Zöbern

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Zöbern
Wappen Österreichkarte
Wappen von Zöbern
Zöbern (Österreich)
Zöbern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Neunkirchen
Kfz-Kennzeichen: NK
Fläche: 31,56 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 16° 8′ OKoordinaten: 47° 30′ 41″ N, 16° 7′ 56″ O
Höhe: 591 m ü. A.
Einwohner: 1.393 (1. Jän. 2021)
Postleitzahlen: 2851, 2852, 2870, 2871, 8244
Vorwahl: 02642
Gemeindekennziffer: 3 18 48
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 23
2871 Zöbern
Website: www.zoebern.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Brandstätter (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
13
2
2
2
13 
Insgesamt 19 Sitze
  • ÖVP: 13
  • ZFA: 2
  • SPZ: 2
  • FPÖ: 2
Lage von Zöbern im Bezirk Neunkirchen
AltendorfAspang-MarktAspangberg-St. PeterBreitenauBreitensteinBuchbachBürg-VöstenhofEdlitzEnzenreithFeistritz am WechselGloggnitzGrafenbach-St. ValentinGrimmensteinGrünbach am SchneebergHöflein an der Hohen WandKirchberg am WechselMönichkirchenNatschbach-LoipersbachNeunkirchen (Niederösterreich)OtterthalPayerbachPittenPrigglitzPuchberg am SchneebergRaach am HochgebirgeReichenau an der RaxScheiblingkirchen-ThernbergSchottwienSchrattenbachSchwarzau am SteinfeldSchwarzau im GebirgeSeebensteinSemmeringSt. Corona am WechselSt. Egyden am SteinfeldTernitzThomasbergTrattenbachWarthWartmannstettenWillendorfWimpassing im SchwarzataleWürflachZöbernNiederösterreichLage der Gemeinde Zöbern im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Zöbern (2).JPG
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Zöbern ist eine Gemeinde mit 1393 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

Der Name Zöbern kommt von indogermanisch "Savarias" (idg. "seu-/sou = feucht") und entwickelte sich von vulgärlat. "Savaria" über slaw. "Soborja" zu spätahd. "Zöbir" (="milchfarbener Fluss, perlendes Wasser"), was soviel wie ein Bach mit stärkerem Gefälle und vielen Schaumkronen bedeutet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zöbern liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 31,54 km². 46,94 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Kampichl (244)
  • Maierhöfen (64)
  • Pichl (116)
  • Schlag (66)
  • Stübegg (196)
  • Zöbern (707)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Zöbern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aspangberg-St. Peter (NK) Aspangberg-St. Peter (NK) Thomasberg (Niederösterreich) (NK)
Mönichkirchen (NK) Nachbargemeinden Krumbach (Niederösterreich) (WB)
Schäffern (HF) Schäffern (HF) Hochneukirchen-Gschaidt (WB)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 97,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 0,5 % evangelisch. 1,2 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zöbern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zöbern ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Von den rund 100 landwirtschaftlichen Betrieben waren im Jahr 2011 mehr als die Hälfte Vollerwerbsbetriebe. Im Produktionssektor waren zwei Drittel der Erwerbstätigen mit der Herstellung von Waren und ein Drittel im Bau beschäftigt. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war die Gastronomie. (Stand 2011).[2][3][4]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 102 108 88 89
Produktion 12 7 59 36
Dienstleistung 63 40 221 132
Ortschaft Zöbern von oben

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zöbern besitzt ein Vorkommen von Kaolin.[5]

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 779 Erwerbstätige in Zöbern. Davon arbeiteten 230 in der Gemeinde und 549 pendelten aus. Aus der Umgebung kamen 138 Menschen, um in Zöbern zu arbeiten.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Der näheste Bahnhof befindet sich rund zehn Kilometer entfernt in Aspang an der Aspangbahn.
  • Straßen: Durch das Gemeindegebiet verläuft die Süd Autobahn A2. In der Raststätte Zöbern befinden sich neben dem Restaurant auch Übernachtungsmöglichkeiten und Seminarräume.[7]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befindet sich ein Kindergarten.[8]

In Zöbern befindet sich die Oldtimer - Autobahnraststation.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern:[9]

  • 13 Mandate ÖVP
  • 2 Mandate ZFA
  • 2 Mandate SPZ
  • 2 Mandate FPÖ

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2020 2015 2010 2005 2000 1995
Stimmen % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M.
ÖVP 707 66 13 634 62 13 833 78 14 721 74 14 772 79 15 727 73 14
ZFA 130 12 2 171 17 3 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SPZ 126 12 2 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ 110 10 2 95 9 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SPÖ nicht kandidiert 129 13 2 232 22 4 248 26 5 203 21 4 154 16 3
BLIZ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 109 11 2
Wahlbeteiligung 80 % 78 % 81 % 82 % 86 % 88 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1865–1868 Mathias Zinkl
  • 1868–1872 Anton Brandstetter
  • 1872–1886 Johann Buchegger
  • 1886–1889 Josef Hofer
  • 1889–1892 Franz Heißenberger
  • 1892–1908 Karl Tauchner
  • 1908–1914 Josef Luef
  • 1914–1916 Franz Ferstl
  • 1916–1917 Franz Wagner
  • 1917–1919 Franz Ferstl
  • 1919–1928 Karl Brandstetter
  • 1928–1933 Karl Ringhofer
  • 1933–1937 Alois Brandstetter
  • 1937–1938 Josef Schlögl
  • 1938–1946 Karl Winklbauer
  • 1946–1948 Josef Schlögl
  • 1948–1950 Mattias Piribauer
  • 1950–1975 Johann Brandstetter (ÖVP)
  • 1975–1999 Ernst Hlavka (ÖVP)
  • 1999–2018 Johann Nagl (ÖVP)
  • seit 2018 Alfred Brandstätter (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Zöbern COA.jpg

Blasonierung: "In einem von Blau und Grün durch einen schräglinken silbernen Wellenbalken erhöht geteilten Schild, unten ein roter Flammen speiender silberner Drache, schrägrechts durchbohrt von einer goldenen Kreuzlanze"!

Die Niederösterreichische Landesregierung hat der Gemeinde Zöbern das Recht zur Führung des beschriebenen Gemeindewappen verliehen.

Das Wappen zeigt in einem durch einen Wellenbalken erhöht geteilten Schild einen von einer Kreuzlanze durchbohrten Drachen als Symbol für den hl. Georg, den Pfarrpatron, und gleichzeitig als Symbol für den Sieg des Guten über das Böse. Die erhöhte Teilung und die grüne Schildfarbe sollen auf die Höhenlage der Gemeinde im Wechselgebiet und auf die Wald- und Viehwirtschaft hinweisen. Der silberne Wellenbalken steht für den Zöbernbach und den Ortsnamen.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Willi Brandstätter († 2021), langjähriger Gemeinderat und Vizebürgermeister von Zöbern[11]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Zöbern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Zöbern, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. November 2020.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Zöbern, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. November 2020.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Zöbern, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. November 2020.
  5. Mineralienatlas - Fossilienatlas. Abgerufen am 20. November 2020.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Zöbern, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 20. November 2020.
  7. ZÖBERN. Abgerufen am 20. November 2020.
  8. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 29. Oktober 2020.
  9. Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 20. November 2020.
  10. Gemeinde Zöbern: Geschichte. Abgerufen am 20. November 2020 (österreichisches Deutsch).
  11. Zöbern trauert um Ehrenbürger Willi Brandstätter. In: noen.at. Abgerufen am 18. September 2021.