am 26. Juli 2016
  8. AirbusOrders & deliveries (englisch), abgerufen am 26. Juli 2016
  9. BoeingOrders and Deliveries (englisch), abgerufen am 26. Juli 2016
  10. kuwaitairways.com – Netzwerk und Flotte abgerufen am 13. April 2015
  11. a b Airbus – Kuwait Airways recives its first A330-200, 25. Juni 2015 (englisch), abgerufen am 26. Juni 2015
  12. Kuwait Airways bestellt bei Airbus 25 Flugzeuge. In: aero.de. 9. Dezember 2013, abgerufen am 21. Dezember 2014.
  13. planespotters.net – State of Kuwait Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 26. Juli 2016
  14. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007
  15. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008–2013.
  16. Daten über die Fluggesellschaft Kuwait Airways im Aviation Safety Network, abgerufen am 10. September 2013
  17. Aviation Safety NetworkUnfallbericht OD-ACN (englisch), abgerufen am 23. Januar 2016.
  18. Flugunfalldaten und -bericht der Entführung vom 4. Dezember 1984 im Aviation Safety Network
  19. Flugunfalldaten und -bericht der Entführung vom 5. April 1988 im Aviation Safety Network
  20. Aviation Safety NetworkAls Beispiel der Bericht für 9K-AHG (englisch), abgerufen am 23. Januar 2016.