Vilsbiburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vilsbiburg
Vilsbiburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vilsbiburg hervorgehoben
48.4512.333333333333449Koordinaten: 48° 27′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 68,85 km²
Einwohner: 11.184 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84137
Vorwahl: 08741
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 184
Stadtgliederung: 152 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadtplatz 26
84137 Vilsbiburg
Webpräsenz: www.vilsbiburg.de
Bürgermeister: Helmut Haider (FW)
Lage der Stadt Vilsbiburg im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild

Vilsbiburg ist eine Stadt im niederbayerischen Landkreis Landshut. Sie erhielt ihren Namen vom Fluss Große Vils, der sie durchfließt.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Vilsbiburg hat 152 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Der langgezogene Stadtplatz von Vilsbiburg

Geschichte[Bearbeiten]

Um das Jahr 1000 findet sich in einer Beschreibung die erste Erwähnung des Ortes als Dorf Pipurch. 1308 wird Vilsbiburg erstmals als Markt und gleichzeitig Stadt benannt, hatte also damals wohl schon sowohl Markt- als auch Stadtrechte. Nach 1340 blieb nur noch die Bezeichnung Markt bestehen. 1648 fielen mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Pest zum Opfer. 1760 wurde die Verwaltung des Pflegamts Geisenhausen auf Vilsbiburg übertragen. Es gehörte zum Rentamt Landshut des Kurfürstentums Bayern und besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. 1803 erhielt es einen Teil des Landgerichts Teisbach mit Frontenhausen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1862 wurden aus dem Landgericht das Amtsgericht, Bezirksamt und Notariat. Seither prägten mehrere Textilbetriebe Vilsbiburg, was zu einem starken Bevölkerungswachstum führte. 1864 wurde die mechanische Weberei und Wäschefabrik Carl Zollner gegründet. 1919 entstand die mechanische Weberei und Wäschefabrik E. Siegelin.

1929 wurde die Marktgemeinde Vilsbiburg offiziell zur Stadt erhoben. 1950 ließ sich die ursprünglich aus Eger stammende Gebr. Seiler Kammgarnspinnerei und Textilwerk in Vilsbiburg nieder. In den 1950er Jahren kam das Werk der Firma Rank & Sohn hinzu, 1963 nahm die Firma Hudson ihre Produktion in Vilsbiburg auf.

In diese Zeit fallen auch die Ansiedlungen der heute größten Industriebetriebe Vilsbiburgs: Flottweg nahm seinen Produktionsstandort 1943 in Betrieb, Dräxlmaier wurde 1958 gegründet und Hiller entstand 1971.

Bei der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Vilsbiburg fast vollständig dem Landkreis Landshut zugeordnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Bergham eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 wurden die ehemaligen Gemeinden Frauensattling, Gaindorf, Haarbach und Seyboldsdorf sowie große Teile der Gemeinden Neufraunhofen und Wolferding nach Vilsbiburg eingemeindet.[4]

Der obere Torturm, links davon die ehemalige Spitalkirche

Religionen[Bearbeiten]

Bekannt ist Vilsbiburg durch die katholische Wallfahrtskirche Maria Hilf am südlichen Ortsausgang, die sich aus einer Kapelle vom Jahr 1686 entwickelte, in welcher ein Maria Hilf Gnadenbild verehrt wird. Zusätzlich malte in dem Klosterkomplex der bayerische Redemptorist Max Schmalzl 1872 eine Kopie des berühmten römischen Gnadenbildes „Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“, was der örtlichen Marienverehrung noch weiteren Auftrieb gab. So entstand eine überregional bekannte „Maria-Hilf-Wallfahrt“, die nach dem Weggang der Redemptoristen vor allem durch die Kapuziner gefördert wurde.

Die imposante Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt befindet sich einige hundert Meter nordöstlich des Stadtplatzes. Sie wurde im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil erbaut und ist dank ihres 75 Meter hohen Zwiebelturms weithin sichtbar.

Die evangelische Christuskirche wurde im Jahr 1958 erbaut. Ihre Glasfenster stellen die sieben Ich-Bin-Worte Jesu dar.

Einwohner[Bearbeiten]

  • 1961: 08691 Einwohner
  • 1970: 09263 Einwohner
  • 1987: 09908 Einwohner
  • 2000: 11.116 Einwohner
  • 2002: 11.236 Einwohner
  • 2007: 11.560 Einwohner
  • 2011: 11.445 Einwohner
  • 2013: 11.339 Einwohner (Stand: 30. September 2013)[5]
Altersstruktur der Bevölkerung Vilsbiburgs gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[6]
jünger als 18 18,4 %
18 bis 29 14,1 %
30 bis 49 29,3 %
50 bis 64 19,5 %
älter als 65 18,7 %

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Frauensattling[Bearbeiten]

Frauensattling liegt zwischen dem Binatal und Vilstal auf einem Höhenrücken, 490 m über Seehöhe. Zum Vilsbiburger Ortsteil Frauensattling zählen heute neben Einzelgehöften: Frauensattling, Frauensattling-Grub, Niedersattling, Hörasdorf, Solling. Durch die Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 kam Frauensattling zur Stadt Vilsbiburg. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 2008: 554 (Haupt- und Nebenwohnsitze).

Gaindorf[Bearbeiten]

Gaindorf liegt im Tertiärhügelland an der oberen Vils. Es entwickelte sich am Kreuzungspunkt der alten Vilstalstraße links der großen Vils von Velden kommend, und einem sehr alten Weg, der, von Altötting kommend, bei Gaindorf die Vils überquerte und nach Geisenhausen in Richtung Norden führte. Zum Vilsbiburger Ortsteil Gaindorf zählen heute neben Einzelgehöften: Frauenhaarbach, Gaindorf, Herrnfelden, Schaidham, Tannet. Durch die Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 kam Gaindorf zur Stadt Vilsbiburg. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 2008: 437 (Haupt- und Nebenwohnsitze).

Haarbach[Bearbeiten]

Zum Vilsbiburger Ortsteil Haarbach zählen heute neben Einzelgehöften: Haarbach, Tattendorf, Kurzbach, Ödwimm, Schnedenhaarbach und andere mehr. Am 1. Mai 1978 wurde mit Durchführung der Gebietsreform die Gemeinde Haarbach aufgelöst und als Ortsteil der Stadt Vilsbiburg angegliedert. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 2008: 662 (Haupt- und Nebenwohnsitze).

Seyboldsdorf[Bearbeiten]

Seyboldsdorf liegt 490 Meter über dem Meeresspiegel auf einem Höhenrücken im Holzland zwischen großer und kleiner Vils. Zum Vilsbiburger Ortsteil Seyboldsdorf zählen heute neben Einzelgehöften: Seyboldsdorf, Geiselsdorf, Geratspoint, Giersdorf, Mühlen. Durch die Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 kam Seyboldsdorf zur Stadt Vilsbiburg. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 2008: 380 (Haupt- und Nebenwohnsitze).

Wolferding[Bearbeiten]

Wolferding lässt sich auf eine Siedlung an einem alten Straßenverbindungsweg zurückführen. Zum Vilsbiburger Ortsteil Wolferding zählen heute neben Einzelgehöften: Achldorf, Eibelswinn, Johanneskirchen, Kirchstetten, Oberenglberg, Wolferding, Trauterfing, Unterenglberg. Durch die Gemeindegebietsreform kam Wolferding am 1. Mai 1978 zur Stadt Vilsbiburg. Kleinere Gemeindeteile wurden nach Bodenkirchen umgegliedert. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 2008: 792 (Haupt- und Nebenwohnsitze).

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7][8][9]
Wahlbeteiligung: 58,9 %
(2008: 63,3 %)
 %
40
30
20
10
0
34,3 %
28,1 %
23,2 %
14,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,8 %p
+0,9 %p
+1,5 %p
+4,3 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Bürger- und Umweltliste/Grüne

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[10]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 7.814.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3.243.000 Euro.

Das Rathaus von Vilsbiburg

Die Stadt Vilsbiburg ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden:[5]

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Gerzen
  • Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern
  • Zweckverband zur Wasserversorgung der Binatal-Gruppe

Die Stadt Vilsbiburg erbringt 302 verschiedene behördliche Leistungen.[5]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 24 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter 18 (18) Männer und sechs (sechs) Frauen.[7][9] Die Wahl führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

2008 waren die Grünen nicht im Stadtrat vertreten. 2014 trat die Bürger- und Umweltliste zusammen mit die Grünen in einer Listengemeinschaft zur Wahl an.

Bei der Stadtratswahl waren 8.820 (8.474) Bürger stimmberechtigt. 5.198 (5.361) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 58,9 (63,3) Prozent entspricht. 5.087 (5230) gültige und 111 (131) ungültige Stimmen wurden abgegeben.[7][9]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 1996 ist Helmut Haider (Freie Wähler) Bürgermeister. Er wurde bei den Kommunalwahlen 2014 in seinem Amt bestätigt.[11][9]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
1905–1917 Michael Winkler
1919–1929 Josef Brandl
1929–1934 Karl Schöx
1934–1945 Karl Köhler, NSDAP
Amtszeit Bürgermeister
1945–1946 Anton Feistle, CSU
1946–1948 Ernst Puchner, SPD
1948–1960 Hans Kögl, parteilos
1960–1990 Josef Billinger, SPD
Amtszeit Bürgermeister
1990–1996 Peter Barteit, SPD
seit 1996 Helmut Haider, FW

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Vilsbiburg unterhält eine Partnerschaft zu:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Vilsbiburg liegt am Knotenpunkt der Bundesstraßen 388 (MünchenPassau) und 299 (LandshutAltötting). Dank der Ortsumfahrungen im Zuge dieser Fernstraßen konnte die Kernstadt weitgehend vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Am Bahnhof halten Regionalbahnen der Verbindung Landshut – Neumarkt-Sankt Veit – Mühldorf. Tagsüber fahren mehrere Züge über Mühldorf hinaus bis Freilassing, Salzburg oder Rosenheim, während ab 18 Uhr nur noch bis zum Knotenpunkt Neumarkt-Sankt Veit gefahren wird.[12]

In der Nähe des Ortsteils Achldorf befindet sich der Sonderlandeplatz Vilsbiburg, welcher vom örtlichen Luftsportverein betrieben wird.

Kfz-Kennzeichen

Mit der Zuordnung großer Teile des Landkreises Vilsbiburg zum Landkreis Landshut durch die Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 übernahm die Stadt Vilsbiburg auch das seit 1. Juli 1956 im Landkreis Landshut gültige Kfz-Kennzeichen LA. Mit Juli 2014 ist aber auch wieder das Kennzeichen des Altlandkreises Vilsbiburg (VIB) erhältlich[13][14].

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage verfügt Vilsbiburg über verhältnismäßig viele Gewerbe- und Industriebetriebe, von denen hier nur die wichtigsten und bekanntesten aufgezählt sind:

  • Bachmeyer GmbH: Das im Bereich Interior Design tätige Unternehmen beliefert sowohl Privat- als auch Geschäftskunden und öffentliche Einrichtung wie Schulen oder Kindergärten. Dabei steht die Verbindung aus ansprechendem Design und Alltagstauglichkeit für die gesamte Inneneinrichtung, insbesondere für die Möbel, stets im Vordergrund.
  • Bäckerei Mareis: Die 1913 gegründete und mittlerweile in dritte Generation familiengeführte Bäckerei betreibt heute neben der Backstube in Vilsbiburg einige Bäckereien und Cafés in Vilsbiburg und Landshut. Das Unternehmen legt Wert darauf, dass alle verkauften Backwaren aus eigener Produktion stammen und mit hochwertigen, regionalen Rohstoffen hergestellt werden.
  • Breiteneicher: Der mittelständige Familienbetrieb ist in den Bereichen Hoch-, Tief- und Straßenbau tätig und bietet etwa 70 Arbeitnehmern eine Beschäftigung. Die Firma hat bereits zahlreiche Großprojekte in der Region verwirklicht.
  • Der Hammer!: Das Vilsbiburger Traditionsunternehmen am Stadtplatz betreibt sowohl einen Elektrofachhandel als auch eine Meisterwerkstatt. Das Elektroinstallationsteam findet in den im Industriegebiet ansässigen Firmen gute Kunden.
  • Dräxlmaier Group: Das größte in Vilsbiburg ansässige Unternehmen (und größtes Unternehmen mit Hauptsitz in Niederbayern) gehört zu den Top 100 Automobilzulieferern und fungiert als Systemlieferant für Kunden aus Premiumbereich wie Audi, BMW, Bugatti, Cadillac, Jaguar, Lamborghini, Land Rover, Maserati, Mercedes-Benz, Porsche oder VW. Die Firmengruppe hat sich auf Interieur sowie Elektrik- und Elektroniksysteme bis hin zu Bordnetzsystemen spezialisiert. Am Standort Vilsbiburg sind etwa 2.000 Mitarbeiter, weltweit sind es ca. 48.000 Beschäftigte an 53 Standorten in 21 Ländern (Stand: März 2014).
  • Flottweg SE: Auch der Hersteller von Dekantern, Zentrifugen und Anlagen für die mechanische Flüssig-Fest-Trennung hat seinen Hauptsitz und Produktionsstandort in Vilsbiburg. Mit Vertriebs- und Servicezentren bzw. Vertretungen in fast allen Ländern der Welt erreicht das Unternehmen einen Exportanteil von 85 % und einen Jahresumsatz von 145 Mio. € bei nur 750 Mitarbeitern. Die von Flottweg produzierten Maschinen finden in vielen Branchen ihre Anwendung - von der Lebensmittel- über die Mineralölindustrie bis hin zu Kläranlagen.
  • Hiller separation & process: In direkter Konkurrenz zu Flottweg sitzt mit Hiller ein weiterer, international agierender Hersteller von Dekantierzentrifugen und anderen Anlagen der Flüssig-Fest-Trennung in Vilsbiburg. Dabei ist Hiller mit 200 Mitarbeitern und rund 40 Mio. € Jahresumsatz die kleinere Firma.
  • Holz Balk: Der weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Familienbetrieb bietet für den Groß- und Einzelhandel alles rund um das Thema Holz - von einem Säge- und Hobelwerk über einen Holzbau-Zimmerei-Großhandel und einen Bodenbelagsgroßhandel bis hin zum Holzfachmarkt für den Einzelhandel.
  • Zollner Objekttextilien: Einer der wenigen Textilbetriebe, die sich nach dem einstigen Boom noch bis heute in Vilsbiburg halten konnten, ist die Weberei und Wäschefabrik Zollner. Mit den Erzeugnissen - Hotel- und Gastronomietextilien sowie Klinik- und Pflegetextilien - werden heute nur noch Großkunden beliefert.

Die meisten der genannten Betriebe sind im großen Industriegebiet am nördlichen Ortsausgang Richtung Landshut ansässig. Dieses liegt direkt an der B 299.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Das Krankenhaus Vilsbiburg ist Traumazentrum und verfügt unter anderem über mehrere Chirurgische Kliniken mit den Schwerpunkten Endoprothetik und Endokrinologie, eine Medizinische Klinik mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Neurogastroenterologie und Behandlung von Schlaganfallpatienten, über ein Interdisziplinäres Zentrum für Schmerztherapie, ein Interdisziplinäres Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum sowie eine Frauenklinik. Das Krankenhaus gehört dem Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung (La.KUMed) an. La.KUMed umfasst die drei kommunalen Krankenhäuser des Landkreises Landshut: Landshut-Achdorf, Vilsbiburg und Schlossklinik Rottenburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist der langgezogene Stadtplatz mit zum Teil gut erhaltenen Bürgerhäusern, „Altes Rathaus“ 17./18. Jahrhundert, „Torturm“ 16. Jahrhundert. Die imposante Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Mariahilfberg wurde im 19. Jahrhundert im neuromanischen Stil erbaut. Sehenswert sind ferner das Heimatmuseum Vilsbiburg und das Kröninger Hafnermuseum.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Vilsbiburg

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

siehe: Liste der Ehrenbürger von Vilsbiburg

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Von 1940 bis 1941 lebte die bekannte Malerin Elsa Haensgen-Dingkuhn in Vilsbiburg, da ihr Mann, der ebenfalls bekannte Maler Fritz A. Dingkuhn in der von Hamburg in das Kapuzinerkloster verlegten Grundschule Kunsterziehung unterrichtete.

Sonstiges[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Das Fest Mariä Namen Mitte September wird alljährlich mit Wallfahrt und Lichterprozession vom Stadtplatz zur Wallfahrtskirche begangen.[15]

Im Oktober findet der Dionysimarkt statt, mit einer mehr als 500-jährigen Geschichte der älteste Pferdemarkt Niederbayerns. Höhepunkt des altbayrischen Pferdemarkts ist der Dionysi-Umritt mit über 250 Pferden und 40 Kutschen-Gespannen.[16]

Seit 1992 findet jedes Jahr im Januar die Beach Party der Narrhalla Vilsbiburg in der Stadthalle statt. Auf dem Boden wird Sand aufgeschüttet und die Halle auf sommerliche Temperaturen geheizt. Jedes Jahr zieht es Tausende von Besuchern in die Halle, um mitten im Winter eine Strand-Party zu feiern.

Sport[Bearbeiten]

Vilsbiburg verfügt über eine sehr erfolgreiche Volleyball-Bundesligamannschaft. „Rote Raben Vilsbiburg“ erzielten 2005 und 2006 den zweiten Platz in der Meisterschaft der Frauen. Im April 2008 errangen sie den deutschen Meistertitel. 2009 sicherten sie sich den DVV-Pokal, 2010 erneut die deutsche Meisterschaft.

E-Sport[Bearbeiten]

Außerdem ist Vilsbiburg und Umgebung für seine E-Sport Szene und LAN-Partys bekannt. Der „Gamers' Congress“ findet seit 2005 mehrmals jährlich in der Umgebung statt.

Freizeit[Bearbeiten]

Neben einem regen Vereinsleben verfügt Vilsbiburg auch über ein Freibad an der Veldener Straße und ein Hallenbad im Gebäude der Mittelschule an der Seyboldsdorfer Straße. Die Eintrittspreise für Erwachsene liegen zwischen 2,00 € und 2,50 € und sind damit vergleichsweise moderat. Auch ein modernes Cineplex-Kino, den Einheimischen als Lichtspielberg bekannt, und eine Kartbahn gibt es in Vilsbiburg. Die beiden letztgenannten Einrichtungen befinden sich im Industriegebiet am nördlichen Ortsausgang.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Vilsbiburg. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 12. April 2014.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 616.
  5. a b c Bayerischer Behördenwegweiser - Stadt Vilsbiburg: Mitgliedschaften in Zweckverbänden und Anzahl behördlicher Leistungen. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Vilsbiburg, St (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  7. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 12. April 2014.
  8. Stadt Vilsbiburg: Stadtratswahl 2014 - Vorläufige Sitzverteilung. PDF. Online auf vilsbiburg.de. Abgerufen am 12. April 2014.
  9. a b c d Stadt Vilsbiburg: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Stadtrats am 16. März 2014. PDF. Online auf vilsbiburg.de. Abgerufen am 12. April 2014.
  10. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006.
  11. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 12. April 2014.
  12. Abfahrtstafel Bahnhof Vilsbiburg
  13. TV Bayern - Regionalfernsehen Online: [1]. Online auf tvbayern.tv. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  14. Landkreis Landshut: Grünes Licht für alte Kfz-Kennzeichen -Voraussichtlich ab Juli wieder ROL-, VIB-, MAL- und MAI-Kennzeichen. Online auf landkreis-landshut.de. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  15. Mariä Namen 2012; Mariä Namen 2013. Von 1922 bis 1932 wurde dabei das Vilsbiburger Liebfrauenfestspiel von Bonifaz Rauch und Heinrich Kaspar Schmid aufgeführt.
  16. Webseite des Landkreises Landshut, abgerufen am 7. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vilsbiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien