Bodenkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bodenkirchen
Bodenkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bodenkirchen hervorgehoben
48.3843112.38747470Koordinaten: 48° 23′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 62 km²
Einwohner: 5209 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84155
Vorwahl: 08745
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 120
Gemeindegliederung: 80 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ebenhauserstraße 1
84155 Bodenkirchen
Webpräsenz: www.gemeinde-bodenkirchen.de
Bürgermeisterin: Monika Maier (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Bodenkirchen im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Bodenkirchen

Bodenkirchen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bodenkirchen liegt im südlichen Landkreis Landshut knapp 30 km von Landshut sowie jeweils 10 km von Vilsbiburg und von Neumarkt-St. Veit im oberbayerischen Landkreis Mühldorf entfernt. Bodenkirchen besitzt in Aich nahe der B 299 eine Haltestelle an der Bahnlinie von Landshut nach Salzburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Bodenkirchen hat 80 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Aus vorgeschichtlicher Zeit erhielten sich ein jungsteinzeitliches Amulett von Haunzenbergersöll/Tal (8000 v. Chr., im Museum Vilsbiburg), linearbandkeramische Scherbenfunde bei Aich/Hub (4500 v. Chr.) und ein zweifach besiedeltes Grabhügelfeld im Wald bei Treidlkofen (1500 bzw. 750 v. Chr.).

Erstmals erwähnt wird Puobenchirchen bzw. Pubenchirchin, Pobenchirchen und Poinkirchin zwischen 1125 und 1141 aufgrund von Schenkungen. „Puobo“ war vermutlich ein adeliger Grundherr im Besitz einer Eigenkirche.

1482 erscheint Bodenkirchen als Obmannschaft im Amt Biburg des Landgerichtes Biburg (Vilsbiburg). Zur Zeit der statistischen Beschreibung 1752/1760 zählte die Obmannschaft Bodenkirchen 23 Anwesen. Die Kirche St. Johannes der Täufer war eine Expositurkirche der Pfarrei Aich. Weitere landgerichtsunmittelbare Obmannschaften im heutigen Gemeindegebiet waren Aich, Binabiburg, Treidlkofen, Scherneck, Margarethen sowie Bonbruck I und II. Niedergerichtsbezirke bildeten die Hofmarken Psallersöd, Langquart, Bonbruck, Haunzenbergersöll und Binabiburg. 1808 wurden die Hofmarken aufgelöst und erhielten wie die Obmannschaften einen gemeindeähnlichen Status.

1808/1811 wurde mit dem ersten Gemeindeedikt der Steuerdistrikt Bodenkirchen, bestehend aus drei Dörfern, einem Weiler und 18 Einöden, 1820 die Gemeinde Bodenkirchen gebildet. Die Gemeinde Haunzenbergersöll kam nach einem Auflösungsverfahren bereits 1828 zu Bodenkirchen.

Der deutsche Küchen-Hersteller Bulthaup wurde 1949 von Martin Bulthaup in Bodenkirchen gegründet.

Am 10. Juni 1983 erfolgte die Einweihung des neuen Rathauses der Gemeinde Bodenkirchen im ehemaligen Schloss Bonbruck, das bis zum Jahre 1981 als Schulgebäude genutzt worden war.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich am 1. April 1971 die Gemeinden Aich, Binabiburg, Bodenkirchen und Bonbruck freiwillig zur Großgemeinde Bodenkirchen zusammen.[3]

Einwohner[Bearbeiten]

  • 2013: 5.198 (Stand: 30. September 2013)
Altersstruktur der Bevölkerung Bodenkirchens gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[4]
jünger als 18 19,0 %
18 bis 29 13,8 %
30 bis 49 30,0 %
50 bis 64 19,4 %
älter als 65 17,8 %

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[5][6]
Wahlbeteiligung: 62,4 %
(2008: 74,6 %)
 %
30
20
10
0
23,3 %
23,1 %
19,8 %
17,0 %
16,8 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+1,9 %p
-2,7 %p
+2,6 %p
+2,7 %p
+4,1 %p
-8,6 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Freie Wählergemeinschaft Bodenkirchen
c Überparteiliche Wählergemeinschaft Aich
d Christliche Wählergemeinschaft Binabiburg
e Wählergemeinschaft Bonbruck

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[7]

Die Gemeinde Bodenkirchen ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[8]:

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Zweckverband zur Wasserversorgung der Binatal-Gruppe

Die Gemeinde Bodenkirchen erbringt 302 verschiedene behördliche Leistungen.[8]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 20 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter 17 (17) Männer und drei (drei) Frauen.[5][6] Die Wahl führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bei der Gemeinderatswahl waren 4.141 (4.054) Bürger stimmberechtigt. 2.584 (3.025) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 62,4 (74,6) Prozent entspricht.[5][6]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 2008 ist Monika Maier (Freie Wählergemeinschaft) Bürgermeisterin. Sie hat bei den Kommunalwahlen 2008 Helmut Wimmer (Überparteiliche Wählergemeinschaft) in diesem Amt abgelöst.[9] Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde sie in Ihrem Amt bestätigt.[10]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
1971-2008 Helmut Wimmer
seit 2008 Monika Maier

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Adeligen Hauzenberger auf Haunzenbergersöll mit den zwei, dem konvexen Rande zueinanderstehenden Halbmonden auf silbernem Grund und dem blauen Kreuz als dem Attribut des Heiligen Johannes des Täufers, dem Patron der Kirchen von Bodenkirchen, Haunzenbergersöll und Binabiburg.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Die Gemeinde Bodenkirchen hat seit dem 20. Oktober 2006 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Chocz in Polen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Haunzenbergersöll
  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Bodenkirchen stammt aus dem 15. Jahrhundert.
  • In Binabiburg befindet sich die barocke Wallfahrtskirche St. Salvator auf dem Berg, eine 1710 bis 1730 erbaute Wandpfeilerkirche mit Fresken und Malereien sowie einem Hochaltar von 1730 bis 1740. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1698 neu errichtet.
  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Ulrich in Aich entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie hat eine barocke Turmspitze.
  • Die spätgotische Kirche St. Ägidius in Michlbach wurde 1463 bis 1466 errichtet. Sie enthält eine Schnitzfigur Maria mit Kind um 1520 sowie geschnitzte Relieffiguren mehrerer Heiliger um 1480 bis 1490.
  • Die Pfarrkirche St. Ulrich in Treidlkofen aus dem 15. Jahrhundert wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut und 1908 vergrößert.
  • Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bonbruck hat einen spätgotischen Chor und ein neugotisches Langhaus von 1892.
  • Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Haunzenbergersöll stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Turm wurde 1791 erhöht.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Bodenkirchen

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Bulthaup in Aich: Produktion von Kücheneinrichtungen

Bildung und Erziehung[Bearbeiten]

  • Volksschule Bodenkirchen (Grund- und Hauptschule)
  • Grundschule Aich
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Bonbruck
  • Kindergarten St. Wolfgang in Bonbruck
  • Kinderkrippe und Kindergarten "Kinderwelt St. Michael" in Binabiburg

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Helmut Wimmer (* 1944), ehemaliger Bürgermeister (verliehen am 12. Mai 2010)[11]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Bodenkirchen. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 13. April 2014.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Bodenkirchen (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  5. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 13. April 2014.
  6. a b c Gemeinde Bodenkirchen: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Stadtrats am 16. März 2014. PDF. Online auf vilsbiburg.de. Abgerufen am 13. April 2014.
  7. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  8. a b Bayerischer Behördenwegweiser - Gemeinde Bodenkirchen: Mitgliedschaften in Zweckverbänden und Anzahl behördlicher Leistungen. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 13. April 2014
  10. Gemeinde Bodenkirchen: Wahl Bürgermeister - Vorläufiges Endergebnis. Online auf wahl.bodenkirchen.com. Abgerufen am 13. April 2014.
  11. Gemeinde Bodenkirchen: Ehrungen. Online auf bodenkirchen.com. Abgerufen am 14. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bodenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien