Aham

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aham (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aham
Aham
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aham hervorgehoben
48.53333333333312.466666666667420Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gerzen
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 38 km²
Einwohner: 1884 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84168
Vorwahl: 08744
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 112
Gemeindegliederung: 72 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Gerzen
Rathausplatz 1
84175 Gerzen
Webpräsenz: www.gerzen.de
Bürgermeister: Jens Herrnreiter
(Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Aham im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Filialkirche St. Ägidius

Aham ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Aham liegt im Tal der Vils etwa 25 km östlich von Landshut, 16 km südlich von Dingolfing und 12 km nordöstlich von Vilsbiburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Aham hat 72 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kirchdorf Aham erfuhr ca. 1125 eine erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Aheheim. Dieser Siedlungsname weist auf ein fließendes Gewässer, Ahe, hin und bedeutet damit so viel wie „Heimstatt am Fluss“. Ursprünglich lag an diesem Ort die wenigstens bis 1579 belegte Burg Ahaim. Aham gehörte den Grafen von Lerchenfeld. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Aham war. 1833 kaufte Maximilian Graf von Montgelas, der einst mächtige Minister König Max I., die ehemalige Hofmark, deren Schloss sich bis 2009 im Besitz der Familie befand. Montgelas selbst wurde nach seinem Tod 1838 in der Gruft von Schloss Aham beigesetzt. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Aham entstand am 1. April 1971 im Zuge der Gemeindegebietsreform durch den Zusammenschluss der Gemeinden Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.[3]

Einwohner[Bearbeiten]

  • 1970: 1.639 Einwohner
  • 1987: 1.781 Einwohner
  • 2000: 1.979 Einwohner
  • 2013: 1.884 Einwohner (Stand: 30. September 2013)[4]
Altersstruktur der Bevölkerung Ahams gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[5]
jünger als 18 17,8 %
18 bis 29 15,1 %
30 bis 49 26,8 %
50 bis 64 21,8 %
älter als 65 18,5 %

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[6][7]
Wahlbeteiligung: 74,1 %
(2008: 67,7 %)
 %
50
40
30
20
10
0
47,1 %
34,7 %
18,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+15,0 %p
-6,0 %p
-9,0 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Bürgerliste

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[8]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 787.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 98.000 €.

Die Gemeinde Aham ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[4]:

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Gerzen
  • Zweckverband Kinderbildung und Betreuung Aham-Gerzen-Schalkham
  • Zweckverband zur Wasserversorgung Mittlere Vils

Aham gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Gerzen. Weitere Mitglieder sind:

Die Verwaltungsgemeinschaft erbringt 301 verschiedene behördliche Leistungen.[9]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis 2014 bekleidete dieses Amt Elisabeth Kobold (CSU). Sie wurde bei den Kommunalwahlen 2008 in Ihrem Amt bestätigt[10]. Bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 wurde Jens Herrnreiter (Freie Wähler) als Nachfolger gewählt.[7]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
bis 2014 Elisabeth Kobold
ab 2014 Jens Herrnreiter

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 12 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter neun (elf) Männer und drei (eine) Frauen.[6][7] Die Wahl führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bei der Gemeinderatswahl waren 1.574 (1.552) Bürger stimmberechtigt. 1.166 (1.051) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 74,1 (67,6) Prozent entspricht. 1.143 (1.021) gültige und 23 (30) ungültige Stimmen wurden abgegeben.[6][7]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die spätgotische Filialkirche St. Ägidius der Pfarrei Loizenkirchen aus dem 15. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil verändert. Einige Grabmäler stammen aus dem 16./17. Jahrhundert.

Das mittelalterliche Wasserschloss wurde im 16. bis 18. Jahrhundert umgestaltet. Es befand sich seit 1833 im Besitz der Grafen von Montgelas und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Jahr 2009 wurde es verkauft, nach der Komplettsanierung wird es nun seit dem 1. Januar 2012 als Gaststätte genutzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aham

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 117 und im Bereich Handel und Verkehr zwölf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 27 am Arbeitsort Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 641. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.684 ha. Davon waren 2.206 ha Ackerfläche und 477 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 46 Kindergartenplätze mit 57 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 113 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Aham. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 22. Mai 2014.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  4. a b c Bayerischer Behördenwegweiser - Aham: Mitgliedschaften in Zweckverbänden. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 22. Mai 2014.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Aham (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  6. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 2. April 2014.
  7. a b c d Verwaltungsgemeinschaft Gerzen/Gemeinde Aham: Kommunalwahlen 2014 16. März 2014 - Zusammenstellung der Ergebnisse der Bürgermeisterwahl und der Gemeinderatswahl. PDF. Online auf gerzen.de, abgerufen am 2. April 2014
  8. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  9. Bayerischer Behördenwegweiser - Verwaltungsgemeinschaft Gerzen: Verwaltungsgemeinschaft Gerzen. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 22. Mai 2014.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 2. April 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien