Aislingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Dillingen a.d.Donau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Holzheim | |
| Höhe: | 437 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,35 km² | |
| Einwohner: |
1.352 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89344 | |
| Vorwahl: | 09075 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DLG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 73 111 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Hochstiftstr. 2 89438 Holzheim |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Kopriva (Unabhängige Wählergemeinschaft) | |
| Lage des Marktes Aislingen im Landkreis Dillingen a.d.Donau | ||
Aislingen ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Holzheim.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Am Austritt des Aislinger Baches aus der Iller-Lech-Platte, Teil der Donau-Iller-Lech-Platte, breitet sich der Markt Aislingen aus. Die Stadt Lauingen liegt in 7 km Entfernung.
Es existieren folgende Gemarkungen: Aislingen, Baumgarten, Rieder und Windhausen.
[Bearbeiten] Geschichte
Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung. Auf den südlichen Höhen befand sich ein Erdkastell, unter dem Kaiser Tiberius errichtet, das etwa 68/69 n. Chr. zerstört wurde. In der Nähe wurde 1989/90 ein römisches Lagerdorf ergraben. An der heutigen westlichen Flurgrenze verlief auf rund drei Kilometer eine römische Straße, die bei Haldenwang von der römischen Straße Augsburg/Oberhausen-Günzburg abzweigte und nach Faimingen führte.
Eine Doppelschanzenanlage auf dem Sebastiansberg stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Reihengräberfunde sprechen dafür, dass Aislingen wohl eine alemannische Gründung ist. Die erste urkundliche Nennung als „Eigislinga“ ist für 1063 überliefert.
Aislingen war der Sitz einer adeligen Herrschaftsfamilie, die sich nach dem Ort als Herren von Aislingen bezeichnete. Die Herrschaft Aislingen kam an die Markgrafen von Burgau und schließlich von 1291 bis 1489 an die Grafen von Werdenberg. Wann der Ort zum Markt erhoben wurde ist nicht nachweisbar. In Aislingen waren auch die Herren von Westernach und die Herren von Eggenthal begütert. Sitz der Herrschaft war ein Schloss, das 1860 abgebrochen wurde. 1489 verkauften die Grafen von Werdenberg ihre Güter in Aislingen an das Hochstift Augsburg, das ein Pflegamt in Aislingen errichtete. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern und wurde dem neugebildeten Landgericht Dillingen zugeteilt.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1323, 1987 dann 1395 und im Jahr 2000 1374 Einwohner gezählt.
[Bearbeiten] Religionen
Aislingen ist Sitz einer alten Pfarrei mit dem Patrozinium St. Georg. Heute gehört zur Pfarrei Baumgarten, Rieder und Windhausen. Die heutige Pfarrkirche St. Georg wurde im Kern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. Balthasar Suiter baute von 1736 bis 1738 den Chor und das Langhaus um.
[Bearbeiten] Politik
Der Marktgemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
- Unabhängige Wählergemeinschaft: 7 Sitze
- CSU: 3 Sitze
- Freie Wählervereinigung: 2 Sitze
Bürgermeister ist seit 2008 Jürgen Kopriva (UWG)
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Rot und Silber; vorne auf grünem Berg eine silberne Kapelle mit Kuppeldach und Laterne, hinten eine dreilatzige, golden befranste rote Sturmfahne an drei goldenen Ringen.
Siehe auch → Liste der Wappen mit dem Emblem der Pfalzgrafen von Tübingen
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Aislingen
- Katholische Pfarrkirche St. Georg in Aislingen
- Katholische Filialkirche St. Margareta in Aislingen
- Katholische Kapelle St. Sebastian in Aislingen
- Katholische Filialkirche St. Leonhard in Baumgarten
- Katholische Kapelle St. Isidor in Rieder
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 57 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 491. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1465 ha. Davon waren 1253 ha Ackerfläche und 212 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Bildung
- Kindergarten
[Bearbeiten] Literatur
- Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hgg. vom Landkreis Dillingen a. d. Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 127−133
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
Aislingen | Bachhagel | Bächingen a.d.Brenz | Binswangen | Bissingen | Blindheim | Buttenwiesen | Dillingen a.d.Donau | Finningen | Glött | Gundelfingen a.d.Donau | Haunsheim | Höchstädt a.d.Donau | Holzheim | Laugna | Lauingen (Donau) | Lutzingen | Medlingen | Mödingen | Schwenningen | Syrgenstein | Villenbach | Wertingen | Wittislingen | Ziertheim | Zöschingen | Zusamaltheim
