Aham

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aham (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aham
Aham
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aham hervorgehoben
48.53333333333312.466666666667420Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gerzen
Höhe: 420 m ü. NN
Fläche: 38 km²
Einwohner:

1899 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84168
Vorwahl: 08744
Kfz-Kennzeichen: LA
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 112
Gemeindegliederung: 72 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
84175 Gerzen
Bürgermeisterin: Elisabeth Kobold (CSU)
Lage der Gemeinde Aham im Landkreis Landshut
Isar Landkreis Altötting Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Landshut Adlkofen Aham Altdorf (Niederbayern) Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg (Niederbayern) Buch am Erlbach Eching (Landkreis Landshut) Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth (Niederbayern) Gerzen Geisenhausen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn in Niederbayern Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg an der Laaber Schalkham Tiefenbach (bei Landshut) Velden (Vils) Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weihmichl Wörth an der Isar WurmshamKarte
Über dieses Bild
Die Filialkirche St. Ägidius

Aham ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Aham liegt im Tal der Vils etwa 25 km östlich von Landshut, 16 km südlich von Dingolfing und 12 km nordöstlich von Vilsbiburg.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Aham hat 72 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.

Geschichte [Bearbeiten]

Das Kirchdorf Aham erfuhr ca. 1125 eine erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Aheheim. Dieser Siedlungsname weist auf ein fließendes Gewässer, Ahe, hin und bedeutet damit so viel wie „Heimstatt am Fluss“. Ursprünglich lag an diesem Ort die wenigstens bis 1579 belegte Burg Ahaim. Aham gehörte den Grafen von Lerchenfeld. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Aham war. 1833 kaufte Maximilian Graf von Montgelas, der einst mächtige Minister König Max I., die ehemalige Hofmark, deren Schloss sich bis 2009 im Besitz der Familie befand. Montgelas selbst wurde nach seinem Tod 1838 in der Gruft von Schloss Aham beigesetzt. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Aham entstand am 1. April 1971 im Zuge der Gemeindegebietsreform durch den Zusammenschluss der Gemeinden Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.[3]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

  • 1970: 1.639 Einwohner
  • 1987: 1.781 Einwohner
  • 2000: 1.979 Einwohner

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Elisabeth Kobold (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 787.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 98.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Die spätgotische Filialkirche St. Ägidius der Pfarrei Loizenkirchen aus dem 15. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil verändert. Einige Grabmäler stammen aus dem 16./17. Jahrhundert.

Das mittelalterliche Wasserschloss wurde im 16. bis 18. Jahrhundert umgestaltet. Es befand sich seit 1833 im Besitz der Grafen von Montgelas und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Jahr 2009 wurde es verkauft, nach der Komplettsanierung wird es nun seit dem 1. Januar 2012 als Gaststätte genutzt.

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aham

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 117 und im Bereich Handel und Verkehr zwölf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 27 am Arbeitsort Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 641. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.684 ha. Davon waren 2.206 ha Ackerfläche und 477 ha Dauergrünfläche.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 46 Kindergartenplätze mit 57 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 113 Schülern

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/212233&attr=OBJ&val=697
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Aham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien