Hohenthann

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hohenthann (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenthann
Hohenthann
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenthann hervorgehoben
48.66666666666712.1487Koordinaten: 48° 40′ N, 12° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 487 m ü. NHN
Fläche: 68,32 km²
Einwohner: 3936 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84098
Vorwahlen: 08784
08781 (Schmatzhausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 141
Gemeindegliederung: 62 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84098 Hohenthann
Webpräsenz: www.84098-hohenthann.de
Bürgermeisterin: Andrea Weiß (CSU)
Lage der Gemeinde Hohenthann im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild

Hohenthann ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Hohenthann liegt nördlich von Landshut in der Planungsregion Landshut am östlichen Rand der Hallertau. Die ländlich strukturierte Gemeinde ist flächenmäßig eine der größten des Landkreises.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Hohenthann hat 62 amtlich benannte Ortsteile[2]:

  • Aign
  • Altenburg
  • Altenkofen
  • Andermannsdorf
  • Asbach
  • Auhof
  • Bergham
  • Bergkußl
  • Bibelsbach
  • Biberg
  • Buch
  • Donhof
  • Eberstall
  • Eichstätt
  • Ettenkofen
  • Gambachreuth
  • Gatzkofen
  • Grafenhaun
  • Hader
  • Heiligenbrunn
  • Hochreuth
  • Hohenthann
  • Hub
  • Hummelsberg
  • Irlmühle
  • Kirchberg
  • Kumpfmühle
  • Laber
  • Lehen
  • Mainzendorf
  • Mantel
  • Mießling
  • Oberergoldsbach
  • Obergambach
  • Oberhaid
  • Oberhof
  • Oberndorf
  • Oed
  • Penkofen
  • Petersglaim
  • Pfarrkofen
  • Rehbügl
  • Roseneck
  • Schachten
  • Schmatzhausen
  • Schmidhof
  • Schmidsberg
  • Stranz
  • Türkenfeld
  • Unkofen
  • Untergambach
  • Unterhaid
  • Wachelkofen
  • Wachelkofenreuth
  • Weichsberg
  • Weihenstephan
  • Weihmühle
  • Weilmaier
  • Windham
  • Windkreuth
  • Windschlag
  • Zieglstadl

Es gibt die Gemarkungen Andermannsdorf, Petersglaim, Schmatzhausen, Türkenfeld, Wachelkofen, Weihenstephan und Oberergoldsbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Laurentius
Die Schlosskapelle St. Johannes Nepomuk

Das Vorkommen zahlreicher Keltenschanzen zeigt eine frühe Besiedlung. Zur Römerzeit gehörte das Gebiet zur Provinz Rätien. Erstmals urkundlich erwähnt wird Hohenthann im Jahre 1125 in der Monumenta Augensia. Das erwähnte Ortsadelsgeschlecht der Hohenthanner war bis 1407 am Ort ansässig. Die Hofmark gehörte später den Grafen von Deyring, die von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1818 auch Inhaber des Ortsgerichts Hohenthann waren. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Hohenthann war. 1818 entstand mit dem Bayerischen Gemeindeedikt der Vorläufer der heutigen Gemeinde. Die heutige Gemeinde entstand während der Gemeindegebietsreform in Bayern durch den Zusammenschluss mehrerer umliegender Gemeinden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1962 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gambach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Oberergoldsbach (mit dem am 1. Januar 1949 aufgenommenen Ort Unkofen), Petersglaim, Türkenfeld, Wachelkofen und Weihenstephan hinzu.[3] Andermannsdorf mit dem am 1. Januar 1949 eingemeindeten Kirchberg und Schmatzhausen folgten am 1. Mai 1978.[4]

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten]

Andermannsdorf wird bereits im Jahr 822 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Kirchberg wird mit Graf Arterius I. bereits im Jahr 812 erwähnt. Kirchberg war bis 1945 selbst Gemeinde und gehörte dann bis zur Eingemeindung 1978 zu Andermannsdorf. Die erste urkundliche Erwähnung von Petersglaim („Glaim“) und Grafenhaun („Hawn“) finden sich um das Jahr 1140. Um 1133 schenkte die Gattin des Udalrichs von Wolfstein ein Landgut in der Villa „Smuteshusa“ an das Stift St. Kastulus in Moosburg. Türkenfeld ist schon Anfang des 11. Jahrhunderts als „Turtinveld“ belegt. Weihenstephan wird urkundlich zum ersten Mal 1229 im bayerischen Herzogsurbar erwähnt. Die Kirche in Weihenstephan wird erstmals urkundlich im Jahr 1259 erwähnt. Das örtliche Schloss wurde von Georg Carl Freiherr von Etzdorf auf Weihenstephan und Stamsried († 1712) erbaut und ist heute im Besitz der Familie Deroy von Fürstenberg. 1818 entstanden mit dem Bayerischen Gemeindeedikt die Gemeinden Andermannsdorf, Kirchberg, Oberergoldsbach, Petersglaim, Schmatzhausen, Türkenfeld, Wachelkofen und Weihenstephan.

Einwohner[Bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung hat sich die Einwohnerzahl wie folgt entwickelt[5]:

  • 1840: 2.371 Einwohner
  • 1871: 2.726 Einwohner
  • 1900: 2.964 Einwohner
  • 1925: 2.968 Einwohner
  • 1939: 2.742 Einwohner
  • 1950: 3.960 Einwohner
  • 1961: 2.719 Einwohner
  • 1970: 2.681 Einwohner
  • 1987: 2.661 Einwohner
  • 2000: 3.591 Einwohner
  • 2004: 3.909 Einwohner
  • 2006: 3.767 Einwohner
  • 2011: 3.853 Einwohner
  • 2013: 3.909 Einwohner (Stand: 30. September 2013)[6]
Altersstruktur der Bevölkerung Hohenthanns gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[7]
jünger als 18 22,7 %
18 bis 29 11,3 %
30 bis 49 32,7 %
50 bis 64 17,6 %
älter als 65 15,6 %

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Pfarreien bestehen bei St. Laurentius in Hohenthann, St. Katharina in Schmatzhausen und St. Andreas in Andermannsdorf. Diese bilden einen Pfarrverband.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[8][9]
Wahlbeteiligung: 75,24 %
(2008: 73,4 %)
 %
40
30
20
10
0
39,2
38,2
16,3
6,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-20,2
+3,8
+16,3
+0,1
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Hohenthanner Bürger- u. Umweltliste

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[10]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 umgerechnet 2.853.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 836.000 €.[5]

Die Gemeinde Hohenthann ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[6]

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Zweckverband zur Wasserversorgung Rottenburger Gruppe Pattendorf

Die Gemeindeverwaltung erbringt 302 verschiedene behördliche Leistungen.[6]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter 13 (14) Männer und drei (zwei) Frauen.[11] Sie führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

  • Freie Wähler 6 (10) Sitze,
  • CSU 6 (5) Sitze,
  • Hohenthanner Bürger- und Umweltliste (H-BUL) 3 (0) Sitze und
  • SPD 1 (1) Sitz.

Bei der Wahl waren 3.066 (2.861) Bürger stimmberechtigt; 2.307 (2.056) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 75,24 (73,4) Prozent entspricht. 2.277 (2.101) gültige und 30 (45) ungültige Stimmen wurden abgegeben.[12][8]

Neben den etablierten Parteien ist 2014 erstmals die Hohenthanner Bürger- und Umweltliste (H-BUL) in den Gemeinderat eingezogen. Sie ist aus der Interessengemeinschaft „Sauberes Trinkwasser“ hervorgegangen.[13]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis er 2014 zum Landrat des Landkreises Landshut gewählt wurde, war Peter Dreier (Freie Wähler) Bürgermeister. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Fritz Rauchenecker (CSU), der zuvor 36 Jahre im Amt war. Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde er im Amt bestätigt.[14] Die erste Runde der Kommunalwahl 2014 ergab keine absolute Mehrheit für einen der drei Kandidaten.[15] Am 30. März 2014 wurde dann Andrea Weiß (CSU) in der Stichwahl zur neuen Bürgermeisterin gewählt.[16]

Alle Bürgermeister seit der Gebietsreform
Amtszeit Bürgermeister
bis 2002 Fritz Rauchenecker
2002-2014 Peter Dreier
ab 2014 Andrea Weiß

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen

Das Wappen der Gemeinde Hohenthanner ist zweigeteilt. Der linke Teil zeigt einen Löwen mit Ring in der Pranke, der aus dem Wappen der Adelsfamilie von Deuring übernommen wurde, die von ca. 1650 bis 1818 Inhaberin der Hofmark bzw. des Ortsgerichts Hohenthann war. Die Tanne im rechten Teil ist dem Gemeindenamen geschuldet. Die offizielle Wappenbeschreibung (Blasonierung) lautet: Gespalten von Blau und Silber; vorne ein linksgewendeter goldener Löwe, der einen goldenen Ring in der erhobenen linken Pranke hält, hinten eine bewurzelte grüne Tanne. Die Gemeinde Hohenthann führt dieses Wappen seit 1969, als im Gemeinderat ein entsprechender Beschluss gefasst worden ist. Dieser wurde mit der Zustimmung des bayerischen Innenministeriums am 3. Dezember 1969 offiziell.[17]

Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • „Linde an der Sankt Andreas Kirche von Andermannsdorf“ (Verordnungsentwurf ausgelegt)[18]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Bierfest mit Zeltparty (zweites Juliwochenende)
  • Brauerei-Hoffest (Mitte September)
  • Weihnachtsmarkt (erster Adventssonntag)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 10, im produzierenden Gewerbe 233, im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe 78, bei Unternehmensdienstleistern 17 und bei öffentlichen und privaten Dienstleistern 68 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Somit waren am Arbeitsort insgesamt 406 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter 256 Männer. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.412, was einem Pendlersaldo von -1.006 entspricht.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 bestanden 161 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4.787 ha, davon waren 4.627 ha Ackerfläche. Bis 2010 stieg die landwirtschaftlich genutzte Fläche auf 5.100 ha (+ 313 ha) bzw. 4.966 ha Ackerland (+ 339 ha) an. Der Bestand an Dauergrünland ging von 159 auf 132 ha (-27 ha) zurück. Die Anzahl der landwirtschaftliche Betriebe ging im gleichen Zeitraum um ein knappes Drittel auf 112 zurück. Die Mehrzahl der Betriebe hat eine Größe über 50 Hektar gefolgt von den Betrieben mit einer Größe von 20 bis unter 50 Hektar.[5] In Hohenthann gibt es durch die Lage am östlichen Ende der Hallertau auch einige Hopfenbauern.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[5]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 013 004
5 bis unter 10 022 014
10 bis unter 20 033 017
20 bis unter 50 066 036
50 oder mehr 027 041
Gesamt 161 112

2010 wurde auf 81,9 Prozent der Ackerfläche Getreide angebaut.[5]

Die Viehwirtschaft hat in der Gemeinde Hohenthann einen starken Anteil an der landwirtschaftlichen Produktion. Von 1999 bis 2010 hat sich die Haltung von Rindern und Milchvieh rückläufig entwickelt, während sich der Bestand an Schweinen deutlich erhöht hat.

Viehbestand auf dem Gemeindegebiet Hohenthann [5]
Tierart Anzahl
1999 2010
Rinder 1.595 820
Milchkühe
(bereits in der Gesamtzahl der Rinder enthalten)
450 205
Schweine insgesamt 42.896 57.109
Hühner insgesamt 539 160
Schafe 121 39

2014 ist eine Erweiterung des Schweinebestandes um weitere 1.480 Tiere vorgesehen.[19]

Breitbandversorgung[Bearbeiten]

Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern vom 10. Juli 2014 steht den Gemeinden ein Förderbetrag von mindestens 500.000 Euro und maximal 950.000 Euro zur Verfügung[20]; für Hohenthann beträgt dieser 940.000 Euro[21].

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die intensive Landwirtschaft, insbesondere die Schweinemast, hat zu einer erheblichen Belastung des Grund- und Trinkwassers mit Nitrat in Hohenthann und Umgebung geführt.[23]. Der Trend der Wasseranlysen der Jahre 2005 bis 2013 des Brunnens Hohenthann zeigt hier eine ansteigende Tendenz. Die Beprobung vom Juli 2013 ergab einen Nitratgehalt von 36,1 mg/l. Der Grenzwert liegt bei 50 mg/l. Am 19. September 2012 und am 17. September 2013 wurden außerdem vom Landratsamt Landshut Ausnahmegenehmigungen über die Zulassung der Abweichung vom Grenzwert für Pestizidrückstände erteilt.[22]

Im Rahmen eines bayernweit einzigartigen Forschungsprojekts werden seit 2013 durch die Technische Universität München die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft auf die Wasserqualität sowie Lösungsansätze zur Reduktion des Nitrateintrages untersucht. Gefördert wird das Projekt sowohl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als auch vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.[24]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Hohenthann führt die Staatsstraße 2143, welche Landshut mit Langquaid verbindet. Außerdem durchqueren einige Kreisstraßen die Gemeinde Hohenthann.

Energie[Bearbeiten]

Heute (Stand: 21. Februar 2014) liegt der Stromverbrauch in Hohenthann bei etwa 28.083 MWh/Jahr. Dem stehen etwa 14.420 MWh/Jahr auf dem Gemeindegebiet produzierten Stromes aus regenerativen Energiequellen (erfasst über des EEG – Erneuerbare Energien Gesetz) entgegen. Damit liegt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in Hohenthann bei 51 %. (Zum Vergleich: Im Landkreis Landshut beträgt dieser Anteil 43 %.) Der größte Zubau fand in den Jahren 2008 bis 2012 statt.[25]

Biomasse[Bearbeiten]

Zirka 3.968 MWh/Jahr werden in 3 Biomasseanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenthann erzeugt.[25]

Biogasanlagen gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenthann in:

  • Ettenkofen - 150 kWelektrisch
  • Pfarrkofen - 440 kWelektrisch
  • Stranz – 130 kWelektrisch

Photovoltaik[Bearbeiten]

Fast 10.451 MWh/Jahr Solarstrom werden auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenthann mit etwa 452 Anlagen auf Dächern von privaten wie gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden produziert.[25]

Windkraft[Bearbeiten]

Die Namen der Gemeindeteile Windham, Windkreuth und Windschlag deuten auf eine windreiche Gegend hin. Auf dem Gemeindegebiet von Hohenthann gibt es derzeit keine Windkraftanlagen[25]. Potenzial für die Errichtung von Windkraftanlagen ist vorhanden. Mit Bescheid vom 13. Januar 2014 wurde von der Regierung von Niederbayern die Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplans Landshut für verbindlich erklärt, die die Verfügbarkeit von Flächen für die Windkraft regelt. Vorranggebiete für Windkraft auf dem Gemeindegebiet Hohenthann sind demnach:

  • WK30 Grafenhaun West
  • WK32 Türkenfeld
  • WK33 Oberergoldsbach

Es gibt ein Vorbehaltsgebiet:

  • WK63 Petersglaim

Stand April 2013 befand sich die Gemeinde im Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes, um weitere Konzentrationszonen für die Windkraftnutzung auszuweisen.[26] Am 13. August 2014 wurde die Ausarbeitung eines Bebauungsplanentwurfs für die Konzentrationszone W24 des sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windkraft“ beauftragt sowie ein Antrag auf Errichtung und Betrieb von fünf Windkraftanlagen im Gemeinderat behandelt.[19] Am 10. September beschloss der Gemeinderat hierfür keinen Bebauungsplan mehr aufzustellen.[27]

Es gibt eine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen.[28]

Wasserkraft[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Hohenthann gibt es keine Wasserkraftanlagen.[25] Potenzial dafür ist nicht vorhanden.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis - Hohenthann. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 4. April 2014.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 563.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 616.
  5. a b c d e f Hrsg. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2012 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für die Gemeinde Hohenthann 09 274 141. PDF. Online auf statistik.bayern.de. April 2013.
  6. a b c Bayerischer Behördenwegweiser - Hohenthann: Mitgliedschaften in Zweckverbänden. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 19. Mai 2014.
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Hohenthann (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  8. a b Gemeinde Hohenthann: Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16. März 2014. Online auf wahl.hohenthann.de. Abgerufen am 21. März 2014.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 21. März 2014.
  10. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  11. Gemeinde Hohenthann: Zusammensetzung des Gemeinderats. Online auf wahl.hohenthann.de. Abgerufen am 21. März 2014.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 21. März 2014.
  13. H-BUL - Hohenthanner Bürger- und UmweltListe: Homepage. Online auf h-bul.de. Abgerufen am 31. März 2014.
  14. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 21. März 2014.
  15. Gemeinde Hohenthann: Schnellmeldung zur Bürgermeisterwahl 2014 am 16. März 2014. Online auf wahl.hohenthann.de. Abgerufen am 16. März 2014.
  16. Gemeinde Hohenthann: Schnellmeldung zur Stichwahl zur Bürgermeisterwahl 2014 am 30. März 2014. Online auf hohenthann.de. Abgerufen am 30. März 2014.
  17. Haus der Bayerischen Geschichte: Wappen Gemeinde Hohenthann. Online auf hdbg.eu. Abgerufen am 4. April 2014.
  18. Bekanntmachung: Auslegung des Verordnungsentwurfs eines Erlasses einer Verordnung zum Schutze des Naturdenkmals „Linde an der Sankt Andreas Kirche von Andermannsdorf“ in der Gemeinde Hohenthann gem. §28 BNatSchG, Landkreis Landshut, Nr. 23-1733.1 vom 29. Juli 2014.
  19. a b Landshuter Zeitung: Gemeinderat tagt, 9. August 2014.
  20. Bayerisches Ministerium für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR). Bekanntmachung vom 10. Juli 2014, Az.:75-O 1903-001-24929/14. PDF. Online auf schnelles-internet-in-bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2014.
  21. Landshuter Zeitung: Mehr Förderung für schnelles Internet, 21. Juli 2014.
  22. a b Zweckverband zur Wasserversorgung - Rottenburger Gruppe -: Trinkwasseranalyse. Online auf rottenburger-gruppe.de. Abgerufen am 4. April 2014.
  23. Landshuter Wochenblatt: "Unser Wasser wird immer schlechter". Online auf wochenblatt.de, 4. September 2013.
  24. Landshuter Wochenblatt: Hohenthann wird zum Forschungsobjekt für Bayern, 29. Januar 2014
  25. a b c d e EnergyMap.Info: Hohenthann bei Landshut, Isar. Online auf energymap.info. Abgerufen am 3. April 2014.
  26. Regionaler Planungsverband Landshut: Drucksache Nr. 2.1/25. März 2014 - Vorlage an den Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes Landshut - TOP 2.1: Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplanes Landshut; Aufstellung eines Kapitels B VI Energie/Teilbereich Wind Kenntnisnahme von der Verbindlicherklärung. Online auf region.landshut.org. Abgerufen am 4. April 2014.
  27. Landshuter Zeitung: Bebauungsplan endgültig vom Tisch, 15. September 2014.
  28. Landshuter Zeitung: Ökologie und der Infraschall, 20. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenthann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien