Aislingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Aislingen
Aislingen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Aislingen hervorgehoben
48.50888888888910.458611111111433Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Holzheim
Höhe: 433 m ü. NHN
Fläche: 19,35 km²
Einwohner: 1325 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89344
Vorwahl: 09075
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 111
Adresse der
Marktverwaltung:
Hochstiftstr. 2
89438 Holzheim
Webpräsenz: www.aislingen.de
Bürgermeister: Jürgen Kopriva (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Aislingen im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
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Aislingen ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Holzheim.

Geographie[Bearbeiten]

Am Austritt des Aislinger Baches aus der Iller-Lech-Platte, Teil der Donau-Iller-Lech-Platte, breitet sich der Markt Aislingen aus. Die Stadt Lauingen liegt in sieben Kilometer Entfernung.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aislingen, Baumgarten, Rieder und Windhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung.

Auf den südlichen Höhen befand sich ein römisches Erdkastell, unter dem Kaiser Tiberius errichtet, das etwa 68/69 n. Chr. zerstört wurde. In der Nähe wurde 1989/90 ein römisches Lagerdorf ergraben. An der heutigen westlichen Flurgrenze verlief auf rund drei Kilometer eine römische Straße, die bei Haldenwang von der römischen Straße Augsburg/Oberhausen-Günzburg abzweigte und nach Faimingen führte.

Eine Doppelschanzenanlage auf dem Sebastiansberg stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Reihengräberfunde sprechen dafür, dass Aislingen wohl eine alemannische Gründung ist. Die erste urkundliche Nennung als „Eigislinga“ ist für 1063 überliefert.

Aislingen war der Sitz einer adeligen Herrschaftsfamilie, die sich nach dem Ort als Herren von Aislingen bezeichnete. Die Herrschaft Aislingen kam an die Markgrafen von Burgau und schließlich von 1291 bis 1489 an die Grafen von Werdenberg. Wann der Ort zum Markt erhoben wurde ist nicht nachweisbar. In Aislingen waren auch die Herren von Westernach und die Herren von Eggenthal begütert. Sitz der Herrschaft war ein Schloss, das 1860 abgebrochen wurde. 1489 verkauften die Grafen von Werdenberg ihre Güter in Aislingen an das Hochstift Augsburg, das ein Pflegamt in Aislingen errichtete. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern und wurde dem neugebildeten Landgericht Dillingen zugeteilt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Baumgarten eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1324 Einwohner[2]
  • 1970: 1323 Einwohner[2]
  • 1987: 1395 Einwohner
  • 2000: 1374 Einwohner
  • 2011: 1351 Einwohner

Religionen[Bearbeiten]

Aislingen ist Sitz einer alten Pfarrei mit dem Patrozinium St. Georg. Heute gehört zur Pfarrei Baumgarten, Rieder und Windhausen. Die heutige Pfarrkirche St. Georg wurde im Kern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. Balthasar Suiter baute von 1736 bis 1738 den Chor und das Langhaus um.

Politik[Bearbeiten]

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Der Marktgemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • Unabhängige Wählergemeinschaft: 7 Sitze
  • CSU: 3 Sitze
  • Freie Wählervereinigung: 2 Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 Jürgen Kopriva (UWG)

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Rot und Silber; vorne auf grünem Berg eine silberne Kapelle mit Kuppeldach und Laterne, hinten eine dreilatzige, golden befranste rote Sturmfahne an drei goldenen Ringen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Georg in Aislingen
  • Katholische Filialkirche St. Margareta in Aislingen
  • Katholische Kapelle St. Sebastian in Aislingen
  • Katholische Filialkirche St. Leonhard in Baumgarten
  • Katholische Kapelle St. Isidor in Rieder

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 57 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 491. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1465 ha. Davon waren 1253 ha Ackerfläche und 212 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergarten

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hgg. vom Landkreis Dillingen a. d. Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 127–133

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aislingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.